hypersuperdau schrieb:
nach einigen Umwegen (fertiges Mathestudium, Arbeit in einer Versicherung,die mir aber nicht gefallen hat) bin ich nun Informatikstudent, allerdings noch recht am Anfang.
hypersuperdau schrieb:
Jetzt wird mir ein Job im Bereich Low/No Coding angeboten, konkret würde ich mit einer bestimmten NoCoding Platform arbeiten.
Um überhaupt konstruktive Vorschläge zu geben, wäre erstmal nötig zu wissen, was deine persönliche Perspektive für die Zukunft ist.
Einen Bachelor(?!) in Mathe und jetzt Informatik ist ja kein schlechtes Fundament. Ich würde mich dann, an deiner Stelle, auf keine "Hilfstätigkeiten" einlassen. Im Zuge der Automation ist ohnehin fraglich, welche Zukunft im Bereich "LowCoding" überhaupt steckt. Sicherlich ist...
Mextli schrieb:
Wenns Geld bringt ists okay, besser als kellnern ist es allemal.
...auf
jeden Fall richtig. Trotzdem ist "LowCoding" aber ebenfalls eine Tätigkeit, die jetzt nicht gerade hochspezialisiert ist, womit es bessere Alternativen für den CV gibt. Vorausgesetzt natürlich, man legt darauf wert.
Um mal kurz aus dem Nähkästchen zu plaudern: ich habe schon vor dem Abi, teils auf selbstständiger Basis, als SysAdmin und im Bereich Webdesign gejobbt. Im Informatikstudium dann bin ich an eine der Elite-Unis gegangen, habe zuerst als Tutor an der Uni gejobbt, dann Tutoriumsvorlesungen gehalten, Forschungspraktika absolviert und dadurch dann später als Advisor für andere Studenten in Forschungspraktika gearbeitet, dann Forschungs-Assistent gewesen und schlussendlich, nach dem Master, einen PhD angefangen.
Zusätzlich hab ich mehrere, internationale Publikationen verfasst und mehrfach bei Startups gearbeitet.
Schon im ersten Jahr meines PhD konnte ich mich vor Anfragen kaum retten. Ich habe mich schon gegen Ende Bachelor auf AI spezialisiert, insbesondere Reinforcement Learning, und bin dann letztes Jahr auch in die Automobilbranche eingestiegen, PhD erstmal auf Eis gelegt.
Ich musste nie auch nur eine einzige Bewerbung schreiben und wenn mir Angebote nicht gefallen, klingel ich ein bisschen mein Netzwerk durch. Da fällt immer was interessantes ab.
Die Beobachtung, die ich dabei gemacht habe, ist im Prinzip: Netzwerk, ordentliches Studium und möglichst viele und vor allem
qualitative Nebentätigkeiten. Wenn in deinem CV Kellnern stünde (weil das ja gerade zur Sprache kam) würde ich mich fragen: konnte er nichts besseres bekommen & etwas sinnvolleres mit seiner Zeit anstellen?
Als Informatikstudent, wenn man mehr als nur für die nächste Klausur lernt, hat man ja auf jeden Fall kein Problem
berufsrelevante Nebenjobs zu finden. Oder eben an der Uni arbeiten.
In den
Jahren an der Uni hab ich z.B. immer nur für die typischen, studentischen Hungerlöhne gearbeitet. Ich bin dafür aber in meiner Spezialisierung extrem vorangekommen, konnte publizieren, habe Projekte geleitet, habe jüngere Studenten ausgebildet + Berufserfahrung vor dem Studium und später dann bei Startups.
Wenn du jetzt erstmal konkret etwas im Bereich Programmierung möchtest, kann ich nur öffentliche Projekte auf GitHub und Dinge wie Stackoverflow empfehlen. Mein CV hat mir damals immer ein Gespräch bei Startups gesichert, aber direkt Jobzusagen hatte ich erst im Master, als ich dazu mehrere Projekte auf meinem GitHub Profil hatte und z.B. mein Stackoverflow Account unter den Top 1% war und so Zeug.
Bei Startups zu arbeiten, so nebenbei, hab ich auch nur für den CV gemacht. Werkstudentengehälter bei Konzernen sind i.d.R. besser und der Job auf jeden Fall stressfreier. Mehr Stress und mehr Arbeit im Startup bedeutet aber auch wieder: mehr Erfahrung.