Der letzte Absatz trifft es für mich ziemlich genau. Die Mashups und die Ports fremder Spiele sind Spielerei bzw. schlicht Urheberrechtsverletzung, darüber muss man nicht streiten. Spannender finde ich die Frage, was jemand wie ich damit anfangen kann.
Ich bin IT-Berater, kein Programmierer. Seit ein paar Wochen baue ich mit KI ein eigenes Spiel: Schiffe versenken im Kalten Krieg, 3D, US Navy gegen Sowjetflotte, vier Seegebiete. Eigene Idee, eigene Regeln, keine fremden Marken.
Mit „ein Prompt und fertig“ hat das nichts zu tun. Ich gebe vor, die KI setzt um, und dann wird geprüft. Ein kompletter Regelsatz flog nach dem Probespielen wieder raus, weil er einfach keinen Spaß gemacht hat. Eine Küste wurde x-mal neu gebaut und verworfen. Für die Balance laufen Millionen simulierter Partien, und jede Grafikänderung wird auf meiner Grafikkarte gerendert und verglichen. Gestern hat genau so ein Vergleich gezeigt, dass meine Schiffsmodelle sehr unterschiedliche Qualität haben. Jetzt gibt es feste Stilregeln, und es wird nachgearbeitet.
Die KI nimmt mir das Handwerk ab, das ich nicht kann. Die Entscheidungen, der Geschmack und das ständige „nein, nochmal“ bleiben bei mir. Ohne KI gäbe es dieses Spiel nicht. Ohne mich aber auch nicht.
Ich verstehe die Skepsis, viel von dem, was gerade unter KI läuft, ist tatsächlich Schrott. Aber das Werkzeug ist nicht das Problem, sondern wie man es benutzt. Wenn es so weit ist, zeige ich das Ergebnis gerne hier.