Merkwürdiger Loop

IngoKnito

Lt. Commander
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Hat jemand Erfahrung mit einem ähnlichen Kreislauf wie im Bild gezeigt?
Zulauf kommt von unten und läuft direkt durch die Anschlüsse der zwei Grafikkarten nach oben zum CPU-Block, und dann direkt nach unten wieder durch die beiden Anschlüsse der Karten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Wasser auch in den Blöcken der Grafikkarten zirkuliert. Das sollte doch einfach direkt weiterfliessen.

Sollte das tatsächlich so funktionieren, wäre das schon eine saubere Sache.
 

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Wenn die Blöcke der GPUs und der der CPU annähernd gleiche Widerstände haben, geht das. Man muss die Komponenten nur aufeinander abstimmen.
 
Nennt sich parallel, funktioniert, ist aber nicht sinnvoll.
Der Durchfluss teilt sich da auf die 3 Komponenten auf, im Idealfall genau gleich, das klappt aber nur wenn alle 3 Kühler den gleichen Widerstand haben.
Um da bei jeder Komponente die empfohlenen 30l/h zu erreichen brauchst du im Zulauf mind. 90l/h.
Nutze mal die Suchfunktion, dazu gibt es schon ein paar Themen.
 
Ich bin zwar nicht von der Materie, aber das sieht mir danach aus als würde der durchfluss auf alle 3 "Kühler (2 GPU + 1 cpu) aufgeteilt wird. Das wasser wählt selbst je nach druckverlust des Kühlers (+evtl. Mehrohr) den weg des geringsten wiederstandes.

Also wenn die GPU Blöcke baugleich sind, dann sollte bis auf das bisschen mehrrohr dort der selbe druckverlust herrschen, ergo selber durchfluss.

Man müsste nur wissen wie der Vergleich druckverlust cpu Kühler zu GPU Kühler steht.
Wenn der in etwa gleich ist, würde ich keine Probleme sehen ( bis auf ein Bisschen mehrrohr)
 
Sauberer sieht es schon aus, beim nächsten Umbau werd ich das wohl mal testen.
 
Ab Minute 06:00ist die Schlüsselaussage (...deutlich unter <30l/h reicht...!) zu hören. Das System auf dem Foto des TE funktioniert alsovoraussichtlich.

https://www.youtube.com/watch?v=ekfMjeMT7BI

Anmerkung: Und Hey! sieht gar nicht albern aus der Aufbau... ;)
 
Als JayzTwoCents das System ursprünglich zusammengebaut hat, sagt er, dass er mit dem Durchfluss keine Probleme hat und das Wasser sich gleichmäßig aufteilt. Selbst die hier angesprochenen 30l pro Stunde und Block sollten kein Problem sein. Eine DDC 3.2 leistet 1000l/h (ohne Widerstand).

Wasser sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes, nur ist das Wasser auch ein Widerstand im Block für "anderes" Wasser. Dadurch teilt sich das Wasser auf.

Vielleicht ein Beispiel aus der Elektrotechnik (Da kenne ich die Formeln):
Widerstand 1&2: 100 Ohm
Wiederstand 3: 200 Ohm

Spannung: 12V
Maximaler Gesamtstrom: 0,5A

Über Widerstand 1 und 2 gehen 0,12A und über den Widerstand 3 gehen 0,06A. In Summe also 0,3A. Nur weil Widerstand 1 und 2 kleiner als 3 sind, heißt das nicht, dass der gesamte Strom über den Widerstand 1&2 geht.
 
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Das hier entspricht ehr dem Aufbau von Jay.

Ich finde es merkwürdig, dass die Ergebnisse anders sind. Vielleicht liegt es daran, dass die Radiatoren parallel verbunden sind und jeder Radiator die volle Temperatur abkriegt. Je höher ja ΔT, desto mehr Wärme kann abgegeben werden. Wäre jetzt meine Vermutung!
 
Ich habe selber solch einen Parallel-Loop gehabt und würde eher davon abraten, es sei denn man legt wirklich sehr viel Wert auf Optik und hat genug Radiatorfläche um die Wassertemps im Zaum zuhalten.

Bei mir sah es so aus:

FullSizeRender.jpg

Die Überkreuzung musste sein, da die Kühler eine vorgegebene Flussrichtung haben. Ich hatte bei einer Reihenschaltung 170l/h maximalen Durchfluss. Mit der Parallelschaltung im Loop ging der Flow auf 55l/h runter. Die Folge war, das meine Wassertemp unter Last gut 2°C höher war, bei knapp 38°C. Das war mir etwas zu viel und ich habe es anders gelöst. (Siehe Sysprofil)
 
Ich kann nur das schreiben, was meine mein MPS-Flow und mein Temp-Sensor anzeigt.

Der Flow wird in jedem Fall geringer, da sich ja die gleiche Wassermenge durch mehr Kühlerfläche wühlen muss. Wenn du an einen Gartenschlauch ein Y-Stück anschließt, wird man ja auch nicht 2 genau so starke Wassersträhle bekommen wie ohne das Stück, sondern schwächere. Die Gleiche Wassermenge wird auf mehr Fläche verteilt. Der Durchfluss sinkt.

Bei den Temps bin ich mir unsicher, vermute aber, dass das langsamer fließende Wasser mehr Temperatur aufnimmt, da es ja länger Kontakt mit der Kühlfläche hat. Wenn dann die Radiatorfläche gleichbleibt, bzw die Lüfterdrehzahl auch, wird der Kreislauf wärmer. Einfach mal die Pumpe drosseln im bestehenden Loop und schauen was passiert ;).
 
Wo hast du denn den Durchfluss gemessen?
Bei parallel Schaltung ist der Gesammtwiderstand(CPU und GPU) kleiner als der kleinste Teilwiderstand.
Bei Reihenschaltung addieren sich die Widerstände.
Du hast also bei parallel Schaltung weniger Widerstand -> bei gleicher Pumpedrehzahl mehr Durchfluss.

Das in den beiden Teilen der Durchfluss geringer ist als vor der Aufteilung ist klar.
 
Die Praxis sieht aber anders aus. Der Aufbau war folgender:

Pumpe (inkl. AGB) -> Graka -> CPU -> MPS-Flow ->Radiator -> AGB (inkl. Pumpe)

Ich gebe nur das wieder, wie mir die Werte in der Aquasuite angezeigt wurden.
 
So ein Aufbau interessiert mich auch, es sieht einfach super und aufgeräumt aus. Du kannst ja, solltest du den Aufbau testen,. hier mal Rückmeldung geben, wie es dann tatsächlich läuft und wie es sich auf die Kühlung auswirkt.
 
Da ich in der PTB arbeite, habe ich die Physiker um die Ecke, diese habe ich einfach mal nach meinem Beitrag gefragt. Von der Temperatur ist es wie von mir angesprochen, sinnvoller das warme Wasser auf mehrere Radiatoren aufzuteilen, anstelle diese in Reihe zu verbinden und in den zweiten Radiator vorgekühltes Wasser zu leiten.

Das gleiche gilt auch für die Kühlblöcke. Da bei einer Serienschaltung vorgewärmtes Wasser in die Kühlblöcke kommt, nehmen diese nicht mehr so viel Wärmeenergie auf.

Der Gesamtdurchfluss kann sich nur erhöhen oder wenigstens gleichbleiben, da sich der Gesamtwiderstand verringert und damit der mögliche Durchfluss sich steigern muss. Hat die Pumpe aber dafür nicht genug Leistung, sucht sich das Wasser den Weg des geringsten Widerstandes, bis dieser ausgelastet ist.
Aber eine DDC 3.2 oder auch D5 sollte die Leistung haben. Bei meinem nächsten Umbau werden ich wohl eine Parallelverschlauchung testen!
 
Zuletzt bearbeitet:
@paccoderpster: Das ist alles natürlich soweit theoretisch korrekt, sofern man bei den Abzweigungen irgendwie sicher stellen kann, dass sich ungefähr gleich viel Wasser verzeigt - was natürlich nicht geht ohne deutlichen Aufwand. Es ignoriert auch den ganz wichtigen Punkt, das Kühler in der Realität sehr unterschiedliche Widerstände haben können vor allem dann, wenn nur ein Kühler verdreckt und das Wasser daher im wesentlichen nur noch durch den anderen fließt. Dh auch wenn bei einem initialen genauen Messen eine tolle und gleichmäßige Wasserverteilung funktioniert muss das nach 3 oder 6 Monaten schon nicht mehr der Fall sein.
Dann hilft einem nämlich auch der Video-Beitrag von PCGamesHW nich, weil dann der von ihnen genannte Minimal-Durchfluss unterschritten wird. Sie sagen ja nur, dass man nicht über die 30l/h kommen muss weil sich dann nicht mehr viel tut. Aber was ist denn, wenn man in einem der Stränge unter 2l/h geht und das Wasser in einem der Kühlkörper quasi steht?
Ich hatte selbst einen seriellen Aufbau mit nur CPU und GPU Kühlkörper und trotzdem ist mein Durchfluß erheblich unter 20l/h gesunken, weil sich Dreck im CPU Kühler gesammelt hat.. bei einem Parallelen Aufbau würde man dies nicht mitbekommen, außer man misst den Durchfluss in JEDEM der parallelen Stränge oder man nimmt Plexiglaskühlkörper und kontrolliert regelmäßig selber.

Auf jeden Fall ist eine parallele Anordnung Wartungsintensiver und erfordert auf jeden Fall auch, dass man von allen beteiligten Komponenten die Temperatur regelmäßig einzeln überwacht.. bei einem seriellen Loop verlasse ich mich da einfach auf die gesamt-Wassertemp und den Gesamt-Druchfluss die ich jeweils nur 1x messen muss.
 
paccoderpster schrieb:
Das gleiche gilt auch für die Kühlblöcke. Da bei einer Serienschaltung vorgewärmtes Wasser in die Kühlblöcke kommt, nehmen diese nicht mehr so viel Wärmeenergie auf.
Das klingt immer viel, in der Realität sind das aber meist nur 2-3K und das kann man vergessen.
Ich habe bei mit CPU und GPU in Reihe und das Wasser ist nach beiden nur etwa 5K wärmer als davor.
 
Ich hab den Build von Jay als Inspiration genommen und eine sehr ähnliche WaKü ins Lian Li PC-O11 Gehäuse gebaut.

Idle Temps:
GPU und HBM der Vega 64 bei maximal 28-30°C.
Ryzen 1700X @ 3,7 GHz bei ca. 30-35°C, da spinnt HWiNFO64 momentan irgendwie und springt ständig hin und her. Das waren auf jeden Fall auch mal 28-30°C
Water OUT nach dem ersten oberen Radiator 31°C
Gehäuseboden 28°C



Nächste Woche habe ich Zeit den PC richtig zu tunen und ausgiebig zu testen. Wer Fragen oder Wünsche dazu hat kann sie gerne stellen :)


Hardware:
Asus Crosshair X370 Extreme
Ryzen 1700x
XFX Vega 64
G.Skill Trident Z RGB 32GB 3200 CL14
Seasonic 650W Titanium

WaKü:
EK-FC Radeon Vega Backplate - Nickel
EK-FC Radeon Vega - Nickel
EK-Supremacy EVO AMD - Full Nickel
EK-XRES 140 Revo D5 PWM
Alphacool NexXxoS XT45 Full Copper X-Flow 360mm


Wirkt auf dem Bild leider nicht so schön, da ich den Blitz nutzen musste um durch das Glas was zu sehen :freak:

 

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