Bericht Knotenpunkt des Internets: Was im DE-CIX mit unseren Daten passiert

Atkatla schrieb:
Du kannst aber nicht"jeder Internetnutzers" (in D) auf das umschlagen, was der DeCIX überträgt. Wie im Artikel beschrieben, gibt es viele Internetknoten in Deutschland und auch große Provider peeren gerne auf eigenen Infrastrukturen:
Dazu als Beispiel: ich kenne keine Statistik für Deutschland, aber laut dem französischen Regulierer ARCEP lief 2025 bei den vier großen französischen Providern nur 1,5% des Datenverkehrs über Public Peering. Der Rest verteilte sich auf Private Peering und Transit. Bei kleineren Anbietern würde ich vermuten dass der Anteil von Public Peering höher liegt, da sich privates Peering nur mit weniger anderen Netzen lohnt.

Bildschirmfoto 2026-09-26 um 13.37.25.png
 
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Rainbowprincess schrieb:
Die endgültige Entscheidung für einen Wechsel kam dann durch Vodafones Rückzug von praktisch allen großen Exchanges.
Das ist völlig an mir vorbeigegangen, bedenkliche Entwicklung (auch wenn ich persönlich kein Problem mit dem VF-Netz habe).
 
Habe den Text nach BND und NSA gescannt aber nichts gefunden...
 
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@PhiE Vielen Dank für den Artikel. Sehr guter Überblick über das Thema. Allerdings wurde das Thema IT-Sicherheit (im Sinne von Überwachung, nicht Redundanz) nur grob angesprochen. Aufgrund der Schlagzeilen, die das Thema in den letzten Jahren gerade im Zusammenhang mit dem DE-CIX machte, wäre es interessant gewesen hier im Artikel zu haben, wer an welcher Stelle des Systems unser aller Daten mitliest. Dass der CTO wahrsch. nichts dazu gesagt hätte - geschenkt. Aber keine Auskunft wäre ja auch eine Auskunft.
 
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RMS_der_Zweite schrieb:
Das ist völlig an mir vorbeigegangen, bedenkliche Entwicklung (auch wenn ich persönlich kein Problem mit dem VF-Netz habe).
ja, vodafone macht einen auf Telekom und haben sich mit inter.link zusammen getan. Vodafone will, dass man sich nun bei inter.link mit ihnen verbindet. Natürlich nicht für umme (wenn auch günstiger als die Telekom).
Sowas wird nicht unterstützt und da kam die Nachricht der Tkom, dass sie nun auch die umliegenden gemeinden der Stadt ausbaut, ganz recht. O2 wir kommen.
 
Wie CTO Dr. Thomas King im Gespräch mit ComputerBase erklärt, lässt der DE-CIX auf seinen Systemen eine Auslastung von höchstens 63,5 Prozent zu. Wird diese Marke überschritten, sorgt der Betreiber dafür, dass die Auslastung wieder darunter fällt. Bei dem ungewöhnlich konkreten Wert handelt es sich King zufolge um einen Erfahrungswert, mit dem der DE-CIX seit Jahren gut fährt.
Funfact: 63,5% (genauer 63,2) taucht in exponentiell verlaufenden Prozessen in der Physik auf.
Bspw. ist ein Kondensator nach der Zeitkonstante tau um 63,2% aufgeladen.
 
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Bigeagle schrieb:
Das ist ein Trugschluss denke ich, denn viel wird von lokalen caches aufgefangen. Ich weiß nicht ob die inhaltsanbieter/CDNs da eigene server verteilt aufstellen
Ja deswegen steht da ja auch "genauergesagt Transit" und ja, große CDN stellen eigene Edge-Server in die jeweiligen Autonomen Systeme wenn sich das lohnt, um eben Transit-Traffic zu sparen der häufig ein Nadelöhr oder teuer ist. Netflix ist dahingehend sogar relativ transparent: https://openconnect.netflix.com/en/
 
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Atkatla schrieb:
Ein Seekabel ist nur das Übertragungsmedium. Du musst es natürlich mit Knoten verbinden. Meta arbeitet hier z.B. mit dem Netzbetreiber Orange zusammen. Im Grunde ist es gut, wenn die Techkonzerne sich hier auch finanziell beteiligen und Investitionsmengen stemmen. Die Techkonzerne verdienen viel Geld damit, also können sie sich gerne an der Infrastruktur dafür beteiligen.

Gefährlicher Gedankengang. Eine Zwangsgebühr fände ich interessanter.
 
Atkatla schrieb:
Die Techkonzerne verdienen viel Geld damit, also können sie sich gerne an der Infrastruktur dafür beteiligen.
.. Irgendwie müssen sie ihr Rechenzentren vernetzten.
Ausserdem haben sie ein Interesse, dass ihre Dienste gut erreichbar sind.
Die beteiligen sich an Leitungen weil es sich rechnet und nicht aus Solidarität
 
Bigeagle schrieb:
Schöner Artikel :)

Das ist ein Trugschluss denke ich, denn viel wird von lokalen caches aufgefangen. Ich weiß nicht ob die inhaltsanbieter/CDNs da eigene server verteilt aufstellen, oder ob der provider, bzw der knotenbetreiber (bei mir geht viel über den BCIX) dinge wie spieleupdates für steam cachen wo ja absehbar viele leute die gleichen daten innerhalb kurzer zeit runterladen. Aber oft geht es eben eher kurze wege um nicht unnötig viele datenpfade auszulasten. Am ende kostet der ausbau der kapazitäten ja geld und der provider hat ein interesse daran das nicht alles aus fremdnetzen zu beziehen.
Wenn z.b. Netflix caches für die am meisten gefragten videos in jedem größeren Austauschknoten deutschlands und bei allen größeren Providern aufstellt geht nur noch ein deutlich kleinerer teil zum 'kern CDN' das vielleicht beim DECIX angeschlossen ist. Es würde mich wundern wenn jeder in deutschland die videos von einem zentralen netzknoten bekommt weil das teurer sein dürfte als einfach ein paar kleinere server mit anbindung in 'üblicherer' bandbreite auf ein paar großstädte zu verteilen.
Dazu kann ich ggf. ein wenig infos geben :)

Wir als ISP mit n paar Kunden haben von Netflix cache nodes bekommen, die stehen bei uns in den Racks und laufen auf unsere Switches/Router.
Die werden dann frühst morgens bis abends jeden Tag mit Daten bespielt, wo Netflix glaubt, dass unsere Kunden die Videos schauen werden und dann wird aus den caches ausgespielt, wenn ich mich recht erinnere kommen bestimmt 90% des Traffics von Netflix aus den caches, rest ist Transit oder PNI/Peering im allgemeinen, haben eine gute Quote.
Von Google gibt es auch Google Cache nodes, ob die genauso funktionieren weiß ich nicht, Netflix ist da ein wenig informativer mit deren Partnerportal.
Ziel ist es für einen mittelgroßen Anbieter, wie wir es sind, möglichst viel über Peering über den DE-CIX oder wenn es genug Traffic ist ggf. auch einen PNI, Rest über Transit, letzteres kostet halt immer Geld da ist der Umstand über PNI oder Peering schnell günstiger.

Von Paid Peering mit der Telekom wollen wir gar nicht reden, dass ist ne komplett eigene Sache....
 
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riloka schrieb:
Haben die eigentlich statistiken was wohin verteilt wird?
Anteil verschlüsselt/unverschlüsselt, Dienste? Webseiten?
Die Daten laufen bei DE-CIX nicht über irgendwelche Firewalls die fähig wären die Pakete zu analysieren. Stelle dir das eher vor als riesige Switche die "nur" Pakete von A nach B schaufeln.
 
kostenfrei mesh internet fuer alle ohne rechenzentren!
 
xexex schrieb:
Die Daten laufen bei DE-CIX nicht über irgendwelche Firewalls die fähig wären die Pakete zu analysieren.
der de-cix analysiert die daten nicht in dieser tiefe, allerdings werden sie dort ausgeleitet und z.b. vom bnd ausgewertet.
 
Reihenweise Golf 1 in Postgelb.
Ich "rieche" wieder lecker Kaltstartgas 🤭

pure Nostalgie
 
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Ich erinnere mich noch an die "AOL-Lamer" :D. AOL-Kunden hatten damals einen schlechten Ping. Das hatte dann vermutlich auch damit zu tun, dass AOL nicht an den richtigen Knoten direkt angeschlossen war!?
 
0x8100 schrieb:
der de-cix analysiert die daten nicht in dieser tiefe, allerdings werden sie dort ausgeleitet und z.b. vom bnd ausgewertet.
Jain! Wie alle deutschen Anbieter wird auch die DE-CIX verpflichtet sein entsprechende Hardware zu installieren, damit ein Zugang zur Überwachung möglich ist. "Ausgewertet" wird da vom BND allerdings nichts, keine Hardware der Welt ist in der Lage mal eben 20TB/s an Daten auszuwerten.

Es wäre mir außerdem völlig neu, dass der BND hierzulande ungefragt alle Unternehmen aushorcht und wie gesagt stehen entsprechende Boxen meist bei den Anbietern selbst.
https://www.linux-magazin.de/ausgaben/2017/01/recht/
 
xexex schrieb:
"Ausgewertet" wird da vom BND allerdings nichts, keine Hardware der Welt ist in der Lage mal eben 20TB/s an Daten auszuwerten.
natürlich braucht man nicht den gesamten traffic behandeln, mittels filter lassen sich erstmal die interessanten verbindungen selektieren und dann reduziert sich die zu analysierende datenmenge schon erheblich. und das wurde und wird am de-cix schon lange gemacht, ich erinnere mal an:

https://www.heise.de/news/NSA-Skand...ugriff-am-Internet-Knoten-DE-CIX-2261805.html
https://www.heise.de/news/NSA-Skand...X-klagt-gegen-die-Bundesrepublik-3325186.html

und auch heute wird offen darüber geschrieben:
Die Spionage an den Glasfaserkabeln ist Teil der Strategischen Aufklärung des BND. Dabei geht es zunächst nicht um gezielte Abhörmaßnahmen gegen einzelne Personen. Vielmehr durchforstet der Dienst in Echtzeit den gesamten Datenstrom mit Suchbegriffen, sogenannten Selektoren.
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/bnd-gesetz-befugnisse-102.html
 
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