Kondensator oder Lüfter defekt?

mark18078

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Ich habe seit einiger Zeit folgendes Problem: mit zunehmender Raumtemperatur und Betriebsdauer stürzt mein PC komplett ab. Nur die Dioden an der Gehäusefront leuchten und die Lüfter laufen noch, ansonsten tut sich nix mehr. Bei Zimmertemperatur über 20 °C läuft die Kiste gerade einmal noch 10 bis 15 Minuten, dann stürzt sie ab.
Nach mehrmaligem Neustart über den Ein/Aus-Schalter am Netzteil fährt der PC dann rgendwann mal wieder hoch.
Zunächst hatte ich an ein Lüftungsproblem gedacht, da das Gerät inzwischen fast 6 Jahre alt ist und die Lüfter auch schon etwas laut geworden sind.
Heute hatte ich den PC beim Fachändler, und der hat zunächst auch an ein Lüfterproblem gedacht. Ich hab dann gleich mal den Austausch von Prozessorlüfter und komplettem Netzteil in Auftrag gegeben.
Als der Prozessorlüfter gewechselt war, ist der PC trotzdem nach ein paar Minuten wieder abgestürzt. Daraufhin bekam ich die telefonische Nachricht, es seien wohl nicht die Lüfter, sondern das Mainboard sei kaputt. Ein sog. "Blumenkohlkondensator sei defekt - was immer das auch sein mag!?
Heute Abend hab ich mal den Versuch gemacht, das Gehäuse geöffnet, und einen Ventilator davor gestellt. Und siehe da, der PC läuft trotz 24 °C Zimmertemperatur seit mehr als einer Stunde absolut problemlos! Meine Frage: was denkt Ihr - ist es ein Kondensator oder doch die Lüfter (das Netzteil wurde ja nicht gewechselt oder ausprobiert)? Und was hat ein Kondensator mit Belüftung zu tun? Müsste ein defekter Kondensator nicht auch irgendwann einmal ein anderes, spürbares Problem verursachen? Danke für jeden Tip, denn ich war bereits auf der Suche nach einem Austausch-Mainboard MSI K7T Pro, was nach 6 Jahren leider gar nicht mehr so einfach ist.

22:03 Uhr: und er läuft immer noch einwandfrei... mit Ventilator ;-)
 
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Ich denke das es an der Belüftung vom Gehäuse liegt
Kann sein das dein Gehäuse die Wärme nicht abführt.
Dann auch mal im Bios schaun ab welcher Temperatur der Rechner sich aus schalten soll.
Kann sein das es zu knapp bemessen ist
Ein neues Netzteil ist bei diesem Rechner nicht anzuraten
Eine Reinigung wäre da wohl besser gewesen und eine Erneuerung der Wärmeleitpaste.
 
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ein "Blumenkohl-Kondensator" ist ein ausgelaufener Elko wo sich das Elektrolyt kristallisiert hat, sieht dann aus wie ein Blumenkohl
da das Board ja schon einige Jahre auf dem Buckel hat, wäre es Geldverschwendung es zu reparieren
der Austausch des/der def. Kondensatoren würde nicht viel bringen, weil in kurzer Zeit andere Elkos folgen würden
das Board so weiter zu betreiben, bedeutet über kurz oder lang den kompletten Ausfall bis zur Beschädigung anderer Komponenten

ein alternatives Board wäre

http://www.conrad.de/goto.php?artikel=974568

aber wenn der PC die letzten Jahre auch bei höheren Temperaturen gut lief, glaub ich nicht an ein Lüftungsproblem, es sei den er ist extrem verdreckt
 
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na komm ich bitt euch - ein blumenkohlkondensator sagt doch schon alles! sowas hat immer mit überhitzung zu tun. allerdings scheint es ein gutes board gewesen zu sein, denn dass das ding 6 jahre durchhält ist ungewöhnlich gut. bei billigen platinen gibt es dieses problem miest schon nach einem halben jahr.

du kannst den kondensator also auswechseln, wenn du das nötige geschick und den ersatzkondensator sowie einen lötkolben hast. die gefahren dabei:

1. du schrottest das mainboard ganz oder
2. du schaffst den umbau ohne probleme, aber das board hat schon was abbekommen.

ich denke, da der pc schon 6 jahre alt st darfs mal ein neuer sein - 6 jahre ist bei computern schon eine verdammt lange zeit.

p.s.: wenn du das board so weiter betreibst musst du dich darauf einstellen, dass es nicht bei einem kondensator bleibt!
 
Stimmt, 6 Jahre ist eingentlich schon ein sehr gutes Alter. Aber weil das Teil bisher problemlos lief, ein neuer PC gleich mal ein paar hundert Euro verschlingt und ich in zwei Wochen auch noch in den Urlaub möcht, wollt ich's zunächst halt mal mit ner Reparatur versuchen. Und ein Mainboard dieser Klasse kostet heut ja grad mal noch 20-30 Euro plus Einbau... macht dann 60 Euro, wenn alles passt.
Selbst reparieren kommt für mich nicht in Frage, wegen dem Beschädigungsrisiko... und was die Verschmutzung anbelangt, es hat sich sicherlich Nikotin abgelagert im Laufe der Zeit... aber mit dem Austausch des CPU-Lüfters sollte doch auch eine Reinigung erfolgt sein!?
Was ich nur nicht verstehe: warum läuft das Gerät nun schon seit 3 Stunden absolut einwandfrei, nur weil ein kleiner Tischventilator davor steht? Kann es wirklich das Mainboard bzw. der Kondensator sein oder will mir da nur jemand lieber einen neuen PC verkaufen?

Habe grad mal das Tool SpeedFan installiert und den Tischventillator weggedreht. Innerhalb von knapp 5-6 Minuten stieg die Temp1 auf knapp 52 °C (mit einem Flammensymbol gekennzeichnet - bedeutet ja wohl nix Gutes!?), die Temp2 auf 30°C und Temp3 auf 23°C.
 
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ich denk mal nicht, dass der ganze CPU-Kühler getauscht wurde
der Lüfter lässt sich ohne Abnahme des Kühlkörpers wechseln und kostet nur ein paar Euro
wenn das Board gewechselt wird, werden die Herren Mechaniker nicht drumherum kommen auch den Kühlkörper abzunehemen und somit auch die Wärmeleitpaste zu erneuern
ist nur blöd, das ganze per Ferndiagnose zu beheben und welcher Werkstatt kann man schon trauen
selbst ist der Mann, wenn man´s kann ...;)

ich vertraue keiner "Kellerlöterei" wo der Mechaniker nur gebrochen deutsch kann - bitte nicht falsch verstehen - aber 10 Jahre Berlin machen schlauer
 
könnte ja sein das der CPU-Lüfter nicht ordentlich sitzt oder die Wärmeleitpaste zu dick aufgetragen wurde
 
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