News Langzeittest: Schadet schnelles Laden dem Smartphone-Akku?

Kommando schrieb:
Das war 2018 richtig, ja. Oder bei schlechten BMS. Inzwischen sind wir aber weiter. :)
so viel zeitlicher Unterschied ist da nicht - veröffentlicht 2023 2022 mit Akkus, die 6 Jahre alt waren

Auch wenn sie Hinweise feststellen konnten, dass häufiges Schnellladen zu einer verminderten Reichweite führt.
ist auch eine interessante Ergänzung - verlasse mich da eher auf eine systematische kontrollierte Studie ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde 4%/500 Zyklen vernachlässigbar gering. Auch für Langzeitnutzer, oder?

Jemand der sein Gerät intensiv nutzt und sagen wir ein Ladezyklus/Tag beansprucht, kommt gemäß dem Versuch im Jahr auf rund 3% Kapazitätsverlust.

Selbst mit 7 Jahren Gerätenutzung wären das rund 20% rein durch das Ladeverhalten und doch absolut zu vernachlässigen ggü. dem Komfort, den man mit Schnelladen bekommt, oder?

Nun, diese Hochrechnung basiert darauf, dass die Degradation nicht exponentiell, sondern linear ist. Das erfahren wir aber nicht aus dem Versuch. Allerdings wissen wir aus der Akku-Wissenschaft, dass die Degradation insbesondere in der mittleren und späteren Phase des Lebens deutlich beschleunigt wird.

D.h. die Degradation ist anfangs immer relativ langsam, später aber immer kurvenförmig.

Deswegen gilt nach wie vor: Je länger man beabsichtigt ein Gerät zu nutzen, umso schonender sollte der nicht austauschbare Akku behandelt werden. Wer sein Gerät ohnehin alle 2-3 Jahre tauscht, braucht sich darüber aber keine Gedanken machen.
 
GERmaximus schrieb:
Habe mein 15pro Max mit etwa 150 Zyklen und 97% Kapazität vor 13 Monaten gekauft.
Habe jetzt 350 Zyklen und nur noch 90%.
Den Akku nie unter 30% nie über 80% und fast immer langsam geladen.

Normale Werte beim pro max 15. Im Netz gibt es auch Diagramme die das zeigen. Bis ca. 200 Zyklen ist dir Kapazität stabil, danach fällt sie erstmal recht stark und dann wird es wieder flacher. Ich war bei 200 bei 98%. Jetzt mit 253 Zyklen noch 94%. Laut Software jedenfalls. Real nimmt die Kapazität natürlich auch bis 200 Zyklen ab.

Ich stelle nachts per Automation Stromsparmodus an und spät nachts wlan aus. Verringert die Zyklen noch etwas. Sonst ähnlich wie du.
 
KitKat::new() schrieb:
ist auch eine interessante Ergänzung - verlasse mich da eher auf eine systematische kontrollierte Studie ;)
Ist vor allem aus dem Zusammenhang gerissen. :)

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Das sind echte Daten. An echten Autos. Kannst Du natürlich auch ignorieren und auf eine Laborstudie verweisen.
Aber es zeigt, dass Schnellladen per se nicht schlecht sein muss. Wenn die Möglichkeiten des Akkus nicht überschritten werden und die Temperatur gut überwacht/reguliert wird.
 
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Kommando schrieb:
Ist vor allem aus dem Zusammenhang gerissen. :)
Inwiefern?

Kommando schrieb:
Das sind echte Daten. An echten Autos. Kannst Du natürlich auch ignorieren und auf eine Laborstudie verweisen.
Ja kann man, sollte man sogar, weil in dieser die Ladeleistung isoliert getestet wurde während beim PKW etliche andere Faktoren ins Spiel kommen.

Die Studie zeigt sogar wie Schnellladen eine höhere Haltbarkeit haben kann als langsam laden, obwohl die Ladeleistung die Haltbarkeit verschlechtert:

Kommando schrieb:
Temperatur [...] reguliert
 
Wie erklärst Du denn die realen Daten?
 
kann man wenn der akku nur noch 87 % Kapaiztät hat es wieder so in Ordnung machen das es wieder steigt oder kann man da nix mehr machen und sind 32 Grad bedenklich bei einem Handy oder noch im Ramen?
 
Verstehe den Hype nicht. Die Smartphones kosten 1000+ €... da kann man nach 3 Jahren mal nen neuen Akku rein machen lassen für 100€. Ich fahre meib Auto doch auch ohne ständig dran zu denken, dass die Reifen Abnutzung zu hoch sein könnte.
 
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Kabelbaum schrieb:
Die Smartphones kosten 1000+ €... da kann man nach 3 Jahren mal nen neuen Akku rein machen lassen für 100€.
Die Realität ist, dass viele dann einfach ein neues Smartphonen kaufen statt einen neuen Akku einzubauen

Kommando schrieb:
Wie erklärst Du denn die realen Daten?
1. die einen Daten sind nicht weniger real als die anderen
2. ungern mit weiterer Spekulation (Temperaturmanagement habe ich ja schon beispielhaft angeschnitten), ich würde eher nach einer weiteren kontrollierten Studie Ausschau halten und schauen ob sie die Befunde der vorhandenen bestätigt
 
Dieser Youtube behauptet die Lagerung des Akkus sei egal.
Er testet dies, indem er drei Smartphones nimmt, eines mit 0%, eines mit 50% und eines mit 80% und diese für eine Woche (sic!) liegen lässt.

Aber auch die anderen Tests wurden mit was, 3 Smartphones pro Gruppe gemacht?

Wie heisst es so schön: Wer misst, misst Mist.
 
ok, dann hat weitere Diskussion ja wenig Sinn. Scheint ja nur um Recht haben im Internet zu gehen, wenn reale Ergebnisse als spekulativ abgetan werden.

Aber danke für die Diskussion! 😊
 
Zunächst insgesamt gut zu wissen, und gibt ja auch Entwarnung. Allerdings bleiben mir zwei Fragen:
1. Warum bestehen zB Apple, Google und Samsung nach wie vor auf langsameres Laden (Begrenzung der maximalen Ladeleistung)? Denn das kann durchaus nerven, man hat ja nicht immer 2-3 Stunden zum Laden. Eine Stunde dagegen passt fast immer irgendwie rein. @MichaG : Könnt Ihr da mal bei den Dreien offiziell fragen?
2. Der Einfluss der Temperatur auf die Verträglichkeit des Schnellladens wär noch interessant. Bei 20 °C erwarte ich keine Probleme, bei 35 °C (richtig heißer Sommertag) eventuell doch. Daß sich das ändert, ist vermutlich trotzdem unwahrscheinlich. Aber "vermutlich" heißt eben auch es nicht genau zu wissen.
 
eastcoast_pete schrieb:
Denn das kann durchaus nerven, man hat ja nicht immer 2-3 Stunden zum Laden. Eine Stunde dagegen passt fast immer irgendwie rein.
Kein Gerät der genannten Marken benötigt zum Laden mit maximal möglicher Leistung mehrere Stunden. Eine halbe Stunde reicht immer um mehr als ausreichend Energie nachzuladen.

Hinzukommt, für größere Leistungen bedienen sich fernöstliche Hersteller gerne eigener Technologien und pfeifen auf USB-Standards. Das geht dann nur mit dem mitgelieferten Ladeequipment.

Ich stelle mir gerade den Shitstorm vor wenn Apple sagen würde, volle Ladeleistung geht nur mit unserem Ladegerät und unseren Kabeln ;).
 
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Kommando schrieb:
ok, dann hat weitere Diskussion ja wenig Sinn. Scheint ja nur um Recht haben im Internet zu gehen, wenn reale Ergebnisse als spekulativ abgetan werden.
Ich finde es unverschämt mir die Wort umzudrehen und mir dann zu unterstellen was du die ganze Zeit machst.

Aber dann:
1) eine kontrollierte Studie mit systematischer Datenerhebung als weniger real framen
2) einem die Worte verdrehen
3) vehement auf eine qualitativ schlechtere Datenbasis für die eigene Behauptung besteht
 
Zuletzt bearbeitet: (Satzzeichen)
eastcoast_pete schrieb:
1. Warum bestehen zB Apple, Google und Samsung nach wie vor auf langsameres Laden (Begrenzung der maximalen Ladeleistung)?

Als Beispiel hier einmal die Funktionsweise von 120 Watt Hypercharge von Xiaomi:
https://www.mi.com/de/product/xiaomi-11t-pro-120w-xiaomi-hypercharge/

Das steckt schon einiges an Aufwand drin, im Vergleich zum normalen Batterie aufladen.

Daher denke ich dass es den von dir genannten Herstellern schlicht um Kostenersparnis geht, ähnlich Grafikkartenherstellern, die selbst bei teuren Modellen, die billigste Wärmeleitpaste drauf geklatscht haben, um noch den letzten 1\10tel Cent zu sparen.
 
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Corpus Delicti schrieb:
Daher denke ich dass es den von dir genannten Herstellern schlicht um Kostenersparnis geht,
Wie gesagt, eher um Kompatibilität zum Standard. Was nützt das Super-Hyper-Duper-Schnellladen, wenn es nur mit genau dieser Kabel-Ladegerät-Kombination funktioniert?
 
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Incanus schrieb:
Kein Gerät der genannten Marken benötigt zum Laden mit maximal möglicher Lesitung mehrere Stunden. Eine halbe Stunde reicht immer um mehr als ausreichend Energie nachzuladen.

Hinzukommt, für größere Leistungen bedienen sich fernöstliche Hersteller gerne eigener Technologien und pfeifen auf USB-Standards. Das geht dann nur mit dem mitgelieferten Ladeequipment.

Ich stelle mir gerade den Shitstorm vor wenn Apple sagen würde, volle Ladeleistung geht nur mit unserem Ladegerät und unseren Kabeln ;).
Ja, wobei man mit dem USB-C Standard je nach Version mittlerweile ganz offiziell bis zu 240 Wh liefern darf. Auf ein Smartphone würde ich sowas natürlich nie loslassen 😁. Und es stimmt natürlich auch, daß 100 Wh Ladestrom nur mit den jeweils eigenen Adaptern der (Chinesischen) Hersteller möglich sind.
Zum "Shitstorm" im Fall Apple: den gab's ja schon. Allerdings nicht zur Ladeleistung, sondern wegen Apples jahrelangen Widerstand gegen die Verwendung von USB-C Anschlüssen in iPhones. Das ging nur nach viel "kicking and screaming" über die bösen EU Bürokraten. Aber egal, jetzt geht's ja 😄.
 
eastcoast_pete schrieb:
Ja, wobei man mit dem USB-C Standard je nach Version mittlerweile ganz offiziell bis zu 240 Wh liefern darf.
Watt, nicht Wattstunden ;). Die 240W gehen dann aber mit 48V und 5A. Das muss dann im Telefon wieder heruntergebracht werden auf die notwendige Ladespannung, das geht dann nicht ohne Verlustwärme. Außerdem ist der Standard USB-PD 3.1 noch nicht wirklich überall umgesetzt. Üblich ist noch USB-PD 3 bei maximal 100W (20V mit 5A).
eastcoast_pete schrieb:
Aber egal, jetzt geht's ja 😄.
Ja, leider. Lightning ist weiterhin der bessere Stecker.
 
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Kabelbaum schrieb:
Verstehe den Hype nicht. Die Smartphones kosten 1000+ €... da kann man nach 3 Jahren mal nen neuen Akku rein machen lassen
Da gehe ich sogar weiter. Nach 3 bis 5 Jahren kaufe ich mir gerne mal wieder ein neues Handy oder Tablet. Oft gibt das neue sogar im Trade--In/CashBack gegen das Altgerät.
Verzichte daher auch nicht während der gesamten Nutzungsdauer auf Komfort, beschränke nicht die Akkukapazität auf 80%.
 
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