Mehrer Subnetze vernetzen

shoa66

Lt. Junior Grade
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Hallo zusammen,


hier ein kleiner Plan meines Netzwerks.

Ich würde gerade vom 192.168.2.1 / 24 und dem 192.168.6.1 / 24 Netz auf mein 192.168.1.1 / 24 Netz zugreifen.

Habe schon versucht n Statische route in der Fritzbox 192.168.2.1 einzutragen allerdings komm ich immernoch ned ins 1.1 Netz.


Kann mir da bitte jemand weiter helfen?
 

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Vom Verständnis her, müsste ich nicht was in den Fritzboxen konfigurieren?
Also von den Geräten die am Vigor hängen komme ich ja in die anderen Netze nur nicht andersherum
 
Was hast denn eingetragen ?
Müsste ungefähr so aussehen:

In Vodafone-Box: Netz 192.168.1.0 / 24 über 192.168.2.3 erreichbar
In 1&1-Box: Netz 192.168.1.0 / 24 über 192.168.6.3 erreichbar

Allerdings können Netz 192.168.2.0 & 192.168.6.0 nicht miteinander, soll auch so sein ?
 
Naja ziel ist es eigentlich alle miteinander zu vernetzen, sprich jeder sieht jeden.

Eine statische an der 192.168.2.1 habe ich bereits eingetragen aber hat leider nicht geklappt.

192.168.1.0 // 255.255.255.0 // 192.168.2.3

Nein ich kann nur vom Vigor aus alle Netze pingen / erreichen. Vom 192.168.2.1 und 192.168.6.1 gehts nichts, die sehen nur sich selbst.
 
Vom 192.168.2.1 und 192.168.6.1 gehts nichts, die sehen nur sich selbst.

Das wäre aber merkwürdig, denn dafür müssten auch Router definiert werden.
Muss im Vigor ggf. noch irgendwas bzgl. Routing aktiviert werden ?

Kannst ja ggf. mal in allen alle Routen eingeben:

In Vodafone-Box: Netz 192.168.1.0 / 24 über 192.168.2.3 erreichbar
In Vodafone-Box: Netz 192.168.6.0 / 24 über 192.168.2.3 erreichbar

In 1&1-Box: Netz 192.168.1.0 / 24 über 192.168.6.3 erreichbar
In 1&1-Box: Netz 192.168.2.0 / 24 über 192.168.6.3 erreichbar
 
Naja, Beispiel NAS: was hat die denn als default Gateway eingetragen, den Vigor? Wenn nein dann muss deren "default Gateway" auch eine statische Route haben die zurück zu 192.168.2.0/24.

Immer auch an den Rückweg denken!

Du kannst dir den Netzwerktraffic ja von Hop zu Hop durchschaun und überlegen was richtig sein muss:

Beispiel:

Der PC mit 192.168.2.5 will zur NAS 192.168.1.10.

Am PC mit "route print" schaun, wohin das Paket geschickt wird (vermutlich zum default Gateway und dieses muss das Netz 192.168.1.0/24 kennen und den Traffic zum Vigor schicken).
Dann ist der Vigor als nächster Hop dran: er kennt das Netz weil direkt verbunden.
Dann kommt die Anfrage bei der NAS an.

Rückpaket, Antwort der NAS: die NAS verschickt an ihr defaultgateway Richtung 192.168.2.5. Das default Gateway der NAS muss das Netz 192.168.2.0/24 kennen und zum Vigor schicken.
Der Vigor kennt 192.168.2.0/24 weil direkt verbunden.
Das Paket kommt an, alles gut.

Aber: sind auf dem Vigor vielleicht Firewallregeln aktiv bzw. freizuschalten?
 
leipziger1979 schrieb:
Das wäre aber merkwürdig, denn dafür müssten auch Router definiert werden.
Das ist nicht merkwürdig sondern bei der Konfiguration normal. Sowohl Vodafone- als auch 1&1-Router sind mit den WAN-Ports des Vigor verbunden. Die Verbindungen dorthin laufen also auf das NAT des Vigor und da ist dann Schluss. Da kannst Du an den beiden anderen Routern konfigurieren, was Du willst.

Wenn es nur um den Zugriff auf das NAS geht, dann könnte man eine Portweiterleitung am Vigor einrichten. Anderenfalls muss man den Aufbau abändern.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Andreas_

Wenn ein Gerät im 192.168.2.0 Netz sich befindet mit Gateway 192.168.2.1 und der Vodafone Router nicht weiss das das 192.168.6.0 Netz über 192.168.2.3 erreichbar ist verwirft er sämtliche Pakete die ins 192.168.6.0 Netz sollen weil er es erstens nicht kennt und zweitens ein privates Netz nicht ins öffentliche Netz geroutet wird.
So wird ein Schuh draus.
 
leipziger1979 schrieb:
@Andreas_

Wenn ein Gerät im 192.168.2.0 Netz sich befindet mit Gateway 192.168.2.1 und der Vodafone Router nicht weiss das das 192.168.6.0 Netz über 192.168.2.3 erreichbar ist verwirft er sämtliche Pakete die ins 192.168.6.0 Netz sollen weil er es erstens nicht kennt und zweitens ein privates Netz nicht ins öffentliche Netz geroutet wird.
So wird ein Schuh draus.
Noch einmal:
Alle Verbindungen die von dem Vodafone- und dem 1&1- Router zum Vigor gehen cancelt dieser, weil sein NAT alles verwirft, was nicht aus dem eigenen Netz initiiert wurde. Du kannst keine funktionierende Routen beim Vodafone- und 1&1-Router eintragen, weil es die beim gewählten Aufbau schlichtweg nicht gibt.

Das 192.168.6.0 Netz ist nicht über 192.168.2.3 erreichbar!

Dir ist anscheinend nicht klar, dass die Verbindungen zum Vigor auf die WAN-Ports gehen, nicht auf einen LAN-Port.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für eure zahlreichen Antworten.

@ d2boxSteve
Alle Geräte am Vigor werden via DHCP mit IP 10-100 // Gateway 192.168.1.1 und dns 192.168.1.1 versorgt

@ Andreas_
Und was muss ich ändern, damit das klappt?
Oder geht das schlichtweg nicht? Was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann.


Muss bestimmt ne Einstellung am Vigor sein oder nicht?
 
Oh, jetzt sehe ich das auch, du darfst die WAN1 und WAN2 nicht benutzen, du musst auf den intenen Ports (hast ja 4 Stück) deine 2 Netze konfigurieren, dann gehts auch.

Der Vigor hat kein WAN (also keinen Internetanschluss), also darfst du WAN auch nicht benutzen. Was du machst ist alles internes Netz.
 
shoa66 schrieb:
@ Andreas_
Und was muss ich ändern, damit das klappt?
Oder geht das schlichtweg nicht? Was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann.
Du musst die Verkabelung ändern. Was sinnvoll ist, hängt auch von den Möglichkeiten vor Ort ab. Die einfachste Lösung wäre, alle Clients in dasselbe Subnetz zu holen.
 
@ d2boxSteve
Ja damit ich beide Internetanschlüsse nutzen kann und Geräten sagen kann welches Internet sie verwenden sollen
Zudem kann man mit dem WAN Port wunderbar Failover nutzen LoadBalacing usw.

@Andreas_

Verkabelung kann ich alles ändern was ich will!
Und wie stellst du dir das vor?

Fritzbox Vodafon 192.168.1.1 --> DHCP 20-49
Fritzbox 1und1 192.168.1.2 --> DHCP 50-79
Vigor 192.168.1.3 --> DHCP 80-109
 
Ich kenne jetzt den Vigor nicht, aber normalerweise sehen Multi-WAN-Konfigurationen in etwa so aus:

www-router#1 @ WAN1
www-router#2 @ WAN2
LAN#1 @ LAN1
LAN#2 @ LAN2
LAN#x @ LANx

Die LANs vom jeweiligen www-router bleiben gewissermaßen ungenutzt bzw. ausschließlich als Transfernetz zwischen Multi-WAN-Router und www-router, weil die eigentlichen lokalen Netzwerke allesamt vom Multi-WAN-Router ausgehen. Nutzt man die www-LANs trotzdem, dann muss man am Multi-WAN-Router zwingend NAT an den WAN-Ports abschalten und im www-router eine statische Route ins LAN#x Subnetz anlegen.
 
Raijin schrieb:
Ich kenne jetzt den Vigor nicht, aber normalerweise sehen Multi-WAN-Konfigurationen in etwa so aus:

www-router#1 @ WAN1
www-router#2 @ WAN2
LAN#1 @ LAN1
LAN#2 @ LAN2
LAN#x @ LANx

Die LANs vom jeweiligen www-router bleiben gewissermaßen ungenutzt bzw. ausschließlich als Transfernetz zwischen Multi-WAN-Router und www-router, weil die eigentlichen lokalen Netzwerke allesamt vom Multi-WAN-Router ausgehen. Nutzt man die www-LANs trotzdem, dann muss man am Multi-WAN-Router zwingend NAT an den WAN-Ports abschalten und im www-router eine statische Route ins LAN#x Subnetz anlegen.


Jup genau so sieht es im vigor aus und an Port LAN#1 hängt mein Switch mit meinen Geräten.

Habe ich das nun richtig verstanden, dass ich an meinen beiden WAN Ports einfach NAT deaktivieren muss und dann die statische Route in den beiden Fritzboxen eintrage?
 
NAT braucht man im Prinzip nur an der Grenze von privaten in öffentliche Netzwerke. Das macht zB der Internet-Router, weil dort eben privat und öffentlich aufeinandertreffen und öffentliche IP-Adressen Mangelware sind, so dass man mittels NAT zumindest nur 1 öffentliche IP-Adresse für das komplette Netzwerk benötigt.

In deinem Falle ist das "WAN" vom Multi-WAN-Router ja trotzdem ein privates LAN, das von dir administriert wird. Effektiv ist das also keine WAN2LAN-Grenze, sondern eine LAN2LAN-Grenze. NAT ist also nicht notwendig und du kannst ein vollständig geroutetes Netzwerk aufbauen.

Der Zugriff zwischen den LAN-Schnittstellen funktioniert bei solchen Routern meistens out-of-the-box, wenn nicht explizit eine Firewall den Zugriff untereinander blockiert. An den WAN-Ports ist potentiell NAT standardmäßig aktiviert, das könnte man ausschalten. Ohne NAT müssen dann aber die www-router jeweils eine Route in alle LANs hinterm Multi-WAN-Router haben, weil sie sonst nicht wissen wohin mit der Verbindung. Mit NAT im Multi-WAN-Router würden die www-router ja einfach an diesen antworten, ohne NAT kommt am www-router eine "unbekannte" private IP an, daher die statische Route.

Beachte im übrigen, dass zB die Windows Firewall standardmäßig sämtlichen Traffic von unbekannten IP Adressen blockiert. Das heißt, wenn du aus LAN#1 einen PC in LAN#2 anpingst, kommt dort der Ping mit einer Absende-IP aus LAN#1 an und Windows wird den Ping nicht beantworten. In der Windowsfirewall kannst du in den erweiterten Optionen bei den eingehenden Regeln zB ICMPv4 Echo Request suchen und dort in den Eigenschaften unter "Scope" (hab englisches Win7, sorry) die zulässigen Absende-IPs bzw. Subnetze eintragen. Standard ist "local only", also nur aus dem eigenen Subnetz. Bei einem NAS kann das ähnlich sein. Im Zweifelsfalle die Sicherheits-/Firewalleinstellungen des NAS prüfen und ggfs ins Handbuch schauen.
 
@ Raijin
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Der Begriff NAT ist mir wohl bekannt und ich weiß auch das Einsatzgebiet. Du hast vollkommen recht mit dem LAN2LAN nur manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht....

Ich werde jetzt für WAN1 und WAN2 von NAT auf Routing wechseln

An Fritzbox Vodafone(192.168.2.1) folgende statische Route hinterlegen:

192.168.1.0 // 255.255.255.0 // Gateway: 192.168.2.3 (oder 192.168.1.1 ???)



An Fritzbox 1und1(192.168.6.1) folgende statische Route hinterlegen:

192.168.1.0 // 255.255.255.0 // Gateway: 192.168.6.3 (oder 192.168.1.1 ???)
 
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