News Kostenloser Versand ab x Euro: Amazon testet Mindest­bestell­wert von 49 oder gar 59 Euro

Dudde schrieb:
Von seinem Vorschlag den er gemacht hat, Zwangsbeglückung mit Prime zum Sonderpreis -5€ pro Monat oder 60€ pro Jahr-, weil alle es zahlen müssen, die etwas bei Amazon bestellen.
 
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Dudde schrieb:
1. Gehe ich immer erst in Laden und guck die Preise an. Bei Hygiene Artikel etc gehe ich zu Rossmann, guck mir den Preis an und kann nochmal 10% abziehen. Dann sehe ich ob/wo es billiger ist und kauf dort ein.
Wenn mein REWE um die Ecke mal wieder meint, das Duschgel was ich dort immer gekauft habe nicht mehr zu führen, dann kaufe ich es bei Amazon und fahre nicht in die Stadt um danach zu suchen. Ein Busticket kostet in Köln mittlerweile 3,68€ in eine Richtung, ein Carsharing Auto + Parkplatz mindestens 10€, eher das doppelte. Da überlege ich keine zwei mal, sondern nutze den Vorteil des Prime Abos und habe es am nächsten Tag in der Packstation liegen.

Würde ich es genauso handhaben wenn die Produkte günstiger wären, ich dafür aber Versandkosten zahlen müsste? Vermutlich nicht, dann würde ich solche Bestellungen wohl zusammenfassen und einmal die Woche oder im Monat machen. So stellt sich die Frage für mich gar nicht erst, in manchen Monaten gehen auch mal 20 Bestellungen raus, natürlich nicht nur für einzelne Drogerieartikel, das war nur ein Beispiel.

Der springende Punkt dabei, trotz Prime, bezahle ich die versteckten Versandkosten immer mit. Würde man diese Praktik unterbinden und immer Versandkosten verlangen, könnte ich selbst entscheiden wie dringend ich etwas benötige und ob es sich lohnt zu sammeln. So ist es eigentlich völlig egal, zumindest wenn es rein um den finanziellen Aspekt geht.
 
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Incanus schrieb:
Von seinem Vorschlag den er gemacht ha
Aso das war nur ein Vorschlag, ja dann ist alles klar 👍

xexex schrieb:
Der springende Punkt dabei, trotz Prime, bezahle ich die versteckten Versandkosten immer mit
Das verstehe ich wieder nicht. Du zahlst doch deine 8,99€ um eben genau den Versand(kosten) zu umgehen oder war das auch nudr ein/e Vorschlag/Idee?

xexex schrieb:
Wenn mein REWE um die Ecke mal wieder meint
Das kann ich natürlich nachvollziehen und natürlich muss man die Fahrt mit eingerechnet.
Wahnsinn was bei euch ein Bus Ticket kostet! Bin ewig kein Bus gefahren denke mal der Preis wird ähnlich sein.
Fazit: Ich habe zum Glück Rewe, Aldi, Rossmann, Penny, Bäcker usw gleich um die Ecke und fahre mit dem E-Bike meistens einkaufen. Nur wenn ich sehr viel kaufe nehme ich das Auto.

xexex schrieb:
Würde ich es genauso handhaben wenn die Produkte günstiger wären, ich dafür aber Versandkosten zahlen müsste?
Auch dafür habe ich Verständnis.
Problem ist eben das dadurch auf Dauer die Offline Läden alle dicht machen. Gut Rewe und so sicher nicht und ich handel genauso wie du. Gutes Beispiel ein bestimmter Cappuccino der in jedem Laden knapp 50 Cent mehr kostet und wenn ich bei Amazon gucke ist er nicht nur deutlich billiger, es gibt bei 4 oder 5 Packungen sogar noch Rabatt was es noch billiger macht.
Da sind die Läden selber Schuld das ich sie dort nicht kaufe, würden sie mit dem Preis mal runter gehen würde ich sie auch beim Einkauf mitnehmen ABER:
Wie bei dir ist genau dieser immer ausverkauft und das nervt. Bei Angebot lohnt es schon gar nicht mehr zu gucken weil sowieso keiner mehr da ist.

Da bringt mir auch der ab und zu Rabatt von 5% auf Kaffee + Ersatz keine Ersparnis,

xexex schrieb:
So stellt sich die Frage für mich gar nicht erst, in manchen Monaten gehen auch mal 20 Bestellungen raus
Auch das kenne ich. In manchen Monaten hab ich auch ne ganze Liste an Orders.
Das gute ist auch noch: Es gibt (fast) keine Mengenbegreznung vs Laden wo vlt nur noch 2-3 Artikel auf Lager sind + es wird einem sogar nach Hause geliefert.

Es gibt zwar auch die Möglichkeit online bei Rewe zu bestellen aber das meiste ist viel teurer + kleinere Auswahl = unattraktiv selbst wenn erste Order gratis ist.

Dazu kommt eben noch das ich gerne kleine Offline Läden unterstütze aber das mache ich bestimmt nicht bei Rewe usw die das sowieso verkraften. Einen Bäcker, Dorf Apotheke etc hingegen unterstütze ich weil ich kein Bock hab das die verschwinden weil sie sich nicht mehr halten können.
Gerade Apotheken haben es oft schwer mitzuhalten zumindest die kleinen oder die aufm Dorf.

wenn ich alt bin möchte ich diese schon noch in der Nähe haben und nicht jedesmal online (vor)bestellen, sondern einfach hingehen.
 
Dudde schrieb:
Das verstehe ich wieder nicht. Du zahlst doch deine 8,99€ um eben genau den Versand(kosten) zu umgehen oder war das auch nudr ein/e Vorschlag/Idee?
Wie ich bereits oben schrieb, Prime oder nicht Prime, in jedem Artikel auf Amazon sind bereits Versandkosten versteckt, sonst gäbe es kein Mindestbestellwert, ab dem der Versand auch für nicht Prime Kunden kostenlos ist.

Ich kann mir als Prime Kunde 10 mal eine Tube Zahnpasta für jeweils 3€ zusenden lassen, ohne dafür einen Cent zusätzlich bezahlen zu müssen, während andere 10 Tuben auf einmal bestellen müssten. Wären die Versandkosten jedoch immer ausgewiesen, würde die Tube nur noch 2-2,50€ kosten, wie bei anderen Onlineversendern.

Trifft vielleicht nicht auf alle Artikel zu, aber definitiv auf die meisten und bei den "Centartikeln" ganz deutlich.

Dudde schrieb:
Wahnsinn was bei euch ein Bus Ticket kostet!
Rheinland, schlichtweg lächerlich! Ich fahre von Köln nach Düsseldorf mit dem ICE günstiger (Bahncard 50) 11,10€ Flex als mit dem Nahverkehr (14,45€) bei einer 30min Strecke. In Berlin bist du von Ost nach West (ABC) eine Stunde für 5€ unterwegs. Aber genug OT, bei Bedarf kann man es glücklicherweise mit dem Deutschlandticket deckeln.

Dudde schrieb:
Problem ist eben das dadurch auf Dauer die Offline Läden alle dicht machen.
Das ist weniger ein Problem von Amazon und Co. das ist ein Problem des Überflusses und wie man die Kunden seit Jahren zu konsumgeilen Äffchen erziehen möchte. Früher bist du in eine Drogerie rein und hast Rasierklingen gekauft, es gab Gilette, Wilkinson und DM Billigmarke, fertig.

Heute gibt es alleine von Gilette fünf verschiedene aktiv vermarktete Rasierer, mit jeweils 3-5 "verschiedenen" Rasierklingen und dazu noch diversen Verpackungseinheiten. Wo soll ein normales Geschäft das alles unterbringen? Oder soll ich als Kunde immer zu dem neuesten und teuersten greifen, weil der DM um die Ecke nur noch diesen führt?

Das ist nur ein Beispiel von tausenden, weshalb eben mein Duschgel nun von Amazon kommt und mein Deo wie es scheint bald auch, die Rasierklingen sowieso schon seit Jahren. Wir haben ein massives Überangebot an Waren, von denen lokale Händler nur noch einen Bruchteil anbieten können und auf der anderen Seite einen Versandhandel der (fast) alles hat, und am nächsten Tag liefern kann, die Entwicklung ist da leicht vorhersehbar.

Wünsche ich mir manchmal die Tage zurück, wo man in einen Laden ging und die eine Handcreme mitgenommen hat, die der Laden hatte? Ja! Wünsche ich mir die Tage zurück wo es nur eine Handcreme gab die man kaufen konnte? Nein! Ein Paradox, aber die Zeit kommt eh nicht wieder.
 
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xexex schrieb:
Ich kann mir als Prime Kunde 10 mal eine Tube Zahnpasta für jeweils 3€ zusenden lassen, ohne dafür einen Cent zusätzlich bezahlen zu müssen, während andere 10 Tuben auf einmal bestellen müssten.
Genau das ist doch der Sinn von Prime? Ich kann 10x einzelne billige Artikel bestellen um z.B Versandzeit zu sparen wenn ein oder mehrere Artikel später ankommen würden. Dafür zahlt man ja auch.
xexex schrieb:
Wären die Versandkosten jedoch immer ausgewiesen, würde die Tube nur noch 2-2,50€ kosten, wie bei anderen Onlineversendern.
Dann wäre Prime völlig sinnlos vs normale Kunden. Du zahlst ja schließlich 8,99€ dafür das du eben keinen Versand zahlen musst und gewisse Artikel günstiger bekommst. Wenn 1x schon 3,99€ Versand kostet bist du bei 3 Artikeln schon im "Plus". Da finde ich den Preis sogar billig wenn man viel dort bestellt.
Was ich aber schade finde ist das es keine separate Option zu buchen gibt die nur Versand ohne Video anbietet.

Ich wüsste auch keinen Online Shop (außer vlt Neukunde) wo es keinen Mindestbestellwert gibt oder du dann nicht doch Versand zahlen müsstest wenn es nur ein billiger Artikel ist. Gibt zwar welche die bei 20,25,30€ liegen aber auch viele die ab 50,60,70 oder gar 100€ erst versandfrei sind.

Viele Läden haben seit der gestiegenen Preise auch den versandfreien Betrag nach oben geschraubt. Wo früher 15-20€ waren liegt er heute nicht selten bei 30€.
xexex schrieb:
Das ist nur ein Beispiel von tausenden, weshalb eben mein Duschgel nun von Amazon kommt
Stimmt du hast recht, von dieser Seite habe ich das noch gar nicht betrachtet. Es gibt in Läden inzwischen oft viele Sachen nicht mehr oder nur teure (oder teurer als online). Online Apotheken sind auch oft günstiger. Was ich dennoch mache ist bei Rezepten in die örtliche zu gehen, geht oft doch schneller, kostet e gleich viel, weniger Aufwand und die Apo verdient wenigstens etwas.
Bei sonstigen Lebensmittel- und Drogerie Shops bin ich voll bei dir!

Es gibt Sachen die dort noch günstiger sind (Obst lieber vom Markt, Gemüse auch oder TK weil gesünder) aber viele andere Sachen z.B ein Schreibblock war mir zu teuer weil ich bei Amazon für sogar ~20 Cent weniger, gleich ein Doppelpack davon bekommen habe.

Das sind so Sachen die ich auch nicht ganz verstehe. Wenn sie wissen das Kunden bestimmte Artikel viel weniger kaufen weil es das im Internet billiger gibt, dann sollen sie mal von ihren "angeblichen teuren Lieferketten" den Preis wieder senken und dann kauft man es auch wieder.
Aktuell werden so viele Läden und Hersteller verklagt, sei es weil die Preise gar nicht mehr der Inflation entsprechen und sie das auf die Lieferketten, Transport usw schieben (irgendwer hamstert sich da wohl ne Menge Geld ein) oder eben die Mogelpackungen, viel zu teure Preise für z.B Schokolade obwohl man nur 1x gucken muss und sieht das der Kakao schon lange am sinken war und und und...

Das ist in meinen Augen schon Kundenabzocke ohne jetzt gezielt Offline Läden oder Marken zu nennen, damit es zu keinem Aufschrei kommt.
Teils bekommt man sogar viele selbe Produkte bei Amazon (und Ebay) deutlich günstiger als im Laden. Ja in welche Richtung das geht sieht man. Meine Sorge ist eher das sie dann auch anfangen die Preise zu bestimmen, also hoch jagen weil sie wissen Offline ist/wird es viel teurer.

Das traue ich Amazon bzw den Händlern schon zu, in weiter Zukunft. Ich hoffe das ich da falsch liege 😆
 
Dudde schrieb:
Das sind so Sachen die ich auch nicht ganz verstehe. Wenn sie wissen das Kunden bestimmte Artikel viel weniger kaufen weil es das im Internet billiger gibt, dann sollen sie mal von ihren "angeblichen teuren Lieferketten" den Preis wieder senken und dann kauft man es auch wieder.
Weil Personal, Energiekosten, Miete und der Einkauf ja auch alles so viel billiger wurde in den letzten Monaten oder Jahren.
Sei mir nicht böse, aber Du hast da eine sehr naive Sichtweise auf die Dinge. Die großen Onlinehändler haben da erheblich mehr Spielraum bei ihren Preisen. Das Personal wird eben nicht nach dem Tarif für den Einzelhandel bezahlt. Amazon finanziert den Versandhandel teilweise auch noch durch andere Dienste quer.
Wer möchte, dass die Riesen nicht irgendwann den Markt komplett übernehmen und dann die Preise bestimmen muss den lokalen Handel jetzt unterstützen und nicht nachher weinen.
Eine einzelne Tube Zahncreme bei Amazon zu bestellen käme mir niemals in den Sinn. So was hat man doch auf Vorrat, weil man auch im Laden nicht nur eine kauft, wenn man schon mal da ist. Ich fahre ja nicht für eine einzelne Tube dorthin.
 
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Incanus schrieb:
Sei mir nicht böse, aber Du hast da eine sehr naive Sichtwiese auf die Dinge.
Ich bin dir nicht böse. Im Gegenteil ist es mal gut aufgeklärt zu werden wo ich falsch liege.
Incanus schrieb:
Weil Personal, Energiekosten, Miete und der Einkauf ja auch alles so viel billiger wurde in den letzten Monaten oder Jahren.
Ja klar das stimmt ja auch und war in Zeiten nach Corona, Krieg und bis 2025 ja auch richtig so (außer der Lohn, der wurde ja nur minimal erhöht also unterstütze ich Personal eher nicht so, außer die sowieso gut verdienen). Seit 2025 ist aber ein (in vielen Bereichen, in anderen eher noch nicht) schon ein deutlicher Rückgang der Inflation.

Schon klar das sie Verträge für X Zeit mit denen haben und der Preis nicht gesenkt werden kann. Ich habe 25 auch gesehen das einiges billiger wurde z.B Butter. Es gab aber auch vieles wo die Preise nach oben gingen (und/oder Mogelpackungen) und das wäre dann ja ein neuer Vertrag. Wenn gewisse Dinge aber nicht mehr so teuer sind, warum ging/geht dann der Preis hoch?
Vlt übersehe ich da etwas gravierendes (wenn ja bitte um Erklärung) aber es wird immer alles auf die im oberen Post genannte Dinge geschoben und da habe ich schon einiges gesehen das dies nicht korrekt abläuft und es deswegen auch so viele Klagen auf einmal hagelt.
Incanus schrieb:
Wer möchte, dass die Riesen nicht irgendwann den Markt komplett übernehmen und dann die Preise bestimmen muss den lokalen Handel jetzt unterstützen und nicht nachher weinen.
Das wird so oder so noch kommen. Lebensmittel vlt nicht, aber Elektronik Geschäfte usw sieht man ja jetzt schon wie wenig da noch los ist.
Dazu kommt noch das Thema Garantie, wo man im Internet viel mehr (oder auch länger) Schutz hat und man bei defekten Geräten meist direkt neues + Retour bekommt (oder zumindest Leihgerät leichter), während man im Laden oft warten muss bis es repariert wurde was dauern kann. Auch ist der Weg dort hin zeit- und ggf auch kostenintensiver z.B wenn Laden weiter weg/Stadt etc und die Fahrt (Benzin oder Bus) auch nochmal dazu kommt + bei großen Sachen wie TV und Co,. Auch noch nervig ist weil Abholung meist Geld kostet.
Incanus schrieb:
So was hat man doch auf Vorrat, weil man auch im Laden nicht nur eine kauft, wenn man schon mal da ist.
Ich glaube das er das nur als Beispiel genannt hat.
Aber klar, wenn ich z.B zu Rossmann oder so gehe, dann kaufe ich auch gleich mehr als nur eine. Deo und generell Hygiene Artikel die man sowieso immer braucht, kaufe ich auch gleich "Vorrat" damit ich gar nicht erst in die Lage komm extra nochmal los zu müssen oder bei schlechten Wetter gezwungen bin loszufahren.

Aber in dem Bereich habe ich ehrlich gesagt kaum in Internet geschaut und kauf sie im Laden (zumindest das meiste wie Toilettenpapier usw). Ob es im Netz billiger ist habe ich keine Ahnung, kann es mir höchstens vorstellen wenn man gleich 10er Paket holt, aber ich will meine Wohnung ja nicht "vollmüllen" 😂
 
Incanus schrieb:
Wer möchte, dass die Riesen nicht irgendwann den Markt komplett übernehmen und dann die Preise bestimmen muss den lokalen Handel jetzt unterstützen und nicht nachher weinen.
Aktuell bestimmen die Riesen den Markt und Amazon gehört da nicht zu, Edeka und Rewe geben Preise vor und was in Deutschland überhaupt verkauft wird, den "Rest" kann der Hersteller nur über den Versandhandel anbieten oder stampft es gar komplett ein.
Edeka, Rewe, Lidl und Aldi dominieren laut einem aktuellen Gutachten mehr denn je den deutschen Lebensmittelmarkt. Das hat gravierende Folgen für Verbraucher und Landwirte.
https://www.zdfheute.de/wirtschaft/...ssion-gutachten-edeka-rewe-lidl-aldi-100.html

Den Riesen vor das Schienbein zu treten und bewusst die Sachen über den Versandhandel zu kaufen die man selbst möchte, und nicht bei denen Edeka und Co den meisten Gewinn einstreichen, sehe ich nicht als Gefahr für den Einzelhandel an, ganz im Gegenteil.

Seit Jahrzehnten entscheiden die Ketten was die Bauern anbauen, zu welchen Preisen sie es absetzen können und welche Produkte in Deutschland verkauft werden, da ist selbst Amazon ein kleiner Zwerg gegen. Die Produktqualität vieler Lebensmittel fällt seit Jahren nicht etwa auf Wunsch der Hersteller ab, sondern wegen dem Druck der Supermarktketten.

Im Versandhandel bekommst du echtes Olivenöl von hoher Qualität, gereiften Balsamico Essig für 100€/L und diverse anderen Artikel, für die bei den Supermarktketten, wo es nur um billig geht, kein Platz ist. Wieso steckt im Nutella nur noch 7% Kakao und 13% Haselnüsse? Weil es billig sein muss, sonst ist es raus aus dem Regal und es verschwinden immer wieder Produkte, wenn der Hersteller sich nicht kooperativ zeigt.
https://www.merkur.de/wirtschaft/ba...reise-ausverkauf-regale-leer-zr-13575885.html

Möchte ich dass Rewe und Co. verschwinden? Natürlich nicht, viele Menschen sind drauf angewiesen. Amazon ist für mich aber eine Plattform auf der ich zeigen kann, dass ich keine eklig gelben LEDs kaufen möchte, kein Billigöl was man im Ursprungsland wohl eher an die Schweine verfüttern würde und kein Deo, bei dem Rewe gerade am meisten verdient, sondern was mir am meisten zusagt.
 
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xexex schrieb:
Wieso steckt im Nutella nur noch 7% Kakao und 13% Haselnüsse? Weil es billig sein muss,
Billig für Rewe und Co. An uns Kunden wird es gleich oder teurer verkauft.
Mir ist schon öfter aufgefallen das manche Lebensmittel nicht mehr (so gut) schmecken, seitdem kaufe ich sie nicht mehr. Das Problem ist aber das es immer mehr werden und manches was echt gut war schon aus dem Sortiment überall raus ist.

Das die Rewe Kette (dazu gehören ja auch Penny usw. Warum schwanken dann eigentlich die Preise?) immer mehr Läden aufgekauft und sich immer mehr vergrößert hat ist schon ein Ding. Das Edeka auch oben mitspielt wusste ich gar nicht. Ich dachte es wären nur Rewekette, Aldi & Lidl. Sie leben ja auch im ständigen Konkurrenz Kampf, wenn etwas wo stark billig oder teuer wird dann ziehen die anderen nach..
Manchmal habe ich das Gefühl sie wollen uns Kunden testen wie weit sie gehen können 🤮

Dann kann man ja doch ruhigen Gewissen vieles online (bei Amazon) bestellen. Außer eben richtige Lebensmittel. Wobei ich dazu sagen muss das es z.B auch Netto-Online gibt und sie dort die selben Preise wie im Laden anbieten, aber mit weit weniger Auswahl. Dort habe ich auch schon mal bestellt.

Ich hoffe das sich langfristig ein Online Supermarkt und Discounter durchsetzen wird der auch überall verfügbar ist. In der Corona Zeit habe ich mal gesehen das es einen geben soll (aber nur in X Region, der sich angeblich erweitern wollte aber bisher nix draus wurde) und es dort online auch die selben Preise gab, egal ob Markenprodukt oder auch No-Name Produkte. Auf jeden Fall gab es dort das komplette Sortiment wie im Laden selbst.

Wenn sowas mal überall kommt/verfügbar ist, dann würde ich wohl (fast) nur noch dort meine Lebensmittel außer frisches Gemüse etc. kaufen. Ich hoffe schon seit Jahren das sich das mal durchsetzen wird 🙏
 
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xexex schrieb:
Aktuell bestimmen die Riesen den Markt und Amazon gehört da nicht zu, Edeka und Rewe geben Preise vor und was in Deutschland überhaupt verkauft wird
Deswegen fliegen ja auch die Eigentümer von Edeka und Rewe mit ihren eingenen Raketen ins Weltall, ne warte, das war ja ein anderer oder?
Mein Olivenöl kauf ich im Delikatessenladen im Nachbarort, das brauche ich auch nicht bei Amazon bestellen.

Natürlich bestelle ich auch Dinge bei Amazon, aber mir ging es ja darum nicht eine einzelne Tube Zahnpasta dort zu bestellen und sich irgendwann mal zu wundern, warum keine Läden mehr vor Ort existieren.
 
Incanus schrieb:
Deswegen fliegen ja auch die Eigentümer von Edeka und Rewe mit ihren eingenen Raketen ins Weltall
Glaubst du die Lidl und Aldi Eigentümer könnten sich das nicht leisten?
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Nur was hat das eine mit dem anderen zu tun? Die Preise, den Anbau und was auf den Tisch kommt, bestimmen die riesigen Supermarktketten hierzulande nicht Amazon. Amazon verhandelt keine Preise mit den Bauern oder zwingt die Hersteller möglichst billige Produkte auf den Markt zu werfen, das ist für mich ein großer Unterschied, auch wenn sie stattdessen durchaus Händler zu "Knebelverträgen" zwingen.
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
Mein Olivenöl kauf ich im Delikatessenladen im Nachbarort, das brauche ich auch nicht bei Amazon bestellen.
Kann man machen, mein Lieblingsöl gibt es in hier in der Nähe aber nicht und ich leihe mir nicht extra ein Auto, um Quer durch die Republik wegen einer Flasche Olivenöl zu fahren.
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Genauso wenig werde ich nach dem Balsamico suchen, nur um noch ein Beispiel von vielen zu nennen.

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Ich wohne in Köln, sicherlich gibt es hier vieles davon irgendwo in einem Geschäft, in den Supermärkten aber logischerweise nicht. Mir erschließt sich aber nicht wieso ich deshalb mit einem Mietwagen durch die Gegend gurken sollte, wenn ich die Sachen alle geliefert bekommen kann.
 
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xexex schrieb:
Amazon verhandelt keine Preise mit den Bauern oder zwingt die Hersteller möglichst billige Produkte auf den Markt zu werfen,
Echt nicht?
Ich habe dort z.B schon Amazon Milch (billiger als im Laden, aber nur max 3,5%) und Bio Haferflocken dort gesehen die von einem Händler sind (nach Recherche einer von einer Mühle also Bauer) gesehen, die auch billiger als im Laden sind.
Irgendwo müssen die billigen Preise doch herkommen/ausgehandelt werden?
 
Dudde schrieb:
einem Händler sind
Ein Händler kann die Waren zu einem beliebigen Preis reinstellen, Amazon ist es völlig egal ob die Milch dort 1€ oder 10€ kostet, Edeka nicht. Edeka möchte dass die Milch in ihren Läden möglichst billig ist, gab es doch erst kürzlich einen "Skandal" wegen Butter.
Dass immer weniger bei den Milchbauern ankommt, hat auch mit der Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels zu tun, stellen die Ergebnisse des aktuellen Gutachtens der Monopolkommission fest. Das Gremium wurde 2024 von der ehemaligen Ampel-Regierung nach den Bauernprotesten mit der Untersuchung beauftragt. Demnach habe der deutsche Lebensmitteleinzelhandel eine stark konzentrierte Marktstruktur: Vier große Handelsketten – Edeka, Rewe, Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, und Aldi – kontrollieren rund 85 Prozent des Marktes. Diese Konzentration ermögliche es ihnen, Einkaufspreise gegenüber Herstellern und Erzeugern massiv zu drücken und Konditionen einseitig zu bestimmen.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2025...l-aldi-markenbutter-verbraucherpreise/seite-2

Wer nicht bei Edeka, Rewe, Aldi oder Lidl sein Zeug loswird, dem bleibt nur noch Amazon, ein lokaler Hofladen oder der Direktvertrieb, macht zusammen gerade mal 15% der Absatzmarktes aus. Zu welchen Preis der Bauer aber seine Milch bei den Supermarktketten loswird, bestimmen diese ganz allein.
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
Damit verkürzt Du das Thema aber auf ein paar wenige Artikel.
Absolut! Wenn ich bei jeder Nudel oder Brotaufstrich besondere Ansprüche stellen würde, die nicht in einem der Supermärkte in der Gegend befriedigt werden können, hätte ich wohl ein Problem. Trotzdem ärgere ich mich, dass die Artikel von Jahr zu Jahr mehr werden, was aber natürlich auf das Kaufverhalten der Massen zurückzuführen ist. Billig muss es sein.

Nun gut, ich kann es mir leisten, einige sicherlich nicht, für andere hat Essen scheinbar keine Bedeutung, sie schaufeln sich jeden "Dreck" rein. Ich wollte hier aber auch nicht über den Sinn des Lebens philosophieren, sondern schlichtweg feststellen, dass Amazon in diesen Märkten gar kein Sagen hat. Der Lebensmittelmarkt wird ausnahmslos von ganz anderen Leuten dominiert, hier ist Amazon eine willkommene Ausnahme.
 
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Von Lebensmitteln war aber vor Deinen Einlassungen eigentlich auch gar nicht die Rede ;).
 
Incanus schrieb:
Von Lebensmitteln
Weil es nicht nur Lebensmittel sind! Kaufst du deine Rasierklingen um die Ecke? Zahnbürstenaufsätze auch? Ich wohne relativ zentral in Köln, DM, Lidl, Aldi, Rewe in Laufnähe und in keinem Laden könnte ich die kaufen, selbst wenn ich wollte. Ich gebe dir ein anderes simples Beispiel Duschgel, aus welchen Gründen auch immer führt Rewe und DM (der zu Rewe gehört) nur noch dieses von Dove Man:
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Soll ich auf einen anderen Hersteller oder Duft umsteigen, der mir schlichtweg nicht gefällt und mich den halben Tag nicht riechen können? In der Stadt herumfahren und schauen welcher Laden sonst noch die anderen führt? Wäre ich doch blöd, wenn ich bei einem solchen "Centartikel" nicht einfach mit einem Klick auf die komplette Breite zugreifen können würde und morgen nicht eines von diesen im Briefkasten liegt.
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Das ist jetzt ein Beispiel, ich teste durchaus auch gerne immer mal wieder neue Sorten aus, aber ändert an dem wichtigsten Punkt wenig. Wir haben ein riesiges Überangebot an Waren, was sich über den lokalen Handel schlichtweg nicht mehr absetzen lässt. Gleichzeitig aber als Konsument einfachen Zugriff auf Waren aus der ganzen Welt.

Das hat nichts mit "support your local dealer" zu tun, die können oder wollen nicht und Amazon bedient diese Lücke. Ich habe da jedenfalls kein schlechtes Gewissen dabei, wer nicht mit dem Markt mitgeht, der geht halt irgendwann vom Markt. Gleichzeitig sehe ich nicht ein wieso ich mich von den Supermarktketten bevormunden lassen sollte, versuche mal "um die Ecke" eine Lampe mit normal weißem Licht (4000K) zu bekommen.
 
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