Lubuntu für Einsteiger und schwachem PC?

Ruwinho

Commander
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Hallo CB-User,

ich habe von meinem Nachbarn die Aufgabe bekommen, seinen Uralt-PC neu aufzusetzen. Dieser ist schon einige Jahre alt und sowas von zugemüllt, dass wir um eine Neuinstallation nicht drum herum kommen.

Zur Zeit ist Windows XP Service Pack 2 installiert. Da der Support des Systems eingestellt wurde, würde ich komplett auf Windows XP verzichten. Also kommt mir hier eine Linux-Distribution in Frage.
Der Rechner hat sage und schreibe 200MB Ram und einen alten AMD-Prozessor mit ca. 1,6GHz. Eine Festplatte mit 80GB und einer on Board Grafikkarte.

Mein Nachbar hat noch nie einen Computer so richtig bedient und will lernen mit dem Computer zu arbeiten, da der Computer im Arbeitsalltag immer wichtiger wird.

Nun habe ich selbstverständlich schon recherchiert und bin auf Lubuntu gestoßen. Da die aktuelle Version ziemlich viel RAM benötigt, würde ich eine ältere Version der Distribution wählen:
https://help.ubuntu.com/community/Lubuntu/PreviousReleases

Hier bin ich ein wenig unsicher, ob ich die Standard-Variante nehmen soll (ab 256MB RAM), oder die Alternate-Variante.

Ist es ratsam eine ältere Version zu nehmen (Stichwort: Sicherheit)? Oder soll ich eventuell auf eine ganz andere Distribution wechseln?
Ich würde darauf einen Webbrowser installieren und ein Office-Paket, mehr nicht.
Ich denke Lubuntu ist einsteigerfreundlich und die beste Wahl. Über Tipps bin ich sehr dankbar.

Skeidinho
 
Meine Eltern kommen weder mit Vista noch Lubuntu klar :( Aber Lubuntu haben sie noch nicht kaputt bekommen.
Es gibt auch noch Puppy Linux und Vectorlinux für schwache Rechner. Ich würde sagen probier die doch einfach nacheinander alle mal aus ;)
 
Empfehle Lubuntu 14.04 (Support bis 2017). Der Support für Lubuntu 12.04 endet nächstes Jahr, daher macht es nicht so viel Sinn.
Du musst auch die "Alternate ISO" nehmen (64MB RAM erforderlich), da die grafische Installation mindestens 700MB RAM benötigt.
 
Skeidinho schrieb:
Mein Nachbar hat noch nie einen Computer so richtig bedient und will lernen mit dem Computer zu arbeiten, da der Computer im Arbeitsalltag immer wichtiger wird.
windows ist der industrie-standard, also wäre linux z.b. sehr sinnlos.

dein nachbar soll sich für 300€ einen office PC kaufen und windows 7 oder 10 installieren. alternativ einfach windows 7 auf dem PC installieren und gucken was passiert.
 
@tnoay
Ja, aber Windows 8.1 ist aktuell dein Industrie-Standard. Wieso also Windows 7 installieren, dann hinkt er deinem Industrie-Standard hinterher.

... also bitte nicht verallgemeinern, Danke.
 
Jaa, klar... Windows 10 drauf machen!? Die BETA??? Klaaar...
Also wenn der PC vorhanden ist würde ich eine der Linux Distributionen ausprobieren. Libre Office ist doch immer dabei.
Also da erstmal kucken und üben, Pc an/aus machen, Programme öffnen, schreiben/speichern. Für den Enduser, der sich auch nicht damit auskennst ist es egal ob Linux oder Windows unten drunter ist.
Nach "Standard" kannst Du sowieso nicht gehen, da dann auch noch MS Office "Standard" ist und daß kostet zusätzliches Geld.
 
@seyfhor
LibreOffice wäre da auch schon zu Ressourcenlastig, Abiword & Gnumeric sollten es reisen :D
 
Ich schließe mich seyfhor an und empfehle auch Puppy Linux. Dies wird noch aktuell weiter entwickelt, benutzt als Fenstermanager JWM, der auch noch aktiv weiter entwickelt wird. Zusätzlich benötigt JWM deutlich weniger Arbeitsspeicher als XFCE (Xubuntu) oder LXDE (Lubuntu).
Wobei mit dem geringen Arbeitsspeicher eh vieles grenzwertig ist, sobald du nen Browser öffnest.
Aber wenn er das bei Windows XP geduldet hat, dann kann es mit allen genannten Linuxen nur besser werden..
 
Vielen Dank für eure Tipps. Ich werde mal ein bisschen Testen. Vorerst in einer VM mit 256MB Ram
 
Sehr gute Idee. Du kannst ja dann mittels der "Taskmanager" selbst den aktuellen Ramverbrauch prüfen. Denn wenn der voll läuft, wird der PC deines Nachbarn quälend langsam. Deine VM kann das vielleicht nicht ganz wiederspiegeln.

Falls du den Taskmanager nicht suchen magst, kannst du auch einfach top in die jeweilige Konsole eingeben. Da siehst du dann auch wie viel in die Auslagerungsdate/ den Swapbereich geschrieben wird.
 
baizon schrieb:
@tnoay
Ja, aber Windows 8.1 ist aktuell dein Industrie-Standard. Wieso also Windows 7 installieren, dann hinkt er deinem Industrie-Standard hinterher.

... also bitte nicht verallgemeinern, Danke.
verallgemeinern? windows und office sind industriestandard, da kannst du gerne heulen gehen wenn du willst. es macht einfach keinen sinn jemanden linux zu installieren, weil heutzutage so viel mit computern gearbeitet wird.
 
Eine ebenfalls recht schlanke Distro wäre Mepis AntiX. Auch #! ist recht gut für den Einsatz auf älteren Maschinen ausgelegt, wobei ich bei besagter Maschine dann doch eher zu AntiX tendieren würde.

Ach ja: Die Festplatte würde ich ggf. mit einer günstigen SSD oder einer (oder zwei) CF-Karte ersetzen. Ein geringer Geschwindigkeitszuwachs, der das UI komfortabler erscheinen lässt.
 
tnoay schrieb:
windows und office sind industriestandard
Bitte Quelle dafür, bzw. bitte nachlesen was ein Industriestandard ist.
tnoay schrieb:
da kannst du gerne heulen gehen wenn du willst.
Wieso sollte ich heulen. Ich bin nur von deiner eingeschränkten Sichtweise verwundert. Außerdem ist diese Aussage kindisch, da Du kein Argument für deine Aussage finden kannst.
tnoay schrieb:
es macht einfach keinen sinn jemanden linux zu installieren,
Das ist deine Meinung, welche du jemandem aufzwingen möchtest.
tnoay schrieb:
weil heutzutage so viel mit computern gearbeitet wird.
Diese Aussage ist Sinnfrei.

Entschuldigt für Offtopic. Ich werde auf diese Person nicht mehr eingehen, wollte es nur loswerden.
 
wenn du keine argumente hast ist es wirklich besser wenn du es lässt. der wiki-artikel ist übrigends korrekt ;)

hellF!RE schrieb:
Nimm es mir nicht übel, aber mit so einer alten Gurke und Linux rumzuprobieren, halte ich für wenig sinnvoll. Gerade weil er es wahrscheinlich im Arbeitsalltag braucht, müsste er doch lernen mit Windows zu arbeiten. Mein Vorschlag wäre sich einen gebrauchten, halbwegs vernünftigen Office-PC zu besorgen und damit zu arbeiten. Als Beispiel: http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/office-pc-|-amd-athlon-ii-250-2x3ghz-|-4gb-ddr3-|-win-7-|-buero/248303310-228-1813
zum glück noch leute hier die es verstehen.
 
Was ich auch schon beim Herumprobieren mit so alten Rechnern und verschiedenen Linüxen bemerkt habe, dass es häufig Probleme mit der onBoard-Grafikkarte gibt - also man bekommt nur eine geringe Bildschirm-Auflösung hin usw. - damit kann man dann auch nicht vernünftig arbeiten.
Nur noch so als Hinweis. - Das müsste man halt ausprobieren, wenn man Zeit hat.

Mein persönliches Fazit wäre aber auch eher es mit zu alten Rechnern sein zu lassen und sich auf Neueres zu konzentrieren.
 
hellf!re schrieb:
nimm es mir nicht übel, aber mit so einer alten gurke und linux rumzuprobieren, halte ich für wenig sinnvoll. Gerade weil er es wahrscheinlich im arbeitsalltag braucht,[...]

tnoay schrieb:
zum glück noch leute hier die es verstehen.

Also ich würde mir das auch noch mal gut überlegen, allerdings nicht unter diesen Argumenten, weil sehr dünn und falsch gefolgert. Jemand, der nicht Admin ist und auf der Arbeit einen PC bedient wird zu 90% keinen Unterschied zwischen Linux und Windows bemerken (die restlichen 10% gehen auf den Bootsplash). Ich glaube nicht das er in der Lage ist - oder gar sein muss - auf der Arbeit Software zu installieren und das System zu pflegen. In der GUI von Firefox oder irgendeinem Office kann man auf beiden OS herumklicken. Bei MS-Office Zwang lasse ich das gerade noch so durchgehen. Aber ihr sprecht dem guten Mann einiges ab, meint ihr nicht auch?

Ich würde eher da ansetzen, das uralt Gurken wohl kaum mit einem neuen OS anständig laufen. Mal Puppy oder Lubuntu und Konsorten außen vor. Sinnvoller wäre es, wirklich ein wenig Geld in die Hand zu nehmen und halbwegs Moderne Hardware zu kaufen. Da kann dann immer noch drauf, was will.
 
Zedar schrieb:
Ich würde eher da ansetzen, das uralt Gurken wohl kaum mit einem neuen OS anständig laufen.

Es ist zwar etwas aufwändiger, aber man kann durchaus auch ein aktuelles Linux auf älteren Maschinen verwenden. Ich persönlich benutze als "troubleshooting-machine" einen P3-750 mit gerade mal 128MB RAM, dennoch läuft darauf ein aktuelles crunchbang ziemlich problemlos, wenngleich nicht so schnell, wie man dies auf einem topaktuellen Rechner erwarten könnte. Dennoch ist es nicht unangenehm.

Es war nur ein wenig mehr Arbeit gewesen, ein schlankes, schnelles System einzurichten, als nur CD rein, installieren, fertig. Und ja, es gab auch Probleme mit der ATI Rage Pro, die verbaut ist, aber auch dies war problemlos lösbar, sodaß die GraKa nun auch höhere Auflösungen als 800x600 unterstützt.

Für einen Linux-Neuling jedoch ist das Einrichten eines Linux auf einer älteren (>10Jahre) Maschine nicht zu empfehlen. Sinnvoller, hier eine jüngere (2-5 Jahre alte) Maschine zu nehmen und damit anzufangen, oder eben auf einem aktuellen Rechner in einer VM die ersten Schritte zu machen.

Jemand, der sich erhofft, auf dem heimischen Rechner Fähigkeiten zu erlernen, die er auf der Arbeit nutzen könnte, der sollte sich eine passende Maschine mit ähnlichem Betriebssystem wie der Arbeitsrechner zulegen, denn nicht allzu viele können auch tatsächlich "um die Ecke" denken. Gerade Einsteiger haben damit noch zusätzliche Probleme.
 
Da gebe ich dir voll und ganz Recht. Ich hab mich etwas unglücklich ausgedrückt. Das unterschreibe ich so.
 
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