KVM Switch oder Remotedesktop?

BitBamBam

Ensign
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März 2007
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Hallo,
ich möchte über 1 PCs auf zusätzlich 3 PCs zugreifen auf denen kein Bildschrim und Eingabegeräte stecken.
Die Systeme laufen mit Win10 24/7 ohne Internetzugang und ohne Modem.


Problem ist jetzt in der Zukunft sollen weitere Systeme angeschlossen werden, deswegen meine frage nehme ich ein KVM Switch mit dementsprechend Ein/Ausgänge oder kann ich das einfacher per Remotedesktop konfigurieren.

Welche Hardware bräuchte ich per Remotedektopverbindung? oder fällt euch was besseres ein?
 
Remotedesktop über einen Switch sollte doch kein Problem sein. KVM Switch funktioniert natürlich auch, die Frage ist eben nur, was machst du mit den Geräten ? Wie oft brauchst du da Zugriff ? Musst du sie auf dem Desktop bedienen oder reicht Kommandozeile ?
 
Darf ich fragen wozu 3 rechner die nicht am Internet hängen 24/7 laufen und dann auch noch auf Windows ? Btw lässt sich win10 ohne Keyboard überhaupt starten ?

Was willst du denn auf den Rechnern machen? Und wie Performant muss dein Zugriff auf die Rechner sein ? Für vieles reicht der Remote Desktop
 
Also alle 4 Rechner an den Switch und ich kann per Remotedesktop auf die 3 anderen zugreifen?
Werden die IPs automatisch vergeben oder muss das konfiguriert werden?
 
Switches können IPs automatisch vergeben. Aus Gründen der Bequemlichkeit wären fixe IPs aber besser, das geht auch.
 
Ein herkömmlicher Switch vergibt keine IP-Adressen. Genau genommen hat er nicht mal wirklich einen Plan von IP-Adressen im Allgemeinen, weil er intern mit MAC-Adressen arbeitet - Layer2.

Für die automatische IP-Vergabe braucht es einen DHCP-Server, der in 08/15 Switches (Layer2) nicht vorhanden ist. Da müsste es schon ein Layer3-Switch sein, der neben DHCP zB auch routen könnte, etc. und deutlich teurer ist als ein 08/15 Switch..

Ohne DHCP-Server würde sich ein Gerät, das auf automatische IP-Vergabe eingestellt ist, selbst eine IP verpassen, um AdHoc-Verbindungen zu ermöglichen. Das wären dann IP-Adressen aus dem Bereich 169.254.x.y. Darauf sollte man sich allerdings nicht verlassen, da so eine IP nicht ohne Grund auch als "Notfall-IP" bezeichnet wird. Entweder man sorgt dafür, dass im Netzwerk ein Gerät den DHCP-Server spielt oder aber man gibt jedem Gerät eine statische IP-Adresse.


Bezüglich Fernadministration der PCs kommt es u.a. auch auf die Umgebung an. KVMs gibt es ja in klassischer Ausführung als Box mit beliebig vielen VGA/DVI/HDMI bzw. USB-Anschlüssen zum Anschluss mehrerer PCs "unterm Tisch" oder in erweiterter Form als verteiltes System, bei dem die KVM-Boxxen zB via LAN-Kabel verbunden sind. Wobei LAN-Kabel dabei nicht zwangsläufig "LAN" bedeutet muss, weil es Systeme gibt, die das Kabel exklusiv nutzen und mit Ethernet, also LAN inkompatibel sind. Da muss man also genau hinschauen ob die KVM-LAN-Box auch wirklich via Ethernet kommuniziert oder über ein proprietäres Protokoll auf eigenem Kabel.

RDP, VNC und dergleichen wiederum sind von der Verkabelung und dem Abstand der PCs weitestgehend unabhängig, da lediglich eine Netzwerkverbindung vorhanden sein muss. Windows kann sich dabei aber etwas störrisch verhalten, da zB via VNC unter Umständen nur 640x480 möglich sind, wenn kein Monitor angeschlossen oder zumindest die Auflösung einmalig korrekt eingerichtet wurde. Das liegt wohl daran, dass VNC meines Wissens nach an den Monitor- bzw. Grafik-Treiber andockt, der dann unter Umständen im Notbetrieb auf 640x480 läuft. Bei RDP wiederum ist die Auflösung soweit ich weiß ausschließlich an die RDP-Konfiguration gekoppelt, ein Monitor ist also unerheblich.


Fazit: Meine Empfehlung wäre daher RDP, sofern eine funktionierende Netzwerkverbindung besteht. Ist das nicht der Fall, wäre wohl ein KVM-System die bessere Wahl. Ob dieses nun lokal ist und die PCs unterm Tisch stehen oder ob man dafür eine geeignete Infrastruktur braucht, weiß ich natürlich nicht.

Darf man denn fragen was das für PCs sind? Es ist schon etwas ungewöhnlich, Windows-PCs ohne Monitor und 24/7 zu betreiben. Sind das Windows Server?
 
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