Erkekjetter schrieb:
Hinzukommt, dass manche Sachen, die heute tatsächlich ggf. "schlechter" sind, nicht automatisch damals alles nachhahtliger machen als heute. Nur weil manches wenige damals besser war wird dadurch der overall Dreck nicht besser.
Na ja, bei der Radio- TV-Technik der 70er / 80er Jahre kann man schon die sehr gute Modularität erkennen.
Ein alter Kassettenrecorder aus der Zeit läßt sich ganz einfach mit Lösen von ein paar Schrauben, meist weniger als 10, in seine Hauptbaugruppen zerlegen.
Ab den 2000er Jahren geht das schon nicht mehr so einfach.
Die Rückentwicklung sieht man an den Laptops noch mehr
Bis ca. 2010 kann man den RAM per klappe mit 1 oder 2 Schrauben aufrüsten und die Festplatte ebenso leicht tauschen.
Heute muß man die komplette Rückwand mit 12 - 18 Schrauben entfernen.
Ein Akkutausch war an einem Lenovo T520 mit zwei Verriegelungsstiften in Sekundenschnelle erledigt, ohne jegliche Werkzeuge.
An einem Thinkpad von 2020 muß ich die komplette Rückwand entfernen und etliche Schrauben lösen.
Was soll das?
Bei Handys ist es noch schlimmer .
Beim Galaxy J7 2016 ging der Akkuwechsel in einer Minute ohne Werkzeug.
Die heutigen Geräte müssen zur Fachwerkstatt und der Wechsel kostet bis zu 100 EUR oder mehr.
Aber anstatt die servicefreundlichen Geräte weiterzubauen und dem Kunden die Wahl der Nachhaltigkeit zu lassen, werden sie lieber eingestellt.
Erkekjetter schrieb:
Denn wenn ich kaputte Geräte statt zu reparieren recycle und das nachhaltig, ist das immer noch besser als etwas zu reparieren, es dadurch etwas länger zu nutzen, es am ende dann aber doch wegzuwerfen und dann gar nicht zu recyclen.
Den Satz kannst Du mir mal erklären, wenn ich 3 oder 4 Bier getrunken habe.
Aber verständlicher wird er wohl nicht werden.
Nachaltigkeit muß konstruiert werden, genau so, wie Wegwerfgeräte konstruiert werden.