Miete Nebenkosten: Wasser + Abwasser + Müll

H

hanussen

Gast
Hallo,
ich habe mir gerade die Nebenkostenabrechnung mal angesehen: Mein Vermieter hat wohl keine separaten Wasseruhren für den Kaltwasserverbrauch installiert.

Die Kosten für Wasser werden einfach durch die Anzahl Personen im Haus geteilt... Im Gegensatz zu den Mietern unter mir habe ich jedoch z.B. keine Waschmaschine in der Wohnung, keine Gartendusche, kein Garten und auch keine Garage in der ich meine 3 Autos waschen kann...

Wirkt auf mich nun etwas seltsam die Kosten einfach gleichmäßig zu verteilen...

Ist das gängige Praxis?
 
Das ganze gleichmäßig auf alle Personen aufzuteilen ist meiner Meinung nach das fairste. In meiner alten Wohnung wurde der Wasserverbrauch auf die Quadratmeter umgelegt. Das finde ich viel bedenklicher. Nach meinen Recherchen im Internet bin ich jedoch zur Erkenntnis gelangt, dass es wohl sogar vorgeschrieben oder zumindest rechtens ist das Wasser über die Quadratmeterzahl abzurechnen.

was ist denn deiner Meinung nach ein angemessener Weg den Wasserverbrauch umzulegen? Mehr als nach Personen oder Quadratmetern fällt mir da nämlich nicht ein. Und persönlich finde ich nur den Verbrauch nach Personen als gerecht.
 
Das fairste?
Pardon aber wenn mein Nachbar im Erdgeschoss den Wasseranschluss dazu nutzt, seinen Garten in Hochsommer in eine blühende Oase zu verwandeln, dann habe ich im 1. Stock herzlich wenig davon.

Urteil: Vermieter darf Wasserverbrauch nach Wohnfläche abrechnen

Also Verbrauchsabrechnung und Umlage nicht gemischt Wasserzähler / pro Kopf.
Entweder Verbrauch nach Wasserzähler, wenn alle einen haben, oder Verbrauch pro Kopf bzw. Wohnungsgröße
 
Hm, schwer. Aber war dir das nicht beim Einzug klar? Naja sein Problem sind ja nicht nur die qm, sein Problem wäre ja, selbst wenn die unten dieselben qm hätten, haben die immer noch nen Garten und ne Garage zum besprenkeln.

Ich selbst zahl hier auch mit das Wasser, war mir aber vorher bewusst und daher für mich kein Problem. Wir teilen einfach durch 3 obwohl auch ich weder Garten noch Garage noch Balkon habe.
 
Ich wohne hier schon 5 Jahre, das ist mir nur aufgefallen weil ich plötzlich 220 Euro nachzahlen soll.... mich ärgert es nur das ich den Garten anscheinend mitzahle für den ich nicht einmal Nutzungsrecht habe. Und der Anblick wenn die Alten im Garten duschen entschädigt ganz und gar NICHT, *BÄH*....
Gegen das Grünzeugs bin ich eh nur allergisch, von mir aus könnte der Vermieter das wassersparend asphaltieren!.
 
Deine Meinung dazu zählt aber nicht. Das ist jetzt nicht böse gemeint. Du zahlst also seit 5 Jahren mit. Wo ist nun das Problem? Weil du einmal nachzahlen musst? Setz dich doch mit dem Vermieter zusammen, die einfachste Lösung wäre, wenn du einmal in den sauren Apfel beißt und dir 2 Wasseruhren (eine im Bad, eine Küche, falls die beide getrennt sind) einbauen lässt. Dann ist dein Verbrauch beim nächsten Mal ersichtlich inkl. der Abwassergebühren.

Was evtl. noch interessant wäre ist, ob du auch in den Nebenkosten für die Versickerung im Garten/Grundstück etc. bezahlen musst und das auf die Mieter abgelegt würde. Denn du hast keinen Garten/Grundstück und dürftest daher dafür auf jeden Fall nichts zahlen müssen.
 
Der Garten und die Garage werden mit Trinkwasser bedient? Ich kenn das nur mit Grundwasser. Wäre doch sonst auch viel zu teuer.
 
es ist immer nach tatsächlichem Verbrauch abzurechnen.

Du musst bis keine genauen Zahlen vorliegen überhaupt nix bezahlen. Allerdings hast du das 5 Jahre akzeptiert was evtl. Probleme bereiten könnte.

Nebenkosten müssen ausserdem detailiert aufgestellt sein.
 
Benni22 schrieb:
Der Garten und die Garage werden mit Trinkwasser bedient? Ich kenn das nur mit Grundwasser. Wäre doch sonst auch viel zu teuer.

Auch in Deutschland gibt es Regionen wo man nicht an Grundwasser kommt - da hilft nur Regenwasser sammeln (Zisterne) oder eben Trinkwasser verschwenden ;).
 
@Benni22: in vielen regionen sind die abwasserkanäle so wenig ausgelastet, dass die stadtwerke da regelmäßig nachspülen müssen... und jetzt rate mal, welches wasser dafür ver[sch]wendet wird...

Eine wesentliche Unterschreitung der Eckparameter führt u. a. zu vermehrten Ablagerungen im Kanal und einer Verlängerung der Fließzeit zur Abwasserreinigungsanlage mit vielen negativen Folgen, wie z. B. der Sulfidbildung in Abwasseranlagen. Die Auswirkungen sind veränderte Abwasserparameter, erhöhter Aufwand für die Abwasserreinigung, Geruchsbelästigungen, biogene Korrosion und schließlich ein erhöhter Sanierungsbedarf in verkürzten Zeitintervallen. Zur Abhilfe wird schon heute zur Spülung der Abwasserrohre sauberes Trinkwasser verwendet, weil die anfallende Abwassermenge zur Durchspülung des Kanalisationsnetzes zu gering ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abwasser#Abwasseranfall

http://www.swr.de/odysso/umwelt/myt...8/did=9465488/mpdid=9466300/kbwcvl/index.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie genau soll man denn in der Stadt auch an Grundwasser kommen?
 
Es gibt eine Art Hebevorrichtung. Auf der einen Seite steht jemand und bewegt etwas immer hoch und runter, hoch und runter, und auf der anderen Seite, da kommt was rausgespritzt.

Das gibts auch in elektronisch.

Eine Pumpe.
 
Wollt ich auch gerade sagen, ist ja nicht so als wäre in einer Stadt jeder Quadratzentimeter mit Tiefgaragen zugepflastert.

Trotzdem darf man als Mieter nicht mal eben im Garten nen Brunnen buddeln und zahlen wollen würde ich das als Mieter auch nicht.
 
In meiner WG Bude damals wurde der gesamte wasserverbrauch einfach durch die Anzahl der Wohnung geteilt. Wir (3 Leute) sind dabei natürlich besser weggekommen als jemand der alleine gewohnt hat. In meiner aktuellen Wohnung wird durch Personen geteilt und ich finde das sehr fair. Und seien wir mal ehrlich Wasser ist so günstig, da kommt es nicht drauf an. Wenn alleine du 220€ nachzahlen musst dann würde ich einmal überprüfen, ob die Wasserohre im Haus alle Dicht sind oder ob ihr ein Tiefsee aquarium im keller habt, dass gefüllt werden will ^^

1 m³ kosten rund 1,80€(das ist viel, eigentlich sind es sogar eher 1,70€), 2 personen sollten im jahr zwischen 50 und 60 m³ verbrauchen. Das wären 90€ bzw 108€ (für 2 Personen im Jahr). Umgekehrt heißt das, dass du 122m³ nachzahlen sollst (was zusätzlich zu deinem sowieso bezahlten anteil, ein anteil von rund 4 weiteren leuten wäre - illegale einwanderer auf deinem Klo vielleicht? ;) ).
 
achja stimmt. das sind 30 cent mehr als frischwasser. Neue rechnung:
60m³verbrauch:
Frischwasser: 60x 1,80€= 108€
Abwasser: 60x 2,10€ = 126€
Summe: 234€
Da es sonst immer gut aufgegangen ist nehme ich an, dass du ungefähr im jahr einen abschlag von 234€ für frisch und abwasser gezahlt hast. Wenn jetzt nochmal 220€ dazukommen dann hat sich dein wasser und abwasserverbrauch verdoppelt bzw der eures hauses/partei. Wenn das mit deinem Nachbarn so stimmt, dann würde ich einen netten Brief an deinen Vermieter schreiben und der nachzahlung widersprehcen. Argumentieren kannst du dann eventuell mit dem Garten. Die Zähleruhren fürs wasser würde ich btw auch direkt von ihm einfordern.
 
Also wir sind hier mit 3 Personen im Haus, unten der sprenkelt seinen Balkon wie nen Irrer und ich zahle ca. 18€ im Monat ergo 200€ im Jahr für Wasser UND Abwasser. Wir haben hier ebenfalls nur eine Uhr. Mich störts nicht.

Argumentieren kannst du dann eventuell mit dem Garten. Die Zähleruhren fürs wasser würde ich btw auch direkt von ihm einfordern.
Er ist so eingezogen, ich bezweifel ob er da widersprechen kann. Mit der Begründung dass sein Nachbar Wasser verpulvert? Es ist eben nur eine Uhr vorhanden. Und das war dem Mieter ja wohl bewusst. Immerhin hat er die letzten Jahre ja auch gezahlt. Nur jetzt wos dicke kommt widersprechen? Erscheint mir ein wenig unglaubwürdig. Immerhin lässt sich nichts beweisen. Und da würde ich sagen: Im Zweifel für den Angeklagten (Vermieter).

Keine Frage, wie geschrieben, ich würde mich mit dem Vermieter zwecks Einbau einer Uhr kurzschließen, ob er das aber verlangen kann wage ich zu bezweifeln.
 
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