Mysteriöser AM5-Fehler: Zerstört meine CPU (7800X3D) schleichend die Mainboards? (DRAM LED / Code 00)

xmichi2000

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1. Nenne uns bitte deine aktuelle Hardware:

  • Prozessor (CPU): AMD Ryzen 7 7800X3D
  • Arbeitsspeicher (RAM): 32 GB G.Skill DDR5-6000 CL30 (Modell: F5-6000J3038F16G), Lexar ARES Gen2 32GB Kit (2x16GB) DDR5 6000 MHz CL28 RAM LD5U16G60C28BR-RGD (natürlich nicht beide gleichzeitig, sondern auf Verdacht das Lexar bestellt)
  • Mainboard: ASUS ROG STRIX B850-E GAMING WIFI (BIOS-Version 1681)
  • Netzteil: Thermaltake Toughpower GF3 850W
  • Gehäuse: be quiet! Pure Base 500FX schwarz mit Glasfenster
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce RTX 4080 SUPER
  • HDD / SSD: 2x 2TB Kingston SFYRD2000G NVMe SSDs
  • Weitere Hardware: Windows 11 Pro (Build 26200)

2. Beschreibe dein Problem. Je genauer und besser du dein Problem beschreibst, desto besser kann dir geholfen werden (zusätzliche Bilder könnten z. B. hilfreich sein):

Hallo zusammen,

ich schlage mich seit Monaten mit einem extrem hartnäckigen Boot-Problem herum, das sich wie ein roter Faden durch mein System zieht. Das Mainboard wurde wegen exakt derselben Sache vor längerer Zeit schon einmal komplett ausgetauscht. Danach lief monatelang alles perfekt, bis sich exakt dieselben Boot-Zicken vor kurzem schleichend wieder eingeschlichen haben.

Die Symptome:

  • Boot-Verhalten: Bei jedem normalen Reboot bleibt das System immer bei der DRAM-Debug-LED mit Code 00 (selten Code 15) hängen. Beim Kaltstart klappt es zu 50 %, oft erst im 2. oder 3. Versuch.
  • Akutes Problem: Kürzlich fror der PC plötzlich direkt im Windows-Ladebildschirm ein. Bei den darauffolgenden erzwungenen Neustarts kamen nacheinander die Bluescreens PFN_LIST_CORRUPT und IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL (Verweis auf ntoskrnl.exe).
  • BIOS-Freeze: Wollte wegen Verdacht auf RAM-Fehler Memory Context Restore im BIOS deaktivieren. Beim Versuch die Änderungen abzuspeichern, friert das BIOS/der Bildschirm jedoch jedes Mal komplett ein.
Meine Kernfrage an die Community:

Da das System mit jedem neuen Mainboard anfangs monatelang problemlos läuft, bevor der Fehler schleichend zurückkehrt, steht die CPU unter dringendem Hauptverdacht.

Kann eine CPU „krank“ sein und Mainboards schleichend beschädigen? Gibt es Fälle, in denen ein teildefekter Speichercontroller (IMC) oder Fehlspannungen der CPU das Mainboard über Monate hinweg so stark belasten, dass die Hauptplatine irgendwann kapituliert? Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass die CPU auf einem frischen Board läuft, das genutzte Board aber nach einiger Zeit denselben Defekt aufweist wie sein Vorgänger?

3. Welche Schritte hast du bereits unternommen/versucht, um das Problem zu lösen und was hat es gebracht?

  • CMOS-Reset / BIOS-Reset: Durchgeführt. Danach startet der PC (ohne EXPO) aktuell wieder normal, allerdings besteht die Boot-Zickerei weiterhin und der BIOS-Freeze beim Speichern zeigt, dass das Problem tiefer liegt.
  • BIOS-Reflash: Ein erneutes Einspielen der Firmware auf dem betroffenen Board brachte keine Besserung.
  • Kreuztests mit anderer Hardware:
    • Alte CPU + altes Board + neuer RAM -> Fehler bleibt bestehen.
    • Alte CPU + vorheriges (defektes) Board + alter RAM -> Fehler bleibt bestehen.
    • Alte CPU + komplett anderes Mainboard + neuer/alter RAM -> Fehler ist weg und das System läuft einwandfrei! (Das Test-Mainboard gehört mir allerdings nicht, weshalb ich es so nicht dauerhaft betreiben kann).
Da der Fehler mit einem anderen Mainboard sofort verschwindet (wie damals beim Mainboard-Tausch auch), der RAM durch den Kreuztest quasi ausgeschlossen ist und das Problem nach Monaten wiederkehrt, vermute ich einen schleichenden Defekt, der von der CPU ausgeht. Ich tendiere dazu, die CPU auf Verdacht zu tauschen, würde aber gerne eure Meinung dazu hören.

Vielen Dank
 
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Na dein Bios ist ja Asbach Uralt.. mindestens 3 Jahre alt. Als erstes würde ich mal auf die neueste Version updaten... (Die Beta musst du ja nicht nehmen)
 
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komische Logik. du glaubst also das eine kranke cpu mit neuem Mainbaord wieder gesundet?
ich tippe auf den ram. evtl. hast du ein händchen deine Mainboards zu killen. Kühlerschrauben bis zum get no festgewammst?! bzw. wie hoch sind die nvme temperaturen?
 
Merlin352 schrieb:
Na dein Bios ist ja Asbach Uralt.. mindestens 3 Jahre alt. Als erstes würde ich mal auf die neueste Version updaten... (Die Beta musst du ja nicht nehmen)
Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen, das mainboard ist
  • ASUS ROG STRIX B850-E GAMING WIFI (BIOS-Version 1681)
Das ist das neueste Stable BIOS, hatte einfach das falsche Mainboard genannt my bad
Matthias80 schrieb:
komische Logik. du glaubst also das eine kranke cpu mit neuem Mainbaord wieder gesundet?
ich tippe auf den ram. evtl. hast du ein händchen deine Mainboards zu killen. Kühlerschrauben bis zum get no festgewammst?! bzw. wie hoch sind die nvme temperaturen?

Ich versuche einfach nach langer Zeit endlich eine Lösung zu finden, ich weiß dass das dumm klingt.
Ich meine damit, ob eine "kranke" CPU ein Mainboard über längere Zeit so in Mitleidenschaft ziehen kann das es irgendwann aufgibt
Der PC wurde von verschiedenen Leuten mehrfach zusammengebaut, deswegen würde mich das wundern
Die NVMe Temperaturen kann ich dir aktuell nicht sagen, da der PC grade nicht bei mir ist. - Waren aber absolut im normalen Bereich eher sogar auf der kühleren Seite
 
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Ich tippe auf RAM. Es gibt keine „kranke“ CPU. Entweder funktioniert es technisch oder nicht.
 
Die debug Anzeige sagt ganz klar ram.
Daran ist erstmal nicht zu rütteln.

Lädst du ein oc Profil beim RAM?
 
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Was sagt denn die Windows-Ereignisanzeige?

Bei den Fehlern und deinen ganzen Tests, wäre ein zu fester oder zu loser CPU Kühler auch meine erste Idee.
Welchen hast du denn genau verbaut? Alle Abstandshalter etc. auch korrekt für AM5 verbaut?
Das führt gern zu Ram Problemen.

Ansonsten im BIOS irgendwelche OC Einstellungen ausgewählt und es schon einmal mit minimal mehr Spannung für den Ram versucht?

Die Kontaktflächen deiner CPU sind sauber? Keine Wärmeleitpaste etc. daran?
 
Matthias80 schrieb:
Die debug Anzeige sagt ganz klar ram.
Daran ist erstmal nicht zu rütteln.

Lädst du ein oc Profil beim RAM?

Der Error Code deutet aber eigentlich eher auf die CPU hin

normalerweise lade ich EXPO, aber auch ohne tritt der Fehler (zumindest Reboot Code 00) auf

OldLight schrieb:
Was sagt denn die Windows-Ereignisanzeige?

Bei den Fehlern und deinen ganzen Tests, wäre ein zu fester oder zu loser CPU Kühler auch meine erste Idee.
Welchen hast du denn genau verbaut? Alle Abstandshalter etc. auch korrekt für AM5 verbaut?
Das führt gern zu Ram Problemen.

Ansonsten im BIOS irgendwelche OC Einstellungen ausgewählt und es schon einmal mit minimal mehr Spannung für den Ram versucht?

Die Kontaktflächen deiner CPU sind sauber? Keine Wärmeleitpaste etc. daran?

Kann ich nicht nachschauen, da der PC nicht bei mir ist, aber ich würde sagen dass die dazu nichts sagt, da in Windows selbst keinerlei Probleme auftreten und der PC wenn er mal läuft absolut stabil ist

Kühler: Endorfy Fortis 5 ARGB

An sich alles korrekt verbaut.
1783895056493.png
 
@Matthias80 Es kam nur ein einziges Mal vor (vorgestern) das er sich bei 15 aufgehängt hat, ansonsten ist 15 RAM Training, dauert paar Sekunden und dann hat er normal gebootet. 00 war immer der Code, wo nix passiert ist, egal wie lange ich gewartet habe.
 
"Alte CPU + komplett anderes Mainboard + neuer/alter RAM -> Fehler ist weg und das System läuft einwandfrei! "

"Mainboard"

Wenn du den Prozessor auf mehreren Motherboards verwendet hast und er funktioniert, liegt das Problem nicht am Prozessor.

Wenn du den alten und den neuen RAM mit einem neuen Motherboard verwendet hast, liegt es auch nicht am RAM.

Das Motherboard ist das Problem … Wenn du den CPU-Kühler zu fest anpresst und sich dieser zudem durch die Hitze ausdehnt, kann es sein, dass durch die Ausdehnung die feinen Kupferleitungen reissen, die das Motherboard intern sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite zur CPU führen, und manchmal funktioniert es und manchmal nicht.



Fehlercode 00: CPU-Fehler

Fehlercode 15: DDR wird angepasst.

Aber eigentlich liegt der Fehler am Motherboard, da es intern mehrere beschädigte Leiterbahnen hat, die manchmal eine Verbindung herstellen und manchmal nicht.

Das ideale Drehmoment zum Festschrauben eines CPU-Luftkühlkörpers liegt zwischen 0.5 und 0.6 Nm (Newtonmeter). Die meisten modernen Kühlkörper verwenden Schrauben mit kalibrierten Federn. Du musst sie lediglich bis zum Anschlag festziehen oder bis du einen deutlichen Widerstand spürst. Die Federn sorgen für den restlichen Druck.


Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
 
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@EmmanuelMar danke, das klingt durchaus stimmig.

Allerdings bleibt mir dann immer noch ein Rätsel, wieso derselbe Fehler auch auf mehreren Mainboards aufgetreten ist.

Wie kann man deiner Meinung nach das Problem jetzt ein für alle mal lösen, und dafür sorgen dass es in Zukunft auch nicht mehr auftritt?
 
Ich weiss nicht, welchen Luftkühlkörper du verwendest.



Du brauchst einen Kühlkörper mit einer Kühlleistung von mindestens 120 W, bei diesem Prozessor sogar noch mehr, da der TJmax bei 89 Grad Celsius liegt und die TDP 120 W beträgt.



Ich würde einen überdimensionierten Kühlkörper verwenden.



Ich würde die TDP im BIOS selbst auf 120 W begrenzen, damit keine offene Übertaktung des Motherboards diese Leistung auf 160 W erhöht – mit oder ohne PBO.

«Ich habe ein Gehäuse mit guter Luftzufuhr an der Vorderseite.»
Ergänzung ()

"this side up"
 

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Überprüfe, ob die schwarzen Kunststoff-Unterlegscheiben





und die Metallauflagen des Luftkühlkörpers für deinen AM5-Sockel geeignet sind.
Ergänzung ()

Endorfy Fortis 5 aber mehr als genug
 
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wie könnte man das überprüfen?

Der PC wurde damals ursprünglich vom Systemintegrator Dubaro gebaut

Jetzt grad ist der PC bei jemandem, der sich damit besser auskennt.

Den Orginal Karton habe ich glaube ich nicht mehr
 
Falls die schwarzen Kunststoffdübel der Kühlkörperhalterung falsch sind und nicht von Intel stammen, weise ich dich schon jetzt darauf hin, dass sie unterschiedliche Höhen haben.



«This side up» ist ein schwerwiegender Fehler, da nicht alle Kühlkörper mittig auf der CPU sitzen, wenn man sie falsch einsetzt, so wie du es hier getan hast.



Manche Kühlkörper werden mit mehreren Metallhalterungen zum Anschrauben geliefert, von denen jede für einen anderen CPU-Sockel bestimmt ist und nur mit diesem Sockel kompatibel ist.



LGA 1700



AM5



AM4
Ergänzung ()

https://www.manual.sv/endorfy/fortis-5/manual?p=5


Sieh dir die Bilder an: Bei AMD sind dies die Schritte 1 und 2.



Sieh dir die Bilder an: Bei Intel wird bei Schritt 1 vor den Schritten 2 und 3 eine Intel-Rückplatte angebracht.



Wenn auf deinem Motherboard die Intel-Rückplatte aus Schritt 1 installiert ist, ist das falsch.
Ergänzung ()

Sockel AM4: 7,92 mm bis 9,06 mm. Sockel AM5: 7,38 mm bis 8,58 mm. Unterschied: Er beträgt weniger als 1 mm. Aus diesem Grund gibt es keine Kompatibilitätsprobleme bei der Wiederverwendung von Kühlkörpern.
Ergänzung ()

Wenn du die Schrauben eines Luftkühlkörpers festziehst,

drehst du eine Schraube eine volle Umdrehung fest und anschliessend die andere Schraube ebenfalls eine volle Umdrehung.



Wiederhole diesen Vorgang, bis alles vollständig festgezogen ist.
Ergänzung ()

Wenn du zuerst die Schraube auf der einen Seite des Kühlkörpers festziehst und danach die auf der anderen Seite, sitzt der Kühlkörper zwangsläufig schief, und die auf die CPU wirkende Kraft ist nicht gleichmässig verteilt.
 

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stas_mueller schrieb:
Ich tippe auf RAM. Es gibt keine „kranke“ CPU. Entweder funktioniert es technisch oder nicht.
Frag mal Intel und nach Degradation..
 
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Es gibt immer solch und solche Mainboards ich setzte nur noch auf Gigabyte weil Asus und MSI sind mir reihen weiße abgeraucht ohne erkennbaren grund.
 
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