Micro SD Karte nicht mountbar. Wie Bilder retten?

Techno1973

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Hallo zusammen,

Sohn hat in seiner Kamera irgendwie seine 64 GB MicroSDXC Karte zerschossen.
Möglicherweise hat er sie ausgeschaltet, als sie noch schrieb.
Karte 1 Jahr alt, bisher ca 2 GB draufgeschrieben. Karte wurde nach dem Kauf länger mit h2testw getestet und war ok.

Am Windows11 PC eingesteckt (über verschiedene Cardreader getestet, Kontakte mit Isopr. gereinigt) wird die Karte nicht eingebunden/gemounted. Es wird zwar erkannt, dass eine Karte eingesteckt wurde, aber man kommt nicht drauf. Fehlermeldung "Laufwerk nicht gefunden".

Daher kommt man leider auch mit ein einer Admin-Rechten gestarteten DOS-Box mit

chdsk d: /f /x

nicht weiter.

/f = alle logischen Fehler beheben

/x = Volumedeaktivierung erzwingen bevor der Scan durchgeführt wird.

Selbst mit nur /f geht nix und es kommt als Fehlermeldung:

----
Der Typ des Dateisystem ist RAW.
CHKDSK ist für RAW-Laufwerke nicht verfügbar.
----

Solange ich gar nicht auf die Karte komme, kann ich natürlich leider keine Dattenrettungstoolt (Recuva etc) starten.

Bin mit meinem Latein am Ende.

Wüsste noch jemand was man probieren könnte?

Sollte man als letztes noch ein Quickformat der Karte probieren und danach Recuva?
(solange sie nicht komplett überschrieben ist könnte ja vielleicht noch was gehen!)

Danke für eventuelle Tips!
 
Probier mal Recuva direkt aus, ohne vorher zu formatieren.
Und wichtig: Gefundene Dateen nicht auf das gleiche Laufwerk wiederherstellen.

Hilft das nichts dann mal mit Testdisk versuchen auf das Dateisystem zuzugreifen.
 
Zuallerst würde ich mit DD unter einem Linuxstick nen Image Backup anlegen.
Mit DiskGenius oder mit Testdisk kann man versuchen die Partitionstabelle wieder herzustellen. Oder mit Photorec direkt versuchen die Bilder zu retten.

/Edit: Kaaaaffffeeeee ☕
 
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Zeig der dir in der Datenträgerverwaltung noch die korrekte Größe der Speicherkarte an?
Wenn nicht: Flash-Chip defekt. (Todesurteil)

Wenn doch: Dateisystemfehler (es besteht hoffnung, bilder lassen sich zumindest (teilweise) retten, auf jeden Fall im Diskimage - kann auch durch defekten Flash ausgelöst werden)
 
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Techno1973 schrieb:
Sohn hat in seiner Kamera irgendwie seine 64 GB MicroSDXC Karte zerschossen.
Möglicherweise hat er sie ausgeschaltet, als sie noch schrieb.
Also wenn man MicroSD karten mitten im betrieb einfach so aus dem slot rauszieht, kann das die karte bricken und nix geht mehr

aber wenn die Kamera selber, ein Ausschalt-Knopf hat. da sollte sich die Kamera sauber runterfahren so dass da nix passiert

andererseits bekommen das viele Geräte auch nicht hin also selbst Raspberry Pi war mal berüchtigt dafür seine SD karten beim shutdown zu killen

probiers unter Linux aus ob es überhaupt noch erkannt wird, falls ja -> ddrescue

ansonsten wars das leider oder es bleibt nur noch der profi
 
vor allem die lektion lernen:
vorher für redudanz sorgen.

chkdsk ist ein tool für die logische struktur innerhalb des dateisystems.
der fehler is aber, daß das dateisystem nicht mehr da bzw irreparabel kaputt is so kaputt, daß es nedmal mehr erkannt wird. und damit fällt chkdsk raus.
dateisystem "raw"=kein dateisystem.

bester tipp: jemand, der erfahrung hat und weiss was er tut.
erfordert halt geld, weil der von was leben uß, und soo wichtig wars dann meist doch ned.

selbst ist der user:
du braucht mindestens platz für ein 1:1 image des datenträgers.
besser zwei: du ziehst vom datenträger zwei images. mit dem einen peobierst du, das andere ist da um eine neue kopie zu erstellen, wenns ned funzt.
du brauchst platz, wohin du gerettete datein speicherst.

diverse tools. die wie scharfe messer sind. greif sie falsch an, und es blutet.

jo, und es wird tonnen von zeit fressen, die entsprechenden tools auch einzusetzen bzw sinnvoll einzusetzen.
oft sind namen/verzeichnisstrktur weg, was bedeutet: tonnen an nacharbeit.

viel spass :evillol:
was ist so ein backup vorher doch easy. im vergleich.
 
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Danke für die Antworten, auch wenn einige nicht verstanden haben, dass auf eine nicht lesbare SD zumindest mit Windows11 mit keinem Programm wie Recuva etc. zugegriffen werden kann.

Zur gewohnten „Kein Backup - kein Mitleid“ - Häme:

😁

Als jemand, der noch nie Daten verloren hat und mit 53 all seine Daten seit seinem ersten Rechner von vor über 40 Jahren bis heute durchzuziehen geschafft hat, insgesamt ca 10 Backupplatten mit verschlüsselten Containern drauf hat, 7 davon außer Haus, 2 davon im Ausland, eine davon auf einem anderen Kontinent, teile ich das an sich.

Nur kann man halt Kinders Karten nicht täglich backuppen. Hatte davon ein 2 Monate altes Backup aber jetzt fehlt ihm der letzte Urlaub von vor 2 Wochen, wo ihm das am letzten Tag passierte. Auch hat er keine Sd Karte rausgezogen, was mancher reininterpretieren wollte, es kann sein, dass er aus Versehen auf eine Videotaste kam, bevor er die Kamera abschaltete. Normal darf da ja nichts passieren aber man kann ja nie wissen.

Zurück zum Thema:

Windows11 erkennt zwar dass eine Karte in den Leser gesteckt wird, kann aber unter Eigenschaften keine Größe der Karte mehr anzeigen.

Dass die Karte kaputt ist, glaube ich nicht. Hatte das gleiche schon einmal mit einer anderen Karte aus einem anderen Gerät mit unwichtigem drauf, die sich gleich verhielt und nach Formatierung wieder bis heute normal läuft.
(Zeigte auch in längeren h2testw Tests keine Auffälligkeiten und steckt seit 2 Jahren in ner 24 h Überwachungswebcam und ist seitdem hunderte Male komplett beschrieben.)

Nun meine Fragen:

1. hatte von euch schon mal jemand eine nicht einbindbare Karte und konnte über Linux drauf zugreifen? Wenn das nämlich genauso wenig geht, was ich mir vorstellen könnte, kann man es sich sparen!

2. Habe keine Ahnung von Linux.Wenn aber 1. funktionieren sollte, gibts doch sicher schon genau dafür (Sd Karten retten) fertige Images für bootbare usb Sticks mit den wichtigsten Tools drauf.
Kennt da jemand etwas fertiges und vielleicht eine sichere Downloadquelle?

Auf der Karte befinden sich nur JPG und Avi Dateien.

3. falls es nichts fertiges gibt, welches Linux als usb bootdisk nehme ich und was brauche ich alles um die Karte zu backuppen bzw. zu reparieren und anschließend Bilder suchen zu lassen?

Die Idee ein Backup der Micro Sd Karte zu machen ist gut. Habe ich auch so vor.

Zur Frage welche Karte genau und woher:

Intenso Premium microSDXC 64GB Class 10 UHS-I Speicherkarte​

von

https://amzn.eu/d/09qaehSn

Habe davon mehrere in Überwachungskameras, die durchgehend schreiben. Laufen seit Jahren.
Alle wurden nach dem Kauf mit h2testw durchgeorgelt…

Bin mir relativ sicher, dass sich die Problemkarte formatieren lässt und sie danach nichts mehr hat.

Danke für Tips!
 
Zuletzt bearbeitet:
Techno1973 schrieb:
Auch hat er keine Sd Karte rausgezogen, was mancher reininterpretieren wollte
Ich hab nix rein interpretiert, nur Beispiele genannt - komischer Stil für jemanden der Hilfe sucht

Techno1973 schrieb:
Dass die Karte kaputt ist, glaube ich nicht. Hatte das gleiche schon einmal mit einer anderen Karte mit unwichtigem drauf, die sich gleich verhielt und nach Formatierung wieder bis heute normal läuft.
Du kannst halt nicht beides haben, ne?

Entweder sie wird erkannt und dann kannst du sie auch ddrescuen oder sonstige Recoverytool

Oder sie wird erkannt, dann geht auch keine Formatierung mehr es sei denn da gibts nen Nebenkanal ala Secure Erase, PSID Revert, Unmap, ... also nicht Lesen/Schreiben was die Gleiche Funktion ist egal ob du formatierst oder rettest

Da müsstest du den Spezialfall haben das alle Reads fehlschlagen aber Writes noch gehen aber selbst wenn, da steigen dir die meisten Partitionierungs Formatierungs Tools aus weil die auch erstmal lesen was noch da ist...

Techno1973 schrieb:
1. hatte von euch schon mal jemand eine nicht einbindbare Karte und konnte über Linux drauf zugreifen?
Das musst du uns doch sagen ist doch individuell obs bei dir geht

Bei Windows ist das Problem ja überhaupt mal ordentliche Fehlermeldungen zu bekommen das ist gar nicht so einfach. Windows will auch meine Linux Sticks formatieren wenn ich kein spezial partitionstyp setze. Was soll man damit anfangen, ein defekt liegt da nicht vor nur weil es Windows nicht gefällt

Bei Linux zeigst befehle fehlermeldungen und wichtiger noch dmesg
Techno1973 schrieb:
2. Habe keine Ahnung von Linux.Wenn aber 1. funktionieren sollte, gibts doch sicher schon genau dafür (Sd Karten retten) fertige Images für bootbare usb Sticks mit den wichtigsten Tools drauf.
Kennt da jemand etwas fertiges?
ddrescue & co findest du auf fast jeder linux cd und/oder kannst das im live umgebung nach installieren

System Rescue CD oder einfach ne ArchLinux, Ubuntu Live CD, das reicht schon. man braucht da nicx spezielles
Techno1973 schrieb:
Ja bitte ... ich bin dann aber auch raus, viel Glück noch
 
Techno1973 schrieb:
1. hatte von euch schon mal jemand eine nicht einbindbare Karte und konnte über Linux drauf zugreifen?
Keine Karte, aber einen alten USB Stick.

Ich würde dir als einfachste Variante, so du kein Linux irgendwo installiert hast, raten, mach eins auf einen Stick und starte ein Livelinux. JA, das ist recht langsam, aber du musst nicht ewig rummachen. Ein Linux Mint sollte ausreichend sein. Einfach die ISO via Rufus oder Balena Etcher auf nen Stick installieren und davon Booten. Es passiert nichts, solange du nicht im Linux dann auf das Installieren Icon klickst.

BTW. Ich hab bei nem Kumpel eben unter Windows 11 auf einen Stick via Rufus Pop! OS installiert. Der Stick wird unter Windows auch nicht mehr erkannt, obwohl die Plugin Sounds kommen. Nach der Mittagspause wollen wir das System davon mal starten.
 
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Hi...

Und gleich fühlt sich wieder jemand persönlich "angepieselt" - man, man, man, nirgends mehr dickes Fell vorhanden... 🤨

Zum Thema...
Erstmal:
Datenrettung wird nicht unter dem statischen Windows betrieben! ☝️
Man brauch' auch nirgends ein Linux "installieren" - wie @kieleich schon beitrug einfach ein sog. Live-System auf Linux-Basis vom USB-Stick nutzen und da gibt's sogar einige extra für "Datenrettung" prädestinierte Lösungen, wie bspw. das erwähnte SystemRescueCD, Knoppix oder das - sogar noch eher von mir bevorzugte -RuntimeLive-Projekt.
Die heutigen Linux-Systeme sind eigtl. auch in ihrem Erscheinungsbild schon ziemlich Windows-ähnlich, aber sollte es partout doch nicht ohne "Windoof" gehen, könnte man alternativ noch auf das auf W11 basierende Hiren's BootCD PE (in engl.) ausweichen - auch dieses Projekt kommt bereits mit vielen hilfreichen auch zur Datenrettung nutzbaren Tools.
Btw.:
Techno1973 schrieb:
[...] Laufen seit Jahren. [...]
Wobei sowas, wie sicherlich durchaus bewußt sein dürfte, keinen Anspruch auf immerwährende Gültigkeit generiert, gell?! 😉​
 
Zuletzt bearbeitet: (Beitrag (mit Btw.) ergänzt)
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-=:Cpt.Nemo:=- schrieb:
Zuallerst würde ich mit DD unter einem Linuxstick nen Image Backup anlegen.
Mit DiskGenius oder mit Testdisk kann man versuchen die Partitionstabelle wieder herzustellen. Oder mit Photorec direkt versuchen die Bilder zu retten.

/Edit: Kaaaaffffeeeee ☕

Der Unsinn, Datenträger mit eventuell unlesbaren Sektoren mit dd unter Linux kopieren zu wollen anstatt das darauf spezialisierte ddrescue loszulassen, lässt sich aus den Köpfen der Foristen hier leider einfach nicht vertreiben.
 
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solange keine fehler auftreten macht auch dd die volle kopie. und wenn dd beim ersten error aussteigt kannst nahtlos mit ddrescue weiter machen (das fehlende mapfile mit generate nachträglich).

gefährlich wird dd erst mit weiteren optionen. finger weg von noerror es funktioniert nicht und erzeugt korrupte, unbrauchbare abbilder
 
Warum dd benutzen, wenn ddrescue nicht schlechter ist, aber mit Fehlern umgehen kann und einem per mapfile auch noch eine Diagnose liefert, die SMART nicht liefert? Des Weiteren lässt sich bei Verwendung des mapfiles der Vorgang ohne Probleme abbrechen und wieder aufnehmen. Kann das dd? Ich glaube nicht, aber alleine der Umgang mit Lesefehlern legt es nahe, in allen Verdachtsfällen dd NICHT zu benutzen.
 
ich empfehle ja auch ddrescue. von der fehlerbehandlung ganz abgesehen allein das resume feature ist es wert

aber ist auch kein weltuntergang, wenn ein linux anfänger, nach ner google suche, erstmal bei 0—8—15 dd if of landet. kritisch wird das erst, mit weiteren optionen. oder wenn man das falsche ziel überschreibt eh klar aber das kannst du auch mit ddreschue hin bekommen

wenn die karte hier in dem fall tot ist dann ist es auch egal, geht beides nicht dann
 
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