Monitore Calibieren

123sheep

Lt. Junior Grade
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Hallo,

vorweg ich bin kein Profi, sondern betreibe 3D-Rendering und mache CG Kleidung mit Marvelous Designer in dem ich auch Texturen erstelle als reines Hobby. Trotzdem möchte ich meine Monitore vernünftig kalibieren, damit die zwei Dell Monitore (Dell U2715H) und der LG 34UC98 zumindest übereinstimmen und auch mit den meisten Menschen übereinstimmt die sich meine Sachen angucken.

Nun habe ich folgendes gefunden
https://www.cyberport.de/?DEEP=8437...MIjsaU7Im_2QIVjrvtCh1Luw_5EAYYASABEgLfuvD_BwE

ist es das was ich dazu brauche?
Geht das evtl. auch günstiger? Wie gesagt, ich bin kein Profi.
Brauche ich für jeden Monitor dann jeweils so ein Ding oder reicht eins für alle?
 
Geht zu Calumet und leih Dir ein Colorimeter über das Wochenende.
 
Monitor calibieren? Ich trinke nicht so viel Alkohol, aber für diesen Zweck würde ich ein möglichst herbes Pils empfehlen.

Zum Kalibrieren kann ich dir noch ein paar bessere Tipps geben: Die IPS-Panels deiner beiden Monitore sind von LG, das macht es etwas leichter, eine gemeinsame Abstimmung zu finden. Dennoch solltest du dich darauf einstellen, dass du einige Zeit wirst rumprobieren müssen. Es ist leider nicht so, dass du beide Monitore kalibrierst und sie sich danach möglichst ähnlich sehen.

Florian Höch, der Entwickler von DisplayCal hat dazu einige gute Beiträge geschrieben. Der Weg ist immer der gleiche: Erst manuell den Weißpunkt beider Monitore nach Augenmaß möglichst gleich einstellen, danach darauf kalibrieren. Hier noch ein guter Post zum Thema.

Du brauchst nicht zwingend ein eigenes Colorimeter, TFT-Monitore ändern nicht dermaßen schnell die Werte, dass für deinen Zweck eine Kalibration nicht lange Zeit reichen würde. Fotofachgeschäfte haben häufig Leihgeräte, wenn du keine Bedenken wegen deiner Privatsphäre hast, kannst du auch deinen ungefähren Wohnort (z.B. Berlin oder PLZ 253XX) angeben, vielleicht ist ein Forenmitglied in der Nähe.
Ergänzung ()

engine schrieb:
Kann jemand den Zusammenhang zwischen den Monitoreinstellungen und dem .icm-Profil erklären, aber einfach bitte.
Wann brauche ich ein .icm-Profil und für was, ich könnte für meinen Monitor ein Profil herunterladen, aber für was?

Ich versuche es einfach zu halten ohne zu falsch zu werden. Bei den Monitoreinstellungen änderst du die Firmwarevorgaben für den Monitor, damit sie mit dem eingestellten Standardprofil ein möglichst natürliches Bild ergeben. Das macht absolut Sinn, denn wenn z.B. Rot schon bei 90% der maximalen Leuchtkraft wäre, ist nur noch wenig Luft, um in dem Farbkanal etwas nach oben zu korrigieren. Ein Profil dient dazu, dem Betriebssystem/der Anwendung mitzuteilen, wie ein Bild mit eigenem eingebettem Profil auf diesem Ausgabegerät anzupassen ist, damit es nahe der ursprünglichen Darstellung kommt. Dabei ist das Ausgabegerät egal, Drucker, Belichter, Monitor sollten im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten gleich aussehen. Es geht also nicht um ein theoretisches Ideal, sondern darum den Bildeindruck wiederherzustellen, der bei der Originalanzeige wahrgenommen wurde.
Windows bringt zu diesem Zweck bereits eine ganze Reihe Profile mit, die du dir unter Farbverwaltung ansehen kannst. Ein vom Hersteller bereitgestelltes Profil kann, muss aber nicht, besser an deinen Monitor angepasst sein. Ein mit Spyder, X-Rite & Co. erstelltes individuelles Profil ist im Prinzip nichts anderes, nur auf deine spezifische Kombination von Grafikkarte und Monitor abgestimmt.
 
engine schrieb:
Zum Nachdenken für Nichtprofis:
https://www.makro-forum.de/ftopic38978.html
http://www.henner.info/just.htm

Kann jemand den Zusammenhang zwischen den Monitoreinstellungen und dem .icm-Profil erklären, aber einfach bitte.
Wann brauche ich ein .icm-Profil und für was, ich könnte für meinen Monitor ein Profil herunterladen, aber für was?

das .icm/icc sagt dem (farbmanagementfähigen) Programm was der Monitor anzeigt, also wie die RGB-Werte zu interpretieren sind, kann auch Korrekturinformationen für die Grafikkarte enthalten (Softwarekalibrierung).

Wenn du also etwas am Bild verstellst, egal ob am Monitor selbst (Hardware) oder über die Grafikkarte (Software), musst ein Programm und sei es das BS, das auch wissen.

Idealerweise erstellst du das icm/icc mit Hilfe eines Colorimeters oder Spektralphotometers
 
Zuletzt bearbeitet:
@123sheep

Ich habe mir vor 2 Jahren die Elite Version von Datacolor Spyder 5 gekauft und kalibriere damit hin und wieder meine Monitore.
Eigentlich wollte ich damit auch meinen Beamer kalibrieren, aber dazu ist es noch nicht gekommen, da dieser einen Defekt hat.
Soviel Ich weiss ist die Hardware bei allen Versionen die gleiche, nur die Software erkennt dann anhand der Seriennummer welche Optionen "mitgekauft" und somit passend freigeschaltet werden.
 
So ein Colorimeter vergleicht dann die Monitorfarbinfos (RGB-Farben) mit einem festgelegten Referenzbild und erzeugt ein Monitor.icm-Profil anhand der Differenz. Ein Grafikprogramm weiß dann anhand des Monitor.icm-Profils, dass es z.B. Rot etwas mehr Kontrast oder sonst was geben muss, um der Realität näher zu kommen.
Angenommen ich könnte den Monitor mit dem Colorimeter so einstellen, dass die ausgestrahlten Monitorfarbinfos (RGB-Farben) mit dem Original stimmen, dann bräuchte ich gar kein Monitor.icm-Profil.

Ein Ausdruck muss dann aber auch vermessen werden und daraus ein Drucker.icm-Profil erzeugt werden oder?
Jedes Gerät muss somit mit demselben Referenzbild verglichen werden für ein eigenes .icm-Profil, richtig?
 
Angenommen ich könnte den Monitor mit dem Colorimeter so einstellen, dass die ausgestrahlten Monitorfarbinfos (RGB-Farben) mit dem Original stimmen, dann bräuchte ich gar kein Monitor.icm-Profil.
Prinzipiell ja, du kannst einen Monitor auf einen Farbraum kalibrieren. In so einem Fall wohl sRGB. Macht man aber in der Regel nicht, denn damit beschneidet man womöglich seinen nativen Monitorfarbraum. Außerdem kann ein Grafikprogramm ohne .icc keine anderen Farbräume als sRGB zuordnen. Wenn man nur sRGB-Bilddaten hat, kann man das aber machen.
Ein Ausdruck muss dann aber auch vermessen werden und daraus ein Drucker.icm-Profil erzeugt werden oder?
im Idealfall geht es noch weiter: du musst jeden Papiertyp bedrucken und einmessen, denn Druckerpapier hat einen imensen Einfluss auf die Farbqualität (ebenso Fotopapier bei Ausbelichtungen).
Glücklicherweise kommt man mittlerweile mit dem Druckertreiber+Papierhersteller-Profil schon sehr weit. Professionelle Tintenstrahldrucker kalibrieren sich mittlerweile auch selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
jubey schrieb:
Prinzipiell ja, du kannst einen Monitor auf einen Farbraum kalibrieren. ...

Ach ja, stimmt, dann habe ich wohl die Grundlagen verstanden.
Wenn der Monitor sRGB verwendet und ein Grafikprogramm z.B. auf Adobe-RGB oder sonst was eingestellt ist, ist eine .icc/.icm (ist dasselbe wie ich weiß) notwendig.
 
Wenn du einen sRGB-Monitor hast, macht es natürlich keinen großen Sinn AdobeRGB als Arbeitsfarbraum zu nutzen.
Das Monitorprofil ist immer notwendig wenn du mit verschiedenen Bildprofilen/-farbräumen arbeitest. So kannst du auch Bilder in AdobeRGB oder anderen Profilen richtig anzeigen (eventuell mit Farbabrissen, wenn vom Monitor nicht darstellbar).
 
Zuletzt bearbeitet:
Würde zum kalibrieren als Software display cal verwenden und nicht die Standard Software der Hersteller. Daher reicht dann auch die Express Variante vom Spyder 5 z. B.

https://displaycal.net

Wobei ich denke eher den Xrite nehmen würde. Der Spyder 5 soll ungenau bei der Kontrastmessung mit der Zeit werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was spricht gegen die Orginalsoftware? Zumindest der i1Profiler tut doch was er soll...
 
Naja, displaycal kann zumindest deutlich mehr als die Software von datacolor. Ka., wie das bei den anderen Anbietern im Vergleich ist.^^
 
Warum soll man etwas verwenden was weniger kann, wenn etwas was mehr kann nix kostet? :p
 
Weil weniger manchmal mehr ist und die Software eh dabei ist?
 
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Ich kenne Displaycal ja und habe nicht so gute Erfahrungen gemacht zusammen mit einem i1Pro. Viele Einstellmöglichkeiten, ja aber die Calibrierung hat eeeeeeewig gedauert und das Ergebnis war nicht überzeugend (Graustufen) vielleicht kommt displaycal mit der Combo aus Fotometer und Wide Gamut Schirm nicht klar...
Jedenfalls laufen sowohl i1 als auch der Colornavigator 6 hervorragend. Opensource ist immer schön, aber nochmal: was kann DisplayCal was die org SW nicht kann @jodd?
 
Ich hab 2 verschiedene Monitore (TN und PLS, siehe Signatur), die einigermaßen anzugleichen hab ich mit der org. SW und einen Spyder 4 nicht hinbekommen, wohl aber mit DisplyCAL. Und erschwerend ist das die SW anfangs Probleme mit W10 hatte (hat?).
 
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