Mein Vorschlag soll bewirken, dass du mit rsync dein System mit einem Verzeichnis auf dem NAS synchronisierst und das NAS dann die regelmäßigen Snapshots erstellt, ohne dein Produktivsystem damit zu beeinträchtigen.
Letztendlich würde das dann so aussehen:
Cronjob auf Produktivsystem:
Code:
rsync -a --delete --exclude=/proc --exclude=/lost+found --exclude=/mnt --exclude=/sys / /mnt/snapshot/nas1/aktuell
Cronjob auf dem NAS:
Code:
tar cvpzf /pfad/zu/snapshots/$DATUM.tgz /pfad/zu/aktuell
Beim ersten Aufruf überträgt rsync das komplette root-Verzeichnis auf das NAS und bei jedem weiteren Aufruf überträgt es die Änderungen seit dem letzten Aufruf.
Das NAS erstellt dann regelmäßig Snapshots von dem synchronisierten Verzeichnis, die du auch brauchst, denn rsync interessiert sich nicht für fehlerhafte Dateien oder andere unerwünschte Änderungen. Dabei kann beides aber auch völlig unabhängig voneinander laufen (bspw. rsync immer um Mitternacht und Snapshots jeden Sonntagmittag oder so - die Zeiten sollten sich nur nicht überschneiden).
Letztendlich führt beides zu 'nem ähnlichen Ergebnis, mit dem Unterschied, dass du den Netzwerktraffic deutlich senkst und dein Produktivsystem entlastest und auch die Zeit, die für das Backup benötigt wird, verringerst. Mit rsync überträgst du ja nur die Änderungen. Das gibt dir auch die Möglichkeit, die Sicherung häufiger durchzuführen, weil es weniger Last mit sich bringt.
Andererseits muss dein NAS natürlich dafür in der Lage sein, den Komprimiervorgang selbst durchzuführen.
Angenommen, deine Systemplatte gibt den Geist auf, dann sähe der Recovery-Fall so aus:
- Platte ersetzen
- Live-Umgebung starten
- Partitionslayout erstellen
- letzten Stand mit rsync, scp oder so vom NAS zurückspielen
- Bootloader installieren
- Reboot -> fertig
Bei deiner jetzigen tar-Methode würdest du eben das letzte .tgz wieder auf die Platte entpacken.
Ein komplettes Festplattenimage würde ich nicht im laufenden Betrieb durchführen (und bin mir auch unsicher, ob es überhaupt vernünftig geht). Im Endeffekt erleichtert es nur den Recovery-Fall um die Partitionierung und die Bootloader-Installation und bringt zu viele Nachteile mit sich (dauert ewig, eventuelle Inkonsistenzen, sehr große Backup-Files).
Du könntest allerdings auf eine kombinierte Lösung setzen, indem du ein Festplattenimage offline erstellst und das zur Recovery verwendest und dann eben mit rsync noch die letzten Änderungen überträgst.
Ist natürlich auch davon abhängig, von was für einem System wir hier sprechen.