Keine Freunde, aber keine Ahnung wieso

@Minerva:
Krass.
Wie bekommst du input/feedback/etc. zu Entscheidungen, deinem Verhalten und allen anderen Dingen, die man selbst nur äußerst schwer objektiv erfassen kann? Also ich brauche dazu das Gespräch mit anderen Menschen.
 
..., was nicht mal ansatzweise direkten Kontakt ersetzt, da keiner mein Verhalten über längere Zeit "studieren" oder die unterschwelligen Signale deuten kann. Ich möchte die selbst gewollte Isolation jetzt nicht mies machen, ich frage echt aus Interesse nach. Ist zwar schon sehr direkt und vllt zu persönlich, aber Fragen kostet ja nichts. ;)
 
@ Minerva
Alles in allem glaube ich immer weniger, das es eine Krankheit ist, aber es fällt mir schwer, glücklich zu sein, wenn man von jeder Seite zu hören kriegt, das etwas nicht in Ordnung sei. Darauf kann ich ja nur reagieren, indem ich mich weiter abschotte, aber das will ich nicht.
Ich ziehe daraus folgene Schlüsse:
1) Da du nicht glücklich sein kannst,wenn andere solch eine Meinung von dir haben, scheint ja ein prinzipielles Interesse an der Meinung anderer da zu sein. Andernfalls könntest du die ja getrost ignorieren (was ja einer weiteren Abschottung gleich kommt).
2) Dass du als einzige Möglichkeit einer angemessenen Reaktion eine weitergehende Abschottung siehst, zeigt imho eigentlich wo dein Problem liegt: Dein Horizont ist zu beschränkt. Es gibt da auch andere Lösungen...

Auf die Frage, warum du so bist, kann ich wohl keine Antwort geben. Vielleicht haste dich einfach mal aus "Komfort" emotional abgeschottet (womöglich in Verbindung mit dem Verlust deiner Mutter) und bist da nicht mehr raus gekommen...

Naja, und auch wenn du schreibst, dass das kein Hilferuf ist: ich glaub dir das nicht, weil:
1) hast du ein Problem mit dem aktuellen Zustand, in dem dich andere als "unnormal" bezeichnen, was dich ja unglücklich macht....
2) siehst du nur eine Lösung dafür, die du nicht magst und wahrnehmen willst... ;)
Ich gehe auch deshalb davon aus, dass du hier doch gerne neue Lösungen hättest.
Aber darüber solltest vielleicht selbst mal nachdenken. Wenn du es recht machst, kannst du die gunst der Stunde nutzen und aus dieser Situation Motivation zu ziehen. Und wenn du dann noch ein bisschen Mut hast, kannst du dir vielleicht vollkommen neue Horizonte schaffen, die dich vielleicht aus dem "unnormal"-sein herausbringen und somit dein Problem hinfällg machen...
Alternativ kannste natürlich auch weiter machen wie bisher, mit ein bisschen mehr Ignoranz... Naja, meine Gedanken dazu behalte ich für mich, weil es mir nicht zusteht hier Manipulation zu betreiben ^_^

Viel Erfolg noch bei der Suche nach Antworten...
 
PhaTox: Ja sicher bin ich zufrieden. Der Thread läuft hier nicht, weil ich an Zufriedenheit gewinnen will, es geht nur um Psychologie.
Wintermute: Das ist nicht so schwer. Das wichtigste ist, das man sich und alles immer hinterfragt, verschiedene Perspektiven hat.
Ich denke recht viel nach, über alle möglichen Dinge. Ich hab andere kennengelernt, die handeln eher instinktiv oder durch angelerntes und angewöhntes Verhalten, aber bei mir läuft das eher analytisch. Jedenfalls bei neuen Sachen, jeder hat ja so seine Gewohnheiten.
Ich weiß nicht, ob das Leben mit dem ständigen Feedback seiner Freunde einfacher ist, aber ich weiß jederzeit warum ich etwas tue oder unterlasse. Das Unterbewusstsein kann man nicht steuern, aber ansonsten kommen fast alle Infos durch das Netz rein. Vielleicht meintest du aber "richtig gute" Freunde, die auch Dinge ansprechen, über die man ungern spricht. Sowas ist bestimmt gut, aber ich vermute mal, die meisten wollen das nicht hören.

Ich hab hin und wieder philosophische Diskussionen mit meinem Vater gehabt, aber irgendwann hab ich gemerkt, dass er nicht mehr mit kam, weil ich mehr damit beschäftigt hab als er. Dann kamen oft Sätze wie "Darüber hab ich nie nachgedacht". Wie schon gesagt, interessiert mich Smalltalk nicht sonderlich und mit anderen kommt man auch schlecht ins Gespräch, wenn man immer nur ernste Sachen im Kopf hat. Das ist sicher der Hauptgrund, warum ich keine Freunde habe. Ich hab versucht es mal anders zu machen, aber nach einer Stunde sah ich das ganze als Zeitverschwendung an (war im Zug und in einer Bar). Und sich zwanghaft zu verstellen, obwohl man zufrieden ist, nur damit man mit anderen ins Gespräch kommt? Sicher nicht.

Xopex: Was meinst du mit beschränkten Horizont?
Du hast mich falsch verstanden, ich fänds überhaupt nicht gut, normal zu sein. Das Wort kommt doch von Norm, von Gleichheit. Sowas hab ich kennengelernt, pure Langeweile. Ich denke, eher andere haben damit ein Problem, sonst würden sie es ja nicht ansprechen (war nur 1-2 mal). Ich denke mal, jeder will auf seine Weise was besonderes sein, vielleicht ist meine Art ja die Abschottung. Andererseits ist das Besonderssein doch nur dann interessant, wenn andere das bemerken.
 
Also ich hab zwar nicht alles durchgelesen (bis auf den ersten Post). Aber ich kenne das Problem sehr gut.

Ich hatte ne Zeitlang auch keinen einzigen Freud oder bekannten. Nichts. Nur vorm PC sitzen. Das war mein Zeitvertreib, das war normal und ich war so ganz normal zufrieden.

Bis ich anfing darüber nachzudenken, warum das so ist und dass es so nicht weiter gehen kann. Das leben findet nunmal draußen statt!

Also, entschloss ich mich ein paar alte schulfreude zu schreiben (per internet, icq usw) und fragte, was sie heut noch vor haben, ob man mal wieder was zusammen machen könnte, sie mich abholen können oder treffen usw.

Tja, und schon gings los. Einmal nen Kontakt gefunden und auf partys gegangen und neue Freunde kennen gelernt. Beim nächsten mal wieder und wieder. So wird der Freundeskreis größer und größer.


Dass du keine Freude brauchst, glaub ich dir nicht! Klar, bei mir wars auch so, dass auch ohne zufrieden war und nicht viel geredet hab. Ich hab mich auch immer gefragt, warum sollte ich dieses und jenes sagen. Ist doch unwichtig.

Wenn du aber ein paar mal zu partys gehst und dich ein bisschen besäufst, dann redest du ganz automatisch. Man entwicklet dann so nen Drang nur noch zu plappern :D
Das funktioniert!

Und wenn du das ein paar mal machst, lernst du das ganz automatisch. Du wirst lockerer, glücklicher und wirkst auf andere syphatischer und du merkst, was dir vorher gefehlt hat.

Wenn du mal damit anfängst, geht die Kette immer weiter und weiter.


Zudem schriebst du nicht solche ernsten und ewig langen Beiträge. ;)
So wirst du nicht mehr denken! Früher hab ich auch immer über jeden dreck stundenlang nachgedacht sogar im schlaf usw. Davon wurde ich irgendwie schlaff und müde, weil mein Kopf so voll war. Ich hab alles hinterfragt.
Selbst heute neige ich noch dazu, aber es wird immer weniger und weniger. Man lernt, das leben zu genießen.
Am PC sitzen ist jedenfalls kein Erfülltes leben.

Ich habs auch gemerkt, als ein alter Schulfreund von mir in nem tragischen Unfall gestorben ist. Die Beerdigung hat mich richtig mitgenommen. Als ich sah, wie viele (ca 1000) Leute kamen, hat mich das endlich mal wachgerüttelt. Ich dachte mir, wenn mir sowas passieren würde - wer käme dann wohl bei mir? 50 Leute? Aber sicher keine 1000.
Ab da hab ich angefangen, nachzudenken...
 
Zuletzt bearbeitet:
Glaube du redest nur mit den falschen Leuten. Es gibt genug, die einen selbst wirklich weiterbringen können. 90% gehören hier in D da leider nicht dazu, da sie nichts tun als "normal" zu leben, arbeiten und sich Medienkram um die Ohren hauen, vllt noch 1-2 Hobbies, das war es. "Besonders" werden sie durch eine hervorstechend krasse Lebenseinstellung ("mir egal ob ich sterbe, ich riskiere alles"), was in 99% nur heiße Luft ist, oder sonstige von der Norm abweichende Einstellungen/Ideen/Verhaltensweisen, die einer näheren Betrachtung und Sektion selten standhalten.

Setz dich in nen Flugzeug und geh nach Kapstadt oder mach sowas. Dann erkennst auch den Vorteil von direkter Kommunikation wieder und sie wird auch Spaß machen + etwas bringen. ;)

Kommunikation ist auch mal die Backen halten zu können, btw. Es gibt wenige Menschen, die das können bzw. einfach "da" sein können, ohne den Anderen sofort zu beobachten und danach, früher oder später, "korrigieren" zu wollen. Hier findet man dann meiner Meinung nach die wirklich wichtigen Leute. Ist schwer, aber geht.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Zudem schriebst du nicht solche ernsten und ewig langen Beiträge. ;)!

Bloß nicht.
Dank solcher Ausführungen verkommt ein Forum nicht ganz zu der Shoutbox, für was die meisten Einrichtungen dieser Art gehalten werden. oO

//edit:
Der letzte Satz hat was ...
Liegt aber auf der Hand. Was hilft es uns irgendwas darzustellen, wenn es keiner mitbekommt?
Theoretisch könntest du auch einfach glücklich sein und müsstest hier nichts schreiben. Lesen würde ja reichen, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach komm, ich will einfach nur helfen, und versuchen, sie etwas wachzurütteln, da ich wie gesagt ziemlich genau das selbe "Problem" hatte.

Und so ein Leben soll keiner haben. Wenn ich jemanden helfen kann, da raus zu kommen, dann tue ich mein bestes, um demjenigen zu helfen und zu überzeugen.

Man muss einfach seinen Schweinehund überwinden und sich im Hinterkopf behalten, dass man nur einmal auf der Erde lebt.


Es hilft doch nicht, wenn man jemanden auch noch einredet, dass es OK ist keine freunde zu haben und dass es in gewisser hinsicht normal ist, nicht nach draussen zu gehen.
Kurzfristig mag das vielleicht helfen, um jemanden die Sorgen etwas zu nehmen und ihm mut zu machen.

Auf dauer ist das aber definitiv keine Lösung!
Wenn es für sie ganz normal wäre und sie sich darüber keine sorgen machen würde, hätte sie keinen Thread aufgemacht.


Man sollte sich selbst aber auch keinen druck machen, dass man es jetzt sofort und schnell machen muss. Das will ich auch nicht.

In Wirklichkeit ist es nämlich sehr einfach, da braucht man sich keinen Druck machen. Das einzige, was schwer ist, ist über seinen Schatten zu springen. Hat man das geschafft, braucht man sich über NICHTS mehr sorgen machen, und die ganz Geschichte ist vergessen. Es ist nur dieser eine schritt, der getan werden muss.

Und wenn man kapiert hat, dass man es selbst tun will (was ich hiermit versuche), dann fällt es einem auch viel leichter. Wenn man es will, dann klappt es auch. Das dauert höchstens ein paar Wochen oder Monate - oder einen Tag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß, du meinst es nur gut.
Denke dennoch nicht, dass es so easy ist einen wirklichen Hinweis zu geben, ohne dem "Betroffenen" auch nur einmal echt und in Farbe gegenüber zu stehen.
Eines muss ich aber unterstreichen: Das über jeden Mist viel zu viel nachdenken ist wirklich so eine Geschichte ... man kann alles übertreiben, auch das Sinnieren über dies und jenes. Ich muss mich manchmal auch am Riemen reißen und mir sagen:"So, und nun ist gut! Birne aus, sonst wirst du irre!"
Diese Reißleine braucht man manchmal ... keine Ahnung woher es kommt, manche haben das Problem, manche nicht.
 
Ich hab nur die erste Seite durchgelesen, verzeiht also wenn ich etwas wiederhole was schon jemand geschrieben hat..

Ich hab auch keine Freunde und bin glücklich damit. Bei mir ist es aber Angst vor den Menschen und Hass auf die Menschheit im Allgemeinen der mich dazu bringt, bedingt durch negative Erfahrungen in der Vergangengheit. Wer keinen Kontakt zu Menschen hat kann auch nicht verletzt, niedergemacht und gedemütigt werden.. Allerdings bin ich in einer Beziehung, habe also durchaus Kontakt zu (einem) Menschen, aber auch wirklich nur zu diesem einen. Den Kontakt zu meinen Eltern habe ich auch schon vor Jahren (mit 16, mittlerweile bin ich 31) abgebrochen.

Das es eine Krankheit ist wenn man, wie du, ohne Grund mit anderen Menschen nichts zu tun haben will bezweifle ich. Jeder Mensch ist anders, und nur weil der Großteil der Menschen sagt "man braucht Kontakt zu anderen Menschen" muss das nicht auf jeden zutreffen. Der Großteil findet es geil sich sinnnlos zu besaufen, deshalb muss man selbst das nicht gut finden. Der Großteil findet es vollkommen OK das häßliche, übergewichtige oder andersdenkene Menschen ausgerenzt, niedergemacht und gedemütigt werden. Was aber auch nicht bedeutet das jeder so denken muss.

Minerva6 schrieb:
aber es fällt mir schwer, glücklich zu sein, wenn man von jeder Seite zu hören kriegt, das etwas nicht in Ordnung sei.
Minerva

Lass Dir von anderen nichts sagen, mach Dein Ding und sei glücklich damit. Du bist ein eigenständiger Mensch und musst nicht, wie der Großteil der Menschheit, Dein Leben danach ausrichten was andere meinen oder so sein wie andere Dich gerne hätten oder meinen wie man sein muss. Es ist DEIN Leben und nur Du allein bestimmst WIE Du es lebst.

Im Gegenteil: Du bist anders als die Mehrheit und dadurch etwas besonderes: Sei Stolz darauf wie Du bist.

---

Nachtrag:

Wintermute schrieb:
@Minerva:
Krass.
Wie bekommst du input/feedback/etc. zu Entscheidungen, deinem Verhalten und allen anderen Dingen, die man selbst nur äußerst schwer objektiv erfassen kann? Also ich brauche dazu das Gespräch mit anderen Menschen.

Man könnte auch einfach sein Leben leben und darauf pfeifen was ANDERE davon halten. Aber das würde natürlich selbstständiges denken erfordern und die Fähigkeit sich aus dem Strom der Lemminge zu entfernen und eigene Wege zu gehen, was nicht jedermanns Sache ist.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Wenn du aber ein paar mal zu partys gehst und dich ein bisschen besäufst, dann redest du ganz automatisch. [...]

[...] Du wirst lockerer, glücklicher und wirkst auf andere syphatischer und du merkst, was dir vorher gefehlt hat.

Also wenn man sich besäuft wirkt man auf andere sympathischer... Ist es echt schon so weit gekommen? Ich hoffe ich hab das falsch verstanden :-/
BTW: Als ich früher noch gesoffen hab wurde ich dadurch nicht "lockerer" ich wurde einfach nur müde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, was CrazySheep sagt, stimmt. Die Mehrheit diktiert, dass wir Freunde brauchen und Einzelgänger dadurch zwangsläufig unglücklicher sind als die anderen. Aber das muss nicht so sein, es gibt immer besondere Menschen, für die unsere Alltagsregeln keine Bedeutung haben.

Das muss dann keine Krankheit sein und es ist besser, wenn du das als eine positive Eigenschaft ansiehst und Wege findest, eine Stärke daraus zu machen. Du wirst später im Job nicht so netzwerken können wie andere und musst dir überlegen, wie du das ausgleichen willst.

Fatality, dein Vorschlag mit dem Alkohol, das ist vielleicht gut gemeint, aber hat nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun. Mit Drogenkonsum einen vermeintlichen Normalzustand herzustellen - das ist schon grenzwertig, auch wenn es in Maßen stattfindet.
Minerva, du solltest dir trotzdem schon klar machen, dass dir andere Menschen noch etwas bedeuten, da hat er recht. Wäre das anders, hättest du diese Threads nicht eröffnet und du würdest auch nicht über das Thema nachdenken oder das ganze verdrängen.

Du kannst es auch so sehen: Wenn 99% der Menschen sich auf eine bestimmte Weise verhalten und du zu den 1% gehörst, dann glaubst du unterbewusst an einen Fehler. Das ist zwar wahrscheinlich, aber keinesfalls immer so. Du sagst, der Hauptgrund wär fehlendes Interesse und nicht etwa Ausgrenzung. Wenn das wirklich so ist, dann kannst du daran nichts ändern und solltest auch keinesfalls versuchen, aus fragwürdigen Gründen Kontakt zu anderen herzustellen, die dir nichts bedeuten. Das machen sooo viele und sie tun das nur, um sich nicht mit sich selbst zu beschäftigen.
 
Das mit dem Alkohol war so gemeint. Wenn man auf ner Party ist und jeder etwas trinkt und lustig ist, und man selbst nur in der ecke hockt und nichts sagt, will keiner etwas mit einem zu tun haben.

Wenn man aber etwas trinkt werden so gut wie alle Menschen automatisch fröhlicher und lustiger. Man beteiligt sich automatisch am geschehen.
Das ist nunmal so.

Durch alkohol verliert man Hemmungen. Dadurch schafft man es, auf andere Leute zu zu gehen und kann das dann in den normalen Alltag ohne Alkohol übernehmen. Man lernt es.

Ohne Kommunikation (reden) kommt man einfach zu keinen freunden!
Und ein oder zwei flaschen Bier helfen da schon enorm, wenn man so ein ruhiger mensch ist. Es war ja bei mir genauso, wenn es mir nicht so viel geholfen hätte, dann würde ich das alles doch gar nicht schreiben.


Zudem versteh ich nicht wie viele hier über Alkoholische Getränke reden. "OMG, der böse, böse alkohol." Also bitte! Man soll sich ja keinen Vollrausch ansaufen und das dann auch nicht jeden tag.

Oder etwas krasser ausgedrückt:
Etwas Alkohol ist (ein wenig) schädlich. Na und? Was ist denn besser. Ein unerfülltes leben zuhause am PC, mit Sorgen und Gedanken. Oder ein schönes, erfülltes leben mit vielen freunden, einer Beziehung und später Familie, dafür ein bis zwei Jahre kürzere Lebenszeit?
 
Zuletzt bearbeitet:
@Minerva:
Was ich mit beschränktem Horizont meine? Ist doch einfach: du hast ein Problem geschildert (du bist weniger glücklich, wenn andere dich als "unnormal" bezeichnen, weil du es fast schon wie ne Beleidigung empfindest) und als einzige Lösung das hervorgebracht, was dein Leben repräsentiert: weitere emotionale Isolation! Hättest du keinen beschränkten Horizont, hättest auch mehrere Lösungen, mit komplett unterschiedlichen Ansätzen...

Ok, du und anschienend CrazySheep auch, seid "anderst" und CrazySheep meint sogar, dass man darauf stolz sein kann, weil man so etwas "Besonderes" ist. Schön. Aber habt ihr schonmal nachgedacht, dass, wenn man sich aufgrund der eigenen Isolation zum Super-Individualisten macht, außer euch niemand etwas davon hat? Bildhafter Vergleich: Was bringts mir, wenn ich ein Mittel zur Heilung von Krebs entwickle, und das dann im Keller liegen lasse, das wäre auch etwas "Besonderes".. gut, ich kann stolz auf mich sein, dass ich es geleistet habe, aber es bringt mich in meinem Leben sonst keinen Schritt weiter: Keine Anerkennung durch andere, keine finanziellen Vorzüge, einfach nichts... quasi-totes Gesellschaftskapital... Ok, wenn euch das genügt, zu wissen, dass ihr außergewöhnlich seid, schön.. aber zu etwas Besonderem, in dem Sinne wie ihr es verstehen wollt, macht euch das nicht, weil ihr unter der Masse der anderen, euch gleichgesinnten "Abkapsler" untergeht und die Gesellschaft keine Anerkennung für solche Leute findet, weil sie sie zum Teil garnicht wahrnimmt.

Oder anderst ausgerückt: ihr stecht nicht aus der Gesellschaft hervor, sondern ihr steht neben dran, wie Bäume außerhalb eines Waldes... Und das ist echt mal keine Kunst, darauf muss sich niemand etwas einbilden wollen...

Naja, man könnte nun meinen, dass ich ein Problem mit den totalen Individualisten habe, aber dem ist nicht so. Ich sehe da nur das verschenkte Potential, das mich für diese Leute traurig macht und mich motiviert denen aufzuzeigen, dass es anderst vielleicht doch besser ist. Und die, die dann immernoch sagen: "Ist mir egal! Außergewöhnlich zu sein ist wichtiger als Spaß als voll integriertes Gesellschaftsmiglied zu haben", die sind mir dann egal, weil ich die ja sowieso nicht "sehe" :freak:

So, Schicht jetzt, ihr tut mir Leid! Hier bin ich wahrscheinlich fertig...
 
Ich klinke mich hier nach Lesen aller bisherigen Beiträge einmal ein. Erst mal - ich kann beide Seiten der (extremen) Einstellungen hier (Minerva6/CrazySheep vs. Fatal!ty Str!ke) durchaus verstehen und auch nachempfinden und möchte einige angesprochene Aspekte mit meiner Meinung kommentieren.

Zweitens: am letzten Beitrag von Xopex ist durchaus etwas dran.

Natürlich ist es sehr schwer, die Lage rein über diese textliche Beschreibung ohne weitere persönliche Gespräche genauer einzuschätzen, aber ich werde es von meiner Auffassung ausgehend versuchen.

Bei mir kann man nämlich sagen, dass ich beide Extrema selbst auslebe:

Ich wohne in einem Dorf und war schon immer, also seit ich ein kleines Kind war, etwas anders als die meisten, viele würden mich auch als etwas schwierig bezeichnen.

Je weiter ich mich die letzten Jahre entwickelte (Interessen, moralische, ethische und politische Einstellungen usw.), desto mehr führte dies auch zu einer gewissen Isolation von anderen Menschen. Dinge, die früher einfach nicht wichtig waren wurden immer bedeutender bei zwischenmenschlichen Beziehungen und mittlerweile haben auch seit vielen Jahren eigentlich jegliche Kontakt zu den Menschen bei uns im Dorf komplett aufgehört. Ich bin nicht im Streit mit den Menschen hier, habe aber keinerlei Interesse an irgendwelchen Kontakten. Ich bin einfach zu anders wie die Menschen hier.

Ich kann auch jegliche Art von oberflächlichen Gesprächen nicht ausstehen, weshalb ich auch nicht so leicht und schnell neue Leute kennen lerne wie vielleicht andere.

Dennoch habe ich einen normal großen Freundeskreis, verteilt auf die unterschiedlichsten Städte/Dörfer in der Umgebung, welcher mir auch sehr wichtig ist. Mit meinen Freunden führe ich auch fast immer nur "wertvolle Kommunikation". Wenn ich studiumsbedingt 1-2 Wochen in Wien bin, habe ich dann durchaus auch viele und gute Kontakte. Und über diesen bereits bestehenden Freundeskreis lernt man dann auch neue Personen kennen. Man führt interessante Gespräche in der üblichen Gruppe und ab und zu ist jemand neuer dabei und lernt ihn so kennen ohne allzu sehr auf Smalltalk angewiesen zu sein.

Was ich damit sagen will - ich denke es gilt nur die richtigen Menschen zu finden, dann kommt vielleicht auch das Interesse ganz von selbst.

Wintermute schrieb:
Wie bekommst du input/feedback/etc. zu Entscheidungen, deinem Verhalten und allen anderen Dingen, die man selbst nur äußerst schwer objektiv erfassen kann?

Feedback wozu? Zu welchem Verhalten? Kannst du mir ein Beispiel geben?

Minerva6 schrieb:
Ich hab hin und wieder philosophische Diskussionen mit meinem Vater gehabt, aber irgendwann hab ich gemerkt, dass er nicht mehr mit kam, weil ich mehr damit beschäftigt hab als er. Dann kamen oft Sätze wie "Darüber hab ich nie nachgedacht".

Das kommt mir durchaus bekannt vor. Meine Freunde sind durchaus für philosophische Gespräche offen aber ich habe mir über so manche Dinge ebenfalls schon dermaßen viele Gedanken gemacht, dass ich es teilweise nicht einmal mehr geschafft habe, meine Theorien anderen auch nur verständlich zu machen.

Wie schon gesagt, interessiert mich Smalltalk nicht sonderlich und mit anderen kommt man auch schlecht ins Gespräch, wenn man immer nur ernste Sachen im Kopf hat. Das ist sicher der Hauptgrund, warum ich keine Freunde habe.

Verstell dich nicht!
Dann sei eben ehrlich und direkt, die meisten wirst du damit zwar abschrecken aber das hat dich ja nicht zu stören. Wenn du merkst, dass jemand bei einem ernsten Thema gleich anbeißt, DANN hast du wirklich gleich eine gute Chance jemanden gefunden zu haben, ohne generell viel Energien in Beziehungen investieren zu müssen, die dich schlussendlich sowieso nicht interessieren.

Politische Diskussionen z.B. sollte man anfangs vermeiden? Tz... ideal um sich gleich von Anfang an ein wahrheitsgetreues Bild von jemanden machen zu können.

Du hast mich falsch verstanden, ich fänds überhaupt nicht gut, normal zu sein. Das Wort kommt doch von Norm, von Gleichheit. Sowas hab ich kennengelernt, pure Langeweile.

Stimmt. (Nahezu) alle bedeutenden Figuren sind auf irgendeine Art und Weise außergewöhnlich. Mit unauffälliger Bürger ohne jegliche Ecken und Kanten sein hat es wohl noch keiner allzu weit gebracht. Man bedenke aber auch, dass einige durchaus zufrieden mit einem solchen Leben sind und sie auch zum funktionierenden System beitragen.

Aber bewusst anders zu sein ist wohl nicht viel besser. Am besten man ist einfach, wer man ist und fügt sich gegebenen Normen nur so weit, soweit sie für das zivilisierte Zusammenleben wirklich erforderlich sind.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Tja, und schon gings los. Einmal nen Kontakt gefunden und auf partys gegangen und neue Freunde kennen gelernt. Beim nächsten mal wieder und wieder. So wird der Freundeskreis größer und größer.

Und größer und größer und größer? Wie groß? Reicht es nicht irgendwann auch einmal? Das klingt ja wirklich fast so, als ob das Leben nur die Vorbereitung für den Tod wäre - und das Begräbnis dann der Wettbewerb - wer hat mehr Besucher? :freak:

Im Prinzip reichen auch 2-3 wirklich gute Freunde, auf die wirklich Verlass ist. Aber eben zumindest diese wenigen guten Freunde zu haben halte ich schon für wichtig.

Ich habs auch gemerkt, als ein alter Schulfreund von mir in nem tragischen Unfall gestorben ist. Die Beerdigung hat mich richtig mitgenommen. Als ich sah, wie viele (ca 1000) Leute kamen, hat mich das endlich mal wachgerüttelt. Ich dachte mir, wenn mir sowas passieren würde - wer käme dann wohl bei mir? 50 Leute? Aber sicher keine 1000.
Ab da hab ich angefangen, nachzudenken...

Tja, einen ehemaligen Kollegen und eine ehemaligen Kollegin von mir hat es vor einigen Jahren auch schon erwischt.

Nur - wachgerüttelt? Wenn du ohnehin tot bist, kann es dir dann nicht egal sein, wie viele zu deiner Beerdigung kommen? Ist es nicht wichtiger, was du erlebst und wie glücklich du bist, solange du noch lebst? Und wenn man Glück nun einmal nicht im Ansammeln einer riesigen Menschenmasse, die man dann als seine "Freunde" bezeichnet, erfährt, dann gibt es auch keinen Grund dies zu tun.

Du musst verstehen, dass wir diesbezüglich alle unterschiedlich sind, genau so wie es die Interessen und Geschmäcker der Menschen sind.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Ach komm, ich will einfach nur helfen, und versuchen, sie etwas wachzurütteln, da ich wie gesagt ziemlich genau das selbe "Problem" hatte.

Du meinst es aus deiner Erfahrung sprechend sicher nur gut, aber genau das ist jetzt das schwierige an dieser Online-Situation. Du kannst nich nachvollziehen, dass es sich wirklich um dasselbe Problem handelt und sich dieselbe "Lösung" anwenden lässt.

CrazySheep schrieb:
Ich hab auch keine Freunde und bin glücklich damit. Bei mir ist es aber Angst vor den Menschen und Hass auf die Menschheit im Allgemeinen

Auch wenn man mit dem Großteil nicht auskommt, das heißt nicht, dass es nicht doch die eine oder andere versteckte Perle gibt, die es Wert ist gefunden zu werden.

Im Gegenteil: Du bist anders als die Mehrheit und dadurch etwas besonderes: Sei Stolz darauf wie Du bist.

Das mag zwar oft stimmen, aber nicht immer. Es geht nämlich nicht darum, prinzipiell anders zu sein, sondern nicht blindlings der Masse zu folgen. Wenn du jetzt Amok läufst, bist du auch anders als die Mehrheit und solltest dennoch nicht stolz auf dich sein. :freak:

Wer sich prinzipiell immer von der Masse abgrenzt ist nämlich genau so unselbstständig, wie die Masse selbst. Die Masse trifft die Entscheidung, was man nicht macht.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Das mit dem Alkohol war so gemeint. Wenn man auf ner Party ist und jeder etwas trinkt und lustig ist, und man selbst nur in der ecke hockt und nichts sagt, will keiner etwas mit einem zu tun haben.

Wenn man aber etwas trinkt werden so gut wie alle Menschen automatisch fröhlicher und lustiger. Man beteiligt sich automatisch am geschehen.
Das ist nunmal so.

Und das ist jetzt genau das, was in dieser Situation meiner Meinung nach komplett falsch ist. Wie ich weiter oben sagte, gilt es die richtigen Menschen zu finden! Sich selbst anpassen zu müssen um dann an die falschen Kontakte zu gelangen ist wohl nicht der richtige Weg. Man mag so durchaus neue Kontakte schließen können, aber die Threaderstellerin ist an solchen offensichtlich nicht interessiert, auch wenn dir deine persönliche Erfahrung - die ja auf dich zutrifft - unbedingt etwas anderes einreden will.

Ohne Kommunikation (reden) kommt man einfach zu keinen freunden!
Und ein oder zwei flaschen Bier helfen da schon enorm, wenn man so ein ruhiger mensch ist. Es war ja bei mir genauso, wenn es mir nicht so viel geholfen hätte, dann würde ich das alles doch gar nicht schreiben.

Anderer Mensch. Persönliche Erfahrung. Siehe oben. ;)

Wie sie ja gesagt hat, will sie ja gar keine Freunde finden. Allerdings glaube ich, dass es durchaus Menschen geben könnte, die ihr Interesse noch wecken, diese allerdings zu finden kann sehr schwer bis nahezu unmöglich werden und es ist durchaus möglich, dass sie eine solche Person niemals kennen lernt und alles beim jetzigen Stand bleibt.

Und dann wird sie wohl auch niemanden vermissen. Bedürfnisse sind viel eher eine Sache der Gewohnheit.


Der Beitrag ist jetzt wohl zwar länger geworden Inhalt drin steckt, aber was solls. ;)
 
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http://www.youtube.com/watch?v=_k1UgOxBytc&feature=related

Das hat mir schon sehr oft geholfen. Empty your mind. Ja nicht in die eigene Gedankenwelt flüchten ;). Ein Austausch von Gedanken, Ideen und Ansichten mit Mitmenschen, welche das "gleiche" Niveau erreichen können, ist etwas Begehrenswertes. Es ist aber auch eine Kunst sich 0815 Geschwafel und triviale Ansichten von einem Vollpfosten anzuhören und den Eindruck des interessiert-sein zu erwecken. Ein Narr ist wohl überall zu Hause und jeder ist sein Freund.

Die Geschichte mit "normal" oder "nicht normal" würde ich total vergessen. Wesentlich wichtiger ist es, was dich jetzt glücklich macht und was dich in 2 oder 5 Jahren glücklich machen wird. Es gibt Menschen, die brauchen einfach mehr Zeit für sich selber und ihre Gedanken. Das Problem ist, sagte einer der Professoren an der Uni, wenn die eigenen Gedanken so komplex werden, dass es keinen weiteren input von Außen mehr braucht. Wenn dieses nachdenken und "selbstreflektieren" ins grübeln übergeht====>>> PROBLEM! Da wieder raus zu kommen bedarf einiger Anstrengung.

Gibt ja auch Menschen die können mit sich selber garnichts anfangen und suchen zwanghaft Kontakt mit anderen um einfach über irgendetwas zu reden. Solche Menschen gehen dann mir auf den Keks!

P.S. Wenn dich nichts mehr außerhalb deiner 4. Wände interessiert, dann zum Arzt und über "antidepressiva" reden. Die Stimmungslage ist nicht einfach so leicht beeinflussbar, da Spielen Botenstoffe und andere "Mittel" im Gehirn eine Rolle. Wenn die Dosis Bruce Lee und Selbsterkenntnis nicht hilft, dann versuch jedes mögliche chemische Mittel, dass es gibt!!!


Ahja, Mädels die sich für scifi und fantasy begeistern können, sollten echt keine Probleme haben an der UNI Anschluss zu finden! :D
 
Ich lese jetzt mal bewusst nicht die Feedbacks außer deine weil sie mich nicht sonderlich irritieren sollen.

Wo genau ist dein Problem? Du möchtest nicht normal sein, kein Mensch ist normal. Die einen haben bewusste Macken, die Anderen unbewusste. Der eine trägt nur schwarz, der Andere sitzt zu hause und liest den ganzen Tag.

Die wichtigste Frage ist doch, wieso du dich daran klammerst etwas wäre nicht normal und du könntest an einer Krankheit leiden. Ob physisch oder psychisch ist erstmal egal. Du fühlst dich gut, du willst keine Kontakte. Na dann schließe auch keine. Du hörst von Anderen was normal ist und was nicht. Du bist nicht normal, du weisst das. Du bist ein Freak, lerne das zu akzeptieren und kümmere dich nicht um die Meinung von Anderen.

Das was uns hier auf der Welt hält sind diese beschränkten Denkweisen von: Wir müssen zusammen glücklich sein. Wir müssen eine Familie gründen. Wir müssen...

Wenn dir die Sätze nicht gefallen dann lebe doch dein eigenes Leben so wie du es willst. Wenn man es genau nimmt ist das Leben sinnlos da wir alle irgendwann von einer Supernova vernichtet werden und damit alle Erinnerungen verschwunden sind. Von daher: Leb wie du es für richtig hälst.

Was mich nur verwundert ist, dass du überhaupt schreibst. Eigentlich dürfte dir die Meinung anderer ziemlich egal sein, würdest du doch nur darüber nachdenken wenn du sie in Betracht ziehst. Willst du insgeheim normal sein? Das bezweifelst du. Aber dein Leben alleine Leben willst du auch nicht. Du grübelst viel über alle möglichen Dinge und willst sie auch der Welt mitteilen. Aber nicht jeder Mensch kann Alles wissen, dafür bedarf man mehrerer Personen. Das können Freunde aber auch ein Forum sein. Aber nicht dieses denke ich. Ein eher philosophisches dürfte da um einiges besser sein. Oder du erstellst deine eigene Webseite mit Ideen, Anregungen an den Geist und deiner Meinung. Da bist du für dich alleine, vielleicht finden sich Leute die auch was dazu schreiben wollen. Und eventuell werden es viele Leute und ihr wollt euch in 3 Jahren doch mal irgendwo treffen. Eins führt zum anderen.

Aber einsam zu leben und seine Gedanken frei auszutauschen funktioniert leider nicht. Du kannst ja auf deinem Computer die Dinge aufschreiben die dich bewegen. Dann sind sie dort gespeichert. Der PC gibt dir keine Antwort, er reagiert nicht. Er nimmt die Daten auf, und speichert sie ab. Willst du aber Feedback musst du zwangsläufig immer mit Menschen reden. Und Menschen wollen dann evtl. mehr....
 
CrazySheep schrieb:
Man könnte auch einfach sein Leben leben und darauf pfeifen was ANDERE davon halten. Aber das würde natürlich selbstständiges denken erfordern und die Fähigkeit sich aus dem Strom der Lemminge zu entfernen und eigene Wege zu gehen, was nicht jedermanns Sache ist.

Schwarz/Weiß ist aber auch nicht gerade Königsweg.
Was Außenstehende manchmal sehen, kann einem selbst verborgen sein. Manchmal steht man zu nahe an sich dran und übersieht das Offensichtliche. Kann irgendwann bitter werden. Das hat nix mit Lemming-sein zu tun. o_O

@Kamikatze:
Nun ... zu vielerlei Dingen. Ich versuche jedenfalls alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Da man diese alleine kaum alle findet, braucht man dazu andere Menschen.
Manche Leute verlieben sich in eine Idee ... und gehen dann an ihr zugrunde, weil sie die Alternativen nicht mehr sehen wollen. Bis ihnen jemand in den Arsch tritt und in die Realität zurückholt. Wer sagt, dass ihm genau das nicht passieren könnte, wird ziemlich wahrscheinlich irgendwann merken, dass es doch passieren kann. Oder auch nicht. ;)

Es ist jedenfalls sehr hochmütig zu denken, dass man selbst alles am besten wüsste und die Außenwelt zu ignorieren. Die Meinung eines jeden Deppen mag vllt nicht helfen, ein schlauer Mensch kann einem jedoch manchmal die Augen öffnen. Man sollte eben schauen, wem man Fragen stellt und vor allem jeweils die Richtigen stellen. Nicht jede Frage ist für jeden Menschen passend, egal wie schlau/gebildet/intelligent/clever/wieauchimmermanesnennenwill er ist.

Auch das hat nix mit Lemming sein zu tun, sondern einfach mit Verifikation. Ich nehme mir jedenfalls nicht heraus unfehlbar zu sein. Um Fehler einzugrenzen kann man sich vielerlei Werkzeuge bedienen ... eines davon sind andere Menschen und der Dialog.

Wer sich prinzipiell immer von der Masse abgrenzt ist nämlich genau so unselbstständig, wie die Masse selbst. Die Masse trifft die Entscheidung, was man nicht macht.
Das bringts auf den Punkt.

@Crazy
It´s not a bug, it´s a feature. Man kann sich auch alles schönreden. Man ist etwas Besonderes, wenn man sich außerhalb der Masse bewegt und stolz darauf = man ist also was Besseres. Sprich es doch aus, es macht es nicht besser. Auch diese Bewertung ist völlig subjektiv, was nix besonderes ist, so sind wir alle. Auch du leider. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ohne jetzt die Antworten aller hobby Psychologen gelesen zu haben:
Die Menschen sind nicht gleich.
Ich hab nen Bekannten der ist super froh wenn er in nem Serverraum sitzen kann und den lieben langen Tag niemanden sieht. Trotzdem scheint er glücklich zu sein. Und der ist eigenltich ein netter Typ und würde bestimmt auch bei Frauen gut ankommen, will aber mit niemandem zuviel zu tun haben. Mal ne Runde quatschen ist OK. Aber bei mehr blockt er ab.
Mir selber (Consultant/Projektmanagement) rennen jeden Tag die Leute die Tür ein. Ey man, ich bin mittlerweile auch froh meine Ruhe zu haben. Ich lieg Abends auch nur mit der Frau (ähnlicher Job) auf der Couch oder geh ganz konservativ spazieren...
Früher musste ich jeden Abend weg gehen und feiern. Heute bin ich froh wenn ich meine Ruhe hab.
Das kann bei anderen Leuten bestimmt noch ausgeprägter sein.

Ich denke man muss sich einfach selbst beobachten und dann schauen was am besten zu einem passt.

Aber immer ehrlich bleiben! Siehe meine Sig. Das bedeutet nicht das ich keine eigene Meinung (jeder Depp hat ne "eigene" Meinung!!!) habe, sondern, dass ich bereit bin meine Meinung und meine gesamte eigene Situation jeden Tag kritisch zu hinterfragen!
Das solltest du auch tun. Stelle erstmal defintiv fest ob du mit deiner Situation zufireden bist oder nicht.
 
Amen.

Die Vorlieben ändern sich eben das ganze Leben lang. Man muss sich nur auch trauen, dem Nachzugeben. Manchmal ist man unglücklich, weil man sich zwischen einer notwendigen Änderung und den geliebeten, konstanten Leben nicht zu entscheiden traut.
 
BWLer will ich auch nicht unbedingt als Freunde ;)

Die sind oft nich gerade Sozial eingestellt.
Vielleicht bei Dir ja anders....

Ansonsten kenne ich das was Du (Themenersteller) schreibst, ich hab aber Freunde.
Nur halt wenige, ich bin recht Anspruchsvoll, wenn ich jemanden kennenlerne achte ich schon darauf das die Person mir Symphatisch ist und so....

Vielleicht hast Du ähnlich "hohe" ansprüche und deswegen einen geringen Freundeskreis bzw. keine Freunde?

Sprüche wie "Geh mal raus" und so kenn ich auch, sind natürlich absoluter Schwachsinn ich kenn Leute die sind permanent unterwegs, lernen zig leute kennen und Ihr "Freundeskreis" besteht trotzdem eher aus Arbeitskollegen ...
 
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