News Kritik an Drosselplänen der Deutschen Telekom wächst

Wie viele es schon angeschnitten haben, es ist eine Zwickmühle. Entweder man wählt den Weg der Verstaatlichung, dh die Preise gehen hoch aber es entstehen keine Investitionslücken wie aktuell oder man öffnet den Markt für für viele kleine Anbieter, dh Zerschlagung von Monopolisten(Telekom). Aber das verstößt gegen unsere sozialistische Politik, die gerne stets einen Hand am Lenker haben möchten. Wie so oft wählt man den Mittelweg von Kontrolle und Kosten und es geht nach hinten los. Sich in eine der beiden Richtungen zu bewegen, wäre aktuell klüger. Dann muss man sich auch nicht so eine Konditionspraxis einfallen lassen, die alle zurecht nervt. Auf die Telekom zu schimpfen ist schön einfach, aber die Anbieter haben nur unbeliebte Wahlmöglichkeiten.
 
Wenn ich hier ein paar Posts lese hat die Telekom doch tatsächlich das geschaft, was sie wollten. Ablenken von der Tatsache, dass man quasi andere Anbieter von Videostream usw ausschaltet um die eigenen Dienste zu verkaufen und auch noch eine Ungerechtigkeitsdebatte oben drauf zu setzen....:D.
Ich habe es schon einmal in einem anderen Forum geschrieben. Die Leute, die auf günstigere Tarife hoffen, hoffen vergebens ;). Und wenn ich immer drauf achte, dass ein Unternehmen ja nicht mit meinem Geld andere Kunden quersubventioniert dann müsste ich auch meine Krankenkasse und KFZ-Versicherung kündigen.
Wenn wir User heute 75 GB bei 16 Mbit akzeptieren, dann schreien spätestens in 3-4 Jahren auch die Leute laut auf, die es heute für gut befinden.
Der Datenverkehr steigt jedes Jahr extrem an. Cloud, Videostream, MP3 Download usw werden überall beworben und wir in Deutschland machen so einen Rückschritt wegen der Dividende eines Konzerns.
Man muss ja auch bedenken, dass die Provider mit eine Drossel den Ausbau des Netzes auf ein Minimum reduzieren können und wahrscheinlich auch werden.
 
Also ich finde die Drosselung gar nicht so schlecht. Nur müssen auch für WGs, Familien etc größere Flats angeboten werden - anscheinend ist das ja der Fall, da die 75 GB / Monat nur die kleinste "Flat" ist und die nächstgrößere dann schon 200 GB / Monat mit sich bringt.

Ausserdem müsste die Drosselung auch für alle Telekom Angebote (als einzige Ausnahme würde ich Internet Telefonie durchgehen lassen) gelten.

Allerdings finde ich den abrupten Fall auf die gedrosselte Geschwindigkeit nicht so ideal - und die gedrosselte Geschwindigkeit zu niedrig. Ich fände es besser, wenn sich die Geschwindigkeit erst auf die Hälfte reduziert und z.B. nach weiteren 75 GB dann auf DSL 1000 sinkt.
 
Naja, verstehe aber die massive Kritik auch nicht. 75GB sollten doch für das Gro der Bevölkerung ausreichen

darum gehts nicht. Von mir aus können sie die Tarife besser nach Datenaufkommen staffeln; das ist hier aber nicht der Fall. Die machen willkürlich das Internet teurer. Und das geht in DE nicht so einfach, wenn man praktisch immernoch eine Monopolstellung hat.
 
Nirvana_MAL schrieb:
Bei meiner DSL 1000 Leitung wirds ja wohl nicht viel zum drosseln geben.

Ach ja, danke Telekom, dass ihr nichts weiter in Richtung Ausbau in den ländlichen Gegenden unternehmt. DSL2000 zahlen und 1000er bekommen, sehr löblich.

Du vergisst das damals die DSL 1000er auf 2000 erhöht wurde ohne mehr zu zahlen, weil DSL 1000 abgeschafft wurde (vertraglich) (zumindestens war es bei uns so)... Demnach ist deine Aussage nicht ganz richtig.
 
nomad12 schrieb:
Wenn ich hier ein paar Posts lese hat die Telekom doch tatsächlich das geschaft, was sie wollten. Ablenken von der Tatsache, dass man quasi andere Anbieter von Videostream usw ausschaltet um die eigenen Dienste zu verkaufen und auch noch eine Ungerechtigkeitsdebatte oben drauf zu setzen....:D.

Das ist nicht ganz richtig! Die meiner Meinung nach waren Ziele der Telekom.

- Ausloten, ob dies überhaupt möglich ist und wie andere Provider dazu stehen.
- Den eigenen Clouddienst nicht zu drosseln und anderen eine Partnerschaft anzubieten, versuchen sie
den Markt zu beherrschen und Mitbewerber vom deutschen Markt zu verdrängen.

Die wirklichen Ziele der Telekom! :

- Eine Diskussion zu verursachen, mit dem Ziel, von Firmen die viel Trafik verursachen, bezahlt zu
werden, um diese Dienste nicht zu drosseln! Dies wollten sie schon einmal! Auch hier hatten wir Kunden
kein Verständnis dafür. Jetzt sollen wir deshalb dran glauben!
- Sie wollen noch mehr Geld!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es ein Unverschämtheit. Alleine der Begriff Flatrate wird hier total missbraucht. Eine Flatrate ist eine Flaterate ohne Begrenzung und nicht mit Mb Limit und sogar noch zusätzlicher Drosselung nach erreichen dieses Limits. Ich bin froh nicht mehr bei der Telekom zu sein sondern bin bei Unitymedia da habe ich noch nie Probleme gehabt. Es läuft und läuft und läuft. Ich habe kein Limit und nix. Armutszeugnis für die Telekom. Damit versucht man sich um den Netzausbau zu drücken, mehr Kohle zu machen und der Netzneutralität zu schaden! Ganz eindeutig. Selbst der Routerhersteller Viprinet sagt das gigantische Überkapazitäten zur Verfügung stehen. Die Telekom will nur an den 3% der User die für über ein drittel des gesamten Traffics verantworlich sein sollen richtig abkassieren. Wenn die denken das diese 3% dann mehr zahlen würden um ihr gewohntes Surfverhalten beizubehalten dann haben die sich mächtig in den Finger geschnitten. Wenn ich noch bei der Telekom wäre würde ich spätestens nach dieser Ankündigung der Telekom sofort kündigen um denen einen Denkzettel zu verpassen. Wäre echt schön wenn die Telekom da mehrere 100.000 Kündigungen für bekommt. Man kann nur so etwas bewirken! Kündigen und woanders hin fertig.

Ich könnte mich über so eine scheisse aufregen bis zum geht nicht mehr! Es ist ein extrem extremer einschnitt. Obwohl ich nicht mehr bei der Telekom bin rege ich mich drüber auf.
 
chb@ schrieb:
wenn es stimmt, dass 3% 30% traffic verursachen finde ich eine drosselung in ordnung...
hahaha, dieses Argument ist so lächerlich. Ist ja nicht so, als ob dadurch die Preise für die low-user gesenkt werden. Die "Heavy-User" müssen einfach nochmal was drauf zahlen und in welcher Flatrate sollte das bitteschön so sein?
 
ichebem schrieb:
Also: Lange überflüssiger Schritt. Unbegrenzte Volumen sollte es weiterhin geben, diese aber eben deutlich teurer!

Hast du eigentlich auch nur irgendetwas verstanden?
Wie oft denn noch.
Bei den DSL-Anschlüssen ist der Traffic das günstigste.
5€ pro Terabyte!

Das Teure ist der Ausbau, der die maximale Geschwindigkeit erhöht.
Deshalb bin ich dafür, dass die Leute auf dem Land 60€ im Monat und die in der Stadt 30€ für einen VDSL-Anschluss zahlen.
Wer auf dem Land wohnt, hat ja generell eher mehr Geld.


Und ist das Schwachsinn? Ja!!
Genau, wie (deutlich) mehr für Traffic zu zahlen.
 
Die Telekom könnte auf Landwirtschaft oder Esoterik umsatteln, wenn sie zeitgemäße Telekommunikation nicht mehr anbieten möchte.

Dumm nur, dass Ihr das Netz überlassen wurde, an dem noch immer fast alle Endkunden hängen. Die wegen dieser Machtfülle als Ausgleich aufgebaute Regulierungsbehörde ist ein zahnloser Tiger, da die rechtlichen Regelungen Müll sind. Wer war doch gleich für all das verantwortlich? Welche Deppen wählen genau diese Verantwortlichen immer wieder? Sicher auch der ein oder andere, der sich jetzt hier aufregt ...
 
Teodulf schrieb:
hahaha, dieses Argument ist so lächerlich. Ist ja nicht so, als ob dadurch die Preise für die low-user gesenkt werden. Die "Heavy-User" müssen einfach nochmal was drauf zahlen und in welcher Flatrate sollte das bitteschön so sein?

Ja das ist ein Witz.
3% heavy kinderraubmordkopierterroristen kann hinkommen (ka), aber die andere 97 % sind nur zum teil am drossel limit.
Ich z.b. bin ein HEAVY user, mache aber KEIN filesharing etc. und komme so auf 75-125gb im monat mit dsl16k.
(anzumerken das die teledoof mich ständig anruft und versucht mir einen noch schnelleren Anschluss anzudrehen...)

Die mehrheit der 97% (sagen wir + - 50% davon) nutzen ihren Anschluss kaum. Mein vater verbraucht vielleicht 2gb und meine schwester mit ihrer familie vielleicht 5gb im Monat. Die bezahlen aber voll.

Also wenn wir heavy (also ich.. bin ja leicht über dem limit und die ganz schweren jungs) mehr zahlen um mehr traffic zu bekommen, dann sollten die normalo user die ihr limit nur ankratzen jeden Monat eine RÜCKZAHLUNG bekommen für den nicht verbrauchten traffic... oder die müssen die Preise senken -> was die nie nie nie nie nie nieeeeemals tun würden.

Drecks profit geier telekom... und Flatrate ist das nicht mehr, also dürfen die das so auch nicht mehr nennen!
 
Ohhh taktisch klug!

Jetzt spielen sie die "Du musst für die anderen mit bezahlen, die mehr benutzen als du!" Karte. Die zieht in Deutschland immer perfekt!
Es ist egal ob man etwas selbst braucht. Aber Hauptsache die anderen bekommen nicht mehr als man selbst :freak:
 
achja im Jahre 2000 surften Kunden von der Telekom schon mit 768 kbit/s ...

Googled mal nach Charles 3.7 ... ;) das ist ein 384 kbit/s Speed Simulator!
.... da wird einem das mal vor augen gehalten .... der Kleine Kunde wird richtig veräppelt! ... Hallo? 2013? Glasfaser anbindung? für was dann ausbauen? 2018?
 
-Ps-Y-cO- schrieb:
Glasfaser anbindung? für was dann ausbauen? 2018?

Spotify, Entertain. Eben für das, für was du extra zahlst.

Außerdem wird selbst bei Multicast eine gute Anbindung zwischen DSLAM und Modem benötigt.
 
Geht ja auch gar nicht, dass normale Nutzer die Vieluser "subventionieren". Da find ich Drosselung total in Ordnung. Die Politik sollte sich an der Telekom echt ein Beispiel nehmen. Ich finds auch nicht in Ordnung, dass ich als Alleinstehender die gleichen Krankenkassenbeiträge zahlen muss wie ein Vater mit 3 Kindern. Oder GEZ-Gebühren entrichten in gleicher Höhe wie Vielgucker oder -hörer, obwohl ich kein TV gucke bzw. Radio höre. Also bitte der Telekom nachmachen.

/Ironie aus
 
Für mich ist das ganz einfach:

Bestandskunden bekommen keine Drosselung, sonst gäbe es ja das Sonderkündigungsrecht
Neukunden bekommen die Drosselung

Was machen?

Richtig man geht zu nem anderen Anbieter und lässt sich als Bestandskunde kein Upgrade aufschwatzen vom nem Hotline-Heini.
Wie das bei Vertragsverlängerungen aus sieht weiß ich nicht, daher im Zweifelsfall -> Kündigen und Anbieter wechseln.

Es tut mir leid um diejenigen die auf die Tcom angewiesen sind, weil zuweit im nirgendwo oder oder oder, aber je schneller die Kunden der Tcom weg sind umso schneller werden auch andere Anbieter für euch da sein, musste auch schon 2 monate über UMTS zocken ;)
 
Der Deutschen Telekom zufolge würden Inhalteanbieter generell die Möglichkeit haben, eine Partnerschaft mit dem Unternehmen einzugehen und ihre Produkte als Managed Service anzubieten.
Netzneutralität sieht keine speziellen Partnerschaften vor. Das Netz soll für alle Anbieter gleich sein => darum "neutral". Managed Service ist dann sicherlich auch nicht kostenlos. Wollte die T-Com doch auch schon Youtube zur Kasse bitte...
Dieser Konzern ist schlichtweg an einem Punkt angekommen, den ich vor über 5 Jahren prophezeit habe: Ihr DSL ist nicht konkurrenzfähig. Selbst ein Ausbau des DSL-Netzes würde nichts bringen, da selbst das schnellste DSL nicht über 16Mbit/s kommt. Glasfaser kostet Unsummen. Ergo bedienen zunehmend die Kabelanbieter den Markt, wo möglich.
Und alles, was der T-Com dazu einfällt ist, diese Aktion... x_X'

Dummerweise kann man den Konzern nicht bestrafen, das funktioniert, nicht bei einem defacto Monopolisten oder staatlichen Unternehmen. Stattdessen gehören die dahinterstehenden Manager an den Pranger gestellt. Dafür gehlt aber leider die gesetzliche Grundlage.

MFG, Thomas
 
Warum die Telekom gequirlte Scheiße redet:
1.) Die "normalen" Nutzer sollen gegen die "bösen illegalen" 3% aufgehetzt werden.
Glaubt Ihr ernsthaft in Deutschland leben im Jahre 2016 97% Singles, die sich ihren Internetanschluss mit NIEMANDEM teilen und deren Internetnutzung sich ausschließlich auf reine Textseiten und E-Mailschreiben beschränkt?
Familien, Pärchen und WGs gibt's im Jahre 2016 wohl nicht mehr, was?

Der Plan geht prima auf, wie man auch auf CB sieht, springt man den Mehrpersonenhaushalten wie gewünscht an die Kehle und unterstellt ihnen, dass 75GB/Monat = automatisch Raubmordkopierer seien...

2.) Das vorgebliche Argument der "Fairness" ist auch technisch Bullshit, denn die Drossel erfüllt überhaupt nicht den Zweck, den sie angeblich erfüllen soll. In Deutschland gibt es regelmäßig Peaks zwischen 20-23 Uhr, insbesondere am Wochenende.
Jetzt stellen wir uns mal vor, die Telekom drückt die Drosselung gegen den Protest durch und es ist der 1. Tag des Monats. Es ist 20 Uhr, ALLE Nutzer (auch die 3%) sind im Netz, niemand ist gedrosselt, weil natürlich keiner am ersten Tag des Monats seine 75GB aufgebraucht hat. Die Drossel VERFEHLT ihren Zweck und wir sehen wunderschön, wofür sie wirklich gedacht ist.
Die Telekom muss in den ersten paar Tagen in den Peak-Zeiten die volle Bandbreite für alle Anschlüsse bereitstellen.
Wenn die nötige Bandbreite für ALLE in den ersten paar Tagen jedes Monats bereitsteht, steht sie auch am letzten Tag bereit.

Ergo: Es geht schlicht und einfach darum 1.) die Internetnutzer gegeneinander aufzuhetzen und unter diesem Vorwand 2.) Preiserhöhungen durchzudrücken während man im schönsten Neusprech "Flatrates" zu "Tröpfcheninternet" umdefiniert.
 
Zuletzt bearbeitet:
mullmanu schrieb:
Ich finde die drosselthematik auch nicht so dolle. Aber der Kasus Knacktus ist nunmal, dass alle verlangen, dass ausgebaut wird - und zwar aus eigener Tasche - zudem werden die gewinne immer geringer und die Onlinedienste die den ganzen traffic verursachen und fast nichts dafür zahlen immer mehr... Wenn da niemand eingreift so wird das auf Dauer niemals gutgehen, völlig egal ob da nun eine drossel kommt oder nicht.

Die Gewinne werden geringer, weil die Telekom Milliarden in irgendwelchen windigen Geschäften und Firmenaufkäufen verpulvert.

Guck dir mal die Zahlen an, die verdienen sich "trotz Netzausbau" dumm und dämlich.
 
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