Der Vergleich zwischen XP / Vista und FF / IE6 zugunsten von Vista hinkt arg ;-)
Ein Betriebssystem hat - und da passt der Vergleich wieder, weil bei Browsern auch so ist - eine Menge mit Vertrauen zu tun, und das hat M$ sich bei Vista eben völlig verspielt.
Das Vista nach dem SP1 ein durchaus brauchbares Betriebssystem ist, will ich gar nicht bestreiten - es hat nur schlicht niemanden mehr interessiert.
Man ging bei M$ mit einem recht selbsherrlichen Gehabe an die Sache herran, getreu nach dem Motto "Pah, wir sind Marktführer, die Deppen kaufen alles was wir rausbringen" und wurde, was ich richtig gut finde, eines Besseren belehrt.
Leider konnte die Linuxwelt den Vorteil nicht wirklich nutzen - selbst ein Vista fühlt sich leichter zu bedienen an, wenn man vorher XP hatte, als es ein Debian tut.
Die meisten Computernutzer betrachten als ein Ding, das seinen Job tun muss - wie ein Toaster. Sie wollen möglichst wenig Zeit damit verbringen (2 Scheiben Toast rein, anschalten, Ruhe is - einen Toaster würden ja sogar wir Computerfreaks nicht "konfigurieren" wollen, geschweige denn das wir umständlich ein Firmwareupdate einspielen, um eine neue Toastsorte korrekt bräunen zu können .... ) und deshalb nehmen sie gern das, was sie von der Arbeit aus kennen. Noch mehr als im privaten Sektor war aber Vista bei den Firmen ein GAU - und da der Standarduser seine Ruhe möchte und nicht-umsteigen sowieso weniger Arbeit ist als eine Veränderung, blieb der Großteil der Nutzer bei XP.
Das wird, höchst wahrscheinlich, auch noch eine ganze Weile so bleiben - man ist es von M$ so gewöhnt, das man erst beim SP1 umsteigt.
Sollten die Microsoftler allerdings auf die Idee kommen, das W7 SP1 sehr früh zu bringen, wird die Welt wieder schreien, das auch W7 fürn Arsch ist - schliesslich braucht es bereits nach 3 Monaten einen Rework ....
Fazit: Leicht wirds für M$ nicht, aus der Ecke wieder rauszukommen - und das ist gut so

Nun reden sie mal mit ihren Kunden.