Nach CPU+Board Upgrade: altes Betriebssystem wird nicht erkannt.

Winnie0601

Lt. Commander
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Hallo CB-Forum,

ich habe eine Frage und ich hoffe ich bin hier in der richtigen Forenabteilung gelandet.

Für einen Bekannten möchte ich ein PC Upgrade durchführen. Dabei ist aber unser Ziel, dass das Betriebssystem nicht neu installiert werden soll, sondern Weiterverwendung findet. Sein PC ist jetzt ca. 10 Jahre alt aber sein Windows 10 ist mit allen aktuellen Updates auf dem PC installiert.

Seine alte Hardware:
  • CPU: Intel Core i7 4790 + Kühler
  • Board: Gigabyte GA-H97-D3H
  • Arbeitsspeicher: 16GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 CL9
  • SSD: 500GB Samsung 850 EVO
Als Upgrade folgende neue Hardware:
  • CPU: Intel Core Ultra 7 265 + Kühler
  • Board: Gigabyte B860 Gaming X Wifi6E
  • Arbeitsspeicher: 32 GB Kingston Fury Beast DDR5-6000 CL30
  • SSD: 2TB Samsung 990 Evo Plus
Nun hatte ich folgendes gemacht. Die alte Hardware raus und die neuen Komponenten rein. Dabei hatte ich die neue SSD schon im M.2 Slot und die alte über Sata angeschlossen. Das System startete auch fehlerfrei ins Bios und XMP ging auch problemlos, aber er bootete nicht von der alten SSD. Er fand einfach kein bootfähiges Medium. Aber die Laufwerke selbst werden alle erkannt und gelistet. Ich hatte auch die M.2 noch mal raus genommen und versucht, aber ohne Erfolg.

Anschließend ging die alte Hardware wieder rein und alles startete problemlos ins Windows. Ich habe dann über das Samsung Migration Tool die Platte auf die neue gespiegelt (M.2 wurde erkannt). Und anschließend habe ich die alte Festplatte abgestöpselt und den Rechner nur über die M.2 starten wollen. Hier der Fehler, das nun auch das alte System kein bootfähiges Laufwerk gefunden hat.

Als letztes habe ich dann die geclonte neue SSD in die neue Hardware gesetzt und habe versucht diesen wieder zu starten. Leider auch wieder kein bootfähiges Medium gefunden.

Jetzt die Frage, habe ich irgendwas vergessen/falsch gemacht? Müsste ich bei einem 10 Jahre alten PC noch irgendwelche Einstellungen z.B. in der Datenträgerverwaltung ändern, dass die alte SSD im neuen System erkannt wird?

Oder habe ich das Pech, dass hier nicht um eine Neuinstallation rum kommen werde?

Ich danke euch!
 
Winnie0601 schrieb:
Das System startete auch fehlerfrei ins Bios und XMP ging auch problemlos, aber er bootete nicht von der alten SSD. Er fand einfach kein bootfähiges Medium.
Ist die Installation evetuell noch MBR und nicht wie erforderlich GPT?

CU
redjack
 
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Alte installation vllt legacy?
In der Zeit hättet ihr bereits mehrere Neuinstallationen vornehmen können, dazu rate ich euch jetzt auch. Alles andere ist nur weitere Zeitverschwendung.
 
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Mach halt mal CSM an im BIOS, die alte Installation wird noch MBR sein statt GPT. Oder grad konvertieren.

Warum darf der neue PC eigentlich kein Windows 11 bekommen?
 
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Schnelle Antworten, ich bin begeistert.

Hierzu meine Rückmeldungen:
  • kein Windows 11: hier war der Plan nach dem "Umzug" das Win11 Update durchzuführen, die alte Hardware war für Win11 nicht kompatibel. Ziel war/ist es keine Neuinstallation durchzuführen
  • MBR/GPT: Das kann gut sein. Kann ich eine Konvertierung vornehmen, ohne das die Daten verloren gehen?
  • CSM: wie stelle ich das ein? Ich finde das Kürzel nicht im Handbuch vom Mainboard
 
Bei einem Wechsel von 10 Jahre alter HW wuerde ich in jedem Fall zu einer sauberen neuinstallation raten. Auch wenn es funktioniert kann es spaeter zu Problemen fuehren. Ich wuerde hier einen sauberen Start mit der neuen Hardware machen und dann direkt Windows 11 neuinstallieren ohne Upgrade.
 
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Habe genau das kürzlich mit 2 Systemen gemacht, einmal in HW und einmal von alter HW in VM (erst Win10 umgezogen und auf von MBR auf GPT umkonfiguriert und dann Upgrade auf 11.)

1. Mache vor jeglicher Maßnahme ein Image der gesamten SSD, besser mit 2 SSDs arbeiten, und dem OS Umzug per Image und nicht per Umbau der SSD vornehmen (sonst kann man sich mal schnelle die Installation (konfigmäßig) zerschießen.
2. Es wird garantiert ein MBR vs. GPT Problem sein. Lässt sich aber auf verschiedene Wege (auch nachträglich) beheben. Gibt zig Anleitungen auf Google und afaik ist GPT eh the way to go, da MBR afaik nicht ohne Eingriffe von Windows 11 unterstütz wird.
 
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ferris19 schrieb:
Bei einem Wechsel von 10 Jahre alter HW wuerde ich in jedem Fall zu einer sauberen neuinstallation raten
Keine Ahnung, warum immer noch dazu geraten wird.
Sowas muss man schon seit sehr sehr vielen Jahren nicht mehr machen.


Winnie0601 schrieb:
Das kann gut sein. Kann ich eine Konvertierung vornehmen, ohne das die Daten verloren gehen?
Jop lässt sich mit dem Microsoft Programm mbr2gpt konvertieren


Winnie0601 schrieb:
CSM: wie stelle ich das ein? Ich finde das Kürzel nicht im Handbuch vom Mainboard
Im Bios bei den Boot Optionen
 
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bisy schrieb:
Sowas muss man schon seit sehr sehr vielen Jahren nicht mehr machen.
Muss man nicht, aber es kann passieren, dass Probleme im nachhinein auftreten. Gab hier auch den ein oder anderen Thread dazu in der Vergangenheit. Dementsprechend wuerde ich immer eine saubere installation machen. Dauert doch mittlerweile echt nicht lange.
Aber soll jeder selbst entscheiden.
 
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Generell hatte ich das meinem Bekannten auch gesagt dass es sauberer ist alles neu zu installieren.

Er wollte sich halt die Installation aller Programme ersparen. Ich bin mir gerade gar nicht sicher ob er nur mit einer lokalen Windows Version arbeitet oder mit dem Microsoft Konto angemeldet ist.
 
Es kann auch gut sein, dass der bootloader auf einem anderen Laufwerk liegt und das jetzt nicht die gleiche Reihenfolge eingehalten wird...

Und dir sollte bewusst sein, dass die Windows Lizenz an das Mainboard gekoppelt ist.
Man kann das wohl übertragen lassen, aber es wird sich nicht automatisch aktivieren.
 
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Winnie0601 schrieb:
Er wollte sich halt die Installation aller Programme ersparen.
😂 der war gut am Morgen. :)

Wenn die Programme die er hat an die alte Hardware-ID gebunden sind, darf er die meisten davon neu aktivieren oder ggf. noch mal installieren. Da macht es dann keinen Unterschied mehr ob sie frisch installiert werden oder nicht.

bisy schrieb:
Sowas muss man schon seit sehr sehr vielen Jahren nicht mehr machen.
Ich kann es trotzdem empfehlen. Vergisst man den ein oder anderen Treiber bei Plattformwechsel, kann es zu seltsamen Effekten oder gar BSODs kommen. Unerfahreren Usern würde ich eine frische Installation empfehlen.
 
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Baal Netbeck schrieb:
Man kann das wohl übertragen lassen, aber es wird sich nicht automatisch aktivieren.
übertragen geht nicht mehr. neues mainboard = neue lizenz, vorallem wenn win10 noch per gratis update auf 10 gebracht wurde.
 
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@MGFirewater So nicht richtig. Es geht. Kommt auf die Lizenz an. Die Windows 10 Lizenz auf Basis einer Windows 7 Lizenz von einem Thinkpad T420 (keine im UEFI, sondern aufgeklebt, wohl eine SB Liznez), ließ sich auf das L16 Gen1 übertragen. Erst Windows 10 per Image rüberkopiert und Lizenz übertragen und dann auf 11 geupgraded. Ist jetzt eine Windows 11 Lizenz.

Gleiches Vorgehen ging bei 3 Lizenzen die ich aus Windows 7 / 8 Zeiten besitze, aber bei 2 auch nicht. Bei denen wo es nicht ging, stand "O.E.M." dran. Kommt wohl darf auf an, ob SB oder OEM Lizenz. Aber das ganze Rabbit Hole der Dreihundrertdrölfzigmilliarden verschiedenen Lizenzen von MS will ich jetzt nicht auf machen.
 
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Winnie0601 schrieb:
MBR/GPT: Das kann gut sein. Kann ich eine Konvertierung vornehmen, ohne das die Daten verloren gehen?
Das funktioniert, jedoch nur wenn maximal 3 primäre Partitionen auf dem Datenträger vorhanden sind.
 
Bei manchen neuen Boards wird CSM gar nicht mehr unterstützt. Es kann sein, dass bei der LGA 1851 Plattform ea diese Option gar nicht mehr gibt.
 
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conf_t schrieb:
@MGFirewater So nicht richtig. Es geht. Kommt auf die Lizenz an. Die Windows 10 Lizenz auf Basis einer Windows 7 Lizenz von einem Thinkpad T420 (keine im UEFI, sondern aufgeklebt, wohl eine SB Liznez), ließ sich auf das L16 Gen1 übertragen. Erst Windows 10 per Image rüberkopiert und Lizenz übertragen und dann auf 11 geupgraded. Ist jetzt eine Windows 11 Lizenz.

Gleiches Vorgehen ging bei 3 Lizenzen die ich aus Windows 7 / 8 Zeiten besitze, aber bei 2 auch nicht. Bei denen wo es nicht ging, stand "O.E.M." dran. Kommt wohl darf auf an, ob SB oder OEM Lizenz. Aber das ganze Rabbit Hole der Dreihundrertdrölfzigmilliarden verschiedenen Lizenzen von MS will ich jetzt nicht auf machen.
ich hatte nie oem lizenzen und meine win7/10/11 lizenz wurde beim reaktivieren (per profil verknüpft) abgelehnt, aufgrund des wechsels von am4 auf am5.
 
Wenn ich lese "ohne dass Daten verloren gehen" bitte zu allererst ein Backup machen, und dann auch Einreden dass man das regelmäßig macht. SSDs haben manchmal die Angewohnheit von heute auf morgen zu sterben.
mfg
 
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Ich weis nicht was die Leute immer für einen Zirkus um die böse Neuinstallation machen?
Private Daten gesichert, Spielinstallationen kann man später wieder mit einbinden, man muss halt ein paar Programme von Hand installieren, was solls. Dafür kann man die WIN Installation schon mal als mögliche Fehlerquelle für viele Phänomene ausschließen.
Bei meiner vorherigen Hardware (10900K) war selbst das Upgrade WIN 10->11 nicht sauber, erst nach kompletter Neuinstallation war der "Spuk" (Freezes, Stottern..) vorbei.
 
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Problem hatte ich letzhin auch - mit einem Rechner von 2018/2019, ein Fujitsu Esprimo - da gab es die Option "CSM" im Bios gar nicht - war schon ein UEFI-only-System. Habe dann probiert die alte SSD extern von MBR zu GPT zu konvertieren. Ging trotz guter Anleitung schief - keine Chance. Was Du machen kannst ist, die SSD noch mit der alten Hardware von MBR zu GPT zu konvertieren (bzw. einen Clone davon) , testen ob der Boot über UEFI dann geht - und dann erst umzubauen.
 
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