NAS Eigenbau Stromverbrauch, etc

-hybrid-

Lieutenant
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Hallo ich stelle mir die frage ob es nicht sinnvoller ist ein eigenes NAS zu bauen.

Diese Punkte beschäftigen mich noch vor der Entscheidung:
1. Wie hoch ist der Stromverbrauch. Ne DS218+ z. B. hat ja kaum Verbrauch.
2. Welches Betriebssystem nimmt man am besten.
3. Welche Apps kann man für Android etc. benutzen für Videos/Fotos/Dateiverwaltung.
 
Wenn du solche Fragen stellst, kann man eigentlich nur zu was fertigem raten. Betriebssysteme sind idr Linux basiert im NAS Bereich, damit sollte man sich auskennen und ein wenig Arbeit ist ebenfalls nötig. Vorhandene Apps sind dann entsprechend darauf basiert welche Lösung letzlich auf dem NAS zum Einsatz kommen.

Oft verwendet wird Next/own Cloud, FreeNas etc. An den Funktionsumfang eines Synology oder QNAP kommen die aber nur mit viel Arbeit dran.

Stromverbrauch ist primär abhängig von der Hardware, kann man aber durchaus auch niedrige Idle Werte erreichen die dann kaum den Fertiglösungen nachstehen. Mit einem eigenen NAS bist du halt flexibler was die Leistung und Funktionen angeht, falls du da z.B. im Bereich VM was machen willst oder oder oder. Wenns nur ums reine Datenspeichern geht, dann nimm was fertiges.
 
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Stromverbrauch hängt von den verbauten Komponenten sowie der Anzahl der Festplatten ab. In vielen Betriebssystemen kannst du die Festplatte so einstellen, dass diese nach x Minuten ausgeschaltet werden, wenn kein Zugriff drauf erfolgt ist.

Selfmade NAS sind meist Linux basiert. Ich persönlich nutze Openmediavault, welches auf Debian basiert. Es kommt allerdings auch auf den Verwendungszweck des NAS an.
Ein weiterer Vorteil eines Selbstbau NAS gegenüber dem Fertig NAS ist die Skalierbarkeit der Festplatten. Du wirst bei einem Selfmade nur von den Mainboard SATA Stecker begrenzt, welche man aber noch mit PCIe SATA Adapter ergänzen kann.
 
Mein AMD 5350 System mit 6 HDDs (nicht SSD) zieht 70 Watt im Leerlauf
Mit normalen Netzteil da die Pico Dinger (die angeblich bei guter Kombi sehr effizient sein sollen) sicher den Anlaufstrom von 6 HDDs nicht schaffen (4 x Western Digital WD Se 4TB 9.5W (Betrieb), 8.1W (Leerlauf) und noch zwei Seagate... )

3 Lüfter sind noch verbaut und eine QLogic BCM57xx die nicht gar stromsparend ist
Hab da Windows 2019 Server Datacenter drauf laufen wobei das sicher keinen signifikanten einfluss auf den Stromverbrauch hat

Glaub am meisten ziehen die HDDs und Lüfter

Wenn nur Daten schaufeln möchtest wäre sicher ein fertig NAS die besser Wahl
Preis Leistung

Die angaben der NAS Hersteller beziehen sich auch nur auf das NAS selbst aber nicht auf das was noch verbaut wird

Lustig wenn man dann HDDs verbaut die 10 watt pro stück ziehen ...

Die 70 Watt wurden mit einem geeichten Stromzähler ermittelt
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
NAS Systeme kauft man fertig. Es sei denn es gibt einen Grund für Selbstbau. Den hat aber kaum jemand. Derzeit kommen da allenfalls die Nutzung von ZFS oder sehr performante 10GB Umgebungen in Frage. In allen anderen Szenarios sehe ich schlicht keinen Raum für einen Eigenbau.

Nur mal so am Rande. Wir betreiben bei Kunden mehrere Dutzend Synology NAS und hatten noch nie einen Ausfall. Die Dinger laufen zuverlässig bis Anschlag. Aktuell würde ich mindestens zur 218+ raten, da diese die sehr gute Active Backup Software unterstützt. Die kleineren ARM Geräte können das nicht.
 
Vielen Dank für eure Antworten, dann bleib ich bei einen Fertigsystem, wo ich mich umschauen werde.
 
Mojo1987 schrieb:
Oft verwendet wird Next/own Cloud, FreeNas etc. An den Funktionsumfang eines Synology oder QNAP kommen die aber nur mit viel Arbeit dran.

Stimmt, umgedreht ist es aber meiner Ansicht nach auch korrekt. An Nextcloud/Owncloud kommt man kaum mit einem Synology oder QNAP heran. Den Nextcloud unterscheidet sich spätestens mit den zahlreich vorhandenen Apps von Standard-NAS Geräten und der dort angebotenen SW (soweit ich diese kenne). Ferner bindet man sich mit Nextcloud an keinen Dienst eines Herstellers, was für mich jedenfalls, ein Vorteil ist.
 
Korrekt wie ich schrieb, erfordert das Eigeninitiative und auch Knowhow diese Systeme auf das Level einer fertigen Lösung zu bringen.

Und wenn dann solche Sachen wie VPN Server, Virtualisierung etc gebraucht werden, dann kann das ein Eigenbau NAS auch, aber nur wenn du dich hinsetzt und damit befasst. Dann isses nicht nur mit Nextcloud getan. Bei den Fertiglösungen installierst/aktivierst die entsprechende App und die Grundfunktionalität ist gegeben. Dauert bei den meisten Anwendungen keine 5 Minuten. Bei dem eigenen Server können da Stunden ins Land gehen, dafür hast du es aber am Ende genau wie du willst. Solange bis es dann mit (Sicherheits)-Updates und Co losgeht, dann beginnt der Spaß von vorne.

Das muss man eben für sich selbst wissen. Ich für meinen Teil hatte schon beides, Bindung und Co. hin oder her, aber nachdem ich ne Eigenbaulösung hatte, isses nun ein QNAP. Warum? Ganz einfach: Es kostet einfach wesentlich weniger Zeit, kann alles was man braucht und das mehr an Flexibilität braucht ein Großteil der Leute die hier Fragen schlichtweg gar nicht. Jene die das brauchen und sich auch damit auskennen, fragen dazu nicht in einem Forum in dieser allgemeinen Fragestellung wie es der TE tat.
 
Prinzipiell kann man solche Threads ganz einfach beantworten:

Wenn man nachfragen muss ob und wie ein Eigenbau Sinn macht (jaja, "ergibt"), dann kann man eigentlich nur mit "Nein!" antworten.

Ein Eigenbau ist einem fertigen NAS nur dann überlegen, wenn man

  • spezielle Funktionen nutzen möchte, die ein Fertig-NAS nicht bietet
  • besonders viel Leistung benötigt
  • viele Festplatten einbauen will
  • spezielle Hardware einbauen will (zB TV-Tuner, o.ä.)
  • weiß wie man so ein System zu Fuß einrichtet - inkl. aller Zusatzfunktionen und ggfs Firewall, etc



Sicher kann man noch weitere Gründe finden (Ergänzungen willkommen) nennen. Trifft keines dieser Kriterien zu, ist man in 99% der Fälle mit einem Fertig-NAS besser beraten. Einzig der Basteltrieb wäre ein Grund jenseits dessen. Das ist dann aber keine logische, sondern eine Bauchentscheidung, bei der man im Forum auch nicht helfen kann. Schon die Auswahl des Betriebssystems kann und sollte viel Zeit in Anspruch nehmen, da sich die bekannten NAS-Betriebssysteme zum Teil massiv unterscheiden. Am Ende läuft es dann nicht selten darauf hinaus, dass man das Eigenbau-NAS nicht nur 1x, sondern 2 oder gar 3x neu installiert, weil man dann doch mal OMV ausprobieren wollte. Kann man natürlich auch in einer VM testen, aber das Prinzip bleibt: Man muss erstmal eine Wahl treffen und das kostet Zeit und teilweise auch Nerven ;)
 
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