Max. Lautstärke einstellen für Kopfhörer gegen Hörschaden?

Cinematic

Lt. Commander
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Ich denke mal jeder kennt diese "lustigen" Videos im Netz, wo erst gar nichts passiert und dann auf einmal megalautes Geschrei oder so.
Grade eben hatte ich es auch beim durchzappen durch Webradios mit Winamp Shoutcast, dass auf einmal ein Radio dabei war was extrem laut war verglichen mit den anderen Radios die alle ziemlich gleichlaut waren.
Da ich schon einen leichten Hörschaden hab, will ich vermeiden, dass unerwartet laute Töne blockiert/gedämpft werden.
Habe Windows 7.
 
110db entspricht mitte Discotanzfläche und
das sollte man sich eigentlich nur 30min. aussetzten pro woche um keinen längern Hörschaden zubekommen.

Als Lautstärkepegel kann du ja dein iphone/Handy als Richtwert nehmen.
Diese walkmans/iphone sind so eingestellt das sie auf stufe 10 auch 110db haben,
wenn du also das Iphone auf stufe 6-7 betreibt sollte es kein problem sein.
 
Okay, es geht nicht nur um einen möglich Hörschaden, auch wenn ich Boxen anhabe spät Abends:
ich höre immer recht laut, aber ich mach es eben nur so laut, dass es keinen stört. Wenn aber nun irgendwas unerwartet lautes abgespielt wird, stört das Mitbewohner/Nachbarn (auch wenns nur für 2sek ist), es kommt halt gelegentlich vor, dass manche Sachen extrem viel lauter sind als erwartet...
 
Meiner Ansicht nach gilt es hier zu unterscheiden zwischen:

1. Die generelle Lautstärke verschiedener Audioquellen ist unterschiedlich oder

2. Die Dynamik innerhalb des Quellmaterials ist sehr hoch (klassische Musik, Action-Filme)

Leider wird zunehmend in Action-Filmen gesündigt, die nach 22.00Uhr kaum noch abspielbar sind, ohne dass andere Mietparteien einem körperlichen Schaden zufügen!
Wenn der PC als Zuspieler fungiert, bietet bspw. der VLC-Player einen Limiter an, der die Pegelspitzen recht gut kompensiert.

VLC Comp.jpg

Die meisten A/V-Receiver haben einen "Midnight-Modus" oder so ähnlich, der gleichwertig funktioniert.

Mit freundlichen Grüssen
 
Ok das ist cool, hat Winamp auch so eine Funktion?
 
Da ich Winamp nicht installiert habe (die Weiterentwicklung wurde übrigens eingestellt), kann ich diese Frage nicht beantworten.
Ich würde es einfach mal ausprobieren!
 
Es gäbe da einmal die Möglichkeit, die Quellenlautstärke zu begrenzen, bevor sie verstärkt wird (also an KH oder LS ausgegeben wird), dazu kann man ganz gut Kompressoren bzw. Limiter einsetzen. Es gibt recht gute Software-Kompressoren, auch in der Public Domain, es muß nicht immer ein Hardware-Kompressor sein. (Siehe auch hierzu Wikipedia.)

Eine andere Möglichkeit wäre, in den Signalpfad zum Kopfhörer einfach einen hohen Widerstand einzubauen. Der angenehme Nebeneffekt ist, das man dadurch auch die Elektrische Güte (Qes) als auch die Gesamtgüte (Qt) der Chassis ändert. Aufgrund der eher kleinen Leistungen, die über die Kopfhörer übertragen werden, kosten die Widerstände auch nicht viel. Was anderes ist es bei Lautsprechern. Dort sind die übertragenen Leistungen höher.

Für Lautsprecherausgabe empfiehlt sich eher die Verwendung eines vorgeschalteten Kompressors bzw. Limiters.

Eine andere Alternative wären Ausgangsübertrager, die so bemessen sind, daß sie ab einer gewünschten Eingangsleistung einfach in die Sättigung gehen. Das verzerrt dann ein wenig, und bei zu viel Eingangsleistung geben die dann auch auf. Außer in der ELA (100v-Technik) und bei Röhrenendstufen findet das heute allerdings nur noch selten Anwendung. Kein Wunder: Für gute Ausgangsübertrager werden mal schnell ein paar hundert Euronen fällig. Wenn man's allerdings richtig macht, kann man einen recht angenehmen, warmen und weichen Klang auch aus einem Transistorverstärker zaubern. Für Einsteiger eher nicht geeignet.

Und hier die offensichtlichste aller Varianten: Einen Verstärker mit einer sehr geringen Ausgangsleistung wählen.
 
Um mich hier noch einmal einzumischen:

Das Beste, was einem Lautsprecher passieren kann, ist ein potenter Verstärker.
In den meisten Fällen "sterben" Lautsprecher an unterdimensionierten Verstärkern infolge des erwähnten "Clippings".
Die mögen nun mal keine irgendwie rechteckförmigen Signale, was gleichbedeutend mit einer Gleichstromkomponente über eine bestimmte Zeit wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
rex1740 schrieb:
In den meisten Fällen "sterben" Lautsprecher an unterdimensionierten Verstärkern infolge des erwähnten "Clippings".

[RANT] Wenn Du schon von Clipping sprichst, solltest Du langsam mal Deine Klageschrift gegen die heutige Musikindustrie einreichen, die nicht nur Schrott produzieren, sondern auch noch seit Jahren mit Anlauf gegen die 0dBFS-Schwelle krachen auf ihrer Jagd nach immer höheren Durchschnittspegeln.[/RANT]

Du sprichst vom Niedrigpreis-Segment. Entweder das, oder von generell falscher Beschaltung durch den Besitzer. Wer einen Verstärker berechnet, berechnet diesen nicht auf Kante, sprich mit maximalem Verstärkungsfaktor. Das passiert eher bei "Geiz ist Geil" und jenen, die doch nicht blöd sind sowie ähnlich gesinnten. Da kommt es auf jeden Cent an.

Bei solchen Geräten gute Lautsprecher dranzuklemmen oder seine Lieblingskopfhörer und dann "aufzureißen", ist dann eigene Dummheit.
 
Bei solchen Geräten gute Lautsprecher dranzuklemmen oder seine Lieblingskopfhörer und dann "aufzureißen", ist dann eigene Dummheit.
Auch teure Verstärker clippen gern bei Vollaussteuerung. Du magst Ahnung von E-Technik haben, aber deine Empfehlung eines schwachen Verstärkers ist Unsinn und du solltest sie revidieren, statt verteidigen.

Kopfhörer an integrierte, meist per Widerstand abgezweigte Ausgänge ist nicht nur dumm, sondern klingt auch scheiße (an niederohmigen Hörern), oder verzerrt (bei Pegeln, die für Hochohm+magerer Wirkungsgrad nötig sind)
 
@Twostone
Auch im "Niedrigpreissegment" gelten die gleichen Regeln, umso wichtiger ist für Laien auf diesem Gebiet eine gute Beratung durch qualifiziertes Fachpersonal.
Die Musikindustrie folgt meiner Meinung nach nur einem allgegenwärtigen Trend, wie er aus der Werbung nur allzu unangenehm auffällt.
Musikproduktionen sind oftmals bis knapp unter 0dB ausgesteuert, was dem Decoder im Player dann keinen Overhead mehr gestattet.
Die Folge sind naturgemäss oft Verzerrungen (hörbar oder nicht).
Auch in der Audio-Technik gilt: Qualität hat ihren Preis!
 
Console Cowboy schrieb:
Auch teure Verstärker clippen gern bei Vollaussteuerung.
Integrierte soft-limiter helfen dabei, daß das Signal bedämpft statt hart abgeschnitten wird.


Console Cowboy schrieb:
Kopfhörer an integrierte, meist per Widerstand abgezweigte Ausgänge ist nicht nur dumm, sondern klingt auch scheiße (an niederohmigen Hörern), oder verzerrt (bei Pegeln, die für Hochohm+magerer Wirkungsgrad nötig sind)

Dem stimme ich nicht zu. Durch die Beschaltung sieht die Essence eine Last von >3kOhm. Harmonische Verzerrungen treten lediglich durch die verwendeten Übertrager auf, und die sind nicht mehr, als man durch die Übertrager auch erwarten könnte. Wenn dies nicht der Fall wäre, wären diese Art Ausgangsbeschaltung nicht in Studio- und Bühnentechnik regelmäßig anzutreffen.

@rex1740: Spitzenimpulse fallen erst bei einer FFT-Analyse im fertig aufgezeichneten Material auf, und da ist es bereits zu spät. Das Ausgangsmaterial ist schon Mist, der Decoder kann dann auch nicht mehr viel machen. Und dabei hat der Dynamikumfang durchaus gewaltig zugenommen in den letzten Jahren. Selbst bei 16bit sind 96dB möglich, das ist schon ein gewaltiger Unterschied zu dem ehemals ~60dB der Schalplatten (MCs waren eher schlechter, aber auch so in dem Bereich). Da muß man doch nicht mit den Durchschnittspegeln bis auf -3dB an die 0dBFS herangehen. Vor allem, wenn dadurch auch noch ungerade harmonische erzeugt werden. Danke, Digital- und Transistortechnik. Danke, liebe Musikindustrie.
 
Dem stimme ich nicht zu. Durch die Beschaltung sieht die Essence eine Last von >3kOhm
Du redest jetzt von der Soundkarte? Dann passt alles.
Bei solchen Geräten gute Lautsprecher dranzuklemmen oder seine Lieblingskopfhörer und dann "aufzureißen", ist dann eigene Dummheit.
Da ging es allerdings um Vollverstärker/Avrs - und deren integrierte Kopfhörerausgänge mit ihren Unzulänglichkeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Console Cowboy schrieb:
Du redest jetzt von der Soundkarte? Dann passt alles.

Ist ziemlich egal, ob Soundkarte oder nicht, meine Summierer und Kompressoren haben ähnliche Beschaltungen sowohl an den Ein-/Ausgängen als auch an KH-Anschlüssen der Vorverstärker. Die übliche Bürde an Line-outs ist bei mir ca. 10k, an KH zwischen 3-5k, je nach verwendeten Übertragern.
 
Das artet ja hier in eine regelrechte Fachsimpelei aus!
Zum äusserst heiklen Thema Analog vs. Digital:
Aus gutem Grund gibt auch heute noch Instrumentenverstärker in Röhrentechnik, die bei Musikern hoch im Kurs stehen. Der spezielle Sound eines Röhrenverstärkers lässt sich eben sehr schwer nachbilden.
Auch in der Studiotechnik wird auf ungwohnte Weise "getrickst":
Ein befreundeter Musiker, der auch ein kleines Musikstudio betreibt, erzählte mir vor einiger Zeit, dass es Bands oder Musiker gibt, die den Stereo-Mix einer volldigital aufgezeichneten und gemasterten Aufnahme nachträglich über eine Bandmaschine laufen lassen um so den Sound zu "analogisieren".

Auch aus der Rubrik "Sachen gibt es":

Ein weltbekannter Dirigent (ich glaube es war Franz Konwitschny) hat die Veröffentlichung seiner Dirigate auf CD mit der Begründung verweigert, die Aufnahmen wären dann "zu schnell".
 
Zuletzt bearbeitet:
Twostone schrieb:
[...]
Eine andere Möglichkeit wäre, in den Signalpfad zum Kopfhörer einfach einen hohen Widerstand einzubauen. Der angenehme Nebeneffekt ist, das man dadurch auch die Elektrische Güte (Qes) als auch die Gesamtgüte (Qt) der Chassis ändert. Aufgrund der eher kleinen Leistungen, die über die Kopfhörer übertragen werden, kosten die Widerstände auch nicht viel. Was anderes ist es bei Lautsprechern. Dort sind die übertragenen Leistungen höher.

Für Lautsprecherausgabe empfiehlt sich eher die Verwendung eines vorgeschalteten Kompressors bzw. Limiters.

Habe schon lange soetwas gesucht.
Hier nun endlich etwas gefunden:

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Zuletzt bearbeitet:
Es hilft da natürlich auch, das Wiedergabegerät auf eine Quarzkristallplatte zu legen und den Kopf in den Morgenstunden gen Süden, mittags nach unten und Abends 10° nach Norden und 30° nach oben zu neigen.

Bin mir nicht sicher, ob das unter HiFi-Voodoo oder Kundenverarsche geht. Das wird nichts anderes als eine Leitung mit Vorwiderstand sein. Effektives, reales Limiting werden beide nicht erreichen. Aber ok, Vorwiderstände zur Begrenzung wurden schließlich auch empfohlen als einfachste Maßnahme...
 
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