Linux Mint 22.3 und Oracle virtual Box

@h2f Es gibt viele Wege ...
Ist bei deiner VirtualBox "Nested Virtualization" möglich ... oder ausgegraut?
Diese Option ist für bessere Performance von Vorteil. Wäre schade, wenn's deaktiviert wäre.
 
@gimmix
Also wenn ich das richtig verstanden habe: (Zitat aus dem Link mit der Lösung)

This error occurs because both VirtualBox and KVM (Kernel-based Virtual Machine) are trying to use the
same AMD-V hardware virtualization features, and they can't run simultaneously.

... weil es ab Kernel 6.12 schon läuft.
oder habe ich das falsch verstanden?
Naja, hab nicht weiter drüber nachgedacht, nur die Lösung angewendet, funktioniert..

Nachtrag @Tanzmusikus
Ja, ich kann in der jeweiligen VM "nested Virtualisierung" unter System > Prozessor aktivieren.
 
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Dass man zwei verschiedene Virtualisierungs-Applikationen nicht gleichzeitig laufen lässt, weil beide auf die die CPU-Virtualisierungsressourcen zugreifen und es dadurch zu Konflikten kommen kann, dürfte selbstverständlich sein.

Dass man aber für Virtual Box die im Kernelmodul KVM implementierte kernelseitige Virtualisierungsunterstützung ausschalten muss, spricht nicht dafür, dass Virtual Box mit einer anderen Virtualisierungssoftware in Konflikt um Hardwareressourcen gerät, sondern dass die Bereitstellung der Kernelressource das Starten von Virtual Box verhindert.

Oder die Kurzfassung: Virtual Box is crap.
 
h2f schrieb:
... weil es ab Kernel 6.12 schon läuft.
oder habe ich das falsch verstanden?
Danke für die Info. Ja, da hast du wohl Recht. Konkurrenten ausgeschaltet! :daumen:

@gimmix
Ist halt auch eine Frage des Zugangs. Ich brauchte die letzten 10 - 20 Jahre VirtualBox.
Nun kenne ich es gut & kann mit den wenigen Problemen, die ich hatte & habe gut leben.

Bin nun mittlerweile sehr interessiert an Linux' eigener Virtualisierung. 😊👍
 
@Tanzmusikus
Danke für den tollen Link.
Kurze Frage - könnte man hier über "vorhandenes Festplattenabbild importieren)" auch VirtualBoxPlatten benutzen, oder ist hier nur gemeint, Platten im eigenen Format einzubinden?
Gibt es Erfahrungen? Lerne gerne immer mal wieder was dazu...
 
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Das sollte gehen (hab es nicht selbst getestet):
Code:
qemu-img convert -O qcow2 DISKNAME.vdi DISKNAME.qcow2
Statt DISKNAME den entsprechenden Namen eingeben.

Dann die konvertierte Disk(qcow2) nach /var/lib/libvirt/images/ kopieren/verschieben. Dann sollte sie als bestehende Disk bei der Erstellung einer neuen VM in virt-manager auswählbar sein. Die ISOs für die Installation neuer VMs erwartet virt-manager standardmäßig auch in /var/lib/libvirt/images/.
Von VDI booten könnte auch gehen, aber z.B. Snapshots sind damit nicht möglich.
 
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@h2f
Neben der von @rollmoped genannten Methode gibt's bestimmt noch mehr Möglichkeiten.
Ein virtueller Datenträger ließe sich auch unter anderen Betriebssystemen & mit anderen Tools umwandeln ... oder sogar (je nach Kompatibilität) direkt einbinden. Wer Linux nutzt, sollte möglichst Linux-Tools nutzen.
 
@rollmoped
und da kommt sie wieder die Frickelei.. ;) (ist wirklich nur freundlich mit Augenzwinkern gemeint)

Leider ist das System bei mir in einer nur 50GB großen Partition, mein /home hat den Rest, auch die virtuellen Maschinen. Google sagt: Allein um das /var/lib/libvirt/images/ auf das /home/rudi Verzeichnis umzubiegen ist erheblich mehr Aufwand nötig, als die 2 Zeilen Fehlerkorrektur in VirtualBox.
 
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ich wollte Windows 7 installieren. Es dauerte bis ich überhaupt das Virtualisierungsprogramm zum Laufen gekriegt habe. Als ich die Installation der Maschine starten wollte, kam eine andere Fehlermeldung doch habe ich die Fehlermeldungen einfach nicht aufgehoben - es waren zu viele bis ich das Programm zum Laufen gekriegt habe und den Fehler danach konnte ich nicht beseitigen.

Auf der gleichen Maschine lief unter LM 21.3 die Oracle virtual box ohne weiteres, unter LM 22.3 aber nicht; es stellt sich die Frage, ob Oracle virtual Box nicht an LM 22.3 angepaßt ist - mehr interessiert mich erst mal nicht;

cypher85 schrieb:
In den Release Notes steht, dass der Kernel Probleme mit VirtualBox macht.

https://www.linuxmint.com/rel_zena.php

eben das vermutete ich

Zero_Official schrieb:
sudo apt purge virtualbox-dkms

das half nicht weiter denn die Neuinstallation klappte nicht

AGB-Leser schrieb:

wie installiere ich das - unter LM 22.3 ?

Tanzmusikus schrieb:

mein Schachprogramm läuft nicht unter Wine

rollmoped schrieb:

wie installiert man den ?


Display Settings

1. To prevent black screens change the VirtualBox graphics controller to "VMSVGA". Do this by opening up the settings for your VM and select Display -> Screen.
2. Use VMSVGA with no 3D acceleration. Increase the video memory to 128MB (oder 256MB unter Linux).

dazu muss die Virtualiserungssoftware erst mal laufen
 
siebengescheit schrieb:
wie installiert man den ?
Entweder suchst du das Programm grafisch über die Anwendungsverwaltung oder du installierst es über das Terminal mittels apt über sudo apt install virt-manager. KVM ist Teil des Kernels und damit ohnehin schon dabei. Macht dir ohne grafische Oberfläche aber wahrscheinlich weniger Freude.

Es gibt noch als etwas zusammengestutzte Version von KVM/Virt-Manager das Programm "Gnome Boxes". Das kommt aber schnell an seine Grenzen.

Vorm Fragezeichen kommt kein Leerzeichen.
 
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h2f schrieb:
Google sagt: Allein um das /var/lib/libvirt/images/ auf das /home/rudi Verzeichnis umzubiegen ist erheblich mehr Aufwand nötig, als die 2 Zeilen Fehlerkorrektur in VirtualBox.
Eigentlich ist es ganz einfach, in virt-manager einen eigenen Storage Pool in einem anderen Verzeichnis anzulegen (Rechtsklick auf QEMU/KVM -> Details -> Storage). Der standardmäßig angelegte default pool zeigt eben auf /var/lib/libvirt/images. Den kann man einfach so lassen.
Aber das Home-Verzeichnis ist kein guter Ort für die Images. Man müsste Libvirt Zugriff darauf geben (also allen anderen Usern auf dem System) und das ist mehr als ugly.

Ich will aber den Thread nicht hijacken, nur als Nebenbemerkung.
 
Siebengescheit schrieb:
es stellt sich die Frage, ob Oracle virtual Box nicht an LM 22.3 angepaßt ist

Das problem kommt nicht von Virtualbox. Oracle passt erstmal gar nix an eine spezielle Distro an.
Das ist hier schon eine Frage der Ubuntu und Mint Entwickler.

Heise schreibt dazu z.b. (bissl umsortiert)

Die Kernel-Entwickler haben sich ab Kernel 6.12 dafür entschieden, das für Virtualisierung wichtige KVM-Modul (Kernel-based Virtual Machine) standardmäßig zu laden, das legt jedoch Desktopvirtualisierungssoftware wie VirtualBox lahm.
Linux Mint 22.2 basiert auf Ubuntu 24.04 und dessen Hardware Enablement Stack (HWE) und kommt mit dem frischen Linux-Kernel 6.14.
Das Problem betrifft auch Ubuntu-Installationen, die HWE aktiviert haben. Um das Modul nicht länger automatisch zu laden, können Sie dem Kernel beim Systemstart folgenden Parameter mitgeben:
kvm.enable_virt_at_load=0
 
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h2f schrieb:
Das problem kommt nicht von Virtualbox. Oracle passt erstmal gar nix an eine spezielle Distro an.
Das ist hier schon eine Frage der Ubuntu und Mint Entwickler.
So ganz richtig ist das aber nicht.
Oracle passt die Software nicht an spezielle Distros - richtig.
Aber der kernel muss passen.

Bei einem Bekannten habe ich das Thema auch gerade durch.
Mit kernel 6.14 lief VBox 7.0 einwandfrei.
Dann kam 6.17 und nichts lief mehr.
Ich habe mir Ubuntu 24.4 angeschaut -> das gleiche Problem
Ubuntu 25.10 hat kernel 6.17 und VBox 7.2 -> alles läuft.

Wir haben in Mint kernel 6.17 deinstalliert und 6.14 aktiviert -> alles gut.
Ich vermute mit Mint 23 wird es auch mit 6.17 bzw. 6.18 laufen.
 
h2f schrieb:
Allein um das /var/lib/libvirt/images/ auf das /home/rudi Verzeichnis umzubiegen ist erheblich mehr Aufwand nötig
Dann gehe doch den flexibleren Weg siehe Beitrag #14. Da wird die VM z.B. im Benutzer-Ordner erstellt.
Also in dem Ordner, indem du gerade im Terminal bist.

Hier ist eine Anleitung (nicht die selbe) für reines Verständnis (sind sehr gute Tipps dabei):
https://ww2.coastal.edu/mmurphy2/oer/qemu/x86_64/
Sehr gut im Video beschrieben, aber etwas veraltet, was die ISOs angeht.

Da wird natürlich einiges an Basteln nötig. 🤓
Später hat man aber eine ressourcen-schonende Möglichkeit zur Virtualisierung. 🤩
 
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gimmix schrieb:
Dass man aber für Virtual Box die im Kernelmodul KVM implementierte kernelseitige Virtualisierungsunterstützung ausschalten muss, spricht nicht dafür, dass Virtual Box mit einer anderen Virtualisierungssoftware in Konflikt um Hardwareressourcen gerät, sondern dass die Bereitstellung der Kernelressource das Starten von Virtual Box verhindert.
Das ist völlig normal. Einzige Ausnahme, die ich kenne: QEMU/KVM/(Gnome) Boxes.
Hyper-V, VirtualBox & VMware können nicht parallel genutzt werden.
  • Windows: Hyper-V muss deaktiviert werden, damit entweder VirtualBox oder VMware genutzt wird
    Ist Hyper-V ausgeschaltet, könnten (theoretisch) sowohl VBox als auch VMware parallel laufen (k.A.)
  • Linux früher: siehe Windows
  • Linux ab Kernel 6.12 (KVM ist im Kernel als Kernel-Modul integriert): QEMU/KVM laufen ootb
    Ist KVM DKMS ausgeschaltet, könnten (theoretisch) sowohl VBox als auch VMware parallel laufen (k.A.)
q.e.d.



siebengescheit schrieb:
mein Schachprogramm läuft nicht unter Wine
Dann ist WINE nicht aktuell genug(1) ... oder nicht ausreichend konfiguriert genug(2).
"WINE 11" ist aktuell die neueste Version.

Mit Spiele-Launchern wie z.B. Heroic Games Launcher & Lutris lassen sich neuere WINE- und Proton-Versionen unabhängig vom WINE der Distribution nutzen. Statt einem Spiel kann aber auch ein Programm wie z.B. Schach dort installiert werden, egal ob es einen Installer gibt oder nicht.

Nur einige Programme laufen auf diese Art unter Linux, es awerden aber immer mehr.
Schach-Programme gibt's natürlich auch nativ unter Linux. Das beste Schachprogramm international wurde unter Linux erstellt. Einige große Schachprogramme wurden auf dieser Basis erstellt - OpenSource eben. 😉

Quellen:
https://www.heise.de/news/Wine-11-0-entkorkt-Neue-WoW64-Architektur-ist-fertig-11140578.html
https://www.pcgameshardware.de/Linux-Software-26761/News/Wine-11-erschienen-1490754/

Schach:
https://linux-bibel.at/index.php/20...scheinlich-schoenste-schachspiel-unter-linux/
https://de.linux-terminal.com/?p=503
https://wiki.ubuntuusers.de/Schach/
https://www.linuxlinks.com/chess/
https://holarse.de/wiki/schach
 
Tanzmusikus schrieb:
Das ist völlig normal.
Ich weiß.
Und eben deswegen ist es kein Problem einer spezifischen Linuxdistro und auch kein Problem des Kernels, wenn Virtual Box nicht läuft, sondern ein Problem von Virtual Box.
Ist halt (unter Linux) eine suboptimale Virtualisierungssoftware, wenn ich das, was der Kernel bereitstellt, ausschalten muss.

Frage an die Microsoftler hier: Gibts für Windows' Hyper-V eigentlich ein GUI (vergleichbar zum virt-manager für KVM/Qemu)?
 
Ja, wird auch automatisch mitaktiviert und ist mindestens genauso spartanisch-hässlich. 😆
 
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