Ich möchte mal das Thema nochmal aufgreifen, da hier einige scheinbar keine Ahnung von einer Ramdisk haben.
Man kann sehr wohl Windows in einer Ramdisk laufen lassen und zwar komplett!
Der Vorgang ist der folgende:
Beim booten wird vor Windows ein Treiber geladen, welcher die Ramdisk einrichtet. Dieser Treiber kopiert ein auf der Festplatte liegendes Image, welche logischerweise ein installiertes Windows enthält. Der Kopiervorgang dauert je nach Größe und Festplattengeschwindigkeit etwas. Nach Abschluss wird Windows aus besagter Ramdisk heraus gebootet. Sowas wurde schon mit dem etwas betagten Windows 95/98 und 2000 gemacht, würde mich stark wundern, wenn das mit Windows XP nicht mehr möglich wäre.
Wenn man nun die Ramdisk um z.B. ein Spiel erweitern möchte, muss man beim Beenden von Windows alle Daten wieder auf die Festplatte schreiben.
Da hier so oft nach dem Wozu gefragt wurde, folgende Ideen:
a) Bei der aktuellen Prozessorleistung, wartet ein Betriebssystem oft nur noch auf die "träge" Festplatte. Das wird deutlich, wenn man sich Benchmarks mit der Velociraptor (oder jede andere beliebige 10k oder 15k Festplatte) oder SSD´s anschaut, welche eine geringe Latenz haben. (
http://www.tomshardware.com/de/VelociRaptor-WD,testberichte-240011-12.html) Genauso wie diese angesprochenen Festspeicherarten haben auch Ram´s eine sehr geringe Latenz, sowie einen sehr hohen Datendurchsatz. Ergo erhöht eine Ramdisk die Latenz von Windows und jedem anderen Programm spürbar.
b) Die Speicherpreise für Ram sind stark gefallen. (
http://geizhals.at/deutschland/a379213.html) 16 Gbyte für ~250€ ist nicht die Welt, wenn man bedenkt was eine Velociraptor oder eine SSD kosten.
c) Dazu noch ein interessanter Test:
http://www.piksa.info/blog/2008/08/02/ramdisk-ramdrive-was-es-bringt-und-wem-es-nutzt/
Einige Nachteile haben natürlich auch Ramdisks. Beim booten des Systems muss erst das Betriebssystem in den Speicher kopiert werden. Und das dauert! Da nützt ein schnellerer Bootvorgang von XP auch nichts mehr. 4Gbyte kopiert man in der Praxis selten unter einer Minute rüber. Außerdem können sich Datenverluste bei einem Stromausfall oder Absturz des Betriebssystems ergeben.
Und zum TE: Die Auslagerungsdatei lässt sich vollständig deaktivieren, ein Auslagern der Datei in eine Ramdisk ist nicht notwendig.
Das wollte ich mal auf meinem Streifzug durch die Internetgemeinde und die Foren loswerden. Ich selbst suche aktuell nach Erfahrungsberichte der Nutzung von Windows Xp in einer z.B. 12Gbyte großen Ramdisk, weil mir meine Raid 0 Raptoren von der IO-Performance nicht mehr reichen

Wenn jemand Infos hat, her damit!
gruß, Hannes