Müllvermeidung durch wiederverwendbare Pakete

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Hallo

DerOlf schrieb:
Mit 90% Recycling ist Papier schon echt gut dabei ...
Es gibt nicht nur das vorzeigbare Recycling beim Papier, es gibt auch noch die undurchsichtige Herstellung und die ist je nach Papierart/-sorte und Einsatzzweck eine ökologische Katastrophe.
Die Papiereinkaufstüten z.B. sind ein Super GAU und die größte Verarsche seit der Bio Banane, es wird bei der Herstellung eine Unmenge an Energie/Wasser/Chemie benötigt um die Dinger herzustellen.
Verabschiede dich von dem Gedanken das industriell hergestelltes Papier heutzutage ein natürliches Produkt ist, die Zeiten sind schon lange vorbei.

DerOlf schrieb:
DAS ist das Problem ... es wird ein unglaublicher Transportaufwand betrieben, weil der Kunde damit ein paar Euros sparen kann und seinen Hintern nicht aus dem Haus bewegen muss.
Findest du es für die Umwelt echt besser,...
Tomislav2007 schrieb:
Ist dir eigentlich klar wie viele Privatabholer ein z.B. DHL Tranporter erstetzt ? Mir ist ein DHL Transporter lieber als mehrere Dutzend Privatabholer (Stau/Abgase/etc.).
wenn jeder Kunde...
Gaugaumera schrieb:
Ist es ökologisch Sinnvoller wenn 100 Leute ihr Auto nehmen, damit durch die Gegend fahren, anstatt ein Auto zu haben, welches das Paket zu den 100 Leuten bringt.
...sein Paket mit seinem Auto selber wegbringt/abholt ?

Tomislav2007 schrieb:
Dann bist du der erste der sich beschwert wenn alle, anstatt online zu bestellen, in Ihre SUV's steigen und durch die Gegend fahren um sich die Sachen selber beim Händler/Verkäufer zu holen.
Was würde deine SUV Allergie dazu sagen ?

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
Was würde deine SUV Allergie dazu sagen ?
Garnichts ... solange der SUV für die Abhohlung nicht 5000km zurücklegen muss.

Meine "SUV-Allergie" hast du einfach falsch verstanden (nicht der Rede wert).
1.) finde ich SUVs zu groß und obendrein sehr unästhetisch ... um nicht zu sagen ausgesprochen hässlich. Dieser Eindruck ist aber nicht auf SUVs beschränkt ... mir ist schon seit Jahrzehnten kein Neuwagen mehr optisch positiv aufgefallen. Sogar bei Fahrzeugen, wo das Design kaum verändert wurde (z.B. die 911er Reihe von Porsche).
2.) finde ich es einfach unsinnig (und darauf reagiere ich allergisch), wenn 2t Auto bewegt werden, um 80kg Mensch von A nach B zu bringen. es ist aber eben nicht weniger unsinnig, wenn das Verhältnis 1,5t zu 80kg ist ... oder 1t ...
Meine Allergie bezieht sich hier auf den totalen Individualverkehr, der es ermöglicht, dass zwei Nachbarn morgens die selbe Strecke in zwei unterschiedlichen Autos zurücklegen. Ich betrachte das durchaus theoretisch, denn die Fahrgemeinschaft hat sich in der deutschen Praxis einfach nicht durchgesetzt.

Dir ist scheinbar aufgefallen, dass der Tempolimit-Thread geschlossen wurde ... eigentlich wäre das dort besser aufgehoben.

Hier geht es mir nicht darum, dass innerhalb Deutschland vieles verschickt wird ... das war schon früher so ... mir geht es darum, dass kaum ein Produkt von den Transportwegen seiner einzelnen Komponenten (bis zu den Rohstoffen) und des fertgen Produktes bis zum Endabnehmer weniger als eine Weltumrundung hinter sich hat (immerhin über 40.000km).
Natürlich ist es besser, diese Warenbewegungen zu bündeln und dafür weltweit Containerschiffe, Waggons und LKWs zu nutzen. Es wäre aber noch weitaus besser, wenn Transport insgesamt nicht einen so hohen Stellenwert einnehmen würde. Setzt man seine Unvermeidbarkeit vorraus und rechnet mit seiner Erweiterung, dann ist es maximal möglich, den Transport irgendwie nicht ganz so krass schädlich zu bewerkstelligen.
Reduziert man den Transport jedoch auf die Rohstoffe (unraffiniert) wo immer das geht, dann spart man trotz steigendem Bedarf an Waren schon ohne "nachhaltige Technologien" weitaus mehr an transportbedingten Emissionen, als wenn man ganze Baugruppen oder fertige Produkte nochmal um die halbe Welt schippert (zusätzlich zu den Rohstoffen).
Produktionsbedingte Emissionen gibt es dann allerdings wieder am Absatzmarkt ... hier gibt es allerdings auch die gesetzliche Handhabe, um die Industrie zu zwingen, dass diese die Technologien zur Emissionsreduktion auch einsetzt. Natürlich ist mir klar, dass die Unternehmen lieber da produzieren, wo ihnen deutsche oder europäische Richtlinien am Arsch vorbeigehen können - das ist ja billiger, und das dankt auch der Kunde in der EU.

Für den privaten Versand um den es hier geht, ist das allerdings nicht wichtig. Solange der so krass wächst und gedeiht, kann man nur Schadensminimierung betreiben. Tatsächlich sind 100 DHL-Laster besser, als 10.000 private PKW ... noch besser wäre aber, wenn das Versandaufkommen mit 50 DHL-Lastern auskommen würde ... oder mit 25.
Das einzige, was das bewirken kann, ist das Bestellverhalten der Kunden ... und daher mein "Tipp", einfach nichts mehr zu bestellen. Ich erwarte wie immer nicht mehr davon, als das der eine oder andere leser vielleicht vorher mal dran denkt, dass er da was gelesen hat ... bevor er dann trotzdem die Bestellung aufgibt.

Mehr will ich damit nicht ... aber es ist schon witzig, wie sich einige hier daran aufhängen können ... dabei war ich nichtmal der erste, der hier diesen laut @Mustis "absolut realitätsfernen Vorschlag" gebracht hat.
cartridge_case schrieb:
Das beste wird sein, dass du nichts verschickst. Lass es abholen. Bestell nichts mehr online.
Ich habe diesen Apell lediglich weiter adressiert.
Und ganz ernsthaft ... wenn es dabei nur um den Versand relativ kleiner Mengen geht, dann ist es emmissionstechnisch auch egal, ob die mit DHL zugestellt, oder von privat abgeholt werden. Nur wei der TE seine Waren nicht mehr verschickt, geht in der Logistik kein einziger Arbeitsplatz flöten, kein einziges Fahrzeug weniger ist unterwegs und es werden dadurch auch keine Emissionen eingespart.
Von den Emissionen her, ist es egal ....
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

DerOlf schrieb:
Das einzige, was das bewirken kann, ist das Bestellverhalten der Kunden ... und daher mein "Tipp", einfach nichts mehr zu bestellen.
Da gibt es aber nur zwei Möglichkeiten, entweder selber wegbringen/abholen oder auf Konsum (Spielzeug/Luxus) verzichten.
Erstes ist für die Umwelt schädlicher und zweites wirst du nicht erreichen weil wir eine konsumgeile Gesellschaft sind.

DerOlf schrieb:
Ich erwarte wie immer nicht mehr davon, als das der eine oder andere leser vielleicht vorher mal dran denkt, dass er da was gelesen hat ... bevor er dann trotzdem die Bestellung aufgibt.
Da erwartest du schon viel zu viel, vor allem in einem Computerforum wo wir Spielkinder zu Hause sind, es sind nicht alle so bescheiden wie du was Spiezeug/Luxus angeht.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Da gibt es aber nur zwei Möglichkeiten, entweder selber wegbringen/abholen oder auf Konsum (Spielzeug/Luxus) verzichten.
Erstes ist für die Umwelt schädlicher und zweites wirst du nicht erreichen weil wir eine konsumgeile Gesellschaft sind.
Über ersteres brauchen wir nicht sprechen, bei zweiterem muss ich dir allerdings widersprechen ... wir sind zwar eine konsumgeile Gesellschaft, aber in dieser Gesellschaft ist es noch immer garkein Problem, auch ohne Versand einen brauchbaren Luxus zu leben.
Was ich brauche, das finde ich hier in den Geschäften ... es gibt (noch) keinen Grund, irgendwas zu bestellen. Ganz im Gegenteil, ich finde hier in den Geschäften sogar Dinge, die ich online nicht finde (klingt vielleicht komisch, ist aber so).
Ich finde es auch einfach schöner, in einem Laden zu stöbern, als durch Warenübersichten zu scrollen ... aber ich fand auch Neckermann- oder Otto-Kataloge nie ansprechend.

Dass ich in der Hinsicht nicht ganz normal bin, wird mir jeden Tag bewusst ... ein Klick auf die Landingpage von Youtube ... und ich weiß, dass ich hier eigentlich falsch bin.
 
Hallo

DerOlf schrieb:
Was ich brauche, das finde ich hier in den Geschäften ... es gibt (noch) keinen Grund, irgendwas zu bestellen.
Da hast du Recht aber wie kommt der faule Couchpotato Verbraucher da hin ? Richtig mit dem SUV, es sind nicht alle Fußgänger/Fahrradfahrer wie du.

DerOlf schrieb:
Ich finde es auch einfach schöner, in einem Laden zu stöbern, als durch Warenübersichten zu scrollen ... aber ich fand auch Neckermann- oder Otto-Kataloge nie ansprechend.
Da bin ich absolut bei dir, ich bestelle sehr wenig online, ich möchte meine Ware im Laden anfassen/beschnuppern/ablecken und einen Typen haben den ich bei Problemen über die Theke ziehen kann.
Ich fahre aber lieber mit dem SUV zum Laden als mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu gehen.

DerOlf schrieb:
Dass ich in der Hinsicht nicht ganz normal bin, wird mir jeden Tag bewusst ... ein Klick auf die Landingpage von Youtube ... und ich weiß, dass ich hier eigentlich falsch bin.
Ich bin auch altmodisch und verweigere alle sozialen Medien aber Youtube finde ich grandios, was man da an (alten) Musik/Konzert/Video Perlen findet ist gigantisch, das findet man sonst nirgendwo.

Du machst einen großen Gedankenfehler, du gehst davon aus das (wenn keiner mehr bestellt) alle oder zumindest die meisten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Geschäft kommen.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Du machst einen großen Gedankenfehler, du gehst davon aus das (wenn keiner mehr bestellt) alle oder zumindest die meisten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Geschäft kommen.
Da liegt der Fehler bei dir. Mir ist klar, dass die versorgungslage an den meisten Wohnorten das Einkaufen zu Fuß unmöglich macht ... diese Wege mit den Öffies zu bewältigen ist auch echt nicht jedermanns sache (ich habe da auch nur bedingt spass dran), also ist das Auto bei vielen die einzige Möglichkeit.

Bei mir klappt das auch nur, weil ich mitten in der Stadt wohne, und mir 30 Minuten laufen eben auch nicht zu viel sind ... auch mit dem Wochenendeinkauf auf dem Buckel ... und auch, wenn ich damit noch in zwei Läden rein muss.

Mir ist allerdings klar, dass für viele das Auto absolut alternativlos ist ... und es steckt auch nicht bei allen Faulheit dahinter ... meist ist es einfach Gewohnheit .. genau wie ich es aus Gewohnheirt weiter zu fuß erledige.
"Zu Fuß" ist auch einfach keine Alternative zu "online bestellen" (egal ob man es abholt, oder schicken lässt), wenn es im Umkreis von 20 km keinen passenden Fachhandel gibt.

Ich wünsche mir eigentlich, dass es gelingt, die verbliebenden Fachhändler vor ort zu erhalten ... noch gibt es die passenden Fachhändler in meiner Umgebung ... aber ich bin mir sehr sicher, dass die arg zu kämpfen haben ... teilweise einfach weil die Kundschaft so langsam wegstirbt.

Tomislav2007 schrieb:
aber Youtube finde ich grandios
Mir gings dabei auch nur um die Landingpage ... die Vorschläge sind durch die Bank weg grausam.
Sobald man die Suche bemüht (und ungefähr weiß, was man sucht), wird es besser.
Und nach ein paar Suchen, ist auch bei mir die Landingpage nicht mehr so unterirsdisch ... aber beim ersten Aufruf kriege ich echt Ausschlag.
Wenn die Zusammenstellung der "Trends" tatsächlich nur durch Aufrufstatistiken entsteht (ich glaubs eigentlich nicht), dann mache ich mir sorgen um die geistige Gesundheit der YT-User ... eventuell sollte ich auch einfach die Individualisierung zulassen, wenigstens bliebe mir vielleicht einiges erspart, wenn YT lernen darf, was ich mir ja doch nicht ansehe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer immer noch glaubt, ein strategisches Versandzentrum ist eine größere Belastung für die Umwelt, als der Einzelhandel, der sollte mal mim Auto in eine Innenstadt fahren.


Wie kann man allen Ernstes behaupten, es sei beser sich alles im Laden zu kaufen?!

So wenig Weitsicht und Einblick wie die Welt funktioniert?!

Lieber stellen sich überall Einzelhändler irgendwelche Ladenlokale zu, in der Hoffnung dort die Waren absetzen zu können, als einfach direkt Sammelbestellungen vom Großlager an die Endverbraucher zu schicken?

Die ganzen Waren erscheinen magisch im Laden um die Ecke?


Mein Vater glaubt auch bis heute, wenn er im Elektroladen nach einem TV fragt, dass der Verkäufer ihm das passendste Produkt verkauft und nicht die Kiste die er mal langsam loswerden muss...



Ein gut funktionierendes Logistiksystem ist das weitaus effizientere und somit ökologisch bessere Verfahren.

Wer das nicht sehen kann, hätte in der Schule mal in Mathe aufpassen sollen.
 
Klar, es ist weitaus effizienter, einzelne Schrauben direkt zum Endabnehmer zu karren.

Schuss nicht gehört ... es geht nicht darum, die Logistiksysteme zu verteufeln, es geht um die Einstellung des Kunden, der Kleinscheiß en mas bestellt ... in einzelnen Paketen von 150 verschiedenen Händlern.

Es wäre ja schön, wenn die Leute Sammelbestellungen machen würden, aber genau das passiert eben nicht.
Da ich viel zuhause bin, nehme ich für die anderen Parteien in meinem Haus oft Pakete an ... ein Tag, ein Kunde, 4 Pakete 4 verschiedene Lieferservices.

Dein theoretisch angenommenes Optimum wäre toll, es entspricht aber einfach nicht der Realität ... Sammelbestellungen sind ein Relikt aus den Anfängen des Onlinehandels, und das wurde auch nur gemacht, um Versandkosten zu sparen. Bei "Gratisversand" ist das nicht mehr notwendig.

Aber halte das ruhig weiter für effizient ... das macht das Dasein als Kunde echt leichter ;)
 
Also bei mir kommt DHL, die bringen alle Bestellungen.

Soll ich mir für jeden Kleinscheiss einen Laden in der Nähe wünschen?!

Von Schrauben habe ich nicht gesprochen...

Hier bestellen sich die meisten sogar ihren Wocheneinkauf beim Rewe.

1 Fahrzeug, das gezielt die Kunden anfährt und nicht 25 PKW, mit jeweils einer Person drin.
 
Wenn man eine Verpackung widerverwenden will, muss sie stabiler sein, als ein einfacher Karton, außerdem muss sie leer zum Verkäufer zurück gefahren werden.
Ich glaube nicht, dass ein dünner Karton eine große Umweltbelastung darstellt, außerdem ist er - anders als Plastikverpackungen - vollständig recycle- oder Verheizbar
 
Old Knitterhemd schrieb:
1 Fahrzeug, das gezielt die Kunden anfährt und nicht 25 PKW, mit jeweils einer Person drin.
Und das hältst du wirklich für effizienter, als wenn jemand zu Fuß seinen Einkauf nach hause trägt?
Klar geht das für viele einfach nicht ... das Hauptproblem sehe ich hier aber etwas weiter, als ein ökologische Effizienzstudie berücksichtigen kann.
Der Kunde WILL den Scheiß bis zur Wohnungstür gebracht bekommen ... mit der Ökobilanz hat das bei den meisten nicht das geringste zu tun. Oder bestellen die leute ihren Wocheneinkauf tatsächlich, weil das irgendwie nachhaltiger ist, als es mit dem privat-PKW abzuholen?
Ich denke, diesen Gedanken findet man eher bei Menschen, die nichtmal ein Auto besitzen ... und die bestellen auch nur selten bei Discountern wie REWE.
Den meisten geht es bei Bestellungen ausschließlich um die eigene Bequemlichkeit ... es ist ja auch wirklich praktisch und es wird auch immer schwerer, das nicht zu tun.

Zu den "gut funktionierenden Logistiksystemen", die wir in der EU haben, gehört auch die Lagerhaltung auf der Strasse ... und die ist ökologisch betrachtet in etwa so nachhaltig, wie der Braunkohletagebau, hat aber mit dem Bestellverhalten des Endkunden auch nicht so viel zu tun.
Genauso wie schlafende LKW-Fahrer, die in Stauenden rasen ... auch ein Teil des "gut funktionierenden" Logistiksystems.
Nimmt man dann noch die volkswirtschaftliche Dimension hinzu, wirds ganz düster (Innenstadtsterben, Steuereinbußen bei den Kommunen, Ländern UND beim Bund, weil es erlaubt wird, die Gewinne in Steueroasen zu transferieren ... und noch so vieles mehr).
Wie vielen Menschen gab der Einzelhandel in der 1960ern noch Arbeit ... und wievielen Menschen gibt die Logistikbranche heute allenfalls befristete Verträge knapp über Mindestlohn (und der auch nur wegen einem Staatszwang)?
Und alles nur, weil der Kunde es gerne bequem und billig hat.

Auch wenn man das ganze mathematisch aufarbeitet, sollte man nicht nur die Variablen betrachten, die die eigene Einschätzung nicht gefährden.
Schlimmer geht immer, das ist keine Frage ... aber als Optimum sollte man unsere Systeme eben ganz sicher nicht betrachten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da wo ich wohne, bekommt man Elektronikprodukte nur beim Saturn, in einem großen Einkaufszentrum außerhalb der Stadt.
Was ist besser für die Umwelt - wenn die Leute am Wochenende mit dem Auto pro Person 1.5 Tonnen hin und zurück bewegen, oder wenn alle Pakete von einem Lieferwagen zu den Leuten gefahren werden?
 
Versand vs Offline Diskussion:
Trotz Großstadt „muss“ ich dieses und jenes online kaufen, weil hier vor Ort oder im Umkreis (15km) scheinbar nicht kaufbar. Jedenfalls kann ich nicht herausfinden „wo“ - der kleine Einzelhändler hats scheinbar immer noch nicht nötig, trotz Konkurrenzdrucks, mal eine Website aufzusetzen auf der ich schnell und unkompliziert herausfinden kann, was konkret im Sortiment ist. Hätte ich die Info würde ich vorbeigondeln, Einkaufsbummel und ungezieltes Herumirren finde ich furchtbar. Aufpreis wäre mir egal. Als Beispiel; Rasierklingen und Rasierseife - die zwei Marken die ich nutze, gibts scheinbar nicht offline, aber bei amazon vom Hersteller direkt.
Fahrradnutzung ist für mich selbstverständlich im Nahbereich, schon aus Kosten/Nutzen/Zeit Sicht, obwohl die Bedingungen sch***e sind. Öffis sind meistens unzumutbar mMn. nicht der Qualität wegen, sondern wegen der MitfahrerInnen. Stau ist immer, auch keine Option, Lieferverkehr behindert ungemein. 😅

@Thukydides
Allzweck-Box, Eurobox oder Leistenkiste mit Deckel fällt mir spontan ein. Erhältlich in unterschiedlichen Qualitäten und Größen bei amazon, Baumarkt oder Ikea. Denk bei der Auswahl auch daran, dass der Paketbote sich nicht verletzen will.
 
njchw schrieb:
Was ist besser für die Umwelt - wenn die Leute am Wochenende mit dem Auto pro Person 1.5 Tonnen hin und zurück bewegen, oder wenn alle Pakete von einem Lieferwagen zu den Leuten gefahren werden?
Natürlich letzteres ... diese Einschätzung ist aber nicht so sehr der ökologischen Effizienz der liefersysteme geschuldet, sondern der ineffizienten Verteilung der Einkaufsmöglichkeiten.
Diese kam in Deutschland zustande, weil man die ganze Infrastruktur auf den Individualverkehr ausgerichtet hat ... der Supermarkt steht eben nicht dort, wo viele Kunden wohnen, sondern da, wo genug Platz für Parkplätze ist. In der ehemaligen DDR fällt einem das besonders auf.
In den 1980ern hatte nicht nur jeder Ort eine Poststelle, sondern auch einen "Konsum" ... nach der Wende gingen die recht schnell Pleite, weil auch der Ossi dann lieber in den 10.000m² REAL,-Markt gefahren ist, der irgendwo in die Pampa gesetzt wurde. "Einmal hin, alles drin" ... das war das erfolgsrezept der Discounter-Ketten.
Wenn das nicht passiert wäre, dann gäbe es überhaupt nicht die Notwendigkeit, für den Alltagseinkauf weite Strecken zurückzulegen.
Das ist aber Vergangenheit ist (ist halt so). Heute ist das Konzept beim Kunden ein anderes ... nicht mehr "einmal hin, alles drin" (Konzept Sammelbestellung), sondern "ich bleib hier, und 20 Händler liefern mir den Kram bis zum Kühlschrank" (Konzept einzelne Schraube).

Auch ein effizientes System kann nur so effizient arbeiten, wie die Nutzer das zulassen ... und genau da sehe ich das Problem - die Öko-Bilanz ist vielen beim Einkaufen eben doch nicht so wichtig.
 
DerOlf schrieb:
Und das hältst du wirklich für effizienter, als wenn jemand zu Fuß seinen Einkauf nach hause trägt?
Um mal deine Worte zu nutzen: Den Schuss nicht gehört? Auf dem land ein Ding der Unmöglichkeit, für viele Renter ein Ding der unmöglichkeit, für mehrköpfige Familien bedingt möglich, aber du schleppst bestimmt den Wocheneinkauf einer 4-5 köpfigen Familie durch die Stadt. Wie immer siehst du wiedere nur deine kleine begrenzte Welt...

Der ganze Rest ist wieder nur eine Aufzählung von vielen Vorurteilen oder Dingen, die man für sich genommen beheben kann (LKW in Stauenden) sowie auf Emotional gebürstet...

Und deine Märchen zur DDR kannste dir echt sparen. Der Konsum ging pleite, weil er ein durch die DDR Macht gestütztes, hoch ineffizientes System war. Geleitet von der DDR Führung, die das ganze Land ruiniert hat und entsprechend mit dem Koosnum ein nicht tragbares Modell künstlich am Leben erhielt. Den Rest haben die unklaren BEsitz verhältnisse beigetragen. Von wegen es lag an den Ossis, die zum Real rannten. so ein historischer Blödsinn...
 
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DerOlf schrieb:
Klar geht das für viele einfach nicht ...
...eben, Ende der Diskussion.


Ich habe mir die Bemerkung zu deiner Ossimentalität extra gespart, aber du hast selber ja perfekt nachgelegt.



Differenzier mal zwischen Fakten und deiner romantisierten Fachhandel Utopie.

Es ist nicht möglich, eine Einzelhandels-Infrastruktur zu schaffen, die effizient die vorherrschende Markt-Vielfalt bieten kann.


Willst du alles überall rumstehen haben, für den Fall, dass es jemand kaufen will?
 
ich habe es erlebt, wie sich Kundenzulauf und Warenangebot bei Konsum umgekehrt proportional verändert haben.
Das Warenangebot war mit dem eines Westdiscounters vergleichbar (und zwar ab 1990), die Läden waren aber einfach nicht so "West" wie das viele damals haben wollten. Die DDR-Strukturen waren noch zu sehen, nicht am Warenangebot, nicht an der unfreundlichen Bedienung (die gibts im Großraum Berlin seit Jahrhunderten Gratis), aber an der sonstigen Ausstattung.
Trotz weitestgehender Anpassungen, hatte Konsum in den 1990ern keine Chance ... ich denke, bei der Vorgeschichte hätten die ihre Läden in glitzernde Konsumtempel nach Vorbild Loom verwandeln können, hätte da weiter "Konsum" dran gestanden, wären sie trotzdem Pleite gegangen. Einfach weil Konsum eben die DDR-Supermarktkette gewesen ist.
Old Knitterhemd schrieb:
Ich habe mir die Bemerkung zu deiner Ossimentalität extra gespart, aber du hast selber ja perfekt nachgelegt.
Aha, Wiedervereinigungskritiker?
Ich bin Wessi aber ich hatte das Glück, 1989 mit der Schule in die DDR gefahren zu sein (hätte wohl Pflicht sein sollen) ... ab 1995 war ich dann regelmäßig östlich von Berlin unterwegs (Straußberg).
Ich will die DDR nicht verteidigen, ich will aber auch nicht ALLES verteufeln, wo irgendwie DDR dransteht ....

Zu Mustis "DDR Märchen": Spätestens ab 1990 war Konsum kein Staatsunternehmen (tatsächlich waren das nie echte Staatsunternehmen - Quelle) mehr sondern hat versucht, ganz normal zu konkurieren ... selbstverständlich war die Basis marode und dadurch hatten die es etwas schwerer, als die Westketten, die einfach Konsumtempel aus dem Boden stampfen konnten. Sie hatten aber auch noch den Nachteil eines verständlichen Misstrauens der Kundschaft.
Wäre Konsum ein Staatsunternehmen gewesen, dann wäre es 1990 einfach verschwunden, wie nahezu alles, was die Treuhandgesellschaft damals verramscht hat.

Konsum ist aber auch nur ein Beispiel gewesen ... ich habe die Ex-DDR gewählt, weil es ein zeitnahes beispiel ist.
Wenn man in Altbaugebieten unterwegs ist (z.B. in Westberlin oder Bochum, oder eben in Bielefeld) dann wird einem Auffallen, dass es an nahezu jeder Kreuzung Häuser gibt, die wirken, als wäre da im Erdgeschoß mal ein Laden gewesen.
Die Infrastruktur, die man da anhand ihrer Spuren noch sieht, hat es auch den Rentnern ermöglicht, ihre Einkäufe zu Fuß zu erledigen ... das ist nur leider schon so lange her, und viele werden es auch garnicht erkennen, aber es gab mal alle 500m kleine "Subzentren" mit allen möglichen Läden.
Diese Zeit dürften die meisten hier aber nichtmal aus Erzählungen ihrer Eltern kennen ... daher habe ich "Konsum" als Beispiel gewählt.

Wir haben Probleme mit dem Verkehrsaufkommen ... halten aber dennoch große Einkaufszentren ausserhalb der Städte für eine gute Idee, obwohl genau die das Verkehrsaufkommen massiv erhöhen.
Der Lieferverkehr fällt den meisten Individualbewegten eher negativ auf ... das hält sie aber nicht davon ab, auch Dinge online zu bestellen, die es nebenan zu kaufen gibt.
Auch der Einwand von @SE., dass man online nicht herausfinden kann, was der kleine Laden nebenan im Angebot hat, ist nicht von der Hand zu weisen ... aber fragt sich eigentlich keiner, wie das unsere Großeltern gemacht haben? Bei denen gabs kein Internet von dem man erwartete, alle Informationen auf dem Silbertablett zu servieren also mussten die hinlaufen, um nachzusehen ... und wenn sie darauf keine Lust hatten, dann haben sie eben in ihrem Stammgeschäft angerufen und gefragt.
Heute bekommst du da allenfalls einen ahnungslosen Callcentermitarbeiter an die Strippe, der dir auch nicht mehr sagen kann, als die Homepage dir ohnehin verrät.
Mal davon abgesehen ist das auch ein schwaches Argument ... ich habe schon haufenweise Artikel gesehen, die laut Homepage vor ort verfügbar, tatsächlich aber im Filialsortiment nie vorgesehen waren. So wie der Informationsservice gehandhabt wird, steht man trotzdem ziemlich oft in Läden, und merkt dann erst "oh, ist doch nicht da".
Damit diese Informationssysteme wirklich gut funktionieren, müssten sie sehr viel besser gemanaged werden.
 
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Oh mann, jetzt will er mit erzählen, wie meine geschichte ist. Im gegensatz zu dir bin ich in der ddr groß geworden. Ich kenne den konsum aus dem täglichen einkauf zu ddr und nach ddr zeiten. Und jetzt willst du mir was erzählen? Herr gott noch eins...

Und natürlich war das konstrukt konsum in der ddr staatlich. Liest du deine quellen auch? Die sed hat sie verstaatlicht und zentral gelenkt.

Deine mär, der konsum im osten sei dank der ddler pleite gegangen ist und bleibt Humbug. Die gründe für das generelle aussterben der tante emma läden liegt auch nicht in der entfernung begründet sondern in den preisstrukturen der großen händlern und der auswahl. Ich werde niemanden verurteilen, der günstig einkaufen will/muss oder eine reichhaltige auswahl bevorzugt.
 
Ihr seid wieder so weit ab vom Thema, da ist Sibieren näher als die ehemalige "Osten".
Es geht nicht um das Einkaufsverhalten in der DDR oder Versand vs. Einzelhandel vor Ort.
Es geht schlicht um den Sinn oder Unsinn von Mehrwegverpackungen im kleinen privaten Bereich.
 
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Mustis schrieb:
Ich werde niemanden verurteilen, der günstig einkaufen will/muss oder eine reichhaltige auswahl bevorzugt.
Also verurteilst du auch nicht ein System, welches letztlich alle dazu zwingt, profitmaximierung zu beteiben, welches den ökologischen Wahnsinn ignoriert, der an der großen Auswahl an Dingen hängt, die aus aller Herren länder auf Kosten der Umwelt bis zum Esstisch gebracht werden?
Du findest also nicht verurteilenswürdig, wenn man in den Anbaugebieten keine Süßkartoffeln mehr bekommt, weil der Deutsche Bio-Idiot dafür einfach mehr bezahlt?
In DE ist die Süßkartoffel heute ein 0815-Produkt, welches in kaum einem Speiseplan fehlt ... und in Brasilien kann man nur deswegen noch "Süßkartoffel" essen, weil die sogar Steckrüben so nennen. In einzelnen Traditionellen Anbaugebieten ist die gesamte Ernte dessen, was wir als Süßkartoffel kennen, "export only".
OK ... die Diskussion können wir sein lassen.

phil. schrieb:
Es geht schlicht um den Sinn oder Unsinn von Mehrwegverpackungen im kleinen privaten Bereich.
Meine Meinung zu dem Thema habe ich hier geäußert ... seitdem verteidige ich meinen Standpunkt.
Mehrwegverpackungen wie sie der TE in post #1 vorschlägt, sind unsinn, solange es einem dabei nicht ausschließlich darum geht, sich selbst einzureden, man würde dadurch Müll vermeiden.
Statt komplett auf schlecht bis garnicht recyclebare Materialien umzustellen, sollte man wohl eher darauf achten, dass die verwendeten Materialien recyclebar sind oder zum überwiegenden Teil bereits aus dem Recycling stammen.
Allgemein denke ich aber, dass all das nichts bringt, solange man es für selbstverständlich nimmt, dass man in jedem Supermarkt oder in jedem onlineportal die ganze Auswahl der Welt in einem "Regal" findet ... ohne saisonale Schwankungen und mit mehr Verpackung drum herum, als irgendwie notwendig.
Ich halte das für Wahnsinn ... nicht im kleinen privaten Rahmen bei Einzelpersonen, sondern in der Masse, zu der sich das dann auftürmt, wenn es Milliarden Menschen so machen.
Von der Wirtschaft erwarte ich da nichts ... die profitiert davon und wird auch erst dann aktiv, wenn der Profit gefährdet ist ... auch von der Polirtik ist da nicht viel zu erwarten, denn die reagiert nur auf "unerwartete" Ergebnisse bei der Sonntagsfrage - der Einzige, der da was ändern kann, ist der Konsument selbst ... und der hat (offensichtlich) keine Lust.
 
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