Kaufberatung DSL-R + Portrait Objektiv ~700€

Black_OC_Power

Lt. Commander
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Apr. 2009
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Hallo,

suche wie in der Überschrift geschrieben eine Kamera mit Objektiv. Ist meine erste eigene DSL-R, davor hatte ich eine Canon G9 und leihweise eine Canon 600D. War auch ganz zufrieden, weshalb ich diese anpeile - ich bin aber nicht an einen Hersteller gebunden und habe keine Erfahrung mit anderen Kameras. Da ich am liebsten Portraits schieße hätte ich gerne eine Festbrennweite. Ich bin mir noch nicht sicher ob 50mm oder 85mm - die Verzerrungen bei 50 mm vs der weite abstand bei 85mm für Kopfportraits sind bei beiden eine Negativpunkt denn ich kritisch sehe.

Meine Überlegung:

Canon 600D 350€
Canon EF 50mm/ 1,4/ USM 300€
alternativ, wesentlich teurer
Sigma 50mm F1,4 DG 700€


Anmerkung:
- 700€ für das Objektiv überschreitet meine Schmerzgrenze deutlich, das wäre nur zu rechtfertigen wenn ich das Objektiv dann auch sehr lang behalte. Was meint Ihr, ist die Mehrinvestition gerechtertigt ?
- Mit ist der verschwommene Hintergrund sehr wichtig, deshalb favorisiere ich eine 1,4 / 1,8 blende
- Ich benötige eine Videoaufnahmefunktion
- Ich freue mich über alternative Vorschläge


Vielen Dank für eure Mühe :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du ein enges Budget hast würd ich beim 50 mm auf das Canon 1.8 setzen. Das objektiv ist fast so gut wie das teure. Ist halt aus Kunststoff. Dafür kannst du dir nen 2. objektiv kaufen. Überleg auch ob es unbedingt ne festbrennweite sein muss. Das 18-135 stm ist sehr flexibel.
 
Du kannst das Objektiv Jahrzehnte nutzen, aber das Canon 1,4 ist auch nicht schlecht. Von Verzerrung bei 50mm habe ich jetzt noch nicht soviel gehört. Um im Preisrahmen zu bleiben könntest du eine 700D kaufen oder eine Nikon D5200 oder D5300 mit entsprechendem Nikon 50mm was mit 1.4 Blende jedoch 100€ mehr kostet. Video Aufnahme geht mit allen, jedoch ist der Autofokus im Videomodus etwas dürftig, dabräuchtestet du eine 70d oder 7D MkII oder Sony SLT oder einfach manuell fokussieren.

Zu meinem Vorredner, bei Portraits ist schon eine Festbrennweite zu empfehlen da kommt das 18-135 nicht ran auch nicht an das 1.8er was auch keine schlechten Bilder macht.
 
Mein Vorschlag wäre da eine D7000 mit einem 35/1.8 und einem 85/1.8. Gebraucht wäre das mit mit den 700€ grob drin. Mit der D7000 hättest du einen richtig guten Body, wenn er auch etwas groß ist. Die Bedienung dürfte da mit Übung deutlich flotter von der Hand gehen wie mit den Einsteigermodellen. Das 35er wäre ein sehr gutes Allroundobjektiv, das auch für Ganzkörperportraits ganz gut ist, und das 85er für die Kopfportraits.
 
Ich hab das mit den Portraits mal mit einer Freundin ausprobiert. Das 50mm 1.8 II gegen das Tamron 90mm 2.8 VC Makro. Fazit des ganzen war, dass das 90mm einfach zu lang war. Ähnlich dürfte es mit dem 85mm 1.8 aussehen. Da "verschwimmt" der Hintergrund noch mehr, aber du musst ein ganzes Stück weit weg stehen um den ganzen "Portraitbereich" drauf zu bekommen.
So wirklich Verzerrungen hast du bei 50mm@Crop auch nicht, das entspricht immerhin auch 80mm@KB. So gesehen ist das 50mm 1.4 von Canon für die richtige Wahl. Die meisten Tutorials zu Portraitfotografie beziehen sich auf die Brennweiten und die Bildwirkung am Vollformat-Sensor (KB).

So was ich jetzt durch meine Technikerweiterung auf Vollformat gemerkt hab, ist wieviel einem so ein Crop-Sensor eigentlich verzeiht. VF ist da viel kritischer, was Verzerrung und was Bildwirkung angeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Sigma ART ist ein geiles Glas, aber das 50 1.4 ist auch seinen Preis wert - habs selber auf der 6D im Einsatz.
 
Ohja! Ich hab das 35mm 1.4 - das ist schon auf der 700D geil - auf der 6D geht's dann komplett ab :)
 
... mit einem 1.4er muss man aber auch umgehen können. Zudem wirst Du die 1.4er Blende beim Portrait kaum brauchen. Ein 1.8er (50/85mm) reicht völlig - abgeblendet auf 2.8 oder 4 um zumindest ausreichend Tiefenschärfe zu haben und Du hast Deine Freude daran.

Gruss
 
Thema Kamera: Wenn du wirklich ein Sigma Art Objektiv kaufen möchtest, würde ich wegen der höheren Auflösung zu Nikon D5200 greifen, dessen Sensor das Objektiv dann auch wirklich sehr gut ausreizt.


Black_OC_Power schrieb:
die Verzerrungen bei 50 mm vs der weite abstand bei 85mm für Kopfportraits sind bei beiden eine Negativpunkt denn ich kritisch sehe.

Die Verzeichnung bei solchen Festbrennweiten geht gegen Null. Der größere Abstand würde mir mehr Sorgen bereiten. Ansonsten gibt es inzwischen genügend Autokorrekturen, die die Verzeichnung einfach heraus rechnen (gilt allerdings nicht für Fremdherstellerobjektive, wenn dies Kameraintern passiert).


Black_OC_Power schrieb:
700€ für das Objektiv überschreitet meine Schmerzgrenze deutlich, das wäre nur zu rechtfertigen wenn ich das Objektiv dann auch sehr lang behalte. Was meint Ihr, ist die Mehrinvestition gerechtertigt?

Das Sigma Art 50mm F1.4 ist wohl das schärfste Objektiv, das ich an meiner Nikon D800 betreibe. Beispiele bei Blende F1.4 und voller Auflösung gefällig? *Klick* und *Klick* ;)
Meine Erfahrungen mit vergleichbaren Objektiven von Nikon (und teilweise Canon) sind, das diese im Schnitt alle erst so ab Blende 2.8 wirklich scharf sind. Ob du die Schärfe bei Blende F1.4 wirklich brauchst, steht auf einem anderen Blatt. Portraits können auch (gerade dann) schön sein, wenn sie etwas softer wirken und der Betrachter nicht jede Pore sieht :p


mmehlich schrieb:
Zudem wirst Du die 1.4er Blende beim Portrait kaum brauchen.

Das ist zu stark verallgemeinert und hängt dann doch stark von der Art des Portraits ab. Beim Körperportrait spricht zum Beispiel nichts gegen Blende F1.4, aber beim Closeup würde ich auch auf F2 oder F2.8 gehen.
 
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