Kaufberatung NAS-System für 4x 3,5" HDD, bzw. 8-12TB

DJMadMax

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Hallo liebes Forum,

so langsam nimmt das Heimnetzwerk Gestaltung an, allerdings hätte ich gern ein mehr oder weniger platzbietendes NAS-System, das ich ins Netzwerk mit einbinden kann - also per GBit-LAN.

Ansprüche an das NAS-System habe ich folgende:

1. Es soll Platz für 4x 3,5" HDDs bieten
2. Es soll inkl. 4x 2TB Festplatten einen Preis von 600 Euro nicht überschreiten
3. Ob fertig bestückt, oder NAS-Leergehäuse und einzelne Platten zukaufen, ist egal
4. Nach Möglichkeit jedoch nur Samsung-(HD204UI) oder WD-Festplatten mit 2TB und 5400-5900u/min.
5. DLNA-Protokoll sollte vorhanden sein
6. Gängige RAID-Modi (vor Allem RAID 1 und/oder RAID 5/6) sollten geboten sein

Ansonsten weiß ich garnicht, welche "Möglichkeiten" man heute zu Tage mit einem etwas ausgereifteren NAS hat. Wenn ich mich so umsehe, haben die teilweise richtig flotte Atom-Prozessoren und teils 2GB Arbeitsspeicher an Board, wofür eigentlich?

Bin über eure Ratschläge sehr dankbar.

Cya, Mäxl
 
Zuletzt bearbeitet:
Entsprechende Modelle findest du bei QNAP oder Synology wenn es was vernünftiges sein soll. Da stellt sich dann aber auch die Frage wie hoch dein Budget ist.

Atom CPUs und teils mehr speicher sind halt u.a. dafür da wenn du andere Services auf der Box laufen lässt, z.b. Squeezebox, Downloadstations, Webcams etc. Aber der wichtigste grund ist das zu kleine CPUs deine Netzwerkbandbreite deutlich limitieren.
 
Hab schnell nochmal geupdated, als Preislimit hatte ich von Anfang an 600 Euro eingeplant, nicht 500 Euro - bitte berücksichtigen :)

Dass die größere Hardware die Netzwerkgeschwindigkeit, sowie wohl auch das RAID steuert, hätte mir eigentlich klar sein müssen - danke für den Denkanstoß ^^

Cya, Mäxl
 
Aso ich würde dir auch zu einem QNAP (etwas teurer) oder Synology (etwas günstiger) raten. Als alternative wäre da noch Windows Home Server ala Acer easyStore zu erwähnen. Wobei ich lieber zu einem NAS von Synology oder QNAP greifen würde.
Ich selber habe einen QNAP und bin vollends zufrieden mit dem. QNAP ist halt etwas teurer als Synology.
Du kannst dir gerne mal die Adminoberflächen in einer Live Demo ansehen:
QNAP
und die zugegebenermaßen geile Adminoberfläche von
Synology
Lg
 
Ich werde wahrscheinlich nicht jeden Tag im Adminpanel des NAS herumwurschteln, aber auch, wenn es nicht ganz so "super einfach" aufgebaut ist, werde ich sicher durchsteigen - das sollte also kein alleiniger Kaufentscheid sein.

Wie schaut es denn mit Sonderausstattungen der QNAP und/oder Synology-Geräte aus?
Über QNAP habe ich bereits gelesen, dass die Hardware wohl vieles an freier Software zulässt. Was kann man da z.B. alles anstellen?

Wie hoch ist denn die zu erwartende Transferrate über GBit-LAN, je nach verwendetem RAID-Level?

Cya, Mäxl
 
DJMadMax schrieb:
Ich werde wahrscheinlich nicht jeden Tag im Adminpanel des NAS herumwurschteln, aber auch, wenn es nicht ganz so "super einfach" aufgebaut ist, werde ich sicher durchsteigen - das sollte also kein alleiniger Kaufentscheid sein.

Na klar sollte es auch nicht. Aber es sich vorher mal anzuschauen ist denke ich schon ganz nett.
Wie schaut es denn mit Sonderausstattungen der QNAP und/oder Synology-Geräte aus?
Über QNAP habe ich bereits gelesen, dass die Hardware wohl vieles an freier Software zulässt. Was kann man da z.B. alles anstellen?
Das ist richtig. Also die QNAP Software baut auf Linux auf und man kann mithilfe von Plugins, QPKG genannt, andere Sachen installieren ala Usenet Downloader, Asterisk und andere. Kannst dir Hier mal die Plugins anschauen. Es gibt im QNAP Forum auch noch einige andere Plugins die aber erst im Beta Stadium sind und deshalb noch nicht auf der offiziellen Seite geführt werden.
Desweiteren kannst du auch Software selber installieren, ist glaube ich fast genauso wie bei einem Webserver (Ich kenne mich da selber nicht so gut aus und hab bisher nur mithilfe eines Tuts etwas über SSH installiert). Python, Optware (aka IPKG) und Java Runtime gibts als Plugins und man sollte damit eigentlich alles installieren können was auf einer normalen Linux Kiste auch läuft.
Was der NAS schon mitbringt kannst du dir halt auch gut über die Adminoberfläche anschauen. Unterstützt halt die gängigen Netzwerkprotokolle von Win, MAC, Linux desweiteren FTP, SSH/Telnet, SNMP, UPnP. Wie gesagt schau dir nochmal die Adminoberfläche an (besonders die Reiter Network Services, Application Servers, Backup könnte auch noch interessant sein), da siehst du was der QNAP von Haus aus kann.
Über Synology kann ich dir leider nicht viel erzählen. Hardwaremäßig solltest du dich einfach auf den Herstellerseiten informieren was es da so gibt.
Wie hoch ist denn die zu erwartende Transferrate über GBit-LAN, je nach verwendetem RAID-Level?

Das NAS steht leider nicht bei mir (gehört leider auch nicht mir sondern meinem Nachbarn) und ich bin leider nur per WLAN mit dem NAS verbunden. Ich denke da gibt es auch Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten und dem Setting was man hat. Ich werde es aber morgen gerne mal im GBit-LAN mit RAID0 testen.
Lg
 
@chrusy und Humptidumpti:
Danke für eure beiden Posts.

Um's mal auf den Punkt zu bringen, und sorry für den Kraftausdruck, aber:
Die "normalen" Dinger sind ja mal SCHEISSE langsam :(

Was bringt mir ein mehrere TERRABYTE umfassendes NAS, wenn man teilweise mit nur deutlich unter 20mb/s. auf das Ding schreiben kann? Und dann noch mit RAID 0 gemessen, was ist erst mit RAID1 (bzw. 1+0) oder RAID5?

Da kann ich auch mit USB 2.0-Platten umherkrebsen, da kriegt man wenigstens zuverlässig ~30-35mb/s. zu Stande.

Wie wäre es denn mit der Alternative, sich selbst ein NAS auf Basis eines Pentium G620 (kleiner Sockel 1155-Intel) oder eines Atömchens zu bauen?
Preislich kommt man da in ähnliche Regionen, hat zum Vorteil, dass man zusätzlich einen "vollwertigen" PC hat und kann auch vom Stromverbrauch her, wenn die Hardware weise gewählt wird, deutlich unter 50w im Idle bleiben (inkl. 4x Festplatten).

Diese Idee schwebt mir noch im Kopf umher.
Gibt auch schöne ITX-Mainboards, bzw. H67-Boards, die ausreichende RAID-Modi bieten (0,1,0+1 und 5 - für mich die vier interessanten Modi).

Cya, Mäxl
 
Zuletzt bearbeitet:
Also es wurde halt schon oben angesprochen und ist auch genau das was ich denke. Bei den kleinen Dingern hast du halt einfach nicht so einen guten Prozessor drin. Der kleinste bei den Benchmarks hat halt nur einen Marvell Prozessor mit 800 MHz und 256 MB RAM. Ich denke da liegt das Problem und man merkt auch das bei den größeren einfach mehr Leistung da ist. Allerdings sind die Preise mit 600 Euro aufwärts mehr als happig. Ich hab hier übrigens den SS-439 Pro stehen, mit einem Atom 1.6 GHz Prozessor und 1 GB RAM. Ich werde es "morgen" mal im GBit- LAN testen was der kleine so per FTP hergibt. Müssen es unbedingt 3,5" Festplatten sein? Bzw. brauchst du unbedingt 8 TB?
Sich den NAS oder "Server" selbst zusammenstellen ist natürlich auch noch eine Möglichkeit. Mir wäre das aber zuviel Aufwand beim einrichten der Software, zumal ich mich da dann auch nicht so gut auskenne. In dem Zusammenhang habe ich schon oft "FreeNAS" als Sóftware/OS gehört, soll für sowas ganz gut geeignet sein. Hab mich aber selbst damit noch nicht beschäftigt.
Lg
 
Habe mal einen Warenkorb bei Alternate zusammengestellt.
Fürs gleiche Geld, wie für einen "langsamen" QNAP mit ca. 35mb/s. höchster Schreibgeschwindigkeit (!) würde ich also einen vollwertigen PC mit nicht nur 8, sondern sogar 12 TB Kapazität bekommen.
Was würde dagegensprechen? Selbst der Stromverbrauch sollte aufgrund der gewählten Komponenten nicht wirklich höher ausfallen, der G620 ist enorm sparsam und der H67M-Chipsatz benötigt 6 Watt.

Das wäre aktuell tatsächlich meine liebste Variante.

Cya, Mäxl
 

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Wie gesagt wenn du den Aufwand nicht scheust alles selber zu konfigurieren, dann ist selber zusammenbauen, wie fast immer :) , die beste und günstigste Lösung. Bei einem fertig NAS musst du halt nichts mehr machen und es läuft.
Achja mir fällt auch noch ein das es im moment eine Windows Home Server Lizenz für ca. 40 Euro gibt. Könnte auch noch was für dich sein. Nachteil ist allerdings, dass WHS mit Festplatten Spiegelung arbeitet und du somit nur die Hälfte des Speicherplatzes zur Verfügung hast. War zumindest beim alten WHS so, ob das heute immer noch so ist weiss ich nicht, aber ich denke nicht das MS da was geändert hat. Hab mich da schon länger nicht mehr informiert. Hab nur letztens aufgeschnappt das die Lizenz gerade ziemlich günstig ist.
Lg
 
OK, ich hab mir auch ein paar Gedanken gemacht.
Ich denke mit einem Server auf AMD Brazos Technologie wärst du auch ganz gut bedient.
Leider hab ich gelesen, dass die Plattform zumindest SSDs ein klein wenig ausbremst, aber 175MB/s sollten für ein NAS mit GBit Lan ja auch reichen, oder?
Hier meine Zusammenstellung:


6x Samsung EcoGreen F4 2000GB je ~ 56€
ASUS E35M1-I, A50M ~ 100€
Mainboard incl. AMD E350; 18W TDP; 6x SATA 6Gb/s; 6x USB 2.0; Mini-ITX; passiv gekühlt; UEFI (startet also auch von 3TB Platten)
Kingston ValueRAM DIMM 2GB ~ 10€
kann man auch das doppelte nehmen
Lian Li PC-Q08B ~ 80€
intern: 6x 3.5; Aluminium; Front I/O: 2x USB 3.0; normales ATX-Netzteil; Test, leider schreiben sie da
Darüber hinaus stellen wir uns den Betrieb mit sechs Festplatten und den dazugehörigen Kabeln im PC-Q08B relativ problematisch vor. Wobei das Problem weniger der Platz sondern eher die Tatsache ist, dass mit der rechten Seitenwand auch das Mainboard herausgenommen wird. Somit müssten alle Kabel entweder von einer Seite aus verlegt und dimensioniert oder die Festplatten mit den Anschlüssen zur linken Seitenwand eingebaut und angeschlossen werden.
FSP Fortron/Source Aurum Gold 400W
400W; 80 PLUS Gold; leider nur 4x SATA, aber da kann man ja mit Adaptern arbeiten; Test


Das ganze kommt laut gh.de im günstigsten Fall so auf 672,59€.
Allerdings hat die Plattform 18W TDP, das ganze sollte also in Kombination mit einem 80+gold Netzteil recht sparsam sein. Mit 4x2TB wie du eigtl. wolltest bist du ca. 100€ billiger dabei.
Ob das Gehäuse perfekt ist kann ich nicht beurteilen, leider ist es das einzige ITX mit Platz für 6 Festplatten unter 100€.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab jetzt intuitiv einfach mal meinen Warenkorb von oben bestellt.
Ja, ich bin Bastler und scheue das selber Konfigurieren und Zusammenwurschteln keineswegs :D

Meine Komponenten oben drüber waren soweit schon mit Hintergrund gewählt.
Das sollte soweit schon alles zusammenpassen.

Bin mal gespannt, wie es sich mit der Performance im Software-RAID gegenüber den NAS verhalten wird, allerdings habe ich da bisher nichts Schlechtes drüber im Netz gelesen.

Cya, Mäxl
 
Ähm nichts schlechtes über Software Raid gelesen? Nicht gesucht?

Das Problem wird sein das dein Software Raid (5,6) ebenso arschlahm sein wird wie die NAS Systeme.

Will man ein performantes Raid 5 oder 6 führt um einen Controller mit XOR CPU und separatem Cache nix herum.
 
Was zur Not noch nachgekauft werden kann, Highpoint bietet da 8port-Geräte für die PCIe-8x-Schnittstelle ab ~150 Euro rum an, das wäre noch verkraftbar.

Evtl. reicht mir auch ein RAID 0+1, das wären immer noch gute 6TB an Platz mit zweifellos auch im Softwaremodus hoher Leistung.

Ich wollte mit meiner vorherigen Aussage nicht behaupten, dass ein Software-RAID einer Hardwarelösung in nichts nachsteht, das ist mir natürlich bekannt.

Cya, Mäxl
 
Aktuelle Raid 5 Controller mit mehr als 4 Steckplätzen und XOR CPU und Cache gehen ab ca 330€ los. Was du für 150€ bekommst ist nix anderes als ein On Chip Raid wie auf jedem Mainboard vorhanden.
 
Na, dann kann ich tatsächlich beim Fake-RAID bleiben und werde mal testen, wie hoch die Durchsatzraten bei nem 5er Build sind. Andernfalls kommen halt 0+1 (1+0 kann der H67M ja leider nicht *grml*) zum Einsatz und ich lebe mit "nur" 6TB statt 10TB Kapazität, was ebenfalls sehr lange ausreichen wird.

Cya, Mäxl
 
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