Bericht Knotenpunkt des Internets: Was im DE-CIX mit unseren Daten passiert

PhiE

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Wer eine Webseite aufruft, ein Spiel herunterlädt oder einen Film streamt, macht sich über den Weg der Daten meist keine Gedanken. Damit verschiedene Internetanbieter, Cloud-Dienste und Inhalteanbieter ihre Daten möglichst direkt austauschen können, treffen sich ihre Netze an Internetknoten.

Zum Bericht: Knotenpunkt des Internets: Was im DE-CIX mit unseren Daten passiert
 
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Hach, da werden Erinnerungen an die Ausbildung wach. In 2003 war ich mal im DE-CIX; es war schon spannend für jemanden, der maximal ISDN daheim hatte, vor dem 150 Mbits Knoten zu stehen.
 
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@PhiE Sehr interessant, danke für den Artikel. Gerne mehr solcher Artikel.
 
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Super Inhalt, danke!
Wie @Northstar2710 bereits schrieb: Gerne mehr davon 😊
Es ist schon beachtlich was dort technisch realisiert wird und 63,5% scheint sinnvoll. Bei Systemen sagt man ja sonst zwar eher 50% nicht überschreiten, doch sind wie beschrieben die Investitionsvolumina beim DE-CIX vermutlich auch keine Beträge aus der Portokasse 💀
Ich frage mich wo G MS oder AWS ihre Grenzen bei den DataCenters haben.
 
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Da sieht man mal auszugsweise wie wenig Bandbreite (bzw. genauergesagt "Transit") jeder Internetnutzer eigentlich im Schnitt braucht. 1000 Kunden mit 1 GBit/s wären ja schon theoretisch 1 Terrabit/s bei voller Auslastung.
 
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Nehmen „Seekabel“ eine ähnliche Rolle wie Internetknoten ein? Mich wundert, dass diese oft von privaten Anbietern wie Meta errichtet werden statt von neutralen Anbietern. Jedoch werden diese ja nicht nur zur Anbindung von Facebook dienen, sondern jeglichen Datenverkehr transportieren (gegen Gebühr pro Verbindung oder wie verrechnet sich das, sodass sich das für Meta, DE-CIX & co. lohnt)?
 
0xffffffff schrieb:
Da sieht man mal auszugsweise wie wenig Bandbreite (bzw. genauergesagt "Transit") jeder Internetnutzer eigentlich im Schnitt braucht. 1000 Kunden mit 1 GBit/s wären ja schon theoretisch 1 Terrabit/s bei voller Auslastung.
Im Prinzip hast du recht. Die mittlere Auslastung eines einzelnen Internetanschlusses ist recht gering, denn je höher die Geschwindigkeit, desto schneller sind auch die Daten übertragen.

Du kannst aber nicht"jeder Internetnutzers" (in D) auf das umschlagen, was der DeCIX überträgt. Wie im Artikel beschrieben, gibt es viele Internetknoten in Deutschland und auch große Provider peeren gerne auf eigenen Infrastrukturen:
https://www.heise.de/news/Vodafone-verlaesst-oeffentliche-Internetknoten-11068819.html

DeCIX macht gefühlt aber sehr viel PR / Öffentlichkeitsarbeit, so dass bei manchen der Eindruck entsteht, da würde fast alles drüber laufen.
 
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CBCase schrieb:
Nehmen „Seekabel“ eine ähnliche Rolle wie Internetknoten ein? Mich wundert, dass diese oft von privaten Anbietern wie Meta errichtet werden statt von neutralen Anbietern.
Ein Seekabel ist nur das Übertragungsmedium. Du musst es natürlich mit Knoten verbinden. Meta arbeitet hier z.B. mit dem Netzbetreiber Orange zusammen. Im Grunde ist es gut, wenn die Techkonzerne sich hier auch finanziell beteiligen und Investitionsmengen stemmen. Die Techkonzerne verdienen viel Geld damit, also können sie sich gerne an der Infrastruktur dafür beteiligen.
 
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Cooler Artikel, vielen Dank für den Einblick.
Ist mal was anderes als der Test einer Grafikkarte. Sehr interessant, gerne öfter sowas :)
 
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CBCase schrieb:
Nehmen „Seekabel“ eine ähnliche Rolle wie Internetknoten ein? Mich wundert, dass diese oft von privaten Anbietern wie Meta errichtet werden statt von neutralen Anbietern.
Meta, Google und Co haben so großen Datenmengen das es sich für sie Lohnt sich an Seekabeln zu beteiligen bzw mittlerweile auch welche alleinig zu besitzen.
Meta planen z.b. das längste Seekabel der Welt mit 50.000km zu bauen.
 
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CBCase schrieb:
Nehmen „Seekabel“ eine ähnliche Rolle wie Internetknoten ein? Mich wundert, dass diese oft von privaten Anbietern wie Meta errichtet werden statt von neutralen Anbietern.
(Lange) Seekabel sind sehr teuer. Oft schließen sich daher mehrere Telekommunikationsunternehmen zusammen um solche Projekte finanzieren zu können. Für Anbieter mit sehr großen (und weiter steigenden) Datenmengen rechnet es sich oft langfristig hier selbst zu investieren anstatt Kapazitäten von anderen Anbietern anzumieten.
 
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Ein Grund weshalb wir uns für einen providerwechsel mit dem Ausbau von FTTH hier entschieden haben. Die telekom wird unsere Gemeinde ausbauen und wir haben uns bewusst für einen FTTH Zugang von O2 dann entschieden. Bislang sind wir bei Vodafone, doch deren DOCSIS Netz hat sich stetig verschlechtert. Die endgültige Entscheidung für einen Wechsel kam dann durch Vodafones Rückzug von praktisch allen großen Exchanges.
Weiter teuer abkassieren für einen gbit docsis Anschluss, der aber im upstream seit Jahren nur noch sporadisch die 50mbit im upstream liefert UND jetzt noch alle öffentlichen exchange links kappt - nö, das war's mit uns. O2 hat da das besere peering mittlerweile.
 
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Danke für den Artikel!
Man lernt immer was Neues (für mich).
 
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Cool, damit habe ich für meinen Unterricht im nächsten Halbjahr für 2-3 Doppelstunden schonmal eine valide Quelle.

Wenn ihr jetzt noch einen Grundlagenartikel zu maschinellem Lernen machen würdet … Ich frage für eine Freundin. :D

In dem Sinne: Danke :-)
 
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Haben die eigentlich statistiken was wohin verteilt wird?
Anteil verschlüsselt/unverschlüsselt, Dienste? Webseiten?
Menge an Traffic Pro Ziel?
Nach den Snowden Leaks sollte eigentlich fast nichts mehr im Klartext über die Leitung gehen.
Was sind die größten Nutzer neben Streaming-Diensten?
 
Schöner Artikel :)
0xffffffff schrieb:
Da sieht man mal auszugsweise wie wenig Bandbreite (bzw. genauergesagt "Transit") jeder Internetnutzer eigentlich im Schnitt braucht.
Das ist ein Trugschluss denke ich, denn viel wird von lokalen caches aufgefangen. Ich weiß nicht ob die inhaltsanbieter/CDNs da eigene server verteilt aufstellen, oder ob der provider, bzw der knotenbetreiber (bei mir geht viel über den BCIX) dinge wie spieleupdates für steam cachen wo ja absehbar viele leute die gleichen daten innerhalb kurzer zeit runterladen. Aber oft geht es eben eher kurze wege um nicht unnötig viele datenpfade auszulasten. Am ende kostet der ausbau der kapazitäten ja geld und der provider hat ein interesse daran das nicht alles aus fremdnetzen zu beziehen.
Wenn z.b. Netflix caches für die am meisten gefragten videos in jedem größeren Austauschknoten deutschlands und bei allen größeren Providern aufstellt geht nur noch ein deutlich kleinerer teil zum 'kern CDN' das vielleicht beim DECIX angeschlossen ist. Es würde mich wundern wenn jeder in deutschland die videos von einem zentralen netzknoten bekommt weil das teurer sein dürfte als einfach ein paar kleinere server mit anbindung in 'üblicherer' bandbreite auf ein paar großstädte zu verteilen.
 
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