Nachweisbarer Betrug, wie damit umgehen?

Ein bisschen anders ist das ja schon gelaufen bei der Stella Liebeck.. das amerikanische Recht wird in dieser Richtung immer etwas zu viel gebasht^^
 
Droitteur schrieb:
Ein bisschen anders ist das ja schon gelaufen bei der Stella Liebeck.. das amerikanische Recht wird in dieser Richtung immer etwas zu viel gebasht^^
Stimmt, sie wollte nur 22.000,- $, weil zu blöd war, ihren Becher Kaffee festzuhalten .... Ohne Worte....
 
Rotkaeppchen schrieb:
Stimmt, sie wollte nur 22.000,- $, weil zu blöd war, ihren Becher Kaffee festzuhalten .... Ohne Worte....

McDonald's wusste, dass die Kaffeemaschine defekt war und das Wasser zu lange und zu heiß gekocht wurde.

Die Frau hat erheblichste Verletzungen im Intimbereich davongetragen.

McDonald's hat sich lange Zeit geweigert, Medizinkosten etc. zu übernehmen bzw. den (bekannten!) Fehler einzugestehen.

McDonald's hat sich zuerst geweigert, den Fehler zu beheben.

Dazu kommen punitive damages. Ein System, welches gerade letztes Verhalten dergestalt bestraft, dass Unternehmen es versuchen zu vermeiden. Ein System, welches in Europa langsam ebenfalls Einzug hält (Kartellrecht, Datenschutzrecht).


Du hast wahrscheinlich nicht so viel Ahnung von anglo-amerikanischem Recht und wohl auch wenig Interesse daran, diese Wissenslücken fruchtbar zu füllen. Das hält dich offensichtlich nicht davon ab, trotzdem eine äußerst gefestigte Ansicht zu vertreten.
 
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Idon schrieb:
... und das Wasser zu lange und zu heiß gekocht wurde.
...
Kochendes Wasser hat es an sich, zu kochen und guter Kaffee ist heiß. Wer in Deutschland so blöd ist, und sich den kochenden Kaffee auf den Schritt gießt, der weiß wer schuld ist,. Schon mal eine Ladung kochende Erbsensuppe im Schritt gehabt? Verklagt man dann den Gulaschkanonenbesitzer, oder lernt man?

Aber gut, so sind die USA.... Eigenverantwortung gibt es nicht mehr und hier wird das auch kommen, dass Menschen immer öfter ihre Fehler zu Geld machen wollen. Bezahlen müssen das alle, weil die Preise steigen und dadurch, dass wir seitenweise blödsinnige Gefahrenhinweise lesen müssen, in denen die wenigen wichtigen Punkte völlig untergehen. Ach, ich darf mein Waschmittel nicht trinken, ach...
 
Sie war kein Einzelfall. Es kam sogar sehr häufig vor, dass sich Gäste von McDonalds mit dem Kaffee so stark verbrühten, dass sie ewig im Krankenhaus zubringen mussten. Kaffeeverschütten passiert eigentlich ständig und überall - aber nur bei den speziellen kam es dann auch zu den ganz tollen Verbrühungen.

McDonalds hat das trotzdem gemacht, weil sie so mehr Absatz hatten. Viele kaufen dort den Kaffee und fahren noch meilenweit zur Arbeit. Damit er da noch heiß ist, ist er beim Verkauf noch umso heißer. McDonalds hat sich genau ausgerechnet, wie viel mehr Absatz sie machen und wie viel potenzieller Schadensersatz auf sie zukommt, und hat sich _bewusst_ dafür entschieden, lieber eine gewisse Anzahl Leute zu verbrühen - soweit sie nämlich um die menschliche Fehlerhaftigkeit schlicht wussten - und dann mit bisschen Geld abzuspeisen, als auf Absatz zu verzichten oder schlicht andere Maßnahmen zu ergreifen.

Auf diese Rechnung von McDonalds hat das Gericht eben Einfluss nehmen wollen. Es gibt noch ein paar weitere Aspekte (zB haben die dort gleichzeitig sanktionierende Mechanismen im Zivilrecht; verletzte Menschen dort haben aufgrund des "anderen" Gesundheitssystems schlicht hohe Krankenhauskosten zu stemmen, was gleichfalls auf die Judikatur/Höhe der, wenn überhaupt schon zugesprochenen, Schadensersatzzahlen Einfluss nimmt).

Völlig okay meinetwegen, wenn jemand weiterhin für sich findet, dass McDonalds einfach keine Schuld trifft. Trotzdem muss dieser Kontext mE zumindest dafür sorgen, die Geschichte doch als eine um Welten andere zu sehen, als wie sie oft geschildert wird. Sowohl was die Beurteilung der Schuldfrage an sich betrifft als auch die Höhe der in den Raum gestellten Zahlen.

Da hat sich nicht einfach mal jemand ein einziges Mal irgendeinen Kaffee übergeschüttet, ein bisschen Aua gehabt und dann McDonalds auf Millionene verklagt, weil kein Warntext auf dem Becher stand^^
 
Kochendes Wasser ist wohl nicht immer kochend heiß, denn in dem Prozess wurde nachgewiesen, dass der Kaffee von McDonald's heißer als der Kaffee von Mitbewerbern ausgeschenkt wurde.

Die Dame war wohl nicht einfach "zu blöd", sondern erschrocken darüber, dass der Kaffee unerwartet heiß war. Deshalb hat sie auch vor dem Berufungsgericht, welches keine Jury umfasst, gewonnen.

Die Fehler seitens McDonald's sind nachgewiesen und bekannt. Hier steif und fest zu behaupten, die Dame hätte (die alleinige) Schuld gehabt, geht völlig am Sachverhalt vorbei.

Das steht letztlich alles in dem von dir verlinkten Wikipedia-Artikel. Du schreibst hier also wohl wider besseren Wissens einfach nur irgendwelchen Unsinn nieder.
 
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Idon schrieb:
...Die Fehler seitens McDonald's sind nachgewiesen und bekannt. Hier steif und fest zu behaupten, die Dame hätte (die alleinige) Schuld gehabt, geht völlig am Sachverhalt vorbei.....
So läuft die Logik der Anwälte und wegen solcher Urteile müssen nun alle Käufer lauwarme Plörre trinken. Ich nenne das Entmündigung Du nennst es faires und wichtiges Urteil. Da werden wir vermutlich immer unterschiedlicher Meinung bleiben. Das ein Kaffee heiß ist, ist für mich kein Mangel, sondern gewollt.
 
Rotkaeppchen schrieb:
So läuft die Logik der Anwälte und wegen solcher Urteile müssen nun alle Käufer lauwarme Plörre trinken. Ich nenne das Entmündigung Du nennst es faires und wichtiges Urteil. Da werden wir vermutlich immer unterschiedlicher Meinung bleiben. Das ein Kaffee heiß ist, ist für mich kein Mangel, sondern gewollt.

Der Kaffee ist nach wie vor heiß. So heiß, wie er bei dem Mitbewerb auch ist. Ohne, dass man sich sofort schwer verbrüht.

Mit einer Logik der Anwälte hat das nichts zu tun, sondern mit einer Logik der Gerichte. Die Anwälte McDonald's hatten sicherlich eine andere Rechtsauffassung vertreten.

Mit einer Entmündigung hat das nichts zu tun. Du kannst dir daheim deinen Kaffee so heiß brühen, wie es die technischen Gegebenheiten erlauben.
 
Dahinter steckt im Prinzip noch mehr. Es gibt in den Rechtswissenschaften "neuere" Herangehensweisen, die unter die "Ökonomische Analyse des Rechts" zusammengefasst werden.

Um es ganz kurz zu machen: Menschen sind nun einmal, wie sie sind, und das verursacht mitunter Kosten. Aus demselben Grund müssen auch Minderjährige in vielen Fällen für ihre Sachbeschädigungen nicht haften und mitunter bleibt man auf seinem Schaden am Fahrzeug sitzen, als wärs halt die Natur oder sonstwas gewesen (und im Grunde ist das nunmal wirklich "Natur", wenn ein kleines Kind Shyce baut).

Die Frage die man dann stellt, ist, wem wäre es am leichtesten gefallen, die Kosten zu vermeiden? Wer ist der Cheapest Cost Avoider? McDonalds hätte sicherlich durch einfache Maßnahmen sehr viele Kosten, die der Menschheit, "doof" wie sie nun einmal ist, _definitiv_ geradezu entstehen _mussten_, ersparen können. Es steht außer Frage, dass es zu solchen Verletzungen kommt - und selbst, wenn die Liebeck selbst schuld ist, weil des Schicksals Hammer aus all den doofen Menschen diesmal sie gewählt hat (irgendwen trifft es immer), McDonalds wäre trotzdem der Cheapest Cost Avoider gewesen.

Was macht nun das Gericht? Es nimmt (wenn man es lässt - und nicht sich anderweitig einigt :D ) mit seinen Urteilen darauf Einfluss, dass sich der Cheapest Cost Avoider auch ja nichts anderes zurechtrechnen kann. Etwas ähnliches gibt es auch im deutschen Recht: (Äußerst plump und grob) Die Gewährleistung im Kaufrecht beträgt mitnichten immer nur zwei Jahre und bestünde ausschließlich gegenüber dem Verkäufer. Wenn ein Hersteller durch ein absolutes Minieinzelteil, an dem er nur wenige Cent sparen will, an einem insgesamt größeren Gegenstand dafür sorgt, dass dieser größere wertvolle Gegenstand unnötig schnell kaputt geht, dann haftet der auch länger dafür.

Natürlich kann es auch wieder eine Geschmacks- oder auf sonstige Weise brisante Frage sein, wer jeweils der Cheapest Cost Avoider ist. Genau diese zuweilen durchaus streitige Frage zu umgehen, ist übrigens ein guter Grund für Versicherungen (und auch und gerade Rückversicherungen).
 
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Droitteur schrieb:
...Was macht nun das Gericht? Es nimmt (wenn man es lässt - und nicht sich anderweitig einigt :D ) mit seinen Urteilen darauf Einfluss, dass sich der Cheapest Cost Avoider auch ja nichts anderes zurechtrechnen kann. ....
Und genau das meinte ich mit Entmündigung, weil Dritte über mich entscheiden, was für mich gut ist. Das es inzwischen so tief in die Juristerei eingedrungen ist, war mir nicht klar. Danke für die Erklärung, es klingt schlüssig und einleuchtend. Aber meine Fassungslosigkeit steigt, und ich verstehe immer mehr, warum ich dauernd Produkte bekomme, die nur noch nerven, z.B. Feuerzeuge, an denen man sich die Finger bricht, aber gut, ein Kind könnte ja vielleicht....

Warum gibt es keine Geschäfte in denen es gute alte Produkte gibt, in denen aber nur Menschen einkaufen dürfen, die nicht mit Kindern in Berührungen kommen? Das betrifft heute so ziemlich jede Verpackung und jeden Schraubdeckel.

Würde es denn nicht auch reichen, zu jedem gutem Kaffee das übliche 10 Seiten Warnhinweispapier mit heraus zu geben, in dem steht, dass der Kaffee heiß ist und man sich oder Produkte .... (Lange Liste mit allen Körperteilen, Zimmerpfanzen, Rechner, Smartphones,...) mit dem Kaffee beschädigen kann? Z.B. wusste ich gar nicht, dass ich den Pappbecher nicht mitessen durfte. Das stand nicht dran und keiner hat mir das gesagt. Wer übernimmt denn jetzt meine Behandlungskosten? So etwas ist doch idiotisch.

Aber gut, die Menschen wollen entmündigt werden und ertragen auch Autos mit rundherum Airbags, die in vielen Fällen zur Taubheit führen. Auswahl geht in höheren Preisklassen nicht mehr, weil man ja heute gegen jede mögliche Gefahr geschützt sein muss. Die Vollkaskomentalität nimmt zu, die Fähigkeit, selber zu entscheiden und die Konsequenzen der eigenen Taten zu tragen nehmen ab.
 
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Ja. Früher war alles besser. Da sind die Leute auch bei einfachen Autounfällen noch elendig verreckt - bis irgendwelche Spinner die ganzen Sicherheitsfeatures gefordert haben.

Früher gab es auch noch ständig ordentliche Arbeitsunfälle mit Toten und Schwerverletzten. Auch das gibt es heute leider kaum noch.

Klar, es ist langweilig wenn man sich im Haushalt und auf der Straße nicht mehr so zünftig verletzen kann wie früher.


Warum Dritte über dich entscheiden? Weil du nicht mal die Wikipedia-Artikel verstehst (verstehen willst/korrekt wiedergeben willst), die du selbst verlinkst. Ein wenig Unterstützung von außen erscheint mir also angemessen...:D
 
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Idon schrieb:
Ja. Früher war alles besser.
Richtig, vor allem die Zukunft!

Idon schrieb:
Ja. Früher war alles besser. Da sind die Leute auch bei einfachen Autounfällen noch elendig verreckt - bis irgendwelche Spinner die ganzen Sicherheitsfeatures gefordert haben.
Genau, früher, zu meiner Jugend mit 20.000 Verkehrstoten hat der moderne Darwinismus noch funktioniert und die Nulpen haben sich selber umgebracht, leider wurden viele andere mit in den Tot gerissen, das war eine harte Zeit, ja, stimmt. Heute überleben die Menschen auch schwerste Unfälle und fahren so lange stümperhaft, bis Fahrradfahrer oder Kinder sterben, gerade weil die Fahrzeuge immer unübersichtlicher werden.

Man nennt das Problemverlagerung. Aber ja, bald gibt es für alle nur noch autonomfahrende Fahrzeuge und genau das meine ich mit Entmündigung. Und ja, ich habe es auch in den Siebzigern geschafft, unfallfrei zu fahren. Das ging immer, aber wir Alten konnten auch ohne Helm Fahrradfahren, kletterten auf Bäumer, etc. :)

Idon schrieb:
Früher gab es auch noch ständig ordentliche Arbeitsunfälle mit Toten und Schwerverletzten. Auch das gibt es heute leider kaum noch.
Der Sicherheitsgewinn von Sicherheitszellen und Gurten ist unwidersprochen sehr gut. Die Vorteile von ABS, ESP, Rundumairbags etc. sind dagegen zweifelhaft. Die Verletzungsgefahr insbesondere durch Airbags steigt, schau Dir an, wie viele Fahrer abgerissene Finger haben, weil die Hand auf dem Airbag lag, das Risiko der Fahrer nimmt durch ABS zu und EPS nimmt einem jedes Gefühl für die Grenze. Es sind genau die Beispiele, an denen über das Ziel hinausgeschossen wird.

Ich war lange in der Forschung eines OEMs und kenne die Diskussionen zur Genüge. Und ja, es gibt eine freiwillige Selbstverpflichtung der Autohersteller, die Unfalltoten unter 2000 Tote pro Jahr zu bringen, mit allen Mitteln und Kosten, darum wiegen heutige Fahrzeuge auch 1,5t und nicht mehr 650kg, wie zu meiner Jugend, mit all den Folgeproblemen. Vergessen werden dabei die Unfallopfer, die zwei Wochen nach dem Unfall sterben, die gelten als Krankenhaustote. Die heute Luftrettung ist ebenso ein großer Batzen in der Statistik, ebenso wie 30er Zonen und topfebene Straßen und keine welligen Kopfsteinpflaster mehr.

Idon schrieb:
Klar, es ist langweilig wenn man sich im Haushalt und auf der Straße nicht mehr so zünftig verletzen kann wie früher.
Als nächstes kommt die Beschränkung der Haushaltsleiter auf drei Stufen :)
https://www.heise.de/tp/features/Die-Heimtuecke-der-Haushaltsleiter-3401904.html

Idon schrieb:
Warum Dritte über dich entscheiden? Weil du nicht mal die Wikipedia-Artikel verstehst (verstehen willst/korrekt wiedergeben willst), die du selbst verlinkst. Ein wenig Unterstützung von außen erscheint mir also angemessen...:D
:):)

Ja, bitte, helfen Sie mir.

Was steht im Artikel "...als sie den gesamten Kaffee beim Entfernen des Plastikdeckels vom Schaumpolystyrol-Becher verschüttete ..." Wie nenne ich das? Selber Schuld... auch wenn es mein Mitgefühl bewegt, weil es ganz sicher schmerzhaft war. Aber warum hat sie den Deckel nicht vor dem Auto im Stehen geöffnet, warum hat sie den Kaffee nicht zuerst getestet und dann so lange im Cup-Holder stehen gelassen, bis er die richtige Temperatur hatte. Wir Alten konnten das noch, aber gut, die Junge Generation hat heute andere Fähigkeiten. Hast Duu svhon mal Erbsensuppe im Auto gegessen? Na dann viel Spaß, wenn die Kochende Suppe im Schritt klebt. Vermutlich werden uns Juristen bald das Kochen oberhalb von 60°C verbieten

Ich sagte ja, wir finden da keinen Konsenz. Ich respektiere Deine Sicht, meine wird es nicht werden. Es ist wie am Wochenende, als ich erzählte, dass wir gegen den maschinenlesbaren Perso demontrierten und gegen den Microzensus und heute alle alles bereitwillig preisgeben. Und was sagten die zwanzigjährigen Kinder? Die Vorteile überwiegen. Na dann, frohe Totalüberwachung wie in China, alles im Dienste der erhöhten Sicherheit
 
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Stevo86 schrieb:
- das es genau mit deiner Kamera aufgenommen worden ist?
- das es wirklich "der Händler" war?

Du gehst also wirklich davon aus, der Händler steckt mir die Speicherkarte einer anderen Kamera in die von mir bestellte Kamera, obwohl diese NICHT zum Lieferumfang gehört? Wie soll bitte die Speicherkarte einer anderen Kamera in die von mir bestellte gekommen sein? Und nein, ich glaube nicht es war der Händler, sondern das von ihm beauftragte Unternehmen. Er hat ja zugegeben, dass alle Geräte die er hat und eben auch die von mir erworbene Kamera von einem anderen Unternehmen für ihn geprüft werden.

Stevo86 schrieb:
Vielleicht stammt die Speicherkarte auch aus einer anderen Kamera, oder das Video ist vom ursprünglichen Besitzer und in der Werkstatt des Herstellers gemacht worden?

Wie gesagt, das ist ausgeschlossen. Die Karte wäre nie in meinem Kamera gekommen, da sie nicht zum Lieferumfang gehört. Niemand hätte kostenlos eine 32GB MicroSD-Karte in eine defekte Kamera gesteckt. Und wie schon gesagt hat der Händler zugegeben, dass die Kamera bei einem anderen Unternehmen geprüft wurde.

Rotkaeppchen schrieb:
Dann mach das doch, wo ist das Problem? Wir leben nicht in den USA, in denen Du jetzt eine Klage über 17 Millionen anstreben würdest, weil Du so extrem leidest und nie wieder ein normales geregeltes Leben führen können wirst, weil Du so enttäuscht bist. Es reicht ein zu heißer Kassee, um hunderttausende zu bekommen. Hier ist das zum Glück anders.

Dein Vergleich ist wirklich absolut unrealistisch. Es geht hier darum, dass jemand zugegeben hat zu betrügen, Ware zu prüfen und anschließend als ungeprüft zu Verkaufen. Wie schon gesagt hat ein Anwalt festgestellt, dass hier mit hoher Wahrscheinlichkeit Betrug mit dem Ziel der finanziellen Bereicherung vorliegt.

Rotkaeppchen schrieb:
Weil mündige Bürger wissen, dass "ungeprüft" gleichbedeutend mit "defekt" ist. Dazu weiß ebenso jeder, dass ebay keiner vertrauenswürdige Quelle ist. Und stell Dir vor, Du hättest das Produkt auf dem Flohmarkt gekauft. Was wäre dann? Würdest Du dann auch eine Klage gegen den Flohmarkthändler anstreben

Ungeprüft bedeutet eben nicht defekt. Ich habe auch schon Dinge gekauft die nur falsch eingestellt waren, wo ein kleines Bauteil fehlte oder ähnliches. Ich habe sogar schon ein Motorrad gekauft wo jemand meinte der Tacho sei Defekt und die Person kannte einfach nicht die Kombination um diesen einzustellen.

Der Flohmarkthändler wird nicht behaupten der Artikel sei ungeprüft und im Nachgang zugeben, dass er alle Artikel prüfen lässt und sie sofern sie defekt sind als ungeprüft verkauft, das ist nämlich Betrug.

Rotkaeppchen schrieb:
Dann ist doch alles gut und Dir ist kein Schaden entstanden

Mir sind 12€ Schaden in Form von Versandkosten entstanden inklusive der von mir aufgebrachten Zeit. Dafür das jemand bewusst versucht defekte Artikel als eventuell funktionstüchtig zu verkaufen, ist das zu viel.
 
...und für die Zeit und das Geld, dass du aufwenden musst, wenn du den Typen verklagst kannst du dir gleich mehrere Kameras kaufen.
Schick dir Kamera zurück und melde den Verkäufer auf eBay wegen Betrug - fertig
 
Mit anderen Worten, du stellst Vermutungen an, beweisen kannst du es nicht stichhaltig. Zudem kaufst du Artikel ein um ein Schnäppchen zu machen mit der Gefahr hin, dass diese defekt sind und unterstellst dann mit Vermutungen einen Betrug und siehst 12€ als Schaden aus einem Betrug an, nachdem der Artikel defekt ist. Gezockt und diesmal verloren. Bei dem Motorrad wirst du den Verkäufer wohl auch nicht ehrlicherweise darüber aufgeklärt haben, dass der Tacho gar nicht defekt gewesen ist sondern dich über deinen Schnapper gefreut.

Ich will nicht sagen, dass dein Verdacht nicht stimmt oder deine Story, nur kann das hier keiner prüfen, denn wir kennen nur deine Sicht. Und die Sicht eines Unbeteiligten sieht es ggf. eben anders. Du hast ja offensichtlich nicht mal versucht, den Händler mit seinem vermeintlichen Betrug dazu zu bringen, die 12€ Versand dir zu erstatten. ist in dem Kontext halt irgend dann auch nicht zu verstehen, da du gleichzeitig über anzeige etc. nachdenkst.
 
Kleiner Tipp an die *ich diskutieren auch gerne OT* Fraktion - sogenannte Hijacker.
Es geht um eine Kamera und nicht um heißen Kaffee.
Die nächsten OT Beiträge gehen baden.
 
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Mustis schrieb:
Mit anderen Worten, du stellst Vermutungen an, beweisen kannst du es nicht stichhaltig. Zudem kaufst du Artikel ein um ein Schnäppchen zu machen mit der Gefahr hin, dass diese defekt sind und unterstellst dann mit Vermutungen einen Betrug und siehst 12€ als Schaden aus einem Betrug an, nachdem der Artikel defekt ist. Gezockt und diesmal verloren. Bei dem Motorrad wirst du den Verkäufer wohl auch nicht ehrlicherweise darüber aufgeklärt haben, dass der Tacho gar nicht defekt gewesen ist sondern dich über deinen Schnapper gefreut.

Ich will nicht sagen, dass dein Verdacht nicht stimmt oder deine Story, nur kann das hier keiner prüfen, denn wir kennen nur deine Sicht. Und die Sicht eines Unbeteiligten sieht es ggf. eben anders. Du hast ja offensichtlich nicht mal versucht, den Händler mit seinem vermeintlichen Betrug dazu zu bringen, die 12€ Versand dir zu erstatten. ist in dem Kontext halt irgend dann auch nicht zu verstehen, da du gleichzeitig über anzeige etc. nachdenkst.

Ich bitte dich und die anderen hier, muss man wirklich darüber diskutieren?
Fakt ist: Ich habe eine Kamera gekauft mit dem Vertragsbestandteil "UNGEPRÜFT"! es ist jedoch ein Video dabei auf dem zu sehen ist, wie die Kamera geprüft wird und der Händler hat auch schon eingeräumt, dass die Kamera geprüft wurde und er bewusst und mit voller Absicht geprüfte Artikel als ungeprüft verkauft.

Ich weiß nicht was dir da noch an Beweis fehlt? Ich Konfrontiere den Händler und sage wurde die Kamera geprüft und sie wussten von dem Defekt und er antwortet mit "Ja, alle Artikel die ich hier habe lasse ich vorher prüfen und ich wusste das die Kamera defekt ist". Also wo ist da etwas unklar?

Es geht mir auch nicht um die 12€, sondern darum, dass der Händler bewusst falschangaben macht mit dem Ziel der Gewinnmaximierung. Er tut so als wüsste er nicht über den Zustand bescheid und als bestünde die Möglichkeit die Artikel wären heile, obwohl er zu 100% genau weiß, dass die Artikel alle defekt sind. Darum geht es mir. Nicht um meine 12€, sondern darum, dass jemand gewerblich falsche Angaben macht um mehr Geld zu bekommen.
 
phil. schrieb:
Kleiner Tipp an die *ich diskutieren auch gerne OT* Fraktion...
Ich halte es nicht für bezugslos, weil es in juristischen Fragen oft darum geht, ähnliche Fälle zu suchen. Und mir ging es um ähnliches.

Was ist denn passiert? Eine Kamera scheint nicht zu funktionieren, ein Verkäufer schaut sie an, schafft es nicht zu zum Laufen zu bringen und schreibt darum "ungeprüft", denn er ist kein Fachmann für die Kamera und ganz sicher wird es Profis geben, die die Kamera zum Laufen bringen. Er ist kein Profi und schreibt darum "ungeprüft".

Jeder mündige Bürger ahnt, gerade bei Powersellern, was sich hinter "ungeprüft" versteckt, ein mit hoher Wahrscheinlichkeit defekter Artikel oder vielleicht doch ein Schnäppchen. So etwas kauft man vor Ort und testet es, oder man lässt es sind. Meine Meinung.

Der Fragende in diesem Thema kann sein Geld wieder bekommen und bleibt nur auf den Versandkosten hängen. Das sehe ich als Lotterielospreis, für ein mögliches Schnäppchen. Dumm gelaufen. Für die Aktion mit Videoaufnahme schreibt man bei ebay eine schlechte Bewertung und schildert den Fall. Das ist für ebay-Verkäufer ein nicht unerhebliche Strafe.

Aber, mir scheint es, der Themenstarter möchte Geld aus dem Fall schinden. Das ist zumindest meine Vermutung. Vielleicht ist die Motivation auch, nachhaltig dafür zu sorgen, dass dieser ebay Versender gewissenhafter wird. Mag sein, dass wäre schön und ich würde mich beim Themenstarter für mein bösen Gedanken entschuldigen. Mich erinnert die Vorgehensweise an kritisiertes Verhalten in der Kaffeeanalogie, das ist kein fachlicher Hinweis, sondern in themenbezogener moralischer Hinweis. Aber gut, dann unterlasse ich sowas.
 
Welche Ähnlichkeit hat das "Kaffeeurteil" in den USA mit diesem Fall. Es ist ein juristische Thema ja.
Ungefähr genauso viel, wie eine Solarzelle mit einer CPU Ähnlichkeiten hat. - beide enthalten Silizium.
Unterlasse bitte solche provokante (armselige) Entschuldigungsversuche und bleibe einfach beim eigentlichen Thema.
 
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