Mainboard-Temperatur bei 72° ?

humancore

Lt. Junior Grade
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Da der Rechner meines Vaters in letzter Zeit Probleme bereitet (häufige Abstürze mit Fehlermeldung und Neustart), habe ich einfach mal Everest laufen lassen, um die Temperaturen im System zu messen. Ich war etwas schockiert als ich die Temperatur des Mainboards sah: 72° C! Wie ist das möglich? Müsste das MB nicht schon längst den Geist aufgegeben haben bei dem hohen Temperaturwert?

Hier die Daten des Systems:

Computer
Betriebssystem: Microsoft Windows XP Professional
OS Service Pack Service Pack 1
DirectX: 4.08.01.0810 (DirectX 8.1)

Motherboard
CPU Typ: AMD Athlon XP, 1333 MHz (10 x 133) 1500+
Motherboard Name: Biostar M7VIB (5 PCI, 1 AGP, 1 ACR, 1 CNR, 4 DIMM, Audio)
Motherboard Chipsatz: VIA VT8366 Apollo KT266
Arbeitsspeicher: 256 MB (PC2100 DDR SDRAM)
BIOS Typ: Award Modular (09/26/01)

Anzeige:
Grafikkarte: NVIDIA GeForce2 MX/MX 400 (Microsoft Corporation) (64 MB)
3D-Beschleuniger: nVIDIA GeForce2 MX/MX 400

Multimedia
Soundkarte: VIA AC'97 Enhanced Audio Controller

Datenträger:
IDE Controller: VIA Bus-Master-IDE-Controller
Floppy-Laufwerk: Diskettenlaufwerk
Festplatte: IBM-DJNA-352030 (19 GB, 5400 RPM, Ultra-ATA/66)
Festplatte: ST380011A (80 GB, 7200 RPM, Ultra-ATA/100)
Optisches Laufwerk: HL-DT-ST CD-RW GCE-8160B (16x/10x/40x CD-RW)
Optisches Laufwerk: TOSHIBA DVD-ROM SD-M1912 (16x/48x DVD-ROM)
S.M.A.R.T. Festplatten-Status: OK

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Und hier die Temperaturen:

Sensortyp: Winbond W83697HF (ISA 290h)

Temperaturen:
Motherboard: 72 °C (162 °F)
Seagate ST380011A: 41 °C (106 °F)
IBM-DJNA-352030: 46 °C (115 °F)

Kühllüfter
CPU: 5037 RPM

Spannungswerte
CPU Core 1.76 V
+3.3 V 3.33 V
+5 V 4.68 V
+12 V 12.16 V
-12 V -12.28 V
-5 V -5.00 V
+5 V Bereitschaftsmodus 4.85 V
VBAT Batterie 3.26 V
Debug Info F 86 FF FF
Debug Info T 72 208 255
Debug Info V 6E 00 D0 AE C8 20 36 (01)
 
Hallo, also ganz cool bleiben, also 72°C halte ich ebenfalls für total unrealistisch, denn das müsste ja heißen, daß der Proz (hier ja nicht so groß) schon abgebrannt wäre, is er aber nicht. Dann gibts nur zwei Möglichkeiten nach meiner Erfahrung, die angezeigte Temp stimmt einfach nicht oder was ich eher denke manche Tools können ihre gemessenen Temp nicht dem richtigen Teil zuordnen! Will sagen stimmt die Temp dann ist es bestimmt die vom Proz und das wäre auch für ihn zuviel. Würde auch die Abstürze erklären. Also mal mit anderen Tools und Blick ins Bios nach dem das System ne Weile gelaufen ist gegenchecken.
Ich tippe die Proz.-Temp mal genau beobachten und geeignete Maßnahmen ergreifen, übrigens fehlt diese wichtige Temp. bei deinen Angaben - komisch -.
 
Jo die CPU Temperatur wär mal interessant zu wissen, denke auch das 72° C unrealistisch sind müsste ja schon verbrannt riechen oder sowas
 
Das wär ja genau die doppelte Temp von meinem Mainboard. :lol:
Kann auf jeden Fall nicht sein. Was mich noch stutzig gemacht hat: Mein Silencer 64 Ultra is schon mit 2000 RPM hörbar, dein CPU-Lüfter ist mit 5000 RPM wohl mehr als hörbar. :eek:
 
Ob die ausgelesenen Werte nun stimmen oder nicht, kann ich leider nicht sagen. Fest steht, dass selbst nach einem Update des Bios (Signatur von 2002, nach bisheriger Recherche letztes verfügbares Bios-Update) die Temperatur immer noch auf besagten 72° C steht. Im Bios selbst wird diese Temperatur der CPU zugeordnet, Everest zeigt überhaupt keinen CPU-Wert an und schreibt die 72° dem Mainboard zu.

Also wenn die CPU so heiß wird, dann hätte sie sich in all den Jahren, die der Rechner schon mit dieser Konfiguration läuft, verabschieden müssen. Nachdem ich den ganzen Staub aus dem CPU-Lüfter geholt hab, sind es schon ein paar Grad weniger aber nicht wirklich viel.

Etwa 3 Minuten nachdem der PC ausgeschaltet war, hab ich das Gehäuse aufgemacht und den Finger auf den Kühler der CPU gelegt - und nein, Brandverletzungen dritten Grades habe ich mir nicht zugezogen. Rein gefühlsmäßig würde ich sagen die Temperatur lag bei 35-45 Grad, man muss natürlich bedenken, dass sie sich da schon etwas abgekühlt hatte und dass ich nicht direkt am Prozessor fühlen konnte.

Memtest hat ergeben, dass der RAM-Speicher einen Defekt hat, lieferte über 9 Fehler, dann hab ich den Test abgebrochen.

Woher bekommt Everest eigentlich die Werte der Sensoren? Über das Bios des Mainboards? Dann wäre es wohl sinnlos, noch andere Tools zur Messung heranzuziehen, wenn sie die selbe Quelle haben.
 
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