Nationalsozialistischer Untergrund und die NPD

Und genau was hat dies mit dem konkreten Fall des NSU zu tun?
Ich weiß nicht, traust du uns nicht zu, dass wir nichts über andere Fälle wissen? Es trägt nichts zum Fall bei, darauf hinzuweisen, dass es noch mehr Idioten auf der Welt gibt, ausser, dass man damit bewusst oder unbewusst andeutet, dass der Fall der NSU ja eigentlich gar nicht so weltbewegend wäre, immerhin geschieht so ein Quatsch täglich.

Zumal niemand behauptet hat, dass ein "toter Ackermann" weniger Wert wäre. Also warum tust du so, als wäre so eine Aussage gefallen?
 
Nossi schrieb:
Und genau was hat dies mit dem konkreten Fall des NSU zu tun?

So ganz direkt nichts aber die Links untermauern meine Argumentation von ein paar Posts vorher, von wegen medialer Überbewertung und verschiedener Gewichtung von Extremismus. Man bemerkt doch ganz deutlich die unterschiedliche Berichterstattung in den Fällen. Ob das nur daran liegt, dass keiner umgekommen ist, bleibt wohl offen. Lange wirds jedenfalls nicht mehr dauern, bis es auch hier den ersten Toten gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
du darfst aber unsere "braune" vergangenheit nicht außer acht lassen. rechte terroristen gibt es auch in anderen ländern, nur haben die nicht unsere braune vergangenheit und daher ist das mediale interesse sicherlich ausgewogener zwischen linksterrorismus und rechtsterrorismus.
uns in deutschland schaden diese idioten aber ganz massiv allein durch ihre existenz. sie ruinieren unser ansehen im ausland weit mehr, als es jeder linke attentäter tun könnte. aus diesem grund ist terrorismus von rechts gleich doppelt schlimm.
 
Eben das ist ein Irrtum. Terrorismus ist schlimm, egal ob von rechts, links oder von sonst einem ideologisch oder anderweitig irrgeleitetem Grund.

Ich sehe hier auch keine Grundlage für verbale Mathematik. Angenommen, ein Links- und ein Rechtsextremer bringen jeweils einen Menschen um. Ich sehe nicht ein, warum die Tat des Rechtsextremen aufgrund unserer Vergangenheit doppelt so schlimm sein soll.

Ein leider weit verbreiteter Irrtum ist auch, dass man uns im Ausland schief anschaut, wenn es um deutschen Rechtsextremismus geht. Meist ist das das eigene, verklemmte Verhältnis zur fehlerhaft aufgearbeiteten Vergangenheit, die uns Deutsche gerne dazu verleitet, völlig seltsam zu agieren. Spätestens dann schaut man uns aus dem Ausland fassungslos zu.
 
Hi

natürlich gibt es keine verbale Mathematik.

Wie auch?
Was willst du gegen die Brandstiftung in Ausländerwohnungen mit toten Kindern aufrechnen,
das Feuer gelegt von feigen assozialen Glatzen mit brauner hirnloser Gesinnung?
http://www.welt.de/politik/deutschl...opfer-durch-rechte-Gewalt-in-Deutschland.html

Da braucht es kein Nazideutschland als geschichtliche Entschuldigung für mediales Interesse, aber eben auch nicht die Finanzierung mit Nazi- oder Terrorbafög durch den Staat an vermeintliche V-Leute.
Hier stellt sich dann eher die Frage, wieviel Geld haben die "Herrschaften" vom Staat erhalten, die die Ausführungen der Taten durch die finanzielle Grundlage erleichtert haben.
Wenn sie jetzt Helfer weg sperren sollte man auf keinen Fall den Zahlweg staatlicher Stellen als Helfer vergessen.

Cu
 
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longi schrieb:
überflüssiges Zitat entfernt *klick*

Der Beitrag enthält eine Wertung ;) Und alleine schon dran zu denken, bestimmte Opfergruppen zu entschädigen, andere wiederum nicht ist schon purer Rassismus. Man macht Unrecht nicht zu Recht, indem man das Unrecht einfach umdreht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Komplettzitat entfernt. Bitte Regeln beachten.)
Das Ganze ist hierzulande als "Dönermorde" bekannt (mal davon abgesehen, dass der Begriff an sich schon leicht grenzwertig ist). War die Polizistin eine Dönerverkäuferin? Sie kommt in der Gleichung dieser Morde erst gar nicht vor, wird nahezu vollständig ausgeklammert. Ich denk, dass man deshalb schon von einer Unterteilung in Rasse/Ethnie oder whatever sprechen kann, da man den Wert der Opfer anhand ihrer Herkunft unterteilt (meine subjektive Meinung)

Dass man das Gedankengut hinterfragen muss, was hinter diesen Taten steckt ist unbestritten. Wenn ich diese Messlatte jedoch anleg, dann muss ich sie auch an andere Morde anlegen.
 
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Der Begriff Dönermorde ist imho schon verwendet worden, bevor der Bezug zu der Polizistin bekannt wurde. Kurz nach auffliegen der ganzen Sache ist der Begriff auch unter Kritik verschwunden.
 
Ja, das hat zu seltsamen Stilblüten geführt. In einer Nachrichtenpublikation habe ich einen Artikel über die Tatsache gelesen, dass "Dönermorde" unpassend und politisch unkorrekt sei. Daneben waren Referenzen zu früheren Artikeln dieser Serie und einer hatte einen Titel, der das Wort "Dönermorde" enthielt. :D
 
Hi
@d00d
wo siehst in meinem Beitrag eine Wertung?

Es ist doch wohl so das rechtsradikale Gesinnungsgenossen seit 1990 jeden Monat einen Menschen in Deutschland töten. Einfach so. Evtl. sinds auch zwei oder drei.

..... und da kommt jemand und meint zu sagen ...... aber die Linken oder ,,,,,, aber die Anderen, egal wer.

Cu
 
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@Deliberation

Das erinnert mich an die Sache mit Lafontaine von vor ein paar Jahren. Damals hatte sich die SPD über seine Verwendung des Begriffs "Fremdarbeiter" aufgeregt, obwohl auf der SPD-Internetseite das gleiche Wort benutzt wurde.
 
Eine Nationalsozialistische/demokratische Gesinnung wird es IMMER geben. Wer so etwas verbietet, scheucht diese Leute nur in den Unterground. wo sie nicht mehr "steuerbar" sind. Es muss doch Jedem erkennbar sein das mit dem derzeitigen Bildungssystem eine "NAZI-Szene" nicht vermeidbar ist. Nur dummes "Geplärr" von "Gutmenschen" ist eben nicht genug das zu verhindern. Alle die denken was besseres auf Lager zu haben sind gescheitert und haben heute nicht mehr ihre...grosses Mundwerk.
 
Ich verstehe nicht, was Du mit "Nationalsozialistische/demokratische Gesinnung" meinst.

Davon abgesehen kann man Gesinnungen nicht verbieten, höchstens Vereinigungen. Und hier ist eine gute Frage, welche Variante die bessere ist: V-Männer, die nichts wissen, nichts verhindern und sich womöglich selbst strafbar machen? Oder ein Verbot, das es den Vereinigungen deutlich schwerer macht, z.B. zu kommunizieren, neue Mitglieder zu rekrutieren oder die eigenen Tätigkeiten steuerlich abzusetzen? Ist es denn so, dass die NPD plötzlich durchdreht und wahllos Terrorakte vollführt, wenn man sie verbietet? Was genau steuert die Exekutive denn mit der Überwachung einer nicht-verbotenen Vereinigung?

Nur mal ein Beispiel, wie toll die Überwachung durch V-Männer funktioniert:

... sabotierte das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz angeblich einzelne Fahndungsmaßnahmen der Polizei. Wie die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, habe der Verfassungsschutz den Thüringer Neonazi-Anführer Tino Brandt über die gegen ihn gerichteten Observationsmaßnahmen der Polizei auf dem Laufenden gehalten.

und noch toller:

Der NPD-Funktionär und V-Mann Brandt soll vom Verfassungsschutz 2000 Mark erhalten haben. Das Geld sollte er laut "Bild am Sonntag" dem Neonazi-Trio Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt zukommen lassen, damit sich diese neue Pässe beschaffen können.

Quelle: Spiegel Online
 
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