engineer123 schrieb:
Alle drei Punkte sind beim Elektro ein Problem schon nach mittelfristiger Nutzungsdauer.
Wäre schön, wenn man aus der "Ich mach mir die Welt, wie sie mir Gefällt"-Ebene ausbricht, bevor man in eine Diskussion einsteigt.
Bei den E-Fahrzeugen ist der Durchschnittliche Maximalladungsverlust pro Jahr, selbst bei schädlichstem Ladeverhalten (immer mit höchster Leistung, immer auf 100%) bei max. 0.75-1.25 % gemessen, wobei dazu gesagt werden muss dass die meisten der Erfahrungswerte von frühen Akkus kamen, da wurde auch nicht stehen geblieben, denn die meisten (seriösen) Anbieter von E-Fahrzeugen geben mal min. 8 Jahre bzw. 100.000 - 200.000 km Kapazitätsgarantie auf die Akkus.
Die sind effektiv dran interessiert, dass die Akkus erstmal so lange halten wie möglich. Und selbst wenn der Akku getauscht werden müsste ist das rein ökologisch bei weitem nicht so ein Desaster wie das was du mit deinem Verbrenner in der gleichen Lebensdauer an Sprit verbrennst. Von den Rohstoffen lässt sich ein sehr hoher Prozentsatz rezyklieren und wieder in den nächsten Akku verfrachten. Die hohen Kosten für den Tausch (davon geh ich zumindest aus) werden auf absehbare Zeit auch sinken wenn Angebot vs. Nachfrage sich besser ausnivelliert.
Ganz zu schweigen dass es gut möglich ist, dass man in 15-20 Jahren wenn der Tausch dann notwendig sein könnte, ganz andere Akkutechnologien vielleicht schon Marktreife erreicht haben und du plötzlich statt 400km entweder sehr viel mehr Kapazität bekommst, oder eventuell einen Akku der viel weniger Kritisch zu betrachtende Rohstoffe benötigt. Siehe bspw. Ansätze wie dieser:
https://www.ingenieur.de/technik/fa...erwasser-batterie-mit-erstaunlicher-leistung/
Ich bin überzeugter E-Fahrzeughalter und nein, ich sage nicht dass E-Fahrzeuge keine negativen Aspekte haben, ich glaub auch nicht dass sie die Endgültige Lösung für das Thema Mobilität sein werden. Aber gemessen an der aktuellen Situation, sind sie einfach die deutlich bessere Alternative.
Und solange ich (hier in der Schweiz) 100% Ökostrom für ~ 9-11ct zum Niedertarif Nachts tanken kann, Spar ich damit sowohl langfristig auch noch Geld und rein von der CO2 Bilanz bin ich nach ca. 2-3 Jahren (je nach Kilometer die ich runter reisse) auch schon wesentlich im Plus ggü. alten Verbrenner behalten, von neuen Verbrenner kaufen brauchen wir gar nicht reden.
engineer123 schrieb:
Gut erkannt, ja das meinte ich, die Batteriekapazität entspricht der Fahrkapazität pro Ladung. Und die nimmt
beim Verbrenner genau 0.0% ab, auch nach 15 Jahren ist der Tank nicht kleiner.
Stimmt, aber der Spritpreis wird in den nächsten 15 Jahren mit ziemlicher Sicherheit noch viel stärker steigen und uns/euch in DE immer mehr in die Abhänigkeit von Despotenstaaten treiben. Strom schaffen wir irgendwie in DE genug erzeugen, langfristig wenn man endlich mal eine Sinnvolle Energiepolitik vorantreibt (Mehr dezentralisieren, stärkerer Fokus auf alternative Lösungen zu Kohle/Öl/Gas, und damit meine ich nicht ausschließlich Wind/Wasser/Solar).
Persönlich wäre ich ja für eine Abgabe auf den Niveau von Zigaretten bis 2030. einfach 5€ on Top auf den Liter. Es gibt sehr viel wichtigeres als Fortbewegung wofür wir das Öl das uns bleibt noch brauchen werden in der Zukunft.