Nachhaltigkeit im Alltag - Erfahrungen der Community

Buttkiss schrieb:
Katalysator fürs Auto bekomme ich schon ab 200 EUR, der braucht auch keinen Strom und hält Jahre.
Ein Kat ist aber kein Filter. Ein Kat sorgt dafür, dass eine chemische Reaktion mit weniger Energie abläuft als ohne. Das funktioniert in Autos, da die Kats entsprechend nah am Motor sind und noch genügend Wärmeenergie vorhanden ist (bei Autos 250°-400°), Redoxreaktion ablaufen zu lassen, die ungewünschte Stoffe weiter reagieren lassen zu Stoffen, mit denen wir leben können (Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid, Stickoxide zu Stickstoff und Sauerstoff und Kohlenwasserstoffe zu Wasser und Kohlendioxid). Kats funktionieren daher auch nicht oder nicht gut bei Kurzstrecke bzw. am Anfang einer Fahrt, da der Abgasstrang dann noch zu kalt ist und dann auch im Kat nicht genügend Restenergie vorhanden ist.

Feinstaub aka Ruß wird durch Kats nur bedingt reduziert (durch optimierte Verbrennung entsteht weniger Ruß) aber Diesel haben nicht ohne Grund zusätzlich einen Partikelfilter.

Ein Kat im Schornstein funktioniert nicht. Es ist zu wenige Energie vorhanden, so das auch mit Kat keine weitere Reaktion herbeigeführt werden kann. Für Kamine wird es das so (vermutlich) nie geben.
 
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ErnstHaft99 schrieb:
100% nicht, aber ein Großteil sollte schon abgedeckt sein.
Im Prinzip ist das Kaminfeuer ja bereits zu 100% durch moderne Heizungen ersetzt. Alles, was wir dem Ganzen darüberhinaus als ideellen Wert zuschreiben, ist "hausgemacht" und hat mit dem grundlegenden Sinn des Feuers als Wärmequelle nichts mehr zu tun.

ErnstHaft99 schrieb:
Fortschrittlichere Produkte setzen sich immer durch, wenn sie bezahlbar sind.
Wobei es in Bezug auf Heizen mit Holz nicht (in dem Maße) bezahlbar wäre, wenn schon lange alles eingepreist würde.
 
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Ein Kamin wäre mir viel zu aufwendig. Lieber einfach die Heizung aufdrehen. 😁

Meiner Meinung nach sollte es mindestens genau da nicht erlaubt sein, wo Andere durch den Geruch und die Schadstoffe belästigt werden.

Die eigene Freiheit hört genau da auf, wo man Andere derselben beraubt.
 
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Erkekjetter schrieb:
Ein Kat im Schornstein funktioniert nicht.
Wird es auch nicht. Dafür begibt es Anlagen, die das CO2 etc abscheiden. Das ist im privaten Haushalt alles, nur nicht praktikabel geschweige denn finanzierbar. Das zieht eine gewaltige Kette nach sich.
 
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In dem Fall ging es ja weniger um das CO2 sondern den entstehenden Feinstaub. Das CO2 seh ich in dem Fall nicht mal so kritisch (in Bezug auf einen Kamin für die Atmosphäre). Das in dem umfang freigesetzte CO2 kann tatsächlich in nachwachsenden Bäumen erneut gebunden werden. Was nicht funktioniert, wenn Hoilz in größerem Umfang (Anzahl Haushalt) tatsächlich zum heizen genutzt wird.
 
Die Nachhaltigkeit der Kamine darf ich jetzt hier wieder auf dem Dorf genießen.

Spät abends lüften, Fehlanzeige. Früh morgens lüften, Fehlanzeige. Am besten, ich stehe mitten in der Nacht auf, um zu lüften.

Eigentlich übertreibe ich etwas, quasi ein Luxus Problem, da es hier noch geht. Der Geruch ist nicht zu aufdringlich. Aber auf Dauer ist es schon lästig.

EDIT 08.10.:

Nachdem es wieder ein paar Mal latent zu vernehmen war, ist es heute morgen echt eskaliert. 6:30 Uhr Fenster auf, direkt beißender Gestank. Zwei Minuten gelüftet, ganze Bude stinkt nach nassem, verbrannten Holz.

Also habe ich die Fenster wieder geschlossen und mal die Straße beobachtet. Bis jetzt war mir der Verursacher unbekannt. Da es noch dunkel war, waren die Straßenlampen noch an. Unter einer Lampe habe ich dann ganze Rauchschwaden gesehen. Nach ein paar Minuten wurde es hell und ca. 100m Luftlinie habe ich dann den Kamin gesehen.

Bei aller Liebe zum Landleben, aber das geht gar nicht. Schöne weiße Rauchschwaden vom Dach runter auf die Straße. Da der Wind gedreht hatte, haben die anderen Nachbarn wenigstens auch noch was abbekommen.

Was zum Geier verbrennt der? Plastik? Altreifen? Schwiegermütter?

Ich komme sehr gut mit meinem Vermieter klar, er weiß auch, dass ich gut lüfte. Wohnt nebenan und hat mich schon mehrfach dafür gelobt. Leider ist er längere Zeit auf Reisen, ansonsten wäre das Thema wahrscheinlich noch diese Woche durch.

Jetzt muss ich mal sehen, was ich mache. Bis der Vermieter zurück ist, kann es Weihnachten werden. Auch wenn ich keine Lust habe, den "Spießer-Alman" zu machen, ein Dauerzustand wird das nicht!
 
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Nicht nur ein Problem auf dem Land. Hier in unserem Hamburger "Wohlstandsviertel" zieht auch wieder vermehrt der zarte Duft verbrannten Kaminholzes oder Gartenabfällen durch die Straßen. 🙄
 
Reglohln schrieb:
und für kleinere Sachen Silikon-"Verhüterlies" :D
Im Penny gabs neulich spülmaschinenfeste gelb/rote Mehrweg-Deckel aus Silikon(?) passend für 500g Joghurt/Kefir Becher.
Die hingen im Kühlregal direkt bei den großen Joghurtbechern. Für uns super, wir haben seither kein einziges Mal mehr kleine VPEs gekauft und müssen auch nicht mehr die von dir erwähnten Verhüterlis nehmen, die sich echt bescheiden reinigen lassen.

https://www.rewe-group.com/de/press...eundlichen-mehrwegdeckel-fuer-joghurt-becher/
Eine kurze Google Suche sagt mir, das gibts z.B. auch bei Netto und anderen Quellen.
 
h00bi schrieb:
Für uns super, wir haben seither kein einziges Mal mehr kleine VPEs gekauft und müssen auch nicht mehr die von dir erwähnten Verhüterlis nehmen, die sich echt bescheiden reinigen lassen.
Ja, für Becher sind die natürlich toll und die nutzen wir auch. Aber hier und da sind die Verhüterlie sehr praktisch, wenn es mal kein Standardbecher ist.

Der Reinigungsaspekt ist aber ein Punkt, da hast du Recht.
 
Buttkiss schrieb:
Stücke alter Duschvorhänge dienen mit Gummizug als Abdeckung von Schüsseln im Kühlschrank. Frischhaltefolie oder Alufolie besitzen wir nicht.

Ich lege einfach passende Teller drauf, die machen keine Arbeit, und nehmen wenig Spülmaschinenplatz ein.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Ich lege einfach passende Teller drauf, die machen keine Arbeit, und nehmen wenig Spülmaschinenplatz ein.

Mache ich auch so. Ich bin in vielen Dingen recht Faul/Pragmatisch und witzigerweise ist es oft auch der bequemere und günstigere Weg.
  • Looser Tee
    • Günstiger
    • Meist bessere Qualität
    • Weniger Müll
    • Brühen großer Mengen in French-Press/Sieb-Teekanne
    • Teeblätter sind klasse Kompost/Dünger
  • Leitungswasser
    • Günstiger
    • Kein lästiges Schleppen von Kästen und Pfand
  • Lebensmittel-Großeinkäufe
    • Weniger Fahrerei bzw. Zeit im Supermarkt
    • Weniger Spontaneinkäufe
  • Kein Trockner
    • Günstiger
    • Wäscheleine macht insgesamt weniger Arbeit
    • Wenn einem die Härte stört, dann hilft auch ein Schuss Essig in der Waschmaschine
  • Online-Bestellungen in einem Warenkorb bündeln
    • Im besten Fall nur einmal an die Tür müssen
    • Nachhaltiger da wenigere Einzellieferungen per Auto
    • Oft besser als jedes mal selbst zum nächsten Laden zu fahren
  • Fokus auf gefrorene Lebensmittel
    • Mitunter den besten Nährwerterhalt
    • Herkunft ist meist regional
    • Es wird tendenziell weniger weggeworfen
    • Leicht verderbliche (aber gesunde) Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fisch etc. immer verfügbar
    • Recht wenig Verpackungsmüll bei großen Tüten
...

Hauptsächlich mache ich die Dinge, weil mir sämtliche Alternativen zu viel Zeit kosten. Der Aspekt der Nachhaltigkeit ist da tatsächlich zweitrangig.
 
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BridaX schrieb:
Würde mir vieles, aber definitiv keine Zeit sparen. Das hängt auch damit zusammen, dass es hier keinen (brauchbaren) Trockenraum im Mehrfamilienhaus gibt. Selbst wenn das so wäre, würde es mehr Zeitaufwand bedeuten.

Ich arbeite von zu Hause. Morgens, vor Arbeitsbeginn, kommt die Wäsche in die Waschmaschine. In der Mittagspause aus der Waschmaschine in den Trockner, und wenn ich Feierabend habe, lege ich sie zusammen und packe sie in den Schrank, abgesehen von den Teilen, die noch gebügelt werden. Fertig. Für meine Gegebenheiten ist das nachhaltige Zeitersparnis.
 
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Capet schrieb:
Würde mir vieles, aber definitiv keine Zeit sparen.
Stimmt, das Argument zieht vermutlich nicht. Ich würde aber sagen, dass der rein aktive Aufwand nahezu gleich ist - sofern eine entsprechende Räumlichkeit gegeben ist (in beiden Fällen).

Wäsche in Waschmaschine -> rausnehmen -> aufhängen -> abhängen
Wäsche in Waschmaschine -> rausnehmen -> Wäsche in Trockner -> rausnehmen

In beiden fällen muss man zweimal "aktiv" werden. Nur dauert der passive Part (trocknen) beim aufhängen länger.

Ich würde sogar behaupten, dass die Wäsche, welche man nach dem Waschen sofort aufhängt, auch weniger verknittert. Bügeln tue ich in der Regel nicht (eventuell mal Hemden für die Arbeit) 👆
 
Vielleicht nicht der richtige Thread dafür, aber möglicherweise das richtige Publikum vertreten:

EU-Konsultation zur Modernisierung der EU-Vorschriften zum Schutz des Tierwohls in der Landwirtschaft.

Bisher mal wieder kaum Berichterstattung und Beteiligung in Deutschland, aber vielleicht möchte der ein oder andere ja mitmachen. In meinen Augen können strengere Richtlinien bei der Tierhaltung einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und ein passenderer Ort ist mir dafür gerade nicht eingefallen.
 
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BridaX schrieb:
Ich würde sogar behaupten, dass die Wäsche, welche man nach dem Waschen sofort aufhängt, auch weniger verknittert.
Keine Chance.
Glatter als restfeucht trocknen und dann direkt warm auf Kleiderbügel bekommst du Wäsche nur durch bügeln.

Und das ist auch der Hauptgrund für meinen Trockner. Wie lange die Wäsche zum trocken braucht ist mir egal.

Ich nutze den Trockner sogar im Sommer für die Wäsche, die ich beim sonnentrocknen bügeln müsste, also primär Businesskleidung.
Der muss da auch nicht lange laufen, 20-25min reicht da schon.
 
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