Kopiervorgang - Wo ist der Flaschenhals?

kataniel

Cadet 4th Year
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Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem:
Das erste System aus meiner Signatur geht total in die Knie während ich große Datenmengen von einem Datenträger auf den anderen kopiere.
Auf der ersten Platte liegt das Betriebssystem (XP x64), auf der zweiten die Daten.

Das Problem tritt sogar auf, wenn ich von meiner dritten eingebauten Festplatte auf eine USB-Platte kopiere.
Man sollte ja meinen, daß das System trotzdem ansprechbar bleibt, da die beiden Platten, die das Betriebssystem und seine Daten beherbergen, beim Kopieren ja außen vor bleiben.

Der SATA-Betriebsmodus ist AHCI und es gibt auch keine Konflikte im Gerätemanager.
Das System hat 8 GB RAM und 8 GB Swap, die CPU-Last beim Kopieren liegt immer unter 10%, daran kanns also auch nicht liegen.

Zum Vergleich:
Ich hab hier ein kleines Notebook mit Pentium DualCore, 2 GB RAM und XP32, das zeigt sich unbeeindruckt, wenn ich dort das gleiche Szenario fahre. Und das hat sogar nur eine interne Platte, von der ich auf die externe USB-Platte kopiere.

Danke schonmal für Eure Hinweise
 
Das kann sich eigtl nur damit erklären lassen, dass du deinen RAID-Controller in die Knie zwingst... dass der nicht mehr mit den Daten hinterherkommt... anders kann ichs dir nicht erklären, zumal ich da sProblem auch hatte, aber ich hatte 6 Platten drin, davon ein RAID0 und ein RAID5....
 
Ich habe kein RAID eingerichtet. Alle Platten laufen Standalone.
Wenn ich im Taskmanager unter Prozesse I/O Read Bytes und I/O Write Bytes aktiviere, kann ich dort sehen, daß der Explorer-Prozess beim Kopieren von einer internen auf eine andere interne Platte ca. 100 bis 110 MB/s pro Sekunde liest und schreibt.

Macht diese Rate evtl. schon den Bus dicht? Weiß jemand, wie die reale Anbindung der SATA-Schnittstellen beim P45-Chipsatz ist. 6x 3GBit simultan werdens wohl nicht sein...

Das erklärt aber nicht, daß das Problem weiterhin besteht, wenn ich auf eine externe USB-Platte kopiere (ca. 30 MB/s)
 
30 MB/s ist vollkommen normal... schneller können die Controller der USB-Platte nicht die Daten von USB auf SATA wandeln...

Und wo sit das Problem bei 100-110 MByte/s, mehr können HDDs eh nicht...
 
Tut vielleicht nichts zur Sache, aber vielleicht trotzdem hilfreich: Hast du mal mit Teracopy versucht, zu kopieren? Ist ein nützliches Tool, besonders um viele Dateien zu kopieren. Gemäss Hersteller auch besonders geeignet, um zwischen verschiedenen physikalischen Drives zu kopieren.

Schaus dir mal an: http://www.codesector.com/teracopy.php
 
bei USB ist USB selbst der Flaschenhals... da geht nicht mehr durch... ausser du hast USB 3.0 dann geht da noch mehr. So wären 25-30MB/sec schon gut.
 
usb2 ... 30mb/sec.
mehr geht da nicht.
 
Das ist eher ein Problem von Windows XP ...

Wenn man damit sehr grosse Datenmengen kopiert ( mehrere GB ) dann scheint das XP nicht zu verkraften ..

An einem Raid Controller der eigentlich für grossen Datendurchfluss zuständig ist sollte es nicht liegen steht ja eh nicht da das ein Raid System aufgebaut ist .

Hatte das damals auch mal obwohl von interner Platte zu interner Platte kopiert sollte die Dauer mehrere millionen stunden dauern und das System war auch voll ausgelastet . Wenn man dann einzelne Verzeichnisse nur kopiert ist das ganze weg .

Wie reagiert dein System denn bei kleineren Datenmengen ?
 
Das stimmt, die Datenraten beim Kopieren sind völlig in Ordnung.

Es geht darum, daß während des Kopierens das System ein sehr schlechtes Ansprechverhalten hat.

Ich dachte zuerst, daß es vielleicht für Hintergrunddienste - also Serverbetrieb - optimiert ist, aber im Arbeitsplatz unter Leistungsmerkmale ist konfigurier, daß Programme eine höhere Priorität haben als Hintergrunddienste.
 
Ahhhh...
Dann kann es nur der Chip selber sein, auch wenn der sowas eigentlich noch verkraften sollte...
 
Die Frage ist im Grunde, was Du mit Deinem System anstellen willst, während diese großen Kopiervorgänge laufen...

Wie T3mp3sT1187 bereits schreibt, sind die Platten mit 100-110 MByte/s bzw. USB mit 30 MByte/s voll ausgelastet.
Wenn dann aus dem System noch Plattenzugriffe auf eine der momentan voll ausgelasteten Platten passieren sollen, wirds lahm.

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Ich hatte allerdings selber mal einen Fall von zeitweisem Systemstillstand alle paar Minuten, wo wirklich gar nichts mehr ging.

Schau vielleicht mal in die Ereignisprotokolle.

Bei mir lag es damals daran, dass das DVD Laufwerk zeitweise vom System nicht erkannt wurde (Wackelkontakt) und der Erkennungsvorgang alle paar Minuten das System vollkommen zum Stillstand brachte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was meinst du mit "in die Knie gehen"?

Hast du die "Intel SATA RAID Treiber" installiert? Auch wenn du kein RAID hast, so wird mit den Treibern AHCI besser unterstützt.

Aktuelle "Intel INF" schaden auch nicht.

Nebenbei: Bist du auf XP angewiesen? Gerade die 64Bit Version wurde von Microsoft schon immer eher stiefmütterlich behandelt. Windows 7 ist für dich keine Option? Läuft auf jeden Fall schneller und stabiler. Solche Probleme bekommst du mit Windows 7 nicht.
 
Also momentan kopiere ich gerade ca. 5 GB Fotos von einer internen auf die USB-Platte.
Währenddessen ist es schon ein Geduldsspiel, mit einem kleinen Editor im Öffnen-Dialog durchs Dateisystem zu navigieren und eine 3KB große Textdatei zu öffnen.

Wie gesagt, die CPU dreht Däumchen und die Datenrate liegt ja auch nur bei max. 30 MB/s
 
Antivirus Wächter? Laufende AV Prüfung?
Andere Zugriffe auf's Laufwerk (Laufende Indizierung, Downloads, Verschieben statt kopieren, Kompression aktiv)?
Schleichende Festplattendefekte (siehe Smartwerte, Festplattenchecks, Ereignisanzeige)?
AHCI von anfang an konfiguriert gewesen oder per registry hack nachträglich?
Mal mit dem process explorer geschaut, was die Auslastung verursacht?
Geht während des Kopierens Deine RAM Verwendung stark hoch?
Muss die Auslagerungsdatei sein bei 8GB RAM?
 
Zuletzt bearbeitet:
kataniel schrieb:
Währenddessen ist es schon ein Geduldsspiel, mit einem kleinen Editor im Öffnen-Dialog durchs Dateisystem zu navigieren und eine 3KB große Textdatei zu öffnen.

Wie gesagt, die CPU dreht Däumchen und die Datenrate liegt ja auch nur bei max. 30 MB/s

Versuchst Du auf die USB Festplatte zuzugreifen (Dateisystem) und dann ggf auch noch einen Ordner mit tausenden von Dateien zu öffnen?

Dann läge genau da das Problem.
Durch den Kopiervorgang ist die Platte voll ausgelastet und bekommt einen parallelen zusätzlichen Zugriff nicht gebacken.

Auf eine nicht am Kopiervorgang beteiligte Platte solltest Du zugreifen können.
 
Aaaaahhhh, alles klar.

@OhNoIKilledMyHD: Es war der AV-Guard von Avira!
Wenn ich den ausschalte, läuft alles wieder butterzart!
Der AVGuard-Prozess tätigt beim Kopieren auch Lesezugriffe (I/O Read Bytes im TaskManager)

@savuti: Ja, auf dem System muß XP x64 laufen, was Anderes ist momentan keine Option.

Danke euch allen für die schnellen Antworten! :)
 
Klar, wird eben alles gescannt, was Du kopierst. Schön, dass es so einfach war.
Hatte sogar überlegt, als Beitrag nur "Antivir?" zu schreiben, fand das dann aber zu arrogant ;)

Geht bei mir auch so weit, dass ich AV-Wächter ausschalte, bevor ich große Datenmengen kopiere.
Hängt aber vom Scanner ab. Es gibt ja auch ein paar, die bereits gescannte Dateien dank Checksummen ignorieren.
 
Das wäre schon ok gewesen, die einfachsten Lösungen sind immer noch die besten.
Ärgert mich nur, daß ich nicht selbst drauf gekommen bin ;)

Zumal die Problematik unter Linux, unter welchem bei mir kein Online-AV-Scanner rödelt, nicht auftritt.
 
das kann natürlich an einem Virenscanner liegen, aber hauptsächlich tritt das beim Kopieren per Drag&Drop oft auf. Der Explorer beherrscht das Kopieren im Hintergrund nicht, dadurch steigt die Prozessbelastung.

Dateimanager wie Free Commander, Total Commander oder Speed Commander können dagegen im Hintergrund kopieren.

Probier es ruhig mal mit TerraCopy.
 
Hi kataniel. Das Problem wird durch zu viele Dirty Page Hits des Speichermanagers verursacht. Du kannst die Page Hits begrenzen, indem du in die Registry folgenden Schlüssel einträgst:

Im Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\SessionManager\MemoryManagement erzeugst du mit Bearbeiten->Neu->DWORD-Wert einen neuen Eintrag mit dem Namen SystemCacheDirtyPageThreshold
Anschließend Doppelklick auf diesen neuen Eintrag und gebe als Wert eine Größe ein, die zwischen der Hälfte und einem 64stel des installierten Arbeitsspeichers liegt. Ich habe bei mir mit ebenfalls 8GB Ram den Wert 100 (hex) festgelegt und damit läuft es ganz vernünftig.
 
Alternate 1
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