Kaufberatung HDDs (und SSD) für NAS

greife

Ensign
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Hi zusammen,

ich bin gerade dabei, mir ein NAS aufzubauen (wahrscheinlich wird es UGREEN DXP4800 Plus, 4-Bay) und hätte gerne eure Einschätzung zur passenden HDD-Wahl.

Geplanter Einsatzzweck:
  • Backup / Daten
  • Medienserver
  • Private Cloud (Fotos, Dateien)
  • Docker / kleiner Server
  • 1–2 gleichzeitige Nutzer
Daten aktuell & Zukunft:
  • aktuell ca. 10 TB
  • starker Zuwachs geplant (v. a. Fotos als Fotograf + evtl. Videos)
    → soll auch für langfristig gut aufgestellt sein
Hardware / Umgebung:
  • NAS steht wahrscheinlich im Arbeitszimmer im Schrank oder ggf. anderer Ort (Lautstärke relevant, aber nicht extrem kritisch)
  • SSD-Cache geplant
  • Netzwerk perspektivisch 2.5G / evtl. 10G
Da die HDD-Preise aktuell eher steigen und ich nicht direkt alles auf einmal kaufen will, auch wegen Hardware aus unterschiedlicher Charge, dachte ich an einen gestaffelten Ausbau:

  1. Start mit 1 großer HDD, noch ohne RAID
  2. Später zweite identische HDD → RAID 1
  3. Langfristig auf 3 HDDs → RAID 5 erweitern
Ziel:
  • Kosten verteilen
  • trotzdem von Anfang an auf große Platten setzen (besserer Preis/TB)
  1. Welche Größe ist für meine Nutzung und die Zukunft aktuell am sinnvollsten (Preis/TB + Zukunft, Preissteigerungen)?
  2. Welchen Hersteller/Modell würdet ihr empfehlen?
    • Fokus: Zuverlässigkeit + solide Performance
  3. Ist der Schritt von Single Disk → RAID1 → RAID5 in der Praxis sinnvoll oder würdet ihr direkt anders starten?
  4. Welche SSD würdet ihr für einen SSD-Cache empfehlen? (Ich plane erstmal nur eine SSD, da ich damit leben kann, wenn es mal ein paar Tage langsam sein sollte, bis ich die defekte SSD getauscht habe.
  5. Meine wahrscheinlich für mich wichtigste Frage: Welche HDD ist perfekt für meinen Einsatz geeignet, hat einen top Preis/TB und ist noch nicht so stark von den Preissteigerungen betroffen?
Freue mich über eure Erfahrungen und Empfehlungen 👍
 
greife schrieb:
  1. Start mit 1 großer HDD, noch ohne RAID
  2. Später zweite identische HDD → RAID 1
  3. Langfristig auf 3 HDDs → RAID 5 erweitern
Dann musst du jedesmal den Storage resetten, womit alle Daten gelöscht werden.

greife schrieb:
Ist der Schritt von Single Disk → RAID1 → RAID5 in der Praxis sinnvoll oder würdet ihr direkt anders starten?
Erstmal Backups planen, Verfügbarkeit ist von sekundärer Wichtigkeit.

Raid ist kein Backup, das ist Verfügbarkeit. Raid kann den Ausfall einer HDD verkraften, aber hilft nicht gegen versehentliche Löschung, Ransomware, Naturgewalt, etc.

greife schrieb:
Welche SSD würdet ihr für einen SSD-Cache empfehlen? (Ich plane erstmal nur eine SSD, da ich damit leben kann, wenn es mal ein paar Tage langsam sein sollte, bis ich die defekte SSD getauscht habe.
Eine dafür konzipierte

Die Western Digital Red SN700 NVMe NAS SSD oder Seagate FireCuda 530R wären z.B. geeignet, auch wenn der Preis für die SN700 aktuell jenseits von gut und böse ist.

greife schrieb:
Meine wahrscheinlich für mich wichtigste Frage: Welche HDD ist perfekt für meinen Einsatz geeignet, hat einen top Preis/TB und ist noch nicht so stark von den Preissteigerungen betroffen?
Jegliche NAS oder Enterprise HDDs können genutzt werden.
Ich würde auf jeden Fall darauf achten, dass das CMR HDDs sind.

Preislich einfach mal schauen welche Kapazität du willst und dann bei Geizhals schauen was grade 'günstig' ist.
z.B.: https://geizhals.de/?cat=hde7s&xf=5726_CMR (Conventional Magnetic Recording)~5744_>=16TB&pagesize=100&sort=p&promode=true&hloc=de
 
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Kannst du so einfach zwischen den RAID Varianten wechseln? Bezweifle ich.
Ein SSD Cache, wofür?

Ich habe mit Toshiba, Seagate und WD eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht.
Auf CMR und 24/7-Freigabe achten.
 
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SpiII schrieb:
Kannst du so einfach zwischen den RAID Varianten wechseln? Bezweifle ich.
Ja das geht mit den meisten NAS Herstellern.
Meine alte Synology konnte es und meine neue Ugreen 4800 Plus auch.
Ich habe auch "gerade" gewechselt zu Weihnachten und mit 2x 18TB Raid 1 angefangen. Perspektive ist dann bei Bedarf später auf Raid 5 zu wechseln.

Wichtig allgemein:
Raid ist kein Backup und nur für den Ausfall einer HDD gedacht, um diesen abzusichern.
Ich habe Snapshots an und mache täglich Backups.
Du musst also von Anfang an auch die Backups bedenken.
Ergänzung ()

Rickmer schrieb:
Dann musst du jedesmal den Storage resetten, womit alle Daten gelöscht werden.
Wie kommst du darauf? Man kann einfach erweitern und es braucht dann halt einen vollständigen Sync.
 
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Burfi schrieb:
Man kann einfach erweitern und es braucht dann halt einen vollständigen Sync.
Beim Welchsel von Einzel-Disk auf Raid 1 und dann auf Raid 5?
Zeig mir das mal...

Wenn du schon einen Raid 5 hast kannste den erweitern, klar. Aber das braucht mindestens 3 HDDs.
 
Rickmer schrieb:
Dann musst du jedesmal den Storage resetten, womit alle Daten gelöscht werden.

Das stimmt so nicht (mehr).
Hier von uGreen kopiert.
https://nas.ugreen.com/blogs/how-to/choose-best-raid-for-nas

Can I change RAID levels after setup?
Yes on UGREEN NAS with UGOS Pro. You can change RAID mode without data loss when adding sufficient drives. Supported paths include Basic → RAID 1 → RAID 5 (e.g., RAID 1 → RAID 5 requires one additional drive; Basic → RAID 5 requires two). RAID 5 cannot be downgraded to RAID 1. Minimum drives: RAID 1 = 2, RAID 5 = 3. Use only drives on the HDD/SSD Compatibility List, and still back up before migrating.

Meine Terramaster koennen das auch.

TerraMaster Proprietary Modes
TRAID (TerraMaster RAID): Offers flexible disk array configuration, providing automated online migration, capacity expansion, and redundant protection.
TRAID+: An enhanced version of TRAID that increases fault tolerance to allow for two drives to fail simultaneously.

Allerdings sollte man definitiv, wie richtig bemerkt, seine Daten sicher an der Seite haben.
 
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greife schrieb:
Hardware / Umgebung:
  • NAS steht wahrscheinlich im Arbeitszimmer im Schrank oder ggf. anderer Ort (Lautstärke relevant, aber nicht extrem kritisch)
Im Schrank an die Kühlung denken.
Festplatten mögen es nicht zu warm.
 
Danke für eure Kommentare. Mir ging es jetzt weniger um das Thema RAID, als um die passenden Platten und Größen, die jetzt im aktuellen Moment zu empfehlen wären.

Wahrscheinlich werden es letztendlich Seagate Ironwolf (Pro) oder WD Red. Perspektivisch möchte ich natürlich möglichst große Platten für möglichst wenig Geld. Dass sich das schwer umsetzen lässt, ist mir, besonders zu aktuellen Zeiten, klar.

Könnt ihr in etwa abschätzen, welche Größe ich mindestens benötige? Ich dachte schon mindestens an 16-20TB (RAID1). Ist das zu überdimensioniert oder sollte ich gleich mit >28TB (RAID1) rechnen?
Gibt es aktuell vielleicht einen Sweet Spot, ein Modell, eine Größe, die momentan im Vergleich noch besonders preiswert ist?

Natürlich habe ich lange selbst recherchiert und die Preise/TB verglichen. Da erhalte ich als günstigste Modelle Seagate Ironwolf Pro 28TB (26,75€/TB), 20TB (28,5€/TB), 24TB (28,71€/TB), wobei wir pro Platte deutlich über 500€ liegen. Bei 2 Platten plus NAS geht das definitiv gut ins Geld....

Vielleicht gibt es ja noch abseits der bekannten Preisvergleiche gute Angebote, die ich im Moment übersehe.
 
greife schrieb:
Könnt ihr in etwa abschätzen, welche Größe ich mindestens benötige? Ich dachte schon mindestens an 16-20TB (RAID1). Ist das zu überdimensioniert oder sollte ich gleich mit >28TB (RAID1) rechnen?

Das Planen ist Deine ureigene Aufgabe. Hier weiss niemand was, wie, wann sich entwickelt bei Dir.

Ich persoenlich habe 4 TByte in der Vorsicherung verfuegbar und in der rotierenden Hauptsicherung 16 TByte. Ausgelaastet? Nope.

Das wirklich Wichtige, was bei mir unter 1 Gbyte hat, ist da mit drin.
 
Die DXP4800 Plus läuft hier (seit 05/2025) 24/7 als Haupt-NAS.
2 x Crucial P3 Plus SSD 1TB (RAID 1 - Volume 1 - Für Docker und Virtuelle Maschinen)
4 x Toshiba Cloud-Scale Capacity MG09ACA 18TB (RAID 5 - Volume 2 - Für alle Daten)
128 GB RAM
(Crucial CT2K64G56C46S5) Damals 350€ jetzt knapp 1.000€ :freak:

Vom SSD-Cache wird Dir nahezu jeder abraten.
Das wird schnell zur Schwachstelle und killt Dir dein RAID / Volume.
Die beiden M.2 NVMe Slots lieber für Docker, VM etc. nutzen.

Bei den SSDs darauf achten, dass es sich möglichst um Modelle mit TLC-NAND handelt.
Meine sind QLC, da habe ich damals gepennt. Auch wenn sie absolut keine Probleme machen, würde ich zu TLC raten.
 
BFF schrieb:
Das Planen ist Deine ureigene Aufgabe. Hier weiss niemand was, wie, wann sich entwickelt bei Dir.

Ich persoenlich habe 4 TByte in der Vorsicherung verfuegbar und in der rotierenden Hauptsicherung 16 TByte. Ausgelaastet? Nope.

Das wirklich Wichtige, was bei mir unter 1 Gbyte hat, ist da mit drin.
Wie viel TB hast du, die du insgesamt sicherst? Damit ich mal ein paar Vergleichsdaten hab.
 
@greife

Im Moment

  • rund 800 Gbyte virtuelle Maschinen.
  • rund 500 GByte Bilder/Filme von den Telefonen
  • rund 200 Gbyte irgendwelche Office-Daten gesammelt seit 1996
  • ein 1 GByte Veracrypt Container (wo das wirklich wichtige drin ist)

Ich sichere keine Geraete Images (obwohl ich sie habe) in das Backup. Auch keine Spiele.

Alte Filme/Bilder sind da nicht drin. Das ist Krams der niemals veraendert wird. Das rotiert im Langzeitbackup auf mittlerweile 3 x 14 TB USB HDD. Auf diese kommt auch der Part welcher ausgelagert aus dem Haushalt usw. ist. Sprich die Bilder/Filme und der Veracrypt Container. Den habe ich zusaetzlich noch der Cloud. Genau genommen in drei. Meine, die meiner Frau und die vom Sohn.

Grundsaetzlich koennte ich weitaus mehr Daten produzieren zum Sichern. Wuerde bis in die 2-stelligen TByte gehen. Nur ueber die Jahre haben wir hier festgestellt das dies nicht noetig ist und uns auf das wichtige beschraenkt.
 
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greife schrieb:
Gibt es aktuell vielleicht einen Sweet Spot, ein Modell, eine Größe, die momentan im Vergleich noch besonders preiswert ist?
Meine Empfehlung wäre, bei Geizhals die Liste der Festplatten nach Preis pro TB zu sortieren. Da steht momentan eine Seagate BarraCuda 24TB mit 23,125 €/TB an der Spitze.
Sollte dir das zu groß erscheinen, kannst du ja eine HDD der gewünschten Größe suchen, allerdings steigt dann auch der Preis pro TB.
 
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