2.4.3. Was bewirken wahre Phasen und Phasenverdopplungen
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Der Hauptvorteil von vielen Phasen ist die Trägheit beim Laden der Spulen mit Energie zu kompensieren. Kommt es zu starken Lastwechseln bräuchte es aber kurzfristig die Energie. Diese ist durch die Kondensatoren bestimmt. Da aber nach dem Lastwechsel von wenig auf sehr viel dennoch weiterhin der starke Strom benötigt wird, dienen die Kondensatoren nur als kurzfristige Puffer. Die Spulen sind direkt für die konstante Stromabgabe notwendig. Der nächste Vorteil mehrere Phasen zu haben ist die Verringerung der Zeit die ein Mosfet die Spule mit Energie speißt. Wenn der Mosfet in einem normalen Lastfall Strom leitet so befreit ihn jede weitere Phase um 1/n von steter Schaltung. Dadurch haben diese Bauteile eine "längere" Zeit für die Wärmeabfuhr. Die Bauteile sind je mehr verwendet werden vergleichbar kühler, was ihre Effizienz erhöht und die Lebensdauer verlängert. Die Phasen im Mainboardsubstrat sind aus Metallen wie Kupfer und können nur eine bestimmte Menge an Stromfluss vertragen, weshalb baubedingt eine einzelne Phase nur eine ihrem Querschnitt entsprechende Stromstärke maximal verträgt. Prozessoren verbrauchen jedoch mehr Strom als eben durch eine einzelne Phase leitbar ist und daraus ergibt sich physikalisch die Notwendigkeit bei "Stromschluckern" auf mehrere Phasen das VRM auszulegen. Ein weiterer Vorteil ist dass jede Phase die Strommenge die maximal in die CPU geleitet werden kann erhöht. Nachteilig wirkt sich die Verwendung von Dopplern aus. Diese halbieren die Steuerfrequenz pro Treiber/Mosfet. Um den Stromfluss jedoch so konstant wie möglich zu halten ist eine größere Frequenz wünschenswert. Schließlich soll so schnell wie möglich auf Lastwechsel reagiert werden. Zudem ergibt sich bei Verwendung von mehreren Phasen im Vergleich zu wenigeren, dass der Ripplestrom sinkt, welcher sich negativ auf die Lebensdauer der Komponenten wie Kondensatoren und CPU auswirkt. Spule und Kondensator wirken wie ein Tiefpass-Filter. Das Rauschen durch das schnelle Schalten der Phasen wird weitestgehend neutralisiert. Gänzlich läßt sich dies jedoch nicht von der CPU fernhalten. Je weniger Strom fließt, desto weniger Ripple gibt es. Der letzte Effekt kommt aber nur zu stande bei echten Phasen. Die Vergrößung der Anzahl über einen Doppler, Quadropler oder Switch wirken sich hierauf nicht aus. So kann aus einer guten Freuqenz des PWM mit 300MHz schnell auf 150MHz oder gar 75MHz reduziert werden, was jedoch als Zyklus zu lang wäre um "schnell" genug die geforderte Leistung bei Lastwechseln nachzuregeln (Overshoot Problematik), andernfalls wären OCP und OVP im Dauereinsatz um Spitzen zu kappen.