NAS Kaufberatung

Zeberos

Cadet 4th Year
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Apr. 2015
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Hallo liebe CB-Community,
ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer guten NAS. Die NAS soll bei mir im Büro laufen und 2-4 Leute haben darauf Zugriff. Hauptsächlich werden Projektdaten und 3D Modelle auf dieser gespeichert. Wir sind ein 3D Visualisierungsstudio. Proxys und andere Speicherintensive Daten würde ich zur Bearbeitungszeit von meinem Desktop aus starten/benutzen. (Oder ist es auch möglich mit mehreren Leuten von der NAS aus zu arbeiten?) Wir haben im Büro eine Fritzbox 7490.
Liebe Grüße!
 
Ich werf mal eine Synology DiskStation DS418 in den Raum.
-Vier Bays um zukünftig zu skalieren
-Option für RAID5 für bessere Verfügbarkeit
-btrfs für Datenkonsistenz
-2x GBit LAN für genügend Durchsatz.
Hat dann auch genug Leistung wenn alle vier gleichzeig darauf schaffen wollen.

Wie viel Speicher ist denn gewünscht?
Backup etc. auch eingeplant?
 
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Sucht euch ein Systemhaus die auch Support geben, ansonsten habt ihr das volle Risiko.
 
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Wenn ihr direkt Daten, die auf dem NAS liegen, bearbeiten wollt und du von 3D Modellen redest sollte es kein Einsteiger-NAS sein und als Platten am besten SSDs verwenden, sonst laden sich eure Programme zu tode.

Wenn ihr "nur" Daten dort ablegen aber nicht diese Daten dort bearbeitet, sondern auf euren lokalen PCs dann reichen normale HDDs.

Speichergröße: Über welche Datenmenge reden wir und wie ist der jährliche Wachstum? Dies bitte für 5 Jahre kalkulieren zzgl. 20-25% Puffer. So viel braucht ihr netto. Brutto ergibt sich daraus wie viel Redundanz und/oder Performance ihr benötigt.
Etwas performanter: NAS mit 4 Disks und Raid 10. Minimale Redundanz und unter 10 TB dann ein Raid 5. Über 10 TB und/oder erhöhter Redundanzbedarf dann Raid 6. Aber ein Raid ersetzt niemals Backups!

Ansonsten sieh dir QNAP und Synology an, sind die beiden größten Anbieter. Mache dir auch über das Thema Backups Gedanken. Entweder Replikation + mehrere Versionsstände auf ein zweites NAS an einem anderen Standort, z.B. beim Geschäftsführer zuhause oder auf externe HDDs die ihr regelmäßig rotiert oder zu einem Cloudspeicher Anbieter (aws s2, backblaze b2, wasabi, etc).

edit: Btrfs ist zwar nett aber ohne ECC Ram ein bisschen witzlos auch wenn das Risiko für ein Bit-Flip relativ gering ist.
 
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Ich werfe mal meine Synology DS218+ in den Raum, wobei perspektivisch bei euch auch eine DS918+ in Frage kommen kann. Dazu dann 2x oder 4x HDDs der WD Red-Serie und ihr seit hardwaretechnisch gut aufgestellt.

Die Software von Synology ist auch eine der Besten auf dem Markt, wenn nicht die Beste. Ihr könnt über deren internen "Drive" Dienst auch quasi wie bei Google Docs oder Office365 alle gängigen Büro-Arbeiten direkt auf dem NAS erledigen (parallel) oder via Sync auf einem PC speichern und habt immer den aktuellsten Stand (natürlich versioniert im Fall der Fälle).

Automatisierte Backups auf externe Datenträger (USB 3.0 HDD) oder in eine x-beliebige Cloud sind auch kein Problem.
 
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a) soll es ein FertigNAS oder Selbstbau sein; Selbstbau = mehr Leistung für weniger Geld, dafür Kenntnisse und Wartung mit Arbeit / Zeit behaftet
b) wie / wozu soll das NAS genutzt werden? Wirklich als Share mit Zugriff für alle auf (gewisse) Daten und Projekte? Oder als Sicherung und jeder macht Projekte am PC wie gehabt?
c) Sind die Arbeitsplätze per Ethernet angebunden (Gigabit)?

Nach Beantwortung kann man sicherlich eine bessere Antwort geben.
 
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Moin Moin,
danke für die schnellen und zahlreichen Antworten.
Es sollte nicht allzu kompliziert sein, ich kann zwar PC's selbst zusammen schrauben, aber zur Zeit ist zu viel los um Aufwand in eine selbstgebaute NAS zu stecken - also ein fertig System.
Wir haben nicht all zu hohe Datenmengen. Nach 2 Jahren Arbeit 600gb Projektdaten 600gb 3D Modelle, Projektdaten sieht es momentan nach einem exponentiellen Wachstum aus. Ich denke also das wir mit 10TB bestens gewapnent sind. Jedoch brauchen wir auch noch ein Backup mindestens für die 3D Modelle. Projekte sind nach dem einmaligen bearbeiten eigentlich zu 95% abgearbeitet und werden nicht wieder gebraucht. Die Arbeitsplätze sind natürlich mit Ethernet verbunden.

Unsere Arbeit ist schon Datenintensinv (3D Renderings & Animationen) daher wird es wohl auf eine NAS welche als Bibliothek dient hinauslaufen. (Also keine Arbeit von der NAS) Da es schlichtweg zu teuer wird mit großen SSD's.

Für ein Systemhaus fehlt uns zur Zeit noch das Budget, daher müssen wir auf eine Selfmade-Lösung zurückgreifen.
 
@tiwa86 Die WD Red sind zwar nur ein NAS gedacht aber bei größeren Datenmengen sollte man die meiden, zumindest wenn einem die eigenen Daten etwas wert sind. Eine URE von 1 zu 10^14 ist einfach inakzeptabel bei mehreren TB. Da würde ich eher zu Disks greifen, die 1 zu 10^15 bieten, diese sind nicht wirklich teurer und ebenso für NAS-Systeme konzipiert.
Ein scrubbing (btrfs oder zfs) beugen dem zwar etwas vor und ein Raid 1 oder 10 verringern das Risiko ebenso etwas aber man muss ja nicht unbedingt fürs gleiche Geld das technisch schlechtere Produkt wählen...

@Zeberos "Exponentielles Wachstum" über welchen Zeitraum? Pro Monat? Quartal? Jahr? Gehen wir von einem Jahr aus:
600 GB 3D Modelle (kein Wachstum angeben, ich unterstelle mal 10% der ursprünglichen Menge pro Jahr) und 600 GB "Projektdaten" mit jährlich exponentiellem Wachstum.
Start: 600 + 600 GB
Ende Jahr 1: 660 + 1200 GB
Ende Jahr 2: 720 + 2400 GB
Ende Jahr 3: 780 + 4800 GB
Ende Jahr 4: 840 + 9600 GB
Ende Jahr 5: 900 + 19200 GB = 20,1 TB

Oder meinst du eher lineares Wachstum, sodass jedes Jahr nur die jetzige Menge hinzu kommt?
660 + 1200 GB
720 + 1800 GB
780 + 2400 GB
840 + 3000 GB
900 + 3600 GB am Ende des fünften Jahres. Dann kommst du mit 10 TB netto locker hin.

Bei geschäftlicher Nutzung würde ich persönlich zu einem Raid 6 oder 10 raten aus Disks mit 4 TB oder mehr Kapazität. Raid 10 bringt dir etwas mehr IOPS und schnellere Rebuildzeiten, es dürfen jedoch nicht beliebige Platten ausfallen ggü. einem Raid 6.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klugscheisser on:
Grmpf, ein NAS hat nichts weibliches oder männliches an sich. Bei der die das ist das NAS richtig.
 
Nilson schrieb:
Ich werf mal eine Synology DiskStation DS418 in den Raum.
-Vier Bays um zukünftig zu skalieren
-Option für RAID5 für bessere Verfügbarkeit
-btrfs für Datenkonsistenz
-2x GBit LAN für genügend Durchsatz.
Hat dann auch genug Leistung wenn alle vier gleichzeig darauf schaffen wollen.

Wie viel Speicher ist denn gewünscht?
Backup etc. auch eingeplant?

Kleine Korrektur. brtfs haben jeweils nur die +-Modelle bzw. die mit x86-CPU.
 
@Groug Advocatus diaboli: Auch wenn ich selbst das NAS benutze und der/die schrecklich finde, kann man ein Das damit begründen, daß es um den Storage, also den Speicher, geht.

@Zeberos Auch wenn aktuell kein Budget dafür da ist: Spätestens nach dem ersten Datenausfall, der die vier Arbeitsplätze für mehrere Tage unbenutzbar macht, sieht man das anders.
 
Zeberos schrieb:
Unsere Arbeit ist schon Datenintensinv (3D Renderings & Animationen) daher wird es wohl auf eine NAS welche als Bibliothek dient hinauslaufen. (Also keine Arbeit von der NAS) Da es schlichtweg zu teuer wird mit großen SSD's.

Für mich spricht dafür dann schon die Synology Drive Lösung mit Sync Client auf PC oder Mac. Heißt, auf den lokalen Rechnern werden von euch ausgewählte Verzeichnisse und Dateien nach jedem Speicherprozess auf das NAS gespielt. Entweder nur in eine Richtung oder wenn gewünscht in beide Richtungen, je nach Bearbeitungssituation.

siehe dieser Abschnitt: https://www.synology.com/de-de/dsm/feature/drive#seamlessly

Passend dazu nutze ich für mein Gewerbe und auch privat noch diese Anwendungen um maximal flexibel zu bleiben. Egal wo ich bin: https://www.synology.com/de-de/dsm/feature/office
 
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Bei Projektdaten, kann es durchaus sein das es sich um exponentielles Wachstum handelt, zumindest entwickelt es sich gerade so das immer mehr Kunden zu uns strömen. Jedoch müssen diese Daten nicht "unendlich" lange gespeichert werden, wie gesagt, es kommt so gut wie nie dazu das nachträglicher Support gebraucht wird. Und ich glaube die 3D Modelle, sollten besser bei mir zu Hause gebackupt werden. Auf einer externen Festplatte.
So wird dann ein Datenausfall auch nicht schlimm sein. Außerdem werden Projektdaten die in der Gegenwart gebraucht werden weiterhin auf dem Desktop sein und erst nach dem beenden des Projekts auf die NAS verschoben.

Das Budget für die NAS wäre 1000€.

@tiwa86 das hört sich wirklich sehr interessant an, werde mich dazu belesen.
 
kamanu schrieb:
Kleine Korrektur. brtfs haben jeweils nur die +-Modelle bzw. die mit x86-CPU.
Falsch. Ich betreibe selbst ein DS218 (Realtek ARMv8 CPU) mit Btrfs. Hier steht, welche Modelle Btrfs bieten: https://www.synology.com/de-de/dsm/Btrfs

snaxilian schrieb:
Btrfs ist zwar nett aber ohne ECC Ram ein bisschen witzlos auch wenn das Risiko für ein Bit-Flip relativ gering ist.
Btrfs hat noch einen Vorteil bei Synology: Nur damit lässt sich Snapshot Replication nutzen. Das ist für eine Firma sicher auch sehr praktisch, wenn man versehentlich etwas löscht/ändert und schnell auf eine Vorgängerversion einer Datei zurück will (ohne ein Backup raussuchen zu müssen oder wovon es vielleicht noch gar kein Backup gibt, weil die Änderung noch nicht so lange her ist).

Dabei aber darauf achten, dass das die Modellauswahl noch weiter einschränkt: https://www.synology.com/de-de/dsm/packages/SnapshotReplication
 
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Evtl. ein NAS mit 10GBit/s in Betracht ziehen, wenn da jedes mal einige Gigabytes an Daten von mehreren Clients gleichzeitig hin- und hergeschoben werden. Bringt natürlich nur was, wenn auch ein entsprechender Switch vorhanden ist.
 
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tiwa86 schrieb:
Ich werfe mal meine Synology DS218+ in den Raum, wobei perspektivisch bei euch auch eine DS918+ in Frage kommen kann. Dazu dann 2x oder 4x HDDs der WD Red-Serie und ihr seit hardwaretechnisch gut aufgestellt.
...

Ich würde ebenfalls die DS918+ mit x86 Prozessor in den Raum werfen (optional auch gleich zwei davon - siehe unten). Grundsätzlich sind aber auch die QNAP Geräte sehr gut (und in der Regel etwas günstiger). Ich selber nutze aber auch nur Synology NAS und fahre seit Jahren gut damit.

Zur Sicherungsstrategie...
Code:
PCs --> DS918+ Nr1 ---Backup---> DS918+ Nr2 (wenn möglich an einem zweiten Standort;
          |                            beim Chef Zuhause bei guter Internet Geschwindigkeit)
          |
          +---Backup---> mindesten zwei externe 10 TB Festplatten (oder mehr im Wechsel;
          |                                     externe Lagerung)
          |
          +---Backup---> Cloud (als weitere Option; wenn man dem vertraut;
                               sonst halt "private" Cloud mit einer zweiten DS wie oben)

Die DS918+ haben wir hier im Büro auch mit 4x 4TB im Einsatz.
Wir nutzen Btrfs (dazu unten eine bessere aber auch teurere Empfehlung) und verwenden neben der bereitgestellten Synology Active Directory Implementierung auch noch das Active Backup for Business (setzt "leider" Btrfs als Dateisystem voraus), sowie VPN über das NAS.

Das Active Backup for Business kostet nichts und sichert täglich ab 16:40 EUR die Notebooks der Mitarbeiter (4 Notebooks mit 512 GB SSD).
Die Datenmenge der Datensicherung beträgt für 4 Notebooks aktuell 1,4 TB aber dank "Deduplizierung" mit Btrfs werden nur 630 GB auf dem NAS belegt (weniger als 50%). Wie ist das möglich mag man sich fragen? Tja, Alle Rechner haben Windows installiert, das auf allen Rechnern bis auf kleinere Abweichungen die gleichen Dateien enthält. Das gilt natürlich auch für das Office Paket, die Entwicklungsumgebung, etc., so dass diese "gleichen" Daten nur einmal auf dem NAS gespeichert werden müssen, was extrem viel Speicherplatz einspart.
Das dauert initial etwas länger (wie man es erwartet) aber dann sind die folgenden Backups in 2-3 Minuten abgeschlossen.
Ansonsten landen auch die Backups von VMware auf dem NAS (diese allerdings klassisch auch wenn Active Backup for Business dies ebenfalls unterstützt).

Wegen Btrfs und dem grundsätzlichen Risiko von Speicherfehlern rate ich dringend zu einem der Synology NAS mit ECC Speicher bzw. einem NAS das man damit ausstatten kann. Das wäre z. B. die DS1618+ für rund 800 EUR ohne Festplatten (https://geizhals.de/synology-diskstation-ds1618-a1810526.html).
Da die DS1618+ per Default keinen ECC Speicher verbaut hat, wäre dieser einmal zu tauschen (die Kosten sind gering).
 
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@cremor @Nilson
Danke fürs richtig stellen. Dann müssen die das seit dem letzten Mal als ich geguckt hab hinzugefügt haben. Ist auch schon ne Weile her.
Witzig ist, dass es auf der Seite der DS418 nicht in den Spezifikationen aufgeführt wird. Da hatte ich nämlich eben gegen gechecked...
Oh. Tja. Wer buchstabieren kann findet es auch...
 
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