Kinoeffekt/Kinolook

Geleb

Lt. Junior Grade
Registriert
Okt. 2009
Beiträge
497
Weshalb sehen Kinofilme anders aus als Fernsehproduktionen?

Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll... also in Fernsehproduktionen sehen die Leute "realer" aus, wie im normalen Leben. In Spielfilmen aus Hollywood hingegen sehen die Leute "anders/besser/irrealer" aus.

Oh Gott, das hört sich an... ich kann es leider nicht besser erklären.

Benutzen die da eine Art Farbfilter? Wenn ja, wie bekomme ich genau diesen Effekt nachträglich auf Fotos angewandt?
 
Ich nehme an, das liegt einfach an unterschiedlichen Kameras, die verwendet wurden. Man sieht ja z.B. auch einen Unterschied zwischen Serien aus den 90ern und aktuellen Serien. Die 90er seehen alle "ähnlich" aus, die aktuellen auch, diese wirken fast wie Kinoprduktionen, was auch dafür sprechen würde, dass es an den Kameras und der Post-Pdoduktion liegt, denn diese wird in den Serien ja auch imemr aufwendiger.

Den Effekt für Fotos nachzumachen wird sicherlich möglich sein. Einfach mal mit den Filter, Farb- und Bild- Einstellungen gängiger Programme rumexperimentieren :)
 
Ohne mich groß auszukennen verstehe ich 100%ig was du meinst. Ich hoffe jemand kann das Geheimnis lüften :)
 
filter, hängt ob welche kamera (HD, 16mm,8mm, diese Imax Kameras, etc) und dann natürlich spezielle farbfilter mit denen der director nen gewissen flair setzen kann. bestes beispiel was mir grad im tv einfällt. CSI Miami ist sehr "orange" gehalten um den flair zu erzeugen. Achte mal darauf, das merkt man sofort. Als Gegenbeispiel CSI NY. Viel Grau und blau...
 
Hallo,

Ich will keine Abhandlung schreiben da das Thema ist sehr sehr groß.
Grundsätzlich werden Kinofilme mit anderen Kameras aufgenommen. Zumindest früher. Diese zB. 24mm Filmkameras erzeugten eine einzigartige "Körnigkeit" des Bildes. Dazu wurde dann noch mit den Halbbildern gespielt um gewisse Effekte zu erzielen.
Im Prinzip stimmt es dass Kinofilme meist stark Composed/Nachbearbeitet sind - da dies ein Aufwand ist wird natürlich bei Fernsehproduktionen gerne darauf verzichtet - teilweise ist eine Nachbearbeitung auch fast nicht notwendig.

Natürlich kann man auch bei einer Fernsehproduktion in PAL/NTSC einen "Kinostil" hinbekommen. Dazu Gibt es unzählige Filter aber unterm Strich haben/hatten die Kinofile nur die Auflösung und die Körnigkeit des Bildes als kleinsten gemeinsamen Nenner. Der Rest obliegt der Videopost.

Hoffe ich konnte Klarheit schaffen.

Grüsse
 
Bei irgendeinem Spiel das ich mal gespielt habe gabs eine Grafikoption die wenn man sie aktiviert hat einen "Serienlook" erzeugt hat (unabsichtlich). Das haben auch einige verbreite Printmagazine genau so beschrieben.
Woran das gelegen hat und welches Spiel das genau war (es war aber ein neueres) weiß ich nicht (mehr). Auf jeden Fall kann ich bestätigen das es diesen Effekt gibt.
Mit einem Schlag hat die Optik des Spiels ganz anders gewirkt. Eben wie aus einer billigen Serie.
Wo der Unterschied war... keine Ahnung. Aber er war deutlich
 
@D1rty

Stimmt, jetzt wo du es sagst...

Gibt es so etwas unter Picasa?
 
Ich hatte letztens das gleiche Problem bei 2012 im Stream von Videoload. Dort gab's eine Stelle - ca. 5 Minuten lang (wo sich die Gruppe in die Arche schleicht) - die genau so aussieht wie beschrieben; also quasi wie unbearbeitet direkt aus dem Studio.

An den Kameras selbst kann es somit nicht liegen, denn für die Szene werden die daran nichts geändert haben. Man sieht den Effekt - wenn ich mich recht entsinne - auch manchmal wenn man vorspult. Dann wirkt auch alles so steril.
 
Ich vermute dass es zum Einen am Equipment liegt.
Bessere und teurere Kameras, die die volle 4k Auflösung fahren, besser Signalverarbeitung und bessere Abtastung. Dann wird in solch eine Produktion sicher viel mehr Geld fließen.

Zum Anderen sind die darsteller von den Visagisten her vielleicht auch anders aufgemacht.

Allerdings merke ich gerade, dass das in sich nicht logisch ist ^^ Aktuelle Fernsehserien wie Dr House, Geys Anatomy, oder Andere bringen mehr Geld als so mancher Film. :)

Schließe mich der Frage an ^^
 
Was mir bei heutigen billig produzierten Serien immer wieder auffällt, ist das die Farben viel zu übersättigt aussehen. Ich schließe bei diesem Effekt durchaus auch die Eigenschaften meines Fernsehers mit ein, der dazu auch neigt.
 
kinofilme werden meisst sehr weitwinklig gedreht, an den seiten und oben und unten wrd es deswegen schon manchmal unscharf.

Hinzukommt, dass viel filme heute noch auf film gedreht werden.

beim TV, wird ein anderer winkle genommen, und es wird auf "video" aufgenommen - soll heiße es wird mit sensoren aufgenommen. Also körnung fällt dann weg.

Aber der grund der fast alle anderen überwiegt ist, dass im kino 23,976 Bilder pro sekunde ablaufen.
Im TV, bei pal sind es 50 halbbilder, wie auch bei HD (DE-50 halbbilder | USA-60 Halbbilder). Dadurch laufen serien flüssiger, weil einfach mehr bewegungsinformationen aufgenommen wurden, die das auge dann verarbeiten kann. Mittlerweile hat es sich bei uns aber so eingebrannt, dass wenn filme in diesem format kommen würde, sie wie für uns wie serien aussehen würde, und dadurch "billiger" wirken. Deswegen lässt man das sein.

Und natürlich wird in filmen auch gerne der kontrast hochgesetzt. So nimmt Michael Bay in fast all seinen filmen einen total überhöhten kontrast, und auch farbsättigung. Aber dadurch wirken seine filme einfach anders (auch wenn sie dadurch nicht besser werden -,-).

Aber mittlerweile gibt es auch serien die ähnlich wie filme aussehen.

Wenn man sich eine Serie auf BD kauft, wird diese höchstwarscheinlich in 23,976 bildern/s vorliegen. Hinzu kommt, dann noch ein recht weiter winkel und eine starke nachbearbeitung.

Ich habe die Staffel 8 von Scrubs omplett in HD vorliegen, aber dennoch sieht es nicht so filmisch aus wie z.b. Stargate Universe. Da bei Stargate ein anderer winkel genommen wurde, und auch der kontrast etwas hochgezogen wurde.
 
Ich habe neulich Avatar auf BluRay auf einem sehr guten Fernseher gesehen.

Die Qualität und Bildschärfe war umwerfend. Die Personen standen quasi vor einem.

Allerdings fiel mir negativ aus, dass der Film dadurch wie eine "billige" Serie aussah.

Ein bisschen mehr "Distanz" ist wahrcheinlich besser, da man mehr in den Film eintauchen kann und die Personen nicht so wirken, wie Leute auf der Straße durch das menschliche Auge betrachtet.
 
warscheinlich wird der TV 100 oder sogar 200hz gehabt haben.
Dadurch werden die fehlenden frames errechnet, und es sieht wieder flüssiger aus - und damit wie eine serie.

Es gibt dort zwei große namen

TrueMotion
TrueMovie

heißen bei unterscheidlichen herstellern immer wieder anders, kann man aber einstellen, denn dann wird das bild nicht "errechnet"
 
Ich hatte letztens das gleiche Problem bei 2012 im Stream von Videoload. Dort gab's eine Stelle - ca. 5 Minuten lang (wo sich die Gruppe in die Arche schleicht) - die genau so aussieht wie beschrieben; also quasi wie unbearbeitet direkt aus dem Studio.

Das lag bei 2012 an den Kameras -> das ist bei allen Szenen bei denen viel Wasser im Spiel ist
 
Bugged schrieb:
Was mir bei heutigen billig produzierten Serien immer wieder auffällt, ist das die Farben viel zu übersättigt aussehen. Ich schließe bei diesem Effekt durchaus auch die Eigenschaften meines Fernsehers mit ein, der dazu auch neigt.

Das kann aber auch Absicht sein, wie z.B. in der Serie Pushing Daisies.
 
eigentlich jeder Kinofilm wird extrem aufwendig geschnitten, (nach)bearbeitet, drum dauert es ja auch relativ lang vom Dreh zum fertigen Film. Schon beim Dreh werden verschiedene Objektive, Filter, Licht usw. genutzt und beim nachbearbeiten wird auch noch mal an allem gedreht und editiert gerade mit Farben, Stichwort: Color-Grading, gutes Beispiel hierfür ist "300", normal gedreht, wirkt aber ein wenig Comic-angehaucht... nicht umsonst kosten Filme extrem viel, sicher verschiedene Drehorte, teure Schauspieler usw. aber dennoch viel mehr Aufwand als bei einer Serie. Trotzdem sind gerade US-Serien mittlerweile auch schon halbe Filmproduktionen...
 
Was den Look eherblich beeinflusst und hier noch gar nicht erwähnt wurde ist die Größe des Bildsensors (Digital) oder des Filmmaterials (Analog).

Kinofilme wurden mindestens auf 35mm Film, teils auf 70mm Film aufgenommen. Fernsehen eher um die 16mm-24mm, Heimbereich 8mm (super8).
 
Hier ist ein Tutorial, in dem der Autor versucht, den Look von Star Wars: Episode Two nachzumachen. Dabei wird auch einiges erklaert. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen.
 
Zurück
Oben