Minimalinvaise Bildnacharbeitung

DFFVB

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Hallo zusammen,

ich frage extra nach Nacharbeiten und nicht nach Bearbeitung, weil das was ich machen will sehr rudimentär ist. Sprich hier und das beschneiden (crop), mal die Ausrichtung korrigieren, und wenn ich ganz verrückt bin, die Perspektive ändern.

Ich hab das schon mal für Bilder mit DxO Mark gemacht, da ist aber die Lizenz abgelaufen. Zumal man damals auch immer, den Grad der Qualität des Exports angeben musste, was mich etwas irritiert hat, da ich dachte, einfaches Beschneiden nimmt nur ein paar Pixel weg?

Auch bei Lightroom auf dem iPad musste man das angeben. Bei der eingebauten Bildbearbeitung bei W11 nicht, allerdings wundere ich mich da immer, wieviel kleiner die Bilder werden, selbst wenn man nur geringe Teile der Ränder abschneidet. Ich meine mich zu erinnern, dass von der eingebauten Bildbearbeitung bei Windows früher abraten wurde, weil bspw. die Rotation, viel Information hat verlieren lassen?

Vlt. müssen wir auch einen Schritt zurückgehen, und die Grundlagen der Bildbearbeitung erläutern, dass bei der Videobearbeitung neu gerendert wird, verstehe ich ja, aber bei Bildern bei der Beschneidung des Formats auch?


TL;DR: Womit kann man minimalinvasis Bilder vereinfacht bearbeiten (beschneiden, Ausrichtung korrigieren) ? So wenig Verlust der Bildinformationen wie möglich.
 
DFFVB schrieb:
Vlt. müssen wir auch einen Schritt zurückgehen, und die Grundlagen der Bildbearbeitung erläutern, dass bei der Videobearbeitung neu gerendert wird, verstehe ich ja, aber bei Bildern bei der Beschneidung des Formats auch?
Genau wie Videos bestehen Bilddateien nicht aus Pixeln, sondern aus Informationen, die je nach Dateiformat in einer bestimmten Art und Weise komprimiert und verpackt werden. Bei jeder Änderung und Betrachtung muss das Format "geöffnet" werden und bei jedem Speichervorgang muss neu festgelegt werden, in welchem Format und nach welchen Kriterien verpackt wird.

Keinen Informationsverlust nach Bearbeitung welcher Art auch immer hat man nur, wenn man am Ende der Operation in ein verlustfreies Format speichert.
 
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Ob Du es jetzt Nacharbeiten oder Bearbeiten nennst, ist unerheblich, da lediglich verschiedene Bezeichnungen für das Selbe. Sobald Du etwas tust, das über die Änderung des Dateinamens hinaus geht, bearbeitest Du es.
Soweit ich weiß, nimmt Windows die Änderungen an der Originaldatei vor, muss deshalb also nicht nach der Qualität des Exports fragen. Professionellere Programme erstellen erst eine Kopie des Bildes und Du bearbeitest dann diese Kopie. Da Du dann immer noch entscheiden kannst, ob das Ergebnis im JPEG-Format oder als PNG oder TIFF gespeichert werden soll, wirst Du dann eben gefragt. Und bei den Formaten gibt's dann auch noch unterschiedliche Komprimierungs-, also Qualitätsstufen.
 
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DFFVB schrieb:
aber bei Bildern bei der Beschneidung des Formats auch?
Nein, dann noch nicht, aber wie schon gesagt, entscheidend ist das Format, im dem du dann speicherst (und dabei darauf achtest, das Original nicht zu überschreiben).

Verlustfrei zum Beispiel ist PNG, dabei sind die Dateien aber größer als zugrundeliegende JPEGs. Eine erneute Speicherung in JPEG mit hoher Qualitätsstufe ist aber in der Regel nicht sichtbar qualitätsmindernd.
 
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Irfanview oder darktable. Paint.net oder Krita ist sehr ressourcenhungrig.

Photoline evtl.
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Affinity hat auch brauchbare Software die aber geld kostet und nicht so performant läuft wie Photoshop. Gimp ist unter Linux das Mittel der Wahlvunter windows hab ich nie gimp offen,es läuft nicht so rund wie unter linux. Unter linux wäre gimp oder shotwell zu empfehlen unter windows eher der irfanview...
 
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Mal zum Hintergrund:
Formate wie JPG sparen Platz ein, in dem sie unter anderem referenzieren ob der aktuelle Pixel(block) durch einen bereits vorher vorhandenen Block ersetzt werden kann (ganz simpel gesagt, in der Praxis geht das je nach Format noch wwit darüber hinaus). Wenn du jetzt ein Bild beschneidest, gibt es ggf. die Bilddaten nicht mehr, auf die sich die anderen Pixelblöcke bezogen haben. Also muss dieser Block nun selbst komplett neu abgespeichert werden - und andere Teile des Bildes werden dann auf ihn referenzieren statt auf den gelöschten Block. So kommt es aber eben bei verlustbehafteten Kompressionsalgorithmen dazu, dass schon ein Beschneiden dazu führt, dass auch die noch übrig gebliebenen Pixel neu komprimiert werden müssen.

Als würdest du in einem 3-Stöckigen Haus das mittlere Geschoss entfernen wollen ohne das Dach anzufassen ;)
 
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  • IrfanView kann jpeg lossless rotation & crop, auch die Metadaten können weitergereicht/geändert werden.
  • Krita kann Bildbearbeitung und retusche auf professionellen niveau.
  • Beide kostenlos
 
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Hast Du die Fotos als RAW? Wo kommen die denn her? Wo gehen die hin? Letztendlich speicherst Du ja sicher eine Kopie, so dass Du experimentieren kannst. Am Besten einfach Irfanview, wenn Du nur drehen, croppen willst.
Beim Speichern halt ein verlustfreies Format wählen.
 
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DFFVB schrieb:
Zumal man damals auch immer, den Grad der Qualität des Exports angeben musste, was mich etwas irritiert hat, da ich dachte, einfaches Beschneiden nimmt nur ein paar Pixel weg?
Ja, weil es vermutlich ein JPEG-Bild war, also verlustbehaftet komprimiert. Beim Laden in ein Bildbearbeitungsprogramm wird es dekodiert und beim Export erneut komprimiert.
Technisch kann man bei JPEG tatsächlich einige Operationen auch verlustfrei durchführen. Beschneiden und Rotieren in 90°-Schritten sind z.B. möglich (etwa mit JPEGCrops), darüber hinaus aber praktisch nichts.
 
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AndrewPoison schrieb:
So kommt es aber eben bei verlustbehafteten Kompressionsalgorithmen dazu, dass schon ein Beschneiden dazu führt, dass auch die noch übrig gebliebenen Pixel neu komprimiert werden müssen
Absolut korrekt. Eigentlich sollte man nur alle 16px zuschneiden bei jpeg um den Qualitätsverlust zu vermeiden.
Ergänzung ()

Das war bei Bildern aus 3 MP Kamera immer ein Thema
 
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Von welchem Ausgangsmaterial sprechen wir hier eigentlich? Mit welchem Programm, in welchem Format wurden die Bilder gespeichert? Sind das RAW-Dateien, JPEG-Dateien oder ist es ein ganz anderes Format?
Ergänzung ()

Und womit wurden die Bilder gespeichert? iPhone? Vollformat-DSLR?
Wie viele Megapixel stehen im Ausgangsmaterial zur Verfügung?
 
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Mhh. Weg ist weg, gefärbt ist gefärbt. Nicht invasiv bedeutet: Bild wird nicht geändert, sobald du was absicherst. Minimalinvasiv gibt es eigentlich nur programmgebunden.
Was du meinst ist eher: die Originalbilder behalten und die Kopie bearbeiten, oder wie es zb. bei Photoshop mit der psd Datei oder bei affinity Photo im afp Format oder bei gimp im gimp Format macht, in dem alles über ebenen generiert wird und das Originalbild nicht ändert. Nachteil: sehr grosse Datei die nur mit diesen Tools geöffnet werden können.
 
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Vielen Dank euch allen für die Aufklärung und Tipps!!!
Im Grunde genommen so logisch wie simpel: JPEG ist komprimiert, wird dekomprimiert, und danach wieder komprimiert sucht man den Grad der Komprimierung aus, (bzw. manche Tools, wie bspw. die eingebaute Windows Foto Bearbeitung, nehmen einem die Entscheidung ab).

Nun die spannende Frage: Sofern das Tool meiner Wahl mir hier Auswahlmöglichkeiten bietet, was wählt man am besten? Ich meine mich zu erinnern, mit 92% bei DxO Mark ganz gut gefahen zu sein, was nehmt ihr so? Alternativ: Export in das PNG Format, was größere Dateien zur Folge hat, oder TIFF - (schade eigtl. dass sich JPEG XL nicht duchgesetzt hat?). Bei PNG/TIFF frage ich mich wie groß die Unterstützung auf den verschiedenen Plattformen ist, oder ob das vernachlässigbar ist.

seyfhor schrieb:
Wo kommen die denn her?
Das sind ca 30.000 die sich über die letzten 20 Jahre angesammelt haben, da ist alles möglich dabei - 98% JPEG, aus diversen Smartphones (HTC Desire bis iPhone 14 Pro), Nikon, Canon DSLR, Sony DSC RX 100 usw.


seyfhor schrieb:
Wo gehen die hin?

Die liegen alle in einer Ordnerstruktur von ca 600 Ordnern, da sollen sie auch überwiegend bleiben, und auf die diversen Clients per Sync syncronisert werden...

SuperHeinz schrieb:
Von welchem Ausgangsmaterial sprechen wir hier eigentlich?

S.o.

SuperHeinz schrieb:
Und womit wurden die Bilder gespeichert? iPhone? Vollformat-DSLR?

S.o.


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Danke nochmal allen für die Info und schönes Wochenende
 
Darktable
PNG hat Vorteile, aber Tiff kann auch gut funktionieren. Nur ebi Tiff immer gleiche export Ormtionen wählen. Unter linux gibts graphicmagic-/mogrify falls mal was in Anwendung XYz nicht aufgeht.
 
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DFFVB schrieb:
Nun die spannende Frage: Sofern das Tool meiner Wahl mir hier Auswahlmöglichkeiten bietet, was wählt man am besten? Ich meine mich zu erinnern, mit 92% bei DxO Mark ganz gut gefahen zu sein, was nehmt ihr so?
Ja, mit ca. 95% sollte nirgendwo mehr ein sichtbarer Unterschied vorhanden sein. Bei den meisten Bildern würde dafür auch schon 90% mehr als ausreichen.

DFFVB schrieb:
Alternativ: Export in das PNG Format, was größere Dateien zur Folge hat, oder TIFF - (schade eigtl. dass sich JPEG XL nicht duchgesetzt hat?).
PNG ergibt bei Fotos keinen Sinn. Das bläht die Dateigröße nur enorm auf. Da kann man gleich JPEG mit 100% nehmen, was auch schon unnötig groß ist, weil die Dateigröße ab etwa 97% sehr stark ansteigt, es aber faktisch keinen sichtbaren Unterschied mehr gibt.
 
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Danke! Also als Faustregel um die 90% aber wenn das Bild sehr groß ist (viele Details wie Wald oder Bäume) dann, wenn wichtig 95%
 
Ich schätze bei 30 tausend Bildern darf es kein online Tool sein, sonst hätte ich LunaPic vorgeschlagen.
 
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