Benchmarking 1
TeamViewer Motive 3

Nas kaufberatung Neukauf

mosrae

Lt. Junior Grade
Registriert
Okt. 2009
Beiträge
262
Hi zusammen,

ich will mir einen kleinen Home-Server / Datenspeicher aufbauen und bin gerade unsicher, was für meinen Fall sinnvoller ist: fertiges NAS, Mini-PC oder doch Selbstbau.

Geplant ist hauptsächlich:

  • Nextcloud für automatische iPhone Foto-Backups
  • aktuell ca. 1–2 TB wichtige Fotos/Videos sicher speichern
  • ein paar Docker-/Selfhosting-Dienste
  • optional Jellyfin / Medienkram
  • möglichst stromsparend

Wichtig ist mir vor allem:

  • Daten sollen möglichst sicher sein
  • Verfügbarkeit muss nicht extrem hoch sein
  • Lieber gute Backup-Strategie als teures High-Availability-Setup
  • Geringe Anschaffungs- und Stromkosten
  • Speicher später erweiterbar
  • Basteln ist absolut okay, habe meine Rechner auch immer zusammengebaut.

Vorhanden:

  • NVMe SSD
  • optional ein alter i3-2100

Meine Hauptfragen:

  • NAS oder Mini-PC / DIY sinnvoller?
  • Reicht erstmal Single Drive + externes Backup oder direkt RAID? Wie gesagt ist Availability zweitrangig. Backups sind mir deutlich wichtiger.
  • Sind Intel N100/N305 Systeme aktuell empfehlenswert?
  • Was wäre aktuell die wirtschaftlich sinnvollste Lösung (insbesondere
langfristig)
- Backupstrategie: 3-2-1 wirtschaftlich umsetzen via regelmäßigem cloud cold storage sync + externe hdd oder lieber direkt 2 hdds und eine zuhause + eine bei den Eltern? Meiner Partnerin sind die Fotos & Erinnerungen der letzten 20 Jahre heilig, für die würde sonst ne Welt zusammenbrechen.

Mir geht’s aber auch vor allem um eine vernünftige Balance aus Datensicherheit, Stromverbrauch, Kosten und Erweiterbarkeit unter den oben genannten Prämissen :)

Mein Budget liegt rund um 700-800€ inkl. der Backup hdd(s) - bekommt man da was anständiges mit zusammen?

Danke schon mal!
 
Ugreen NASync DXP4800 + 4TB HDD.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Roesi, BFF, Spawn182 und 2 andere
Ein Ugreen DSP2800 (+HDDs) wäre passend - der RAM wäre auch noch erweiterbar.
Persönlich würde ich ein Raid1 einsetzen + 2 ext. Platten für Backup (wobei 1x außer Haus, rollierend).

Ggfs. könnte man ein einfaches NAS als Backuserver bei den Eltern abstellen?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Roesi, Spawn182, Azghul0815 und eine weitere Person
Ugreen wäre die einfache Fertiglösung. Als Dateisystem dann BTRFS und die Daten ab und an mal scrubben. Willst du dabei automatische Fehlerkorrektur, dann mach ein RAID1 bzw. mirrored BTRFS-RAID.

Wie du es mit den Backups machst, ist m.E. relativ egal, wenn du für dieser auch BTRFS verwendest und sie mal hin und wieder scrubbst. Cloud ist allerdings schon sehr bequem und gut automatisierbar.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Roesi, Spawn182 und Azghul0815
ich finde ein fertig NAS immer sinnvoller, weil die selbstbaulösungen zwar backuppen können, aber wiederherstellen dann nicht mehr so einfach ist.

ein synology NAS für backups und zum syncen und ein zweites synology für tägliches backup des ersten NAS per HyperBackup.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Gameforce und Fliz
mosrae schrieb:
Meine Hauptfragen:

  • NAS oder Mini-PC / DIY sinnvoller?
  • Reicht erstmal Single Drive + externes Backup oder direkt RAID? Wie gesagt ist Availability zweitrangig. Backups sind mir deutlich wichtiger.
  • Sind Intel N100/N305 Systeme aktuell empfehlenswert?
  • Was wäre aktuell die wirtschaftlich sinnvollste Lösung (insbesondere
langfristig)
- Backupstrategie: 3-2-1 wirtschaftlich umsetzen via regelmäßigem cloud cold storage sync + externe hdd oder lieber direkt 2 hdds und eine zuhause + eine bei den Eltern? Meiner Partnerin sind die Fotos & Erinnerungen der letzten 20 Jahre heilig, für die würde sonst ne Welt zusammenbrechen.

Mir geht’s aber auch vor allem um eine vernünftige Balance aus Datensicherheit, Stromverbrauch, Kosten und Erweiterbarkeit unter den oben genannten Prämissen :)

Mein Budget liegt rund um 700-800€ inkl. der Backup hdd(s) - bekommt man da was anständiges mit zusammen?

Danke schon mal!

  • MMn ein Fertig-NAS
  • Warum überhaupt RAID? Die Frage würde ich mir zumindest stellen.
  • Sollte performancetechnisch reichen, mein NAS (TS-464, N5095) langweilt sich meistens (hoste mehrere Container inkl. Jellyfin, Immich, Home Assistant, usw.)
  • Ein 2-4 Bay NAS mit 16GB RAM (bzw wenigstens darauf erweiterbar). Die NVMe würde ich dann für die Container nutzen.
  • Habe persönlich aktuell 1-2 Backups daheim + eins extern gelagert. Je nachdem wie wichtig mir die Dateien sind. Cloud aktuell nicht, aber möchte ich demnächst nochmal angehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Azghul0815
empower schrieb:
weil die selbstbaulösungen zwar backuppen können, aber wiederherstellen dann nicht mehr so einfach ist.

Hä? Eine Selbstbaulösung kann grundsätzlich nichts und alles - es hängt maßgeblich von der verwendeten Software ab.
 
sieht jeder anders...

ich habe dafür einen N100 mit Proxmox und ich würde nie wieder auf die Idee kommen, mich in ein "Fertig-NAS Korsett" zwängen zu lassen (ich hatte schon IOMega, Intel SS4200, Synology, ...)

den Mini PC kann ich jederzeit durch einen anderen ersetzen. Da setze ich das neue System auf, migriere die VMs und stecke die HDDs/SSDs um, fertig.
ich kann mir aussuchen welches System ich bevorzuge (aktuell nehme ich TrueNAS, habe aber vorher auch mal OMV probiert, hat mir nicht so gut gefallen, bzw. hat es nicht so schön mit meinen Macs zusammengespielt).
ich kann mir CPU Leistung, RAM usw. exakt genauso aussuchen, wie ich es brauche/gerne hätte, z.B. reichen mir aktuell 2.5GbE noch aus, will ich auf 10GbE gehen, dann ist das halt kein Problem und ich kann mir eben auch einen Adapter mit SFP+ für Fiber oder DAC einbauen. Soll es "ganz schnell und billig" etwas mehr sein, dann nehme ich einen 2.5GbE USB Adapter und mache 5GbE per LAG, alles ohne mir erst große Gedanken machen zu müssen, was so ein olles Fertig-NAS nun erlaubt oder nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mr.Zweig
Bei mir läuft ein UGREEN DSP2800 mit 2x 4tb Ironwolf von Seagate. Kann mich nicht beschweren.
 
Ich denke die Frage ob fertiges NAS oder Selbstbau musst du mit deinem Können und Wissen selbst beantworten. Beides hat Vor- und Nachteile.

Bei fertig, würde ich momentan auch zu Ugreen greifen, die haben für mich das größte Potential.

Wenn dir Verfügbarkeit nicht wichtig ist, dann kannst du auf ein Raid verzichten, wobei mir meine Daten wichtig genug sind, um zumindest ein Raid1 zu begründen, da ich dann mit dem passendem Dateisystem eben eine solide Fehlerkorrektur habe. Es geht aber grundsätzlich auch ohne.

Container packst du im Ideal auf die NVMe, damit das NAS die meiste Zeit sparsam und lautlos seine Arbeit erledigt.

Ein Backup brauchst du eh, zumindest für die wichtigen Daten und wenn es wirklich sicher sein soll, dann an einem anderen Standort. Da bietet sich die Cloud sofern man dieser traut, natürlich immer aus Bequemlichkeit, als ein weiterer Speicherort, an. Eine USB Platte die man dann wöchentlich oder zumindest in Abständen, die sinnvoll sind, woanders deponiert ist natürlich besser und die Luxusvariante ist dann ein weiteres NAS für die Backups an einem anderen Ort.
 
Mickey Mouse schrieb:
nie wieder auf die Idee kommen, mich in ein "Fertig-NAS Korsett" zwängen zu lassen (ich hatte schon IOMega, Intel SS4200, Synology, ...)
Ich würde nach Möglichkeit nie ein Gerät nutzen für Services und Storage...
So ist jeder anders.

Aber ein DXP2800 bietet für den Preis fast alles was man brauch und mit Docker kann man fast alles realisieren was man will für den Anfang.
Ich hab aktuell 2 DXP2800 im Einsatz
 
Azghul0815 schrieb:
So ist jeder anders.
genau so ist es!
wobei im professionellen Bereich seit einiger Zeit immer mehr zu den HCI Lösungen umgeschwenkt wird, statt separate Compute- und Storage-Pools aufzubauen.

der Punkt ist aus meiner Sicht:
wenn ich "nur" etwas Speicherplatz brauche, dann hänge ich eine externe USB SSD/HDD an die Fritzbox. Dann brauche ich aber wieder ein extra Gerät, dass sich um die Backups kümmert.
packe ich das dazu, dann kann ich das auch gleich für "mehr" nutzen.

ich gebe aber auch ganz offen zu, dass ich nicht der überzeugte Container Freund bin. Ich setze lieber VMs nach Wahl auf und kann mich da völlig frei austoben.

als die "Fertig-NAS" aufkamen, habe ich die Dinger auch gefeiert.
Mir ist mal ein RAID (noch P-ATA Platten ;) ) auf einem Linux "Server" abgeraucht, weil zwar der SMART Daemon lief, aber das Sendmail nicht für root konfiguriert war und ich dadurch die Warnungen nicht bekommen habe.
seitdem es die "fertigen" NAS OS Distributionen gibt, lassen sich die ja (mindestens) genauso einfach konfigurieren wie ein "echtes" NAS. Mir sind die allerdings irgendwie zu teuer und Hot-Swap Einschübe brauche ich nicht.

ich habe für einen N100 (12GB RAM, 512GB SSD, 2.5GbE usw.) 120€ und ein 4-fach USB-SATA Gehäuse, das alle Platten einzeln dem Host meldet, 100€ gezahlt, zusammen 220€.
natürlich würde ich im professionellen Umfeld kein ZFS auf solch einem Konstrukt aufsetzen, für mich privat ist das aber völlig OK und vom Preis / Leistung (von den Dingen, die ich(!) tatsächlich benötige) sticht das so ziemlich jedes NAS aus.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Azghul0815
Mickey Mouse schrieb:
mehr zu den HCI Lösungen umgeschwenkt wird
Ja. Aber das hast meistens auch Redundanz.
Wenn Leon Proxmox abraucht, will ich halt noch auf meine Daten zugreifen können.
Mickey Mouse schrieb:
wenn ich "nur" etwas Speicherplatz brauche, dann hänge ich eine externe USB SSD/HDD an die Fritzbox
das war zumindest früher langsam und als Medienserver hats kaum getaugt.
meiner Erfahrung nach sind es Medienserver, AddBlock, ne Foto App und evtl. VPN das die meisten nutzen wollen. Da ist nwn fertig NAS mit Docker halt eine Easy2Go Lösung.
 
Zurück
Oben