Immer dieser Vorwurf der geplanten Obsoleszenz, der ist doch lächerlich. Die meisten Heimanwender haben so 2 bis 3 TBW pro Jahr, wenige kommen auf 10TBW und noch weniger wirklich auf deutlich mehr und dann sind da meist keine Heimanwenderanwendungen im Spiel. Die SSDs vertragen ein Vielfaches davon und heute werden haufenweise SSDs mit 2, 3, 4 Jahren Alter ausrangiert weil sie zu klein geworden sind und deren NANDs haben meist noch 3.000 spezifizierte P/E Zyklen von denen kaum welche gebraucht wurden, davon sind doch meist über 90% noch übrig. Da ist es einfach Verschwendung und macht die SSDs nur unnötig teuer diese mit NANDs zu versehen deren Haltbarkeit nicht annährend ausgenutzt wird. Wer sowas braucht und das sind Enterpriseanwender, der kann es auch zwischen viele unterschiedlichen Haltbarkeiten wählen, von 0,3DWPD bis 10DWPD und selbst Modelle mit noch mehr wie 25DWPD und glaube es gibt sogar welche mit 40DWPD, nur kosten sie umso mehr, aber die Hersteller verkaufen sowas sehr wohl und haben daran auch ein Interesse die zu verkaufen.
Aber kann man doch bei den Modellen mit weniger haltbaren NANDs nicht einfach mal so von geplanter Obsoleszenz reden, die sind weniger haltbar und trotzdem ihre Berechtigung, denn nicht jede Anwendung erfordert eine SSD die sehr TBW schreiben kann, selbst in Unternehmen nicht. Da gibt es irgendwo eine Studie, ich meine von Dell die besagte, dass 2/3 der SSDs in Enterpriseeinsätzen in Wahrheit weniger als 0,1DWPD schreiben, also wieso sollte man mehr Geld ausgeben um ein Modell zu kaufen welches ein Vielfaches abkönnte, wenn man es nicht nutzt? Umgekehrt wird eine SSD die nur 0,3DWPD verträgt natürlich in einem Einsatz bei dem deutlich mehr als das geschrieben wird, dann nicht so lange wie gewünscht halten, aber mit geplanter Obsoleszenz hat das nichts zu tun, sondern einfach mit Fehlplanung in der Auswahl und Beschaffung der Komponenten.