News Microsoft-365-Alternative: Euro-Office in Version 1.0 erschienen, Standard-Dokumentformat erntet Kritik

China verfügt bereits über ein eigenes Betriebssystem mit eigenem Kernel, während wir in Europa noch bei null anfangen. China hat seine erste im Inland entwickelte Lithografieanlage für Chips; in Europa nutzen wir ASLM und verfügen nicht über ausreichende Produktionskapazitäten für Chips für Autos, Drohnen, Smartphones usw.
 
chithanh schrieb:
Daher sehe ich sie auf einer Stufe mit Red Hat
Bei aller Freundschaft. Das ist nur absurt.

Du sprichst von Red Hat. Bei aller legitimer Kritik an der RHEL Geschichte. Du kannst nicht einfach sämtliche Contributionen in quasi das gesammte Linux Umfeld ignorieren.

Linux kernel, systemd, GNOME, Wayland, X.Org, Mesa, Podman, Buildah, Skopeo, CRI-O, Kubernetes, OpenShift / OKD, Ansible, KVM, QEMU, libvirt, oVirt, Ceph, GlusterFS, rpm, DNF, NetworkManager, SELinux, FreeIPA, SSSD, Keycloak, Quarkus, WildFly, Hibernate, Apache Camel, Infinispan, Drools, Pulp, Kiali, Tekton, Jenkins, Eclipse projects, Apache Software Foundation projects, CNCF projects

Und dann gibt es übrigens immer noch CentOS Stream. Das ist die Upstream-Version von RHEL. Schreibe: Dort veröffentlicht Red Hat Änderungen bevor diese in RHEL landen.
Völlig Open Source, keine Beschränkungen und darf jeder sehr gerne nutzen.
Bzw. quasi davor wird noch Fedora gesponsored.

Vergleiche mit einen Unternehmen, dessen gesammte Mission war dem Open Source Gedanken zu schaden. Natürlich bin ich sehr erfreut, dass der Versuch 180 Grad zurück geschossen hat und wir nun davon provitieren. Bedanken werde ich mich dafür aber nicht.
 
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EmmanuelMar schrieb:
Solange der EU der Wille fehlt, ein eigenes Betriebssystem mit eigenem Kernel ohne die Verwendung von Microsoft/Linux-Tools zu entwickeln, ist alles andere Geldverschwendung, und die Entwicklung eines eigenen Kernels dauert mindestens 5 Jahre.
Ein in staatlichem Auftrag entwickeltes Betriebssystem käme mir im Leben nicht auf den Rechner! Da ginge ich lieber zurück zu Windows.
 
Windows/Linux ist rein amerikanische Software; sie ist lediglich von europäischem zu amerikanischem Besitz übergegangen.

Was Sie wollen oder denken, interessiert die Regierung nicht; Sie waren schon immer nur eine Nummer unter vielen.

Es geht vielmehr darum, was die Regierung, die Politiker und die Unternehmen eines Landes wollen.

Wenn sie beschließen, ein Betriebssystem für die nationale Sicherheit zu entwickeln und per Gesetz festlegen, dass diese Software für die deutsche Verteidigung zuständig sein soll, verpflichtend in staatlichen und privaten Unternehmen, wo sogar Mitarbeiter Handys mit diesem Betriebssystem benötigen, um alle Unternehmensangelegenheiten zu regeln … dann zweifeln Sie nicht daran, dass es so kommen wird.

In China geschieht es bereits; es ist nicht die Zukunft, sondern die Gegenwart.
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Die Entwicklung, Wartung und Aktualisierung eigener Software würde in Deutschland viele Arbeitsplätze schaffen und einen breiteren Markt mit mehr Möglichkeiten und größerem Marktpotenzial eröffnen.
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EmmanuelMar schrieb:
China verfügt bereits über ein eigenes Betriebssystem mit eigenem Kernel, während wir in Europa noch bei null anfangen.
Abgesehen von so kleinen "europäischen" Studentenprojekten wie Linux :)
Aber was hat das alles mit Euro-Office zu tun?
 
EmmanuelMar schrieb:
Wenn sie beschließen, ein Betriebssystem für die nationale Sicherheit zu entwickeln und per Gesetz festlegen, dass diese Software für die deutsche Verteidigung zuständig sein soll,
Richtig! An nicht vielen Stellen, wohl aber hier sollte man sich dringend die Chinesen zum Vorbild nehmen. Und zwar gemau so.

Chinas Staats-OS - Kylin OS - ist auf Linux-Basis.
Was sehr viel Sinn ergibt; hier das Rad neu erfinden wollen, wäre reine Geldverbrennung ohne Sinn.
 
EmmanuelMar schrieb:
Linux ist rein amerikanische Software
Linux gehört niemandem und allen. Das ist ja der Sinn von Open-Source-Software. Hier etwas eigenes Aufzubauen ergibt überhaupt keinen Sinn und wäre massive Geldverschwendung. Man kann das nehmen was da ist und darauf aufbauen.
 
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gaym0r schrieb:
@Donkey Kong Warum erwähnen sie in ihrem Brief dann nicht StarOffice? Da geht es hingegen explizit um OpenOffice und das Jahr 2001.
Komischer Einwand. Tun sie doch. Direkt im ersten Absatz:
The first open-source office suite developed in Europe was OpenOffice.org in 2001, based on StarOffice’s source code, followed by LibreOffice from 2010.
Man muss aber ergänzen, dass das ganze sich wohl nur auf entsprechende Medienberichte bezog, während die Euro-Office-Macher meines Wissens nie eine solche Pionierstellung beansprucht haben. Also: Alles halb so wild. :)
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dev/random schrieb:
Auch unter Sun und Oracle wurden StarOffice bzw. OpenOffice noch eine Zeit lang von dem Hamburger Team weiterentwickelt. Die Nationalität lässt sich also zeitlich nicht so klar abgrenzen. Der Ursprung von OpenOffice und LibreOffice ist aber eindeutig in Hamburg zu finden :)
Fun Fact: Der Ursprung ist genau genommen in Lüneburg. Marco Börries hat Star Division mit 16 Jahren in Lüneburg gegründet. Nach Hamburg sind die erst umgezogen, nachdem ein Nachbar sie wegen Gewerbetreiben im Wohngebiet angezeigt hatte…
 
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Donkey Kong schrieb:
Nach Hamburg sind die erst umgezogen, nachdem ein Nachbar sie wegen Gewerbetreiben im Wohngebiet angezeigt hatte…
Wie deutsch will man sein; JA! War bestimmt ein Nadeldrucker um 2 Uhr nachts aktiv. :D
 
Donkey Kong schrieb:
Komischer Einwand. Tun sie doch. Direkt im ersten Absatz:
As I said. Da wird OpenOffice aus dem Jahr 2001 als erste europäische Suite angepriesen. Und das obwohl der Entwickler ein US-amerikanisches Unternehmen ist.
Warum sagen sie nicht, dass StarOffice das erste europäische Officepaket war? Das würde wenigstens stimmen.
 
DocAimless schrieb:
Open Source .odp vs. proprietäre Format .pptx. Die Interpretationsfehler kommen halt daher das z.B. MS einiges Hard Coded und somit die Formatierung in anderen Programmen gar nicht ausführbar ist.
Und solange man im internationalen Geschäft mit genau diesen Lösungen zu tun hat (Microsoft) macht es überhaupt gar keinen Sinn über ein Alternatives Office auch nur nachzudenken, wenn solche Probleme nicht gelöst werden. Ich poche deswegen so stark darauf herum, weil solche Effekte seit über 10 Jahren immer noch passieren und aufgrund solchen Dingen können Fehlentscheidungen getroffen werden, die schlimme Folgen für das eigene Unternehmen nach sich ziehen!
 
Zoldan schrieb:
Ich poche deswegen so stark darauf herum, weil solche Effekte seit über 10 Jahren immer noch passieren und aufgrund solchen Dingen können Fehlentscheidungen getroffen werden, die schlimme Folgen für das eigene Unternehmen nach sich ziehen!
Eine .pptx hat folgenschwere folgen für ein Unternehmen. Alles klar, wir holen wieder Block & Stift raus.
Deshalb ist es wichtig und höchste Zeit das der Deutschland-Stack endlich verpflichtend kommt.
 
Wenn eine fehlerhaft formatierte Präsentation "folgenschwere Folgen" (also eigentlich schwere negative Folgen) für ein Unternehmen hat, bin ich mir sehr sicher, dass die Ursache bei den Entscheidenden zu suchen ist und nicht im Slide einer Präsentation, egal mit welcher Software erstellt.

Allerdings kann man sich auch nicht so sicher sein, dass auf Basis eines Fehlers in einem Slide auch (folgenschwere) positive Entscheidungen getroffen werden. Wird der Erfolg dann der Software zugeschrieben?

Fragen über Fragen... 😉.
 
DocAimless schrieb:
Eine .pptx hat folgenschwere folgen für ein Unternehmen. Alles klar, wir holen wieder Block & Stift raus.
Deshalb ist es wichtig und höchste Zeit das der Deutschland-Stack endlich verpflichtend kommt.
Du hast wohl noch nie eine Entscheidungsvorlage für dein Management erstellen müssen?!
 
DerAnnoSiedler schrieb:
Bei aller Freundschaft. Das ist nur absurt.

Du sprichst von Red Hat. Bei aller legitimer Kritik an der RHEL Geschichte. Du kannst nicht einfach sämtliche Contributionen in quasi das gesammte Linux Umfeld ignorieren.
Ich meine Red Hat die Linux-Distribution. Die ist zwar open source, aber Freedom 2 wird so weit wie nur möglich durch Verträge eingeschränkt. Bei OnlyOffice war es halt die Markenlogos.

Inwiefern OnlyOffice zu den von ihnen benutzten Open Source Projekten (wie FreeType) beigetragen hat weiß ich nicht, aber ich glaube solche Beiträge würden bei der aktuellen Situation sowieso eher argwöhnisch betrachtet.
DerAnnoSiedler schrieb:
Und dann gibt es übrigens immer noch CentOS Stream. Das ist die Upstream-Version von RHEL. Schreibe: Dort veröffentlicht Red Hat Änderungen bevor diese in RHEL landen.
Ja deshalb fanden die Anwender es auch so toll dass es künftig nur noch CentOS Stream gibt… nicht. Rocky und Alma Linux sind nur deshalb entstanden weil die Community das ziemlich doof fand, dass Red Hat erst CentOS übernommen und dann die interessanten Teile davon platt gemacht hat, um mehr RHEL-Abos zu verkaufen.
 
chithanh schrieb:
und dann die interessanten Teile davon platt gemacht hat, um mehr RHEL-Abos zu verkaufen.
"Think free as in free speech, not free beer."

Kannst du doof finden oder nicht, dass Red Hat Abos verkaufen will.
Was auch völlig klar ist, wieso RHEL für Enterprise so interessant ist. Das ist gar nicht der Code, sondern letztendlich die Zertifizierung, Zusammenstellung, Service, Stablitiät, ...

CentOS Stream ist hierbei die Vorabversion der jeweils nächsten RHEL. Hat Ascensio System SIA irgendwo eine Vorabversion (oder wegen mir auch Downstream / ältere Version) von OnlyOffice veröffentlicht ohne jegliche Beschneidungen von Freiheiten? Nein. Siehst du.

Wie ich bereits schrieb. Die Kontributionen an die Community durch CentOS Stream, Fedora und diverser Upstream-Leistungen (siehe Liste) kann man nun mal nicht ignorieren.
RHEL kannst du kritisieren. Ob man RHEL noch OpenSource nennen kann ist Ansichtssache. In jedem Fall gilt jedoch: Civilrechtlich Geschäftsbedingungen abbrechen (Red Hat) ist einfach nicht vergleichbar mit schwerwiegende strafrechtliche Verstöße vorwerfen (Ascensio System SIA).
 
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Was ist denn bei den alternativen Office Produkten das Pendant zu MS Loop, MS Teams und MS OneNote?
 
a) Frage ich mich, warum andere Office-Pakete zu jeder Microsoft Funktion ein Pendant habe nmüssen? Nciht alles ist gleich und das hat Vor- und Nachteile
b) sind MS Loop und MS Teams nicht Bestandteil von Microsoft Office 365, sondern unabhängige Pakete. Statt Onenote nutze ich lieber ein Etherpad oder den in Nextcloud integrierten Markdown Editor.
 
DerAnnoSiedler schrieb:
"Think free as in free speech, not free beer."

Kannst du doof finden oder nicht, dass Red Hat Abos verkaufen will.
Was auch völlig klar ist, wieso RHEL für Enterprise so interessant ist. Das ist gar nicht der Code, sondern letztendlich die Zertifizierung, Zusammenstellung, Service, Stablitiät, ...
Red Hat darf Abos verkaufen soviel sie lustig sind. Aber zu versuchen durch Vertragsklauseln zu verhindern dass Kunden die 4 Freiheiten ausüben, und ihnen ansonsten den Verlust des Servicevertrags anzudrohen, ist etwas ganz anderes. Im Gegensatz zu OnlyOffice die nur öffentlich rumpoltern machen Red Hat ihre Drohungen auch wahr.
DerAnnoSiedler schrieb:
Hat Ascensio System SIA irgendwo eine Vorabversion (oder wegen mir auch Downstream / ältere Version) von OnlyOffice veröffentlicht ohne jegliche Beschneidungen von Freiheiten? Nein. Siehst du.
Haben sie, und zwar ohne wirksame Beschränkungen, weil jeder Empfänger des Codes die Pflicht zum Anzeigen von Logos bei der Weitergabe weglassen kann. Steht so in der Lizenz.
 
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