Mikrofon suche

DerErzengelXD

Cadet 4th Year
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März 2017
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Ich bin momentan auf der Suche nach einen neuen Mikrofon, welches sich gut eignet für Video/Tonaufnahmen sowie fürs allgemeine abhängen im TS während des Spieles geeignet ist. Ich brauche kein Professionelles Mikrofon, würde aber gerne trotzdem in eines Investieren, welches auch "gut" ist und mit teuren Mikrofonen mithalten kann, sodass auch keine billige Investition ist und ich später evtl. ein neues holen müsste.
Ich habe mir einige Test schon angesehen, dabei ist mir das Auna Mic 900 als das "billigstes und Preis-Leistung bestes" Mikrofon aufgefallen (80€).
Dazwischen wäre meine Wahl bei dem Blue Yeti USB (140€).
Das Rode NT-1 KIT wäre vermutlich eine schon zu teures, soll aber eines der sehr guten Mikrofone sein (289€).
Sind die gut? Welches ist am sin vollsten? Kennt ihr andere, vllt. bessere?
Danke für eure Antworten!
 
In der 100-200 Euro Liga kriegt man auf jeden Fall schon ganz ordentliche Mics:

- Audio Technica AT 2020 (USB), AT 2035
- Blue Spark
- Samson G-Track (USB)
- Rode NT-USB

Vorzugsweise würde ich zu einem mit XLR greifen und es dann mit einem kleinen Interface (iD4, UR22, Scarlett 2i2) kombinieren.
Das AT 2035 gilt im Bereich unter 400 Euro in manchen Foren schon als das Non-Plus-Ultra, da es einen sehr linearen und transparenten Sound hat, der sich mit etwas Processing sehr gut an den eigenen Geschmack anpassen lässt. Das Blue Yeti ist zwar sehr bekannt, rein qualitativ aber nicht unbedingt die beste Wahl. Da würde ich dann schon eher das Spark nehmen. Das hat übrigens einen eher warmen, "podcastigen" Sound.
Mit integriertem USB kämen noch das NT-USB und das G-Track infrage. Auch das AT 2020 ist für den Preis ganz in Ordnung.
Musst du halt schauen, was das Budget hergibt.

Wenn möglich, dann würde ich immer eins mit XLR wählen. USB Mikros bekommen deutlich weniger Spannung und haben recht einfach gehaltene, entsprechend kompakte ADCs/AMPs integriert, was sich je nach Setup stark auf die Audioqualität (Rauscharmut, Transparenz, Linearität,...) auswirken kann.

An Zubehör solltest du auch einen Mikrofonarm sowie einen Popfilter nicht vergessen. Diverse Mikrofone gibt es auch direkt im Kit mit Spinne, XLR-Kabel etc.

Auch würde ich dir raten, dich mal auf dem Gebrauchtmarkt umzuschauen. Gute Mikrofone halten bei pfleglicher Behandlung auch locker 10-20 Jahre. Normalerweise gibts halt nur äußere Gebrauchsspuren.
Damit käme dann jedenfalls entweder ein qualitativ höheres Mic oder eben mehr Zubehör infrage.
 
Sorry, aber sowas darf sich eigentlich nicht mehr Mikrofon nennen. Da ist ja auf Biegen und Brechen gerade mal der Materialwert gedeckt :rolleyes:

Anschluss über Klinke (Störanfälligkeit!), fürchterliche SNR, viel zu hochohmig, extreme Serienstreuung, wahrscheinlich völlig zerfressenes Ansprechverhalten im Frequenzgang, und, und, und...
Eigentlich eine bodenlose Unverschämtheit, dass man solch ein Produkt als "professional condenser microphone" bezeichnet.

Praktisch eigentlich die blutigste Einsteigerklasse.
Für ambitioniertere, zukunftssichere Aufnahmen sollte man schon etwas mehr investieren.
 
Neewer ist leider eine absolute Billigmarke. Die Teile sind qualitativ vielleicht auf dem Niveau eines No-Name-Alibaba-Mikrofons. Mehr gibt der geringe Preis nunmal auch nicht her. Das ist keine Behauptung, sondern eine ökonomische Tatsache.

Soll keines Wegs heißen, dass man damit nicht recorden kann
. Für den geringen Preis ist es schon erstaunlich (fast schon furchteinflößend :D), was man rein quantitativ bekommt!

Andererseits ist solch ein Teil aber immernoch meilenweit von dem entfernt, was ein ausgereiftes Kondensatormikrofon ausmachen sollte. Und wenn ich mich nicht täusche, dann sucht der TE eher nach einem Gerät, das auch mit teureren Mics mithalten kann und ihm erstmal für eine ganze Weile Ruhe gibt.

Grundsätzlich liegt der Sweetspot bei XLR-Mikrofonen bei grob 150 und 200 Euro. Wenn man den Klang dann nochmal deutlich aufbessern möchte, landet man schnell bei 500 Euro aufwärts. Oft geht es da dann allerdings nur noch um Nuancen bzw. überhaupt um die unterschiedlichen Charakteristika, die mehr oder eben weniger zur eigenen Stimme passen. Unterhalb der 100 Euro musst du damit rechnen, dass die Mikrofone merklich fehleranfälliger sind und keine sonderlich rigorose QC erfahren.

Wie gut sich solche Mics schlagen, erfhährt man, wenn man ganz ehrlich ist, eigentlich auch nicht in irgendwelchen exemplarischen, nachbearbeiteten und dann wiederum komprimierten YouTube-Videos, sondern genau bei sich zu Hause, an seinem eigenen Aufnahmeplatz und in Kombination mit nur der eigenen Stimme. Spätestens bei der folgenden Bearbeitung wird vielen dann auffallen, wie harsch und unausgewogen solch günstige Mics klingen können und wie mühselig sich diese Makel wieder "kompensieren" lassen. Genau deswegen wird Einsteigern auch oft das AT 2035 empfohlen, weil es einen für seine Preisklasse wirklich sehr linearen Frequenzgang bietet und die Stimme klar und unverzerrt abbildet. Wer jetzt nach Direktvergleichen sucht, wird schnell zu der Erkenntnis kommen, dass das Rode X, Blue Y oder Shure Z bei der jeweiligen Person doch viel runder und satter klingt, während das Audio Technica eher farblos und trist daherkommt. Aber genau hier greifen dann diejenigen Faktoren, die in solchen Videos nur selten zur Geltung kommen: ein von vornhinein ausgewogenes Mikrofons, welches das Frequenzspektrum nicht merklich beinträchtigt, ist weniger wählerisch bezüglich der individuellen Stimme und lässt sich softwareseitig sehr gut nachbearbeiten. Viele Rodes - um mal ein Gegenbeispiel zu nennen - leiden demgegenüber z.B. unter stark überzeichneten Höhen, welche bei manchen Stimmen sehr unangenehm und scharfkantig klingen können.

Da kommt es dann einfach auf die richtige Chemie an. Um ein wenig Trial and Error kommt man an der Stelle auch nicht ganz herum, wenn man völlige Gewissheit haben möchte.

Nicht zuletzt entscheidet aber vor allem die eigene Performance. Auch ein unsagbar teures Neumann bringt dir nichts, wenn du es nicht ausreizt und forderst.
Ein nicht unwesentlicher Teil der klanglichen Erträge hängt des Weiteren mit der Beschaffenheit der Raumakustik zusammen, dessen Optimierung mit zunehmender Komplexität schnell mal mehrere hundert Euro verschlucken kann.

PS: zu den Neewers habe ich bisher noch keine vertrauenswürdigen Testberichte aus der Branche finden können. Sind wohl zumeist nur Newcomer (mit entsprechend niedrigem Budget und gewiss keinen hohen Erwartungen), die sich solchen Reviews annehmen.
 
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Ich hole mir jetzt das AT 2035 inklusive Zubehör und einem Mischpult von Beringer (XENY Usb) gebraucht (fast wie neu) für 150€ oder evtl. 140€. Danke @Der Kabelbinder für die guten Vorschläge/Beratung!
 
Keine Ursache ;)

Das Xenyx USB ist allerdings keine wirklich empfehlenswerte Kombination. Die haben lediglich 15V Phantomspeisung, insgesamt eigentlich auch eher miserable Pre-Amps, die das Potenzial des ATs nicht ausschöpfen werden. Da würde ich lieber ein wenig sparen und in ein Audient, Steinberg oder Focusrite investieren. Die kriegt man gebraucht ebenfalls zum fairen Preis.
 
Ok danke, wie wäre es mit dem Scarlett 2i2? Das würde doch alles unterstützen oder?
 
Da würde ich vielleicht sogar lieber das UR12 nehmen. Das hat etwas mehr Gain auf Reserve und ist zugleich sogar nochmal einen Ticken günstiger.

Rein qualitativ wäre meine Empfehlung ansonsten das iD4 von Audient. Hat in der Preisklasse eigentlich den besten PreAmp.
 
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