NAS Einsteiger - Was ist möglich, was nicht?

TempeltonPeck

Lt. Commander
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Hallo,

Ich überlege mir einen NAS zu kaufen und habe bezüglich der Einsatzmöglichkeiten ein paar Fragen an die alten Hasen.

Die aktuelle Situation ist folgende: Meine Mediensammlung liegt auf meinem HTPC (2x6TB, etwa zu 2/3 belegt) samt Backup (nochmal 2x6TB). Damals waren Dinge wie Streaming oder eine Cloud nicht relevant für mich und somit habe ich mich für meinen Singlehaushalt gegen ein NAS entschieden und synchronisiere die Platten manuell.

Nun möchte ich eine eigene Cloud für mich und die Verwanten aufsetzen. Dabei soll der NAS für ein möglichst umfangreiches Backup von Android Smartphones genutzt werden. Ich weiß Dateien (Fotos etc.) können einfach Synchronisiert werden und auch die Kontakte können auf dem NAS gesichert werden.

Meine Frage: Wie umfangreich kann ein Android Backup ausfallen? Was kann gesichert werden und was nicht?

Dann habe ich noch eine Frage bezüglich der Möglichkeiten von NAS-Backups. Ich möchte komplett Backups haben (Daten+Einstellungen) und dafür meine vorhandenen 2 Backup HDDs nutzen. Ich weiß es gibt die Möglichkeit per USB ein NAS Backup zu machen aber dafür müsste ich die Platten in ein USB Gehäuse packen. Das könnte ich mir dann auf den NAS stellen. Lieber würde ich die Backup Platten in meinen Desktop packen. Allerdings habe ich bei meinen Recherchen immer nur die Möglichkeit gefunden ein Backup von einem Desktop PC auf den NAS zu kopieren. Ein NAS-Backup auf einene Desktop HDD zu packen habe ich nicht gefunden. Somit bleibt wahrscheinlich nur ein manueller Abgleich. Oder wie handhabt ihr eure komplett Backups?

Allgemeine Anforderungen wären:

- Datengrab für Kodi
- Cloud Server
- Mailserver (optional)
- 4K Streaming (optional)

Der DS218Play oder TS-253be habe ich mir als mögliche Geräte raus gesucht, wobei mir der Qnap etwas zu teuer ist.
 
Bist du bei deinem Internetanschluss überhaupt von aussen erreichbar?

Willst du deine Mediensammlung auch im Internet freigeben?

Und dann überleg noch mal bzgl. irgendwelcher Syncs von Verwandten.
Wirst du gehackt oder hast einen Trojaner sind diese Daten und deine Verwandten auch gefährdet.
Viren, Botnetz usw.
 
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cbtestarossa schrieb:
Bist du bei deinem Internetanschluss überhaupt von aussen erreichbar?

Bin gerade bei schauen nach einem DynDNS Anbieter.

cbtestarossa schrieb:
Willst du deine Mediensammlung auch im Internet freigeben?

Nein das ist nicht geplant. Allerdings sollen gelegendlich kleinere Datenmengen zur Verteilung an die Verwanten freigegben werden.
 
Naja es ist immer gefährlich ein Service nach aussen hin anzubieten.
Bugs gibt es genügend in SOHO Geräten.
Und selbst mit teuren Geräten kannst du nie sicher sein.
Je weniger du nach aussen öffnest umso sicherer bist du.

Und dann würde ich den Server oder das NAS in eine eigenes Netz bringen.
VLAN oder 2ten Router für dein LAN dann mit eigenem Netz.

Man könnte auch einen Server hosten/mieten. Alles sicherer wie zu Hause selbst herumbasteln.
 
Stimmt. Es ist auch noch nichts in Stein gemeiselt. Ich verschaffe mir gerade einen Überblick über die Möglichkeiten. Eine Lokale Cloud wäre auch eine Möglichkeit, da ein Synchronisation sowieso nur WLAN sinnvoll ist. Was mir halt nicht gefällt ist das Google Drive und Co zwar praktisch sind aber immer mehr Daten auf saugen und man keine Ahnung hat was die mit diesen machen. Deshalb der Anstoss sich über eine private Lösung Gedanken zu machen.
 
Jo im (W)LAN kannst du sicher ne eigene Cloudsoftware einsetzen.
Oder man sichert die Daten vom Handie per USB Kabel. Geht halt nicht mit jedem.
Oder einen kleinen FTP Server wenn man keine Windows Freigaben will.

Kleine Datenmengen kannst du auch zB auf https://workupload.com/ hochladen.
Dort gleich ein DL-Passwort verwenden und die Daten selbst noch mit einem PW 7zipen.
 
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"ich möchte eine eigene Cloud" - bitte was soll das sein? Es gibt nicht die eine Cloud und jeder stellt sich darunter etwas eigenes vor.
Ja, vieles kann man selbst betreiben aber will man das wirklich? Denn so Themen wie sichere Konfiguration, Updates, Härtung, Haftung und Backup fallen dann alle in deine Zuständigkeit und Verantwortung und zwar kontinuierlich und so lange bis du denn Dienst nicht mehr betreibst.
Zum Thema Android Backup: eine all-inklusive Lösung wie bei Apple gibt es ja leider nicht, sodass man vieles einzeln suchen muss:
  • Kontakte: entweder bei Google oder man sucht sich einen anderen hosted Exchange Anbieter (mMn teuer für Privatpersonen) oder ähnliche hosted SoGo Anbieter oder Anbieter die nextcloud mit passenden Plugins oder MailCow (Mailserver inkl Adressbüchern etc) anbieten oder setzt sich selbst eine passende Lösung auf, die entsprechend das CardDav Protokoll unterstützen. Achtung: Android kann nativ kein CardDav, gibt aber gute und teilweise kostenlose Apps für.
  • Kalender: siehe Kontakte, Protokoll heißt hier CalDav
  • Bilder: Google Drive, Dropbox, Nextcloud, etc bieten alle automatischen Upload an bei Installation der App auf dem Smartphone.
  • WhatsApp/Chatprogramme: WhatsApp kann ja nur lokal oder auf Google Drive. Musst entweder damit leben oder dir selbst etwas stricken (prüfe regelmäßig ob $speicherlösung erreichbar, falls ja kopiere lokales Backup auf $speicherlösung) oder manuell aber das vergisst man gerne... Andere Programme siehe jeweils Doku dieser Apps.
  • Lesezeichen: siehe Doku des verwendeten Browsers
  • Sonstige Daten in Apps: siehe Doku der Apps. Einige können über den Play Store Sicherungen auf Google Drive erstellen aber eben auch nur dort.
Mailserver: kannst du fast vergessen.. du kannst zwar Mails empfangen aber jeder größere Anbieter verweigert dem Empfang von Mails die von Mailservern kommen, die an privaten Anschlüssen betrieben werden. Kann man mit einem smarthost als relay umgehen aber wie gesagt: Du bist verantwortlich für den langfristigen und sicheren Betrieb mit allen Konsequenzen, Vor- & Nachteilen.

Wenn du weg von Google willst: nimm nen seriösen Betreiber in DE/EU. Ja, die kosten Geld, bei Google zahlst du halt mit deinen Daten.

Streaming: so kann man keine Empfehlung geben. Wie viele Streams parallel, welche Auflösungen, etc. Mach dir darüber Gedanken, entscheide dich für 2-3 Lösungen und schaue dann was die Hersteller empfehlen oder andere User nutzen. Bist ja nicht der allererste mit der Idee ;)

Ach und ignoriere bitte solche Empfehlungen wie FTP Server im Jahr 2018... Ja, im eigenen LAN mag das noch gehen aber allzu oft braucht/will man so etwas dann doch online haben. Webdav over HTTPS (nextcloud z.B.) oder sftp sind die zu bevorzugenden Lösungen, sprich keine Kommunikation unverschlüsselt.

Backup: Im besten Fall folgt man der 3-2-1 Regel (Google falls unbekannt). Bei Synology nennt sich das z.B. hyper Backup wenn man auch Einstellungen etc und nicht nur Daten sichern will. Das geht z.B. auf eine lokal angeschlossene USB Disk. Ich persönlich würde darauf achten, dass das NAS mindestens zwei USB 3.0 Anschlüsse hat. Dann kannst nämlich an den zweiten Port eine weitere Disk hängen um die Daten der dauerhaft angeschlossenen Disk per USB Copy zu sichern und diese zweite Disk mit dem natürlich verschlüsselten Backup kannst dann immer woanders (anderer Brandabschnitt) lagern. Z.B. beim Nachbarn, Eltern, Büro etc.
Wichtig neben all dem Backup ist auch der Restore. Teste diesen, mehrfach, dokumentiere es ggf. Denn im Fehlerfall heißt es Ruhe bewahren, tief durchatmen und dann konzentriert vorgehen. Hat man den Restore schon einmal ohne Druck getestet, weiß was zu tun ist und hat die Gewissheit, dass es klappt nimmt das viel Stress raus.
 
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Erst einmal danke für die Infos. Über den Begriff Cloud kann man schön streiten. Mir geht es hauptsächlich darum meine mobilen Daten zu sichern bzw. aus zu lagern. Da würde es mir völlig reichen wenn die Geräte und das NAS sich am Abend per WLAN synchronisieren. Die Server/Client Apps hierfür werden von den NAS Herstellern ja selbst als DS-Cloud etc. bezeichnet. Deshalb habe ich den Begriff auch hier benutzt.

Die Möglichkeit Daten auch extern zur Verfügung zu stellen ist halt praktisch. Das dies mit Sicherheitsaspekten versehen ist, steht außer Frage. Ich bin ja erst einmal dabei mir einen Überblick über die gesamte NAS Thematik zu machen. Vielleicht komme ich auch zu dem Schluss das sich generell ein NAS für mich nicht lohnt.

snaxilian schrieb:
Backup: Im besten Fall folgt man der 3-2-1 Regel (Google falls unbekannt). Bei Synology nennt sich das z.B. hyper Backup wenn man auch Einstellungen etc und nicht nur Daten sichern will. Das geht z.B. auf eine lokal angeschlossene USB Disk. Ich persönlich würde darauf achten, dass das NAS mindestens zwei USB 3.0 Anschlüsse hat. Dann kannst nämlich an den zweiten Port eine weitere Disk hängen um die Daten der dauerhaft angeschlossenen Disk per USB Copy zu sichern und diese zweite Disk mit dem natürlich verschlüsselten Backup kannst dann immer woanders (anderer Brandabschnitt) lagern. Z.B. beim Nachbarn, Eltern, Büro etc.

Bei USB-Backups hätte ich halt wieder ein extra Gerät (Wechselrahmen) hier rum stehen. Genau das möchte ich ja nicht und die Backup HDDs in meinen Desktop packen. Die Frage ist, ist auch ein NAS-Backup auf eine HDD in einem Desktop möglich? Ich weiss es gibt NAS eigene Dateisysteme und die NAS-HDDs können in beliebig viele Volumes aufgeteilt werden. Ich nehme mal an ich müsste die Desktop und NAS HDDs manuell abgleichen und kann nicht die integrierte Backup Funktion nutzen.

Das ein Backup an einem getrennten Ort sinnvoll ist, ist klar. Aber ab einem gewissen Datenvolumen ist das nicht mehr praktikabel oder bezahlbar. Ich habe hier 12TB an potentiellen Daten. Dazu noch mal 12TB für das Backup und dann bräuchte ich nochmal 12TB für das externe Backup. Naja 100% Sicherheits gibts halt nicht und wenn einem die Bude abbrennt dann hat man glaube ich größere Probleme als ein paar verlorene Bilder oder FLACs.
 
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Hersteller halten ihre Zielgruppe vielleicht für nicht die Schlauesten und Cloud ist doch so ein tolles nichtssagendes Marketingwort, was in aller Munde ist, daher "braucht" man das auch... Was früher Webhosting war heißt heute ja schon Cloud.
Ja, Backups sind teurer und nichts anderes wie eine Versicherung, sprich eine Wette darauf, dass es gut geht. Für den anderen Fall schützt man sich eben ab.

Auch gibt es keine NAS eigenen Dateisysteme. Kein Hersteller hat das Rad neu erfunden. Der Unterbau ist idR immer ein Linux, dazu mdadm, lvm, ext3/4, ggf ein btrfs und die Eigenentwicklungen sind die Oberfläche zum administrieren/einrichten.
Natürlich kannst du auch eine Platte in deinen PC stecken und darauf sichern. Wenn du wirklich selbst recherchiert und dich eingelesen hättest, wüsstest du das aber auch...
Ich beziehe mich weiterhin auf Synology, andere Hersteller haben vermutlich ähnliches im Portfolio.
HDD in PC, Freigabe darauf erstellen und dann der Anleitung folgen. Der PC muss dann natürlich immer eingeschaltet sein wenn das Backup läuft.

Es muss ja nicht Mal der Brand sein. Blitzschlag, Wasserschaden/Rohrbruch/Wasch-/Spülmaschine oder ein Einbruch.

Es behauptet ja auch niemand, dass du alles so sichern musst... Ich z.B. sichere manche Daten gar nicht und andere wie alle eingescannten Verträge, Versicherungspolicen, Fotos etc online. Kostet mich keinen Euro im Monat.
Selbst dafür gibt es was fertiges von o.g. Hersteller. Preis kannst selbst hier kalkulieren: https://www.backblaze.com/b2/cloud-storage-pricing.html
Ist eben alles kein Hexenwerk, man muss sich nur überlegen was genau man will und dann die Doku lesen. Kannst ja verschiedene Sicherungen für deine Daten anlegen.
Für USB Copy brauchst auch kein riesen Gehäuse, da gibt's kleine Lösungen wo man die nackte Festplatte rein steckt, quasi eine Art HDD Dock mit USB 3.0. kann man direkt auf/neben das NAS stellen, so als Vorschlag.

Disclaimer: nein ich habe nix mit Synology zu tun, kenne da keinen, bekomme keine Provision und habe auch selbst kein einziges Gerät von denen im Einsatz bei mir, weder beruflich noch privat.
 
snaxilian schrieb:
Natürlich kannst du auch eine Platte in deinen PC stecken und darauf sichern. Wenn du wirklich selbst recherchiert und dich eingelesen hättest, wüsstest du das aber auch...
Ich beziehe mich weiterhin auf Synology, andere Hersteller haben vermutlich ähnliches im Portfolio.
HDD in PC, Freigabe darauf erstellen und dann der Anleitung folgen. Der PC muss dann natürlich immer eingeschaltet sein wenn das Backup läuft.

OK danke. Ich schau es mir an. Bei meiner Suche habe ich immer nur die Möglichkeit gefunden einen Desktop aufdem NAS zu sichern. Die Hyper Backup Funktionsbeschreibung hatte ich nur über flogen. Ist ja alles sehr Umfangreich.
 
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