Möglichkeiten gesucht, Filme vom NAS auf den TV zu bringen

WilliTheSmith

Lt. Commander
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Hallo,
aktuell habe ich unter dem Fernseher einen HTPC mit 4 Platten voll mit Filmen stehen. Nun hätte ich aber gerne einen NAS, auf den mehr als nur meine Filme liegen. Aus diesen Grund würde ich den HTPC jetzt gerne in einen NAS umbauen und die Filme an einen zweiten kleinen Rechner streamen.

Dazu habe ich nun einige Fragen:
1. Wie streame ich die Filme am besten? Ich habe bereits von DLNA und UPnP gelesen. Sind das die besten Möglichkeiten? Wo ist der Unterschied? Mit welcher Software realisiert man am besten einen solchen Server?
2. Ich brauche ein Wiedergabegerät, welches erstens stromsparend ist und zweitens eine Oberfläche ähnlich der von XBMC bietet, die mir übersichtlich die Filme mit Cover, Informationen etc. darstellt. Ganz wichtig ist auch, das gesehene Filme markiert werden. Außerdem muss es unkomprimierte BluRays und diverse Video-Codecs abspielen können. Audio sollte über HDMI direkt an den AV-Receiver übergeben werden(Passthrough). Ich dachte da vielleicht an ein Raspberry Pi mit XBMC. Wie ich gelesen habe, sollte es die Filme problemlos ruckelfrei abspielen können. Hat da vielleicht schon jemand Erfahrungen gesammelt? Läuft das UI flüssig? Wäre ein etwas leistungsstärkerer Rechner vielleicht zu bevorzugen?
Und gleich Vorweg: Über meinen AV-Receiver oder Fernseher möchte ich nicht direkt auf den NAS zugreifen. Die Oberfläche ist für mehrere 100 Filme einfach nicht geeignet und meine XBox 360 spielt leider nicht alle Codecs/mkvs ab. In Zukunft könnte die Xbox One vielleicht noch interessant werden, ist aktuell jedoch keine Option.

Achja: Auf dem NAS kommt Gentoo zum Einsatz.

So, ich glaube das wars dann auch erst einmal. Ich hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen und mir einige Ratschläge mit auf dem Weg geben.
Gruß
 
Es geht mir hier in keinster weise darum, wie ich einen NAS einrichte, sondern darum, wie ich die Filme am Besten auf einen anderen Client streame. Das wars auch schon auf der Seite des NAS. Der Rest handelt von der Wiedergabe der Filme. Ich dachte, ich hätte es deutlich genug rüber gebracht.

//edit: Neben DLNA/UPnP sind mir noch NFS oder gar SMB bekannt, mit denen man Filme streamen könnte. Eine Alternative sind diese wahrscheinlich aber nicht, oder?
 
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Wenn du einen SmartTV hast unterstützt er vielleicht PLEX und du könntest auf deinem HTPC einen PLEX Server einrichten. Ansonsten währe wahrscheinlich ein RaspberryPI die beste Lösung. Ich benutze selber eines und H264 Filme mit 40 GB sind mit openELEC kein Problem. Die XBMC Oberfläche läuft ebenfalls flüssig und größtenteils ruckelfrei. Mein RaspberryPI holt sich die Filme per SMB vom NAS.
 
Es geht mir hier in keinster weise darum, wie ich einen NAS einrichte, sondern darum wie ich die Filme am Besten auf einen anderen Client streame
Also einrichten und die Frage wie man Median auf einen Client streamt am besten sind ein und das selbe.

Als Client ein kleiner Nettop mit Linux/XBMC/Windows Mediacenter oder RaspberryPI wie schon oben erwähnt.

Und da viele Wege nach Rom führen kommts jetzt drauf an wie du die Median auf deinem NAS freigeben/verteilen willst und das nennt sich definitiv "einrichten" / "konfigurieren"

Hier mal ein paar Möglichkeiten:
http://www.pcwelt.de/ratgeber/Filme_und_Musik_ueber_das_Netzwerk_streamen-Mediencenter-8324909.html
 
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Ich habe ein Synology NAS auf dem ein DLNA Server läuft (MiniDLNA).
Als Player nutze ich einen LG BP630 Bluray Player, der über Gigabit LAN angebunden ist.

Bisher konnte ich alles an MKV oder XVID problemlos abspielen.
 
Raspberry Pi mit openELEC (XBMC), braucht 3.5 Watt glaub ich ;-)

Filme etc. kannste einfach der Datenbank hinzufügen via DLNA, UPNP, SMB etc.
 
Würde dir auch die RasperryPi Variante ans Herz legen.
Hab die Konstellation seit nem guten 3/4 Jahr mit einer Synology-Nas im Einsatz.

Die Ordner einfach via Windowsfreigabe im XBMC der Pi mounten und dann die Filme / Serien indizieren.

Läuft für kleines Geld wirklich fantastisch!

Solltest du noch über ein Smartphone verfügen kann selibiges mit der App Yatse als Fernbedienung benutzt werden (Tablet geht natürlich auch).

Der Konfigurationsaufwand ist wirklich überschaubar, das Netz ist voller guter Anleitungen und die Installation des XBMC-Servers läuft so gut wie automatisch.

Grüße
 
UPnP ist der große Oberbegriff, DLNA ist davon eine Abart.
SMB und NFS sind Dateifreigaben.
DLNA erfolgt über Streaming.
Man kann davon ALLES nutzen.

Beispiel:
Ich habe für meinen Bruder ein Raspberry Pie mit XBMC aufgesetzt (Erst OpenELEC, dann RaspbMC - gab mal einen Bug mit 100% Auslastung unter OpenELEC).
da das Streaming über WLAN per DLNA ruckelte, habe ich alternativ NFS-Freigaben generiert und einen Direktzugriff eingerichtet.
jetzt ruckelt nichts mehr. Hing wahrscheinlich mit dem vorhandenen Overhead des DLNA-Protokolls zusammen.

Wenn Du einen günstigen und energiesparenden Client haben willst, kommst Du ums Raspberry Pie nicht herum,
ansonsten gibt es einige Multimediaplayer die einen ähnlichen Leistungsumfang haben.

Und für das NAS solltest Du Dir mal FreeNAS (auch für Profisysteme geeignet) oder Nas4Free (ältere Hardware) ansehen.
Wenn Du Gentoo benutzt (benutzen kannst), solltes Du ja genug Kenntnisse in Linux haben, um NAS und XBMC vernünftig konfigurieren zu können.
 
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Das hört sich doch alles schon mal ganz gut an.

Linux-Kenntnisse sind mehr als genug vorhanden, ja. Bei mir läuft eigentlich nur noch Gentoo und Arch. ;) Diese fertig-NAS Software werde ich wohl eher nicht verwenden, da installiere ich mir Samba, einen FTP-Server etc. lieber selber. Dann weiß ich wenigstens was unter der Haube läuft.

Ich denke ich werde einfach mal NSF, SMB und DLNA testen, da ja jeder etwas anderes zu benutzen scheint.

Ich werde mir gleich mal ein Raspberry Pi bestellen und dann spiele ich einfach mal ein bisschen rum, was wie am besten läuft. Ich glaub davon hab ich am meisten. Ich werde auch mal RasPlex testen, das sieht eigentlich ganz interessant aus, so eine Art schlankes XBMC.

Noch eine Frage: Werden bei DLNA eigentlich Informationen zum Film mit übertragen, also dinge wie Filmlänge, Beschreibung, Cover usw. oder muss sich der Client darum bemühen, sich diese Daten (aus dem Internet) zu beschaffen?
Bei SMB und NSF stellt sich die Frage natürlich nicht. ;)

//edit: @PHuV: 1. der Preis und 2. die verwehrte Möglichkeit, weitere Codecs zu installieren. Da ist ein kleiner Rechner etwas flexibler, selbst der RaspberryPi. :)
 
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3D brauch ich nicht und BD-ISOs hab ich auch keine. Habe nur die gerippten mkvs. Naja, der Pi ist bereits bestellt und wenn er mir nicht reicht, kommt halt was anderes. Für den Pi hätte ich, in dem Falle, hier noch genug andere Anwendungsgebiete. ;)
 
PHuV schrieb:
Er kann aber BD-ISOs und 3D streamen, was Rasberry PI IMHO nicht kann.

Warum sollte ein RaspberryPI das nicht können? Bei mir ist das kein Problem.
 
PHuV schrieb:
Er kann aber BD-ISOs und 3D streamen, was Rasberry PI IMHO nicht kann.

3D kann der RPi auch. Kommt auf das Sys an was drauf ist. Entweder RaspBMC und übertakten oder openELEC. Funktioniert bei mir tadellos mit 3D MKVs.
 
Ich kenne zwei Möglichkeiten um BluRays unter Linux abzuspielen:
1. MakeMKV kann den Film streamen
2. Mit Hilfe der libaac kann man ziemlich unproblematisch BluRays wiedergeben. Bei meinen Test früher konnte ich beinahe alle nicht BD+ BDs wiedergeben. Wie ich grad gelesen habe soll mittlerweile auch die libbdplus veröffentlicht worden sein, welche experimentellen Support für BD+ BDs bietet.

Für mehr Informationen ist das Arch Wiki ganz gut: https://wiki.archlinux.org/index.php/BluRay

PS: MakeMKV wird es wohl nicht für ARM geben, bei der libaac und libbdplus könnte ich mir das aber durchaus vorstellen, da es VLC auch für ARM gibt. (libaac und libbdplus kommen von den VideoLan Entwicklern)
 
A: Ich mag Linux und kann damit umgehen. Außerdem besitze ich kein Android Device, würde somit auch komplett neu einsteigen.
B: Auf dem Raspberry Pi könnte ich auch diverse andere Distributionen nutzen. Ich bin noch am überlegen ob ich auf Gentoo mit Distcc setze. Könnte nochmal das ein oder andere Prozent mehr aus dem Pi rauskitzeln.
C: Ich sehe darin keinen einzigen Vorteil. Was würde mir ein HDMI-Stick mit Android bringen? Sind diese so offen wie Linux? Unterstützen diese CEC?

Naja, mein Pi ist seit vorgestern da. Ich warte nur noch auf meine SD-Karten.
 
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