Maschinenbau Studium FH

MBD98

Ensign
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Dez. 2005
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Guten Abend,

zzt. bin ich Azubi zum Mechatroniker und mache während meiner 3 1/2 Jährigen Ausbildung die Fachhochschulreife.

Danach habe ich vor evt. Maschinenbau zu Studieren in der Fachrichtung Fertigungstechnik oder Verfahrenstechnik.

Meine Fragen sind nun folgende:

Gibt es jmd. der ähnliches gemacht hat und seine Erfahrungen hier darlegen kann!?

Wie sind die Zukunftsaussichten in diesen Richtungen?

Und zu guter Letzt, mit was für einen Gehalt kann man ca. rechnen?
 
Die Zukunftsaussichten sind bei Ingenieursberufen sehr gut.
Gehalt: i.d.R. >30.000€/Jahr
Wenn du das studieren willst kannst du dich auf ne Menge lernen einstellen, aber ich bin mir sicher, dass es sich rechnet, wenn man das Studium (in angemessener Zeit) schafft.
 
Meine Ausbildung ist vor einigen Jahren ähnlich verlaufen, Lehre, Fachabi und nach dem Bund Studium mit
dem Schwerpunkt Konstruktion. Die Aussichten waren damals nicht besonders gut, dennoch habe ich recht
schnell eine Stelle erhalten. Vorteilhaft war fast immer die vorherige Lehre, also praktische Ausbildung.
Dieses wird in technischen Berufen nach wie vor gerne gesehen. Es sei denn man geht in Richtung Vertrieb
und Marketing, wo auch die Gehälter meistens etwas höher sind.
Dennoch habe ich die Nähe zur Fertigung nie bereut. An vielen meiner Entwicklungen und Konstruktionen
bin ich immer noch fertigungstechnisch beteiligt, sei es im Werkzeugbau, wie auch Spritzgußtechnik. Die
Möglichkeiten sind insgesamt sehr vielfältig. Ich war viele Jahre erfolgreich selbstständig, hatte ein kleines
Ingenieurbüro, habe aber auch in Konzerne und mittelständischen Unternehmen gearbeitet.
Was du letztendlich daraus machst liegt an deinen Fähigkeiten und Ergeiz. Die Richtung ist vielfältig und
du kannst sehr viel daraus machen. Gute Techniker sind in Deutschland nach wie vor gesucht, also auch
gute Aussichten auf einen Job.
Das Gehalt ist m. E. in den meisten Fällen recht ordentlich, aber auch hier liegt es an dir was du daraus
machst, wie du dich und deine Fähigkeiten verkaufen kannst.
 
Hallo,

ich bin gerade im 3. Semester Maschinenbau-Studium(FH). Leider gabs bei meiner FH (Deggendorf, nach den Rankings eine der besten:D) nur noch den Bachelor nicht mehr den Dipl. Ing. Also eins vorweg leicht ist es nicht.

Grad ist wieder Prüfungszeit, schreib dieses Semester 9 Prüfungen a 90 min, da musst du schon ganz schön lernen um gute Note zu haben. Ingesammt wird von dir schon was abverlangt, bei mir sinds 51 Prüfungen auf 7 Semester(1. Praxissemster) dazu noch Bachelor-Arbeit und Projektarbeiten. Nächstes Semester kommst knüppelhart mit Getriebekonstruktion, Thermodynamik, TM III, Regelungstechnik und noch ein paar andere schöne Fächer.

Aber wenn du gut in Mathe bist, technisch interessiert, lernbereit dann spricht nix gegen Maschinenbau;) Also mir machts trotzdem ziemlich viel Spaß.

Studienverlauf an meiner FH.

Sowie Karriere, aber nimm dass mit dem Geld nicht so ernst. Bachelor-Abschluß ca. 35.000-40.000€ brutto/Jahr. Hier das Einstiegsgehälter von einigen Absolventen. Die ganze Evaluierung (sehr interessant) gibts hier. Auch noch paar Infos zum Maschinenbauingenieur

mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
@T&T giebts den Master nicht an deiner FH das ist doch der ersatz für den Dip. Ing der Bechelor ist doch nur ein abgewandelter Techniker oder ein klein wenig mehr.

Mit 30000€ würde ich mich nicht abspeisen lassen , wenn dann Netto aber in userer Firma haben die alle meist mehr. Über 30K Brutto hat ja schon ein Facharbeiter die immer weniger werden^^
 
bin ich Azubi zum Mechatroniker und mache während meiner 3 1/2 Jährigen Ausbildung die Fachhochschulreife.


Nachteil an dieser Schulform ist die i.d.R. eher mäßiger Mathe-Ausbildung.
Da solltest du viel Energie reinstecken, dann hast du es später leichter.

Bechelor ist doch nur ein abgewandelter Techniker oder ein klein wenig mehr.

Nö, hat damit gar nichts zu tun und ist immerhin ein akademischer Grad.

giebts den Master nicht an deiner FH

Wird es vermutlich.
Aber vor Antritt des Master-Studiengangs muss er ohnehin erstmal einen Bachelor haben.


Gruß,
David
 
@drago-museweni, für (nur) 30.000 im Jahr würde ich auch nicht gerne arbeiten, ab so dolle sind die
(Einstiegs)gehälter auch nicht (mehr). Nur wenn du richtig gut bist, Projekt- oder Personalverantwortung
hast , oder in den Vertrieb gehst, liegt man locker bei 50.000 bis 80.000. Aber bis man so weit ist, dauert
in der Regel ein paar Jahre.

Mathematik ist, wie Physik auch, für den "normalen" Fachoberschüler im Ingenieurstudium schon eine harte
Nuß. Da gilt es viel lernen.
 
worfür soll man auch zur Zeit nen Master anbieten? Es gibt doch noch keine Leute in Deutschland, die hier angefangen haben mit Bachelor und jetzt beim Master sind (außer nen paar UNIs sind schon früher umgestiegen, aber das ist nicht die Regel).
Der Master wird bei euch wahrscheinlich angeboten, sobald es 6bzw7(je nachdem, ob mit oder ohne Praxissemester) Semester lang den Bachelor an eurer UNI gibt
 
Also Bachelor ist doch einiges mehr als Techniker, ein Techniker hat vllt. auch Ahnung von Konstruktion, jedoch wird er sich sich nie mit DGL(zb. hat er dadurch keine Ahnung von Regelungstechnik) beschäftigen;)

Der einzige Unterschied zum Dipl. Ing. (FH) ist, dass 1 Praxissemester wegfällt. Es ist quasi ein vollwertiger Ersatz, die Studenpläne sind fast identisch. Also bei mir an der FH hat sich nix geändert an den Fächern, nur dass neue hinzugekommen sind, sog. FWP's die man im Dipl. Ing. Studiengang erst im Hauptstudium belegen konnte. Nun muss ich jetzt schon pro Semester eins belegen.

Ich sags mal so (vereinfacht gesehen):
Bachelor->Dipl. Ing. (FH)
Master-> Dipl. Ing. Uni

Nach dem Bologna-Prozess ist das das angestrebte Ziel bzw. Bachelor
Wikipedia zu Bachelor schrieb:
Bachelorabschlüsse verleihen grundsätzlich dieselben Berechtigungen wie Diplomabschlüsse an Fachhochschulen.
 
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Das mitder Regelungstechnik kommt immer drauf an welchen Techniker mann macht aber beim Maschinenbau könntest du recht haben frage mal meine Kollegen da machen gerade 4einen, bei Techniker Elektro-Datenverarbeitung sieht das wieder anders aus die Lehrnen sogar Programieren.

Aber wenn ich nicht irre haben die Maschinenbau Techniker auch Regelungstechnik in vorm von SPS wenn ich mich nicht vertue, und Techniker haben viel mehr Praxisahnung wie ein Bachelor da mann gearbeitet haben muss um anzutreten.
 
Servus,

ich studier gerade Maschinenbau an der FH (Diplom-Studiengang) und bin jetzt dann im 4. Semester.

Das Studium ist nicht zu unterschätzen, diese "alten" Vorurteile, Studenten hätten ein sooo schönes Leben und feiern die ganze Zeit, stimmen definitiv nicht (mein Benutzername ist auch nicht Programm :-) )

Ich kann Dir das Studium schon empfehlen, nur musst Du Dir bewusst sein, dass es nicht leicht ist. Regelmäßig lernen, vor den Prüfungen gar nichts anderes mehr machen als lernen, jeden Tag in die FH, usw...

Verständniss sollte vor allem für Mechanik, Konstruktion und Maschinenelemente vorhanden sein.

Wenn Dir die Fächer liegen, würd ich's machen.


Und zum Einstiegsgehalt: 40000-45000€ sind typische Anfangsgehälter. Diese werden auch gezahlt, gerade jetzt aufgrund der hohen Nachfrage an Ingenieuren.
 
Mal ne Frage,

kann man sagen, dass die Jobaussichten nachwievor gut sein werden?

Zur Zeit studieren ja relativ viele Leute Maschinenbau. Hinterher sitzt man dann noch auf der Straße?!
 
Garantieren kann Dir das keiner, soviel ist klar. Aber mit einem Studium (und i.A. z.B. Maschinenbau) hast noch wenigstens etwas Sicherheit. Und ausserdem bleiben von den jetzigen Erstsemestlern sowieso nur 40 % am Ende übrig.

Ausserdem hat man immer noch die Option, ins Ausland zu gehen.
 
also ich möcht eigentlich Maschinenbau studieren aber wenn ich das so lese...............

ich hab schon mal vor während des Studium Party zu machen oder am WE wegzugehen. Wenn ich nun aber überhaupt nix mehr machen kann und nur noch lernen muss dann überleg ich mirs nochmal was anderes zu machen
 
Ach da mach dir mal keine Sorgen...Zeit zum Alkoholkonsum bleibt noch genug:D
Ein Ingenieur der nicht saeuft ist wie nen Motor der nicht laeuft^^

Man muss sich an das Arbeitspensum erst gewoehnen und sich damit abfinden, dass in der Pruefungsphase eben mal keine oder nicht wirklich viel Zeit fuer Parties ist.
Es gibt Zeitabschnitte die sind recht locker aber dann auch Arbeitsphasen die extrem intensiv sind. Aber in der normalen Vorlesungszeit hat man da keine Probleme und genug Zeit am Wochenende (oder unter der Woche) mal wegzugehen...in der vorlesungsfreien Zeit (Semesterferien) sind dann halt die meisten Pruefungen und deswegen sieht es da mit Ferien oder viel Freizeit entsprechend meistens Partytechnisch duester aus.
Kenne auch einige Leute die dann die ersten 2-3 Wochen der neuen Vorlesungzeit fuer Urlaub nutzen weil in den Semesterferien keine Zeit bleibt.

Man hat nicht das Studentenleben wie man es sich gemeinhin so vorstellt (paarmal im Jahr ne Hausaufgabe und ansonsten rumgammeln,Party und laues Leben) und fragt sich warum man selbst soviel fuer die Uni machen muss und Studenten anderer Faecher es superlocker haben. Eine Strafkolonie ohne Freizeit kommt aber auch nicht dabei raus.

Ich studiere selbst keinen Maschinenbau sondern Physik, aber da ist das "Problem" aehnlich, habe aber auch viele Ingenieurstudenten im Freundeskreis (aber die meisten sind an der Uni und da ist es imho m.E. noch schwerer).
 
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Der Bedarf an Ingenieueren ist atm weit größer, als das Angebot und man geht davon aus, dass in den nächsten Jahren der Bedarf noch weiter steigen wird.

Für Party hat man auch noch Zeit. Ich studiere zwar nicht Maschinenbau, aber mein Bruder und der hat nebenbei noch genug Zeit für seine Freundin, seine Freund, Party und Co.
Außerdem kommt es drauf an, was du aus deinem Studium machst. Man kann mit den Minimum durch kommen, man kann auch versuchen einer der besten zu sein.
Du kennst das wahrscheinlich auch noch aus der Zeit des ABI/Fachabi. Man kann ne Menge machen, weiß, dass man es sollte und merkt es auch an den Noten. Ob man dann was ändert oder nicht, muss man selbst wissen.
 
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