Kritischer Blick: Surround-Systeme & Musik

@ Gonzo:

Schade nur dass die wenigsten die Kapazität einer SACD oder DVD-A auch wirklich beeindruckend ausreizen, nicht umsonst hält sich nach wie vor die CD hartnäckig dagegen...
Zudem entpuppen sich so manche "Vorteile" des neuen Mediums eher als belanglos, wie der deutlich erweiterte Frequenzbereich nach oben...
Darüber lässt sich zwar streiten, dennoch ist es sinnlos Frequenzen weit jenseits der Hörschwelle wiederzugeben.
Das Argument Hören kann mans zwar nicht, aber man nimmt es unterbewusst war, lasse ich nicht gelten...
 
Ich bezweifle mal ganz stark, dass selbst gehobene Receiver einen "richtigen" Subwoofer befeuern könnten. Ich kann leider nur auf meine (schmale) Erfahrung mit einem Theater-8-Sub verweisen (als höchstes der Gefühle), aber das Ding besitzt sicherlich nicht umsonst eine 1200-Watt-Endstufe.

Selbst wenn das eine dreifach überzogene Angabe wäre - es ist sowas von fernab jeder Receiverleistung.

Die restlichen Komponenten dieser Mehrklanalsysteme sind außerdem zumeist passiv, daher verstehe ich nicht ganz, wo ein Heimkinosystem nicht mit einem Receiver harmonieren sollte.

Im Übrigen kann man den Vorteil einer Standbox, dass in ihr nämlich Treiber für alle Frequenzbereiche enthalten sind, auch anders sehen. Wer sagt mir denn, dass der Hersteller nicht "charakteristisches Feintuning" vornahm, um seine eigene Note aufzudrücken? Viele Hörer wollen keinen perfekten analytischen Klang, sie wollen's warm, vielleicht sogar spitz etc. Nicht umsonst hat jeder seinen Lieblingsboxenbauer - wohl kaum, weil die alle gleich korrekt klingen.

Letztendlich ist es doch auch egal, ob ich mir die Standbox meines Vertrauens kaufe oder sehr gute Heimkinolautsprecher an meine Hörbedürfnisse anpasse. Denn jeder gute Receiver bietet genug Einstellungsmöglichkeiten (oder konfiguriert sich dank Einmessmikro gar selbst gut genug), um ebenfalls einen korrekten Frequenzgang abzugeben.

Du hast aber Recht, Gelbsucht, seit es den Trend hin zum Subwoofer gibt, verkonfigurieren viel zu viele ihren Bassanteil. Da kann man mit Standboxen wohl weniger falsch machen. Mit dem richtigen Mehrkanalsetup kann man es jedoch ebenso richtig machen. ;)
 
@ Silver:

So ziemlich jeder Hersteller stimmt seine Lautsprecher anders ab.
Ziel ist es das Musikmaterial für den Hörer schöner zu machen als es eigentlich ist, also dem Hörer etwas vorgespielt wird was er gerne hört...

Die erfolgreichsten Marken sind irgendwie immer die die den Klang am meisten verpfuschen, wenn man es so formulieren will.
Vor allem die speziellen High-End Hersteller scheinen den Klang nach ihren eigenen Gesetzen zu formulieren und sich zur Norm zu erklären, obwohl in Wahrheit verfälschen die Lautsprecher den Ton vlt sogar mehr als es deutlich preiswertere Modelle tun würden ;)

Die wenigsten Leute schätzen noch neutralen Klang, muss man sich nur hier im Forum umsehen, ich wette so ziemlich jeder hat extrem überbetonten bass hier, alle CEm Besitzer haben das ja quasi schon von Haus aus :D
Wer spielt nicht gerne am bassregler, ich habs ja früher selber gerne getan...

Eigentlich sollte es egal sein was für einen Lautsprecher man kauft, denn eigentlich sollte jeder seiner Funktion nachkommen (auch wenn die Realität anders aussieht) ein Quellsignal möglichst unverzerrt und authentisch wiederzugeben.

Zu den ganzen Einmessverfahren sei gesagt, sie können den (ungünstigen) Klang in einem Raum deutlich bessern, aber einen "schlechten" oder schlechter klingenden Lautsprecher kann man damit auch nicht verbessern, dafür ist es auch gar nicht gedacht.
 
Mein ich doch, sag ich doch, denk ich doch. :)
 
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