AMD Ryzen 5 1600X, 1600, 1500X & 1400 im Test: Könige der Mittelklasse

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Volker Rißka
951 Kommentare

Benchmarks: Ryzen 5 gegen Intel Core i5

Wie ComputerBase Prozessoren testet und welche Software dafür zum Einsatz kommt, kann in einem separaten Artikel nachgelesen werden.

Zwei Testsysteme für AMD Ryzen 5

Wie im Test von Ryzen 7 Anfang März nutzt ComputerBase auch für Ryzen 5 zwei verschiedene Testsysteme. Und das aus gutem Grund: Den gesamten Parcours mit über 50 Prozessoren zum aktuellen Zeitpunkt über den Haufen zu werfen, ist mit dem hohen Risiko verbunden, dass die neuen Ergebnisse in zwei Wochen abermals veraltet sind. Die Ryzen-Plattform ist weiterhin fast täglichen Anpassungen wie neuen BIOS-Versionen inklusive AGESA-Update unterworfen. Parallel ist mit dem Creators Update für Windows 10 eine neue Hauptversion für das Betriebssystem mit derzeit noch zahlreichen Kompatibilitätsproblemen und mit der Nvidia GeForce GTX 1080 Ti eine neue High-End-Grafikkarte erschienen. Vergleichbarkeit und Nachhaltigkeit gehen aus diesem Grund vor, eine grundlegende Überarbeitung findet erst auf einer dauerhaft stabilen Basis statt. Und dennoch werden aktuelle Entwicklungen berücksichtigt. Wie?

Aktuelle Spiele, Treiber, Windows 10 Creators Update und AGESA 1.0.0.4

Der heutige Test nutzt neben dem alten CPU-Benchmark-Parcours mit dem Fokus auf Anwendungen und einigen älteren Spielen auf Basis von Windows 10 Version 1507 auch einen aktuellen Spieleparcours. Für diese Benchmarks kommt mit der Asus GeForce GTX 1080 Ti Strix OC (Test) mit maximiertem Power-/Temperature-Target die bisher schnellste Grafiklösung zum Einsatz, und das Creators Update für Windows 10 (Version 1703, Build 15063), ein aktueller Nvidia-Treiber (GeForce 378.92) sowie Software-Aktualisierungen für Anwendungen wurden (Ashes-Update usw.) installiert. Die Auswirkungen des AGESA-Updates auf Version 1.0.0.4 werden darüber hinaus separat betrachtet; ein entsprechendes BIOS-Update wurde von Asus erst zu Beginn dieser Woche zur Verfügung gestellt.

Alle Tests mit Einstellung „Höchstleistung“

Allen Benchmarks gemein ist, dass sie mit der Einstellung „Höchstleistung“ unter Windows 10 vorgenommen wurden – negative Einflüsse aus der Verwendung der Einstellung „Ausbalanciert“ sind damit ausgeschlossen.

Gesamtergebnis

Hinweis: Alle Seiten enthalten durchklickbare Diagramme für die Einzeltests. Zudem gibt es eine Aktualisierung und Überarbeitung der Ratings: Über den Bearbeiten-Schalter kann das Rating den eigenen Favoriten nach selbst gewichtet werden.

Ryzen 5 1600X und 1600 sind in ihrer Klasse die erste Wahl

Sechs Kerne und zwölf Threads bei hohem Takt bescheinigen den beiden großen Ryzen 5 im sehr anwendungslastigen Gesamt-Rating von ComputerBase eine sehr hohe Leistung. Alle Core i5 bis hinauf zum Core i5-7600K werden mit ihren lediglich vier Threads abgehängt – auch vom Ryzen 5 1600. Durchschnittlich 14 Prozent mehr Leistung des Ryzen 5 1600X auf den Core i5-7600 kosten aktuell 14 Prozent Aufpreis (280 zu 240 Euro), die durchschnittlich sieben Prozent mehr Leistung des Ryzen 5 1600 gibt es hingegen zum vergleichbaren Preis.

Gesamtrating Anwendungen & Spiele
Gesamtrating Anwendungen & Spiele (Full HD)
    • Intel Core i7-6900K
      91
    • AMD Ryzen R7 1800X
      84
    • AMD Ryzen R7 1700X
      81
    • Intel Core i7-6850K
      81
    • Intel Core i7-7700K
      79
    • AMD Ryzen R7 1700
      77
    • AMD Ryzen R5 1600X
      76
    • Intel Core i7-6800K
      75
    • Intel Core i7-6700K
      73
    • Intel Core i7-4790K
      72
    • AMD Ryzen R5 1600
      71
    • Intel Core i5-7600K
      67
    • Intel Core i5-7600
      64
    • AMD Ryzen R5 1500X
      64
    • Intel Core i5-7500
      61
    • Intel Core i5-4690K
      59
    • Intel Core i5-7400
      58
    • Intel Core i7-3770K
      58
    • AMD Ryzen R5 1400
      57
    • Intel Core i3-7350K
      55
    • Intel Core i7-2600K
      54
    • AMD FX-8370
      52
    • AMD FX-8350
      51
    • Intel Core i5-2500K
      47
    • AMD FX-6300
      41
    • AMD A10-7890K
      38
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Erst im Vergleich zu Ryzen 5 mit vier physischen Kernen spielt Intel den Architekturvorteil von Kaby Lake inklusive der höheren Taktraten trotz Verzichts auf Hyper-Threading aus. Für den Ryzen 5 1500X gibt es jetzt kein Vorbeikommen mehr am Core i7-7600K. Es reicht aber für den Core i5-7600, der mit rund 225 Euro wiederum mehr kostet.

AMD Ryzen 5 gegen Intel Core i5 im Test
AMD Ryzen 5 gegen Intel Core i5 im Test

Ryzen 5 1400 fehlt es an Takt

Der Ryzen 5 1400 hat hingegen das gleiche Problem wie der Ryzen 7 1700: Wenig Takt ab Werk lassen ihm keine Chance gegen Core i5, selbst das kleinste Modell von Intel in dieser Klasse schlägt er nicht. Hier greift deshalb die gleiche Empfehlung wie beim Ryzen 7 1700: Wer übertakten will, kann aus dem günstigen Acht-Thread-Modell eine potente CPU machen.

AMD schafft Konkurrenz im eigenen Haus

Noch etwas verraten die Ergebnisse: AMD schafft sich Konkurrenz im eigenen Hause. Was dem Ryzen 5 1600X an Kernen und Threads fehlt, macht er im Durchschnitt über alle Tests mit dem hohen Takt auf Niveau des Ryzen 7 1800X wieder gut und liegt mit dem nicht übertakteten Achtkern-Prozessor Ryzen 1700 fast gleichauf.

Anwendungen (Windows)

In Anwendungen spielen je nach Einsatzgebiet mal ein hoher Takt und mal viele Threads eine Rolle. Mit Threads kann auch AMD Ryzen 5 dank durchweg aktivem SMT punkten, beim Takt hingegen maximal mit den größeren Varianten mithalten. Da im ComputerBase-Rating aber Anwendungen mit Unterstützung für viele Threads überwiegen, sieht es für die neuen AMD-Prozessoren sehr gut aus.

Diagramme
Gesamtrating Anwendungen (Windows)
    • Intel Core i7-6900K
      88
    • AMD Ryzen R7 1800X
      82
    • AMD Ryzen R7 1700X
      78
    • Intel Core i7-6850K
      76
    • Intel Core i7-7700K
      75
    • AMD Ryzen R7 1700
      74
    • AMD Ryzen R5 1600X
      72
    • Intel Core i7-6800K
      70
    • Intel Core i7-6700K
      68
    • Intel Core i7-4790K
      67
    • AMD Ryzen R5 1600
      66
    • Intel Core i5-7600K
      60
    • Intel Core i5-7600
      58
    • AMD Ryzen R5 1500X
      58
    • Intel Core i5-7500
      54
    • Intel Core i5-4690K
      53
    • Intel Core i7-3770K
      52
    • Intel Core i5-7400
      51
    • AMD Ryzen R5 1400
      50
    • Intel Core i3-7350K
      48
    • Intel Core i7-2600K
      47
    • AMD FX-8370
      46
    • AMD FX-8350
      45
    • Intel Core i5-2500K
      40
    • AMD FX-6300
      35
    • AMD A10-7890K
      33
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Die Diagramme zum Selberbauen

Die ComputerBase-Diagramme erlauben es, die Tests auf Wunsch auszublenden. ComputerBase hat das in diesem Fall „default“ mit der alten Version von 3DPM getan, weshalb das Rating leicht anders aussieht als zuletzt. Über den Bearbeiten-Schalter können die weiteren Benchmarks respektive Ausreißer von Ryzen, die sich gegenüber dem Test von Ryzen 7 nicht geändert haben, abgewählt werden.

Anwendungen (Linux)

In Linux zeigen sich auch die kleineren neuen AMD-Prozessoren von ihrer richtig guten Seite. Denn in den Tests kommt es noch isolierter einerseits auf Single-Thread-Leistung, aber vor allem auch auf viele Threads an. So gewinnt zwar AMD nicht jeden Test, Intel aber eben auch nicht. Heraus kommt im Durchschnitt ein sehr gutes Ergebnis für AMD.

Diagramme
Gesamtrating Linux
    • AMD Ryzen R7 1800X
      89
    • Intel Core i7-6900K
      87
    • AMD Ryzen R7 1700X
      85
    • AMD Ryzen R7 1700
      79
    • AMD Ryzen R5 1600X
      78
    • Intel Core i7-6850K
      78
    • Intel Core i7-6800K
      74
    • Intel Core i7-6700K
      73
    • AMD Ryzen R5 1600
      72
    • Intel Core i7-4790K
      71
    • Intel Core i5-7600K
      65
    • Intel Core i5-7600
      64
    • AMD Ryzen R5 1500X
      63
    • Intel Core i5-7500
      60
    • Intel Core i5-4690K
      59
    • Intel Core i7-3770K
      56
    • Intel Core i5-7400
      55
    • AMD Ryzen R5 1400
      55
    • Intel Core i3-7350K
      53
    • Intel Core i7-2600K
      51
    • AMD FX-8370
      48
    • AMD FX-8350
      48
    • Intel Core i5-2500K
      44
    • AMD FX-6300
      38
    • AMD A10-7890K
      35
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Spiele (Full HD/HD)

Ryzen 5 bietet deutlich mehr Leistung in Spielen, als alle AMD-CPUs zuvor. Doch mit Intels schnellsten und neuesten CPUs kann Zen abermals nicht ganz mithalten. Unter Berücksichtigung der preislichen Konkurrenz fallen die Unterschiede bei Ryzen 5 je nach Spiel aber geringer aus, als bei Ryzen 7. Der separate Zusatztest mit neuen Spielen, Treibern und Windows 10 auf der nächsten Seite zeigt ein ähnliches Bild. Insgesamt ist der Rückstand zu Intel Core i5 im Durchschnitt ein sehr geringer, der von der Mehrleistung in Anwendungen wieder aufgewogen wird.

Diagramme
Gesamtrating Spiele (Full HD)
    • Intel Core i7-7700K
      108
    • Intel Core i7-6900K
      107
    • Intel Core i7-6850K
      104
    • Intel Core i5-7600K
      103
    • Intel Core i7-6700K
      102
    • Intel Core i7-4790K
      100
    • Intel Core i5-7600
      99
    • Intel Core i7-6800K
      99
    • Intel Core i5-7500
      98
    • Intel Core i5-7400
      96
    • AMD Ryzen R5 1600X
      96
    • Intel Core i5-4690K
      95
    • AMD Ryzen R7 1800X
      95
    • AMD Ryzen R5 1600
      95
    • Intel Core i3-7350K
      95
    • AMD Ryzen R7 1700X
      94
    • AMD Ryzen R5 1500X
      93
    • AMD Ryzen R7 1700
      92
    • Intel Core i7-3770K
      91
    • Intel Core i7-2600K
      89
    • AMD Ryzen R5 1400
      87
    • Intel Core i5-2500K
      85
    • AMD FX-8370
      78
    • AMD FX-8350
      77
    • AMD FX-6300
      73
    • AMD A10-7890K
      67
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Weil der an dieser Stelle zum Vergleich herangezogene Parcours mit fast 60 Prozessoren nicht mehr der aktuellste ist, hat ComputerBase Ryzen in Spielen auf der kommenden Seite noch unzähligen weiteren Tests unterzogen.

Aktuelle Community-Benchmarks:
- 3DMark
- Cinebench 2026
- Forza Horizon 6
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