Laie bzw. Anfänger braucht Expertenrat

Genau. Diese eine Verbindung ist nur für den Ton, der vom TV kommt. Alles geht (oder sollte gehen) bereits über HDMI in den AVR.
 
Mich nagt ja jedes mal ein wenig die Verwunderung, wenn sich jemand Technik kauft und nicht selbst damit befasst.

Ich würde einen Freund anrufen, der sich ein wenig mit der Materie auskennt. Mich dann in mein Auto setzen, zur Tanke fahren, Freund einsammeln und zwei Blonde (2+2 wären natürlich noch cooler :D *zensor*) beim fleissigen befingern *zensor* -> ich meine natürlich die Technik ...geniessen :D

Zum Thema Teufel. Das Thema habe ich auch recht frisch hinter mir. Mit exakt den gleichen Eindrücken. Überall hat erst einmal der Bass gefehlt. ;) Da brauchst erst einmal ein wenig Geduld, sich an linear aufspielendere Systeme zu gewöhnen.

Zum Thema Audyssey:

Audyssey gönnt mir auch nie genug Bass. Je nach Wohnraum kann es schon mal passieren, d. Audyssey schrott misst. Darauf würde ich mich nicht unbedingt verlassen. Ich missbrauche Audyssy in der Regel nur noch, um Distanzen und Pegel einzumessen. Das bekommt´s auch sehr exakt hin ;)

Dann nehme ich mir meistens die Audyssey-Flat Kurve und kopiere mir diese in den EQ. Das sollte der Onkyo so auch können. Dann wird die Kurve nach den persönlichen Bedürfnissen angepasst.

Leider kann ich Dir bei der Menüführung der Onkyo´s nicht helfen. Da muss jemand anderes ran.

Die Audyssey-Flat-Kurve finde ich übrigen universell passender. Damit hören sich Musik und Film meist ganz brauchbar an. Die andere Audyssey-Kurve ist mir meist zu "verbogen", irgendwie zu überbetont.

Kurze Erklärung:

Audyssey generiert beim einmessen zwei Kurven. Einmal eine "Audyssey" (optimiert für Film & Game) und die zweite "Audyssey-Flat" (linear, optimal für Musik). Beide Kurven lassen sich bei vielen aktuellen AVR´s (dazu sollte Deiner gehören) in einen manuellen EQ laden/kopieren. Wenn die Audyssey-Einmessung zufriedenstellend funktioniert, sollte man auch je nach Anwendung (Film oder Musik) auch eine der beiden Kurven benutzen. Audyssey hat tiefgreifendere Möglichkeiten, die Frequenzen zu beeinflussen, als der manuelle EQ. Audyssey kann schlicht mehr Frequenzen regeln, als der manuelle 9 stufige EQ. Wie viele Frequenzen Audyssey regeln kann weiss ich gerade nicht, man braucht sich ja auch so eine Kurve nur einmal anschauen, dann wird schnell deutlich was ich meine.

In Deinem Fall funktioniert die Einmessung ja nicht so zufriedenstellend -> Dir fehlt Bass. Hier kommen Dir die linear abgestimmten Nuberts entgegen, auch den manuellen EQ zu nutzen. Dort am besten eine Kopie der Audyssey-Flat laden. Dann hast Du auf den Lautsprechern einen linear, auf Deinen Raum angepassten Klang. Und dort kannst Du am effektivsten den Bass nachregeln. Ich könnte mir vorstellen, d. minimale Freuqenzanhebungen bei 80 und 63Hz reichen werden (1,2 dB). Wenn Dir auch Kickbass fehlt (was ich mir nicht vorstellen kann), dann ggf. auch eins, zwei Frequenzen drüber leicht anheben.

Soundverschlimmbesserer wie diese ganzen dynamik Sachen würde ich erst einmal ausschalten. Es ist einfach grausam, wenn irgendwie die Dynamik im laufenden Betrieb geändert wird.
 
wenn dir allerdings die Nubert Lautsprecher Klanglich nicht gefallen, dann schick die zurück und Kauf dir andere.
es ist ja nicht so, als wären Nubert Lautsprecher "besser" oder gar Preiswerter als andere Lautsprecher.

Kauf dir also Basslastigere Lautsprecher, damit wirst du vermutlich mehr Spaß haben.
 
hier wird manchmal der Eindruck erweckt, ein Einmesssystem wie Audyssey könnte Wunder vollbringen, das ist FALSCH!
Erstmal sollte jeder LS von sich aus "sein" Frequenzspektrum halbwegs linear wiedergeben. Wenn der HT bei 20kHz Schluss macht, dann wird kein System da auf Teufel komm raus Pegel drauf geben, nur damit er auch bei 30kHz noch innerhalb von +/-3dB liegt.
Genauso ist es mit dem Tieftöner! Unten ist irgendwann Schluss und das muss auch die Elektronik akzeptieren.
Diese ganzen System sind eigentlich nur dafür da, um z.B. einen stark gedämpften Raum (üblicherweise im oberen Mittel- und Hoch-Ton Bereich) etwas "aufzuhellen", bestimmte Resonanzen etwas weg zu filtern usw. usf.
Die können aber nicht aus jeder Tröte einen High-End LS machen (schön wär's...)!

Wenn man also mehr / tieferen Bass haben möchte, dann muss man in erster Linie die LS danach aussuchen! Auch die Aufstellung kann da Wunder wirken (in diesem Fall wirklich). Meist reden wir nämlich gar nicht über "Bass", sondern Kick- oder Pseudo-Bass im 80...100Hz Bereich. Da können manchmal +/- 30cm schon enorme Unterschiede machen. 100Hz entspricht einer Wellenlänge von 3,4m. Da können sich stehende Wellen bei 2,5m Deckenhöhe, und Wandabständen von 3, 4, 5, 6m schon extrem aufsummieren oder eben auch nahezu total auslöschen. Wenn man also so eine stehende Welle von 3,4m um Lambda 1/4 versetzt ab/anregt (85cm), dann kann die Sache schon völlig anders aussehen!

Die LS und der Raum machen die Musik! Die Elektronik kann da nur noch minimal korrigierend eingreifen, aber erstmal muss die Grundlage stimmen!
Einfach mehr aufs Gas treten ist auch die falsche Maßnahme, wenn man vergessen hat die Handbremse zu lösen...
 
Mickey Mouse schrieb:
hier wird manchmal der Eindruck erweckt, ein Einmesssystem wie Audyssey könnte Wunder vollbringen, das ist FALSCH!

...Auch die Aufstellung kann da Wunder wirken (in diesem Fall wirklich). Meist reden wir nämlich gar nicht über "Bass", sondern Kick- oder Pseudo-Bass im 80...100Hz Bereich. Da können manchmal +/- 30cm schon enorme Unterschiede machen. 100Hz entspricht einer Wellenlänge von 3,4m. Da können sich stehende Wellen bei 2,5m Deckenhöhe, und Wandabständen von 3, 4, 5, 6m schon extrem aufsummieren oder eben auch nahezu total auslöschen. Wenn man also so eine stehende Welle von 3,4m um Lambda 1/4 versetzt ab/anregt (85cm), dann kann die Sache schon völlig anders aussehen!

...Einfach mehr aufs Gas treten ist auch die falsche Maßnahme, wenn man vergessen hat die Handbremse zu lösen...

Genau so sehe ich das ja auch. Aufstellungsort ändern und sich primär erst einmal an den neuen Sound gewöhnen.

Ich habe mich in meinem letzten Posting vll. auch etwas unglücklich ausgedrückt. Persönlich wird Audyssey ausschliesslich missbraucht. Ich messe zwar ein, nutze hiervon ausschliesslich Distanzen und Pegel. Das macht Audyssey auch richtig gut und und genau. Für meine persönliche Anpassung nutze ich den manuellen EQ ohne Kurvenkopie. Die Eingriffe dort beschränken sich meist auf eins, zwei Frequenzen und sind minimal.

Für den TE ist das so wohl jedoch nichts. Ich glaube da ist das arbeiten mit einer Kurvenkopie erst einmal einfacher. Da kann er sich erst einmal auf einen Frequenzbereich "konzentrieren".
 
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