Lichtverkabelung Smart Home kompatibel aber anbieterunabhängig?

batch.consuming

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Hallo zusammen,

wir sanieren ein Haus und die Elektrik wird komplett neu gemacht. Ich würde gerne die Licht- bzw. Schalterverkabelung so machen lassen, dass folgende Kriterien erfüllt sind:
  • Mehrere Schalter pro Licht (meistens 2, manchmal 3+)
  • Volle Funktion mit und ohne Smart Home Schalter bzw. Anbindung (d.h. an/aus schalten und entweder an einem Drehdimmer dimmen oder an allen Schaltern über gedrückt-halten dimmen möglich)
  • Möglichkeit für spätere Smart Home Anbindung (vermutlich über ZigBee)
  • Anbieterunabhängig und Smart Home nur optional, d.h. die Verkabelung sollte sowohl zu klassischen Schaltern als auch zu verschiedenen smarten Schaltern kompatibel sein
  • Die Glühbirnen werden Philips WarmGlow E27 5,9W-10,5W sein
Bei den Schalterfirmen will ich mich noch nicht festlegen, bin aber für Vorschläge offen! Mir wurde in einem anderen Thread bereits Shelly empfohlen. Wichtig ist mir vor allem, dass die Verkabelung anbieterunabhängig ist, d.h. ohne Neuverkabelung mit verschiedenen Anbietern der Schalter/Dimmer kompatibel ist.

Wie sollte die Verkabelung dann am besten aussehen?

Vielen Dank schon mal!
 
Schau dir mal KNX und Dali an. Immer noch der Standard. Aber initial aufwendig und kostenintensiv.
Das in Verbindung mit ausreichend Steckdosen, die schaltbar sind und LAN mindestens einmal in jedem Raum. So hast du alle Möglichkeiten offen.
 
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Aber, soweit mir bekannt, man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege, voll digital und wenn die Steuereinheit ausfällt geht nix mehr... Und ich habe den te so verstanden, dass er das nur vorbereiten möchte, um später das smarte am home nachzurüsten?
 
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Hmmm… vielleicht stehe ich auf dem Schlauch und verstehe Dich falsch.
Das hört man aber zugegebenermaßen sehr oft.
Gegenfrage, was ist der „Steuerhebel“?
Wenn Strom weg ist, ist Strom weg. Da ist es vollkommen egal, ob sich die Verkabelung KNX oder konventionell nennt.
Aber wie gesagt, vielleicht verstehe ich dich falsch.
Bei uns kann kein steuerhebel ausfallen. Maximal einzelne Taster oder auch bewegungsmelder in den Räumen oder ein Aktor im schaltschrank.
Genau das kann aber jederzeit auch bei konventioneller Elektrik passieren.

Meinst du möglicherweise so etwas wie einen Homeserver von Gira?
Sowas braucht man ja nicht.

Der große Vorteil ist, ist die Installation einmal vorhanden, kann man machen was man will.
Der Taster an der wand soll nicht mehr Licht schalten, sondern den Rolladen fahren?
Kein problem. Einfach umparametrieren.
Oder doch lieber die garagenbeleuchtung? Dann eben das.
All das ist Herstellerunabhängig, da alle großen Hersteller sowie unzählige dem Standard angehören und die Auswahl gigantisch ist.

Wenn man bspw. auf Kompnenten von MDT setzt, bekommt man deutsches Handwerk zu wirklich guten Preisen.
 
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Ok, dachte ich mir auch.
Aber eine steuereinheit gibt es nicht, bzw. braucht es nicht.
Was Sinn ergeben kann, ist eine Logikeinheit, damit man wenn gewollt Abhängigkeiten konfigurieren kann.
So nach dem Motto:
Wenn die Sonne auf dem und dem Stand und ich schalte den Fernseher ein, dann bitte Rolladen nach Süden und Westen schließen.
Soll nur ein Beispiel sein. Aber brauchen tut man das nicht.
 
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Du kannst jetzt irgendeinen Bus nehmen (KNX oder Dali) oder später in deine Taster Shellys einsetzen und deine bestehende Verkabelung „smart“ machen.
 
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Ah, ok, ich verstehe, bei den Systemen braucht man keinen Steuerrechner, die Schalter und Geräte kommunizieren scheinbar direkt und müssen nur einmal konfiguriert werden, welcher Schalter welches Gerät dann schaltet....?
 
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Du kannst damit aber nur den kompletten Stromkreis schalten. Wenn da 3 Lampen hängen gehen alle an oder aus. Du kannst aber konfigurieren, dass wenn Schalter A gedrückt wird auch zusätzlich Schalter B und C gedrückt wird (in Steckdosen kann man die auch verbauen für bspw. Stehlampen).

Alles einzelnen kannst du mit Zigbee-fähigen Birnen (Philips Hue, Aquara, Ikea …) oder eben einem Bus-System schalten.
 
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@Samurai76
Exakt so. Das macht es unglaublich flexibel.

Edit:
@blablub1212 auf was beziehst Du Deine letzte Aussage, bezüglich „nur kompletter Stromkreis“?
Nicht dass es ungewollt zu Missverständnissen beim Lesen des Threads kommt.
 
Samurai76 schrieb:
Ah, ok, ich verstehe, bei den Systemen braucht man keinen Steuerrechner, die Schalter und Geräte kommunizieren scheinbar direkt und müssen nur einmal konfiguriert werden, welcher Schalter welches Gerät dann schaltet....?

Ja das kann auch Zigbee wenn man es einmal eingerichtet hat ;-)
 
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Wenn die Elektrik neu gemacht wird ist vielleicht die Shelly pro Reihe für die Hutschiene eine Überlegung wert. Lässt sich per verbundenen Tastern, per App aber auch HomeAssistant u. ä. Steuern. Ist halt recht teuer im Vergleich zu den „einfachen“ Shellys
 
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Vielen Dank für all euren Input. Das war sehr hilfreich und hat einiges in mir angestoßen :) Ich schwanke jetzt immernoch zwischen:
  • nur Dosen(-tiefe) und Elektrik vorbereiten und später mit Zigbee + HA smarte Funktionen nachrüsten
  • KNX für die Grundausstattung und alles was später dazu kommt mit KNX-RF oder Zigbee nachrüsten
Ich tendiere seit gestern mehr zu KNX, weil ich mir davon nach meinen Recherchen eine hohe Robustheit, Flexibilität, Aktzeptanz in der Familie und langfristig weniger persönliche Zeitinvestition erhoffe. Allerdings habe ich noch keine so richtige Vorstellung was den Preis angeht. Habt ihr da Erfahrungen?

Hier ein paar Rahmendaten falls das hilft:
  • 2 Stockwerke (ca. 100qm) + optional teilbewohnter Keller (ca. 50qm)
  • 5 Zimmer, 2 Bäder
  • Folgendes sehe ich als Grundausstattung: Beleuchtung, Rollläden, Heizung, Raumklimasensoren, Bewegungssensoren, Klingelanlage, Außenkameras, Optional: Fenstersensoren
Ich habe einfach aktuell keine Vorstellung vom Preis. Muss ich da ganz grob eher mit 3000€ oder eher mit 10000€ Aufpreis zur einfachen Sanierung mit klassischer Elektrik rechnen? Und wie ist das im Vergleich zu Zigbee + HA?
 
Hey, ich war übers WE weg, bin dir aber noch eine Antwort schuldig.
Genau so haben wir es gemacht.
Alles basiert auf KNX/Dali, wir haben aber bisher noch recht wenige Automationen, da wir erst im Haus „erleben“ wollten, was wir daraus wirklich machen.
Wir sind sehr zufrieden.

Kostenmäßig, kann man das glaub schwer abschätzen, bzw. eine Faustformel anwenden. Ich schätze das steht und fällt mit dem Objekt und vor allem dem ausführenden Betrieb.
Als reine Zahl kann ich dir sagen, das Angebot für eine konventionelle Installation lag bei ca. 30K €, unsere schlussendliche Installation hat dann ca. 50K € gekostet.
Die reinen Teile und Zeitaufwand waren dabei gar nicht soooo viel mehr, sondern das parametrieren kostet.
Das war 2020.
 
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Vielen Dank für deine Antwort!!

Das ist ja doch ein größerer Aufpreis als erwartet und es deckt sich ungefähr mit einer ersten Kostenschätzung, die ich von einer Firma bekommen habe :(

Denkst du ich könnte das Parametrieren selber machen und damit viel sparen? Ich bin Informatiker und kann mich normalerweise ganz gut in Software einarbeiten.
 
batch.consuming schrieb:
Denkst du ich könnte das Parametrieren selber machen und damit viel sparen? Ich bin Informatiker und kann mich normalerweise ganz gut in Software einarbeiten.
Ich habe die Grundfunktionen programmieren lassen und mir dann die ETS gekauft und das mit ein paar Youtube Videos "erlernt". Ist kein Hexenwerk.
 
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Ich denke schon, dass man das machen kann.
Ich hab mir auch die ETS gekauft, um selber weiterzumachen.
Aus Zeitgründen konnte ich bisher aber nie intensiv damit beschäftigen. Informatik an sich hilft meines Erachtens nicht viel. Es hängt eher an Logik. Weil man will ja automatisieren.
Da aber zumindest ich, kein Testlab habe, tu ich mich schwer, meine wenige Zeit damit zu verbringen.
Man will ja auch nicht, dass auf einmal die Rolladen nicht mehr funktionieren oder bei sonnenstandsgeführter Automatisierung ständig rauf und runter gehen.
So ganz trivial ist das nicht. Aber machbar ja.
 
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Da die ganze Sache jetzt doch mein Budget sprengt, was hauptsächlich daran liegt, dass ich schon einen preiswerten Elektriker für die konventionelle Verkabelung aus der Familie hätte und damit der Aufpreis zu den KNX Elektrikern ziemlich hoch ist. Denkt ihr es wäre möglich für die reine KNX Planung und grundlegende Einrichtung im Verteilerkasten auf <10k € zu kommen? Mit entsprechenden Kabelplänen könnten wir dann den Rest den Elektriker aus unserer Familie machen lassen.

Nach welcher Art Dienstleistung oder Stichworten könnte ich da suchen? Gibt es sowas wie reine KNX Planer bzw. KNX "Einrichter"?

P.S.: Ich würde das am Liebsten auf knx-user-forum.de fragen, aber da kann ich mich nicht registrieren: "Entschuldigung, die Registrierung neuer Benutzer wurde vom Administrator deaktiviert."
 
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Es gibt definitiv reine Paramterierer und Planer.
Ich denke eher, die Herausforderung ist, diese und vor allem Gute zu finden.
Schade, dass die Registrierung nicht klappt. Das KNX-Forum ist perfekt dafür, weil dort sehr viele Integratoren unterwegs sind, die das selbst beruflich machen.
Hast du mal versucht, das Forum per Email zu erreichen? Vielleicht ist das gar nicht beabsichtigt….
 
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